Ingo Gach: Freyas Fluch

Cover zum Buch Freyas Fluch

Titel: Freyas Fluch

4,8 von 5 Sternen bei 2 Bewertungen

Verlag: GRAFIT Verlag GmbH

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 384

ISBN: 9783894256067

Termin: Februar 2008

Aktion

  • Ingo Gach: Freyas Fluch; grafit - Verlag Dortmund 2008; 384 Seiten; ISBN: 978-3-89425-606-7


    Wir schreiben das Jahr 123 nach Christus. Als
    Agyntir, der mutige, heldenhafte Anführer der germanischen Chatten,
    ermordet wrid, droht nach langen Jahren des Friedens wieder ein Krieg.
    Am Tatort wird angeblich der römische Prokonsul gesehen. Die Schamanin
    spricht einen Todesfluch gegen ihn aus. Der junger Ubier Rainolf hat es
    schon bis zum Ädil geschafft. Kann er den Frieden retten?


    Hier liegt der zweite Roman Gachs vor. Auch er spielt im alten
    Germanien. Das Buch ist flott geschrieben und läßt sich trotz seines
    Umfanges leicht und schnell lesen. Ein Glossar am Ende des Buches
    erklärt die benutzten römischen Begriffe. Hier liegt ein
    empfehlenswerter Krimi vor.


    Waren es in den `90er Jahre, in denen Autoren wie Ellis Peters, Edward
    Marston, John Maddox Roberts und andere Autoren Kriminalromane aus der
    Antike und dem Mittelalter erstmals veröffentlichten? Da immer mehr
    solcher Krimis erscheinen, muß wohl ein Markt dafür vorhanden sein.
    Woher kommt das Interesse der Lesen an solchen historischen Romanen?
    Wir hier die sogenannte gute alte Zeit romantisiert? Die
    Errungenschaften der modernen Technik sind hier unbekannt. Die Helden
    müssen sich auf ihren Menschenverstand und ihre Intuition verlassen und
    können sich zwischenzeitliche Fehleinschätzungen erlauben. Das Leben
    ist einfach strukturiert. Liebe und Haß, Geld und Macht, Habgier /
    Erfolgsstreben und Armut - sie sind die gängigen Motive für Raub und
    Mord. Da brauche ich mir keine Gefanken über psychologische
    Spitzfindigkeiten zu machen. Autorinnen wie Elizabeth George bieten da
    schon bedeutend schwerere geistige Kost. Ob das auch den Reiz von
    historischen Kriminalromanen ausmacht? Es ist durchaus möglich.


    Bei Bach kommen noch die lokalen Bezüge hinzu. Ingo Gach ist Jahrgang
    1967. Er wurde in Brühl geboren. An der Kölner Universität studierte er
    Germanistik, Anglistik und Philosophie. Seit einem Abstecher in den
    Printmedienbereich und ins Fernsehen arbeitet Gach heute als Journalist
    und Autor. Und das (immer noch) in Köln, wo auch der Krimi spielt.
    Zumindest die rheinischen Leser können sich also lebhaft vorstellen,
    wie es in dem römisch-germanischen Grenzgebiet aussieht


    Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Diese
    Lebensweisheit scheint auch dem grafit-Verlag Erfolg zu bringen. Ganz
    egal, ob die Geschichten in Köln, Düsseldorf oder Dortmund spielen, mit
    den Regionalkrimis scheint der Verlag auf ein gutes Pferd gesetzt zu
    haben.

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