Walter Moers - Wilde Reise durch die Nacht

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Wilde Reise durch die Nacht

4.4|40)

Verlag: Goldmann Verlag

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 224

ISBN: 9783442452910

Termin: Oktober 2003

  • Kurzbeschreibung laut Amazon:
    Der junge Gustave möchte unbedingt ein großer Zeichner werden. Aber zuvor muss er in einer einzigen Nacht von der Erde zum Mond und einmal quer durchs Universum reisen, denn er hat eine Wette mit dem Tod abgeschlossen, bei der es um nichts Geringeres als sein Leben und seine Seele geht. Moers illustrierte Gustaves fantastische Reise anhand von 21 beeindruckenden Bildern aus dem Werk von Gustave Doré, dem erfolgreichsten Zeichner des 19. Jahrhunderts.


    Meine Meinung:
    Ich fand Wilde Reise durch die Nacht all in all sehr schön. Die Story an sich war witzig und großteils originell erzählt, nur der Schluß war mE recht lahm und enttäuschend, da stark vorhersehbar. Trotzdem ein nettes Büchlein (gute 200 Seiten) mit Märchencharakter.

    Liebe Grüße,
    Azrael


    Aktuelles Buch: "Schwarz zur Erinnerung" von Charlene Thompson

  • Ich habe das Buch in einem Nachmittag gelesen, und das mit Genuss. Moers hat wieder seine blühende Phantasie entfaltet. Und die Idee, zu schon vorhandenen Illustrationen eine Geschichte zu erfinden, soll ihm erst jemand nachmachen ;)


    Walter Moers spielt mit der Sprache wie ein Virtuose auf seinem Instrument.


    Was den Schluss angeht, muss ich Azrael zustimmen. Leider scheinen dem Autor da die Einfälle abhanden gekommen zu sein. Oder er wollte/musste das Buch rasch zu Ende bringen.

  • Dieses Buch hab ich zwar noch nicht gelesen (weil ich noch keine Zeit hatte), aber die anderen Bücher von ihm sind fantastisch...seine Bücher lese ich immer wieder gern! :D

    Bücher sind Schiffe, welche die Meere der Zeit durcheilen.Francis Bacon

  • ich fand das buch ganz nett. war aber trotzdem etwas enttäuscht. hatte mir insgeheim mehr von der geschichte erhofft. das mag aber auch daran liegen, dass ich "die stadt der träumenden bücher" davor gelesen habe...;-)

  • Ich bin auch ein bisschen enttäuscht. Ich finde, das Buch kann nicht mit den Zamonien-Romanen mithalten. Außerdem fand ich die Wendung der Geschichte manchmal sehr an den Haaren herbei gezogen, nur damit sie zu den Bildern passt. Z.B. als Gustave auf dem Meeresgrund die Tür mit der Frau sieht usw. Zugegeben ist es auch eine Kunst, alle Bilder mehr oder weniger logisch zusammenzusetzen, aber es kommt mir doch so vor, als hätte Moers seine Fantasie dadurch sehr einschränken, bzw. anpassen müssen.
    Die Zeichnungen finde ich allerdings ziemlich klasse, es war interessant mal meine beiden größten Hobbys miteiander verknüpft zu sehen :D .

    "Es ist besser für das was man ist gehasst, als für das was man nicht ist geliebt zu werden."


    auf dem Nachttisch :study::
    Darren Shan - "Fürst der Schatten"

  • "Wilde Reise durch die Nacht" fand ich einfach nur enttäuschend und, da stimme ich Jini, zu manchmal wirklich sehr an den Haaren herbeigezogen.


    Das war mein erster Moers-Roman...und beinah auch mein letzter, was sehr schade gewesen wäre, denn dadurch wäre mir einiges entgangen.

    Das Paradies habe ich mir immer als eine Art Bibliothek vorgestellt.
    (Jorge Luis Borges)

  • Oje...


    ich oute mich hier jetzt mal ganz mutig als jemand, der "Wilde Reise urch die Nacht" sehr gut fand, aber den Rest von Moers' Werk eher unverständlich findet... 8-[


    Die Illustrationen allein sind es schon wert, das Buch zu kaufen und ich finde, dass Moers einen schönen Bogen als Verbindung schlägt. Die Geschichte ist rund und stimmig.


    Tod und Dementia sind zwei herrliche Charaktere.


    Ich mochte das Buch. :thumleft:

    She wanted to talk, but there seemed to be an embargo on every subject.
    - Jane Austen "Pride and prejudice" - +


    :study: Sophie Kinsella: Mini Shopaholic + Lisa Hilton: Queen's Consort

  • Ich hol den Thread jetzt einfach mal wieder hcoh, da ich das Buch auch gerade gelesen habe :D


    ich finde auch, dass das Buch nicht mit "Die Stadt der Träumenden Bücher" (für mich immer noch ein wahres Meisterwerk!) oder dem "Blaubär" mithalten kann, allerdings liest es sich leicht und flüssig und ist auch nicht sehr lang.
    Was allerdings unbedingt empfehlenswert ist, sind die Illustrationen von Gustave Doré, einem wirklich genialen Künstler!
    Mit dem Ende war ich auch nicht so ganz einverstanden.....nun ja. Aber einige Einfälle waren wirklich nicht schlecht.


    LG, Karön :D


    PS: Seit ich weiß, dass Doré auch die Göttliche Komödie von Dante illustriert hat, bin ich bereit, mal wieder Geld für ein Buch zu opfern (mach ich sonst selten, bin ja noch ein armer Schüler :mrgreen: )

    Was sind wir denn anderes als Narren,
    Motten, die, von der eigenen eingebildeten Helligkeit geblendet
    ins Licht fliegen und dort verbrennen?
    Nichts als Staub auf dem ewigen Rad der Zeit.
    Nichts als Staub.

     

  • Das Buch war nach dem Rumo mein zweites von Moers als Lückenfüller bis mein Blaubär eintraf.
    Es war nett, die Idee, diese gigantischen Werke von Doré als Vorlage für eine Geschichte zu nutzen ist orginell. Leider ging es mir aber ähnlich wie Jini: die Übergänge von einem zum nächsten Bild wirkten etwas abrupt, wodurch ich das Buch nun gar nicht wirklich flüssig zu lesen fand.. Diese plötzliche Umschwenkenden in der Handlung und in den Dialogen riss mich immer wieder raus. Schade, ein Moers hätte das sicherlich besser gekonnt


    Aber schlecht ist es sicherlich nicht.

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    "Ein gutes Buch, das von majestätischer Unerschlossenheit an seiner Stelle im Regal steht, stellt die aufmunternste Form intellektueller Wandverkleidung dar!"

  • Nun ich habe mir das Hoerbuch angehoert. Und ich muss sagen es hat mir sehr, sehr gut gefallen.
    Die Idee, dem Maler Gustav Dore eine eigene Geschichte zu widmen und diese auch noch etwas an Dante's Goettlicher Komoedie anzulehnen ist einfach klasse!
    Mit dem Hoerbuch kam ich leider nicht in Genuss der Illustrationen von Dore (die ich anderweitig schon kenne und phantastisch finde), deshalb werde ich mir das Buch selbst auch bei Gelegenheit zulegen - es interessiert mich doch sehr, wie das umgesetzt wurde.
    Es ist natuerlich kein dickes Zamonien-Meisterwerk, aber trotzdem eine sehr schoen erzaehlte Geschichte im Moers'chen Stil.
    Ich kann das (Hoer-) Buch nur empfehlen :)

    "Wenn ich einer Untergrundkultgemeinschaft beitrete, erwarte ich Unterstützung von meiner Familie!" (Homer Simpson)


    :montag:

    Einmal editiert, zuletzt von Eol ()

  • Die Idee von Walter Moers, anhand der Zeichnungen eine Geschichte zu erfinden, finde ich wirklich toll. Und zum größten Teil hat mir das Buch auch gut gefallen, vor allem der Tod. :lol: Allerdings ist das Buch für mich keines, das lange im Gedächtnis bleiben wird.
    Die Übergänge waren mir oft zu ruppig, zu abrupt. Trotzdem ist das Buch ein nette Geschichte.

  • Ich mag Walter Moers, also kaufe ich es mir, auch wenn das Ende wohl nicht so toll ist.

    "Alles wird irgendwie, nicht unbedingt gut, aber es wird."

  • "Wilde Reise durch die Nacht" hat mir sehr gut gefallen. Ich fand die Idee, die Bilder Dorés (die ich vorher nicht kannte, die mir aber wirklich gefallen haben) als Ausgangspunkt für eine fantasievolle, unterhaltsame Geschichte zu nehmen, gut und sehr kreativ. Meiner Meinung nach ist es Moers auch gut gelungen, die Bilder passten gut zu den Ereignissen und haben die Stimmung des Buches unterstrichen. Die Mischung aus (unter anderem) Fantasy, Märchen, Science Fiction ist gelungen und es gibt sehr viele Momente, die einfach toll sind, ganz zu schweigen von der Kreativität, die der Autor hier wieder einmal zeigt.
    Wie von Moers gewöhnt ist die Geschichte bis zuletzt wendungsreich und voller Fantasie, aber auch humorvoll. Ich habe mich gut amüsiert und gerade der Tod und seine Schwester haben es mir angetan, aber auch den zwölfjährigen Protagonisten hat der Autor gut dargestellt, auch wenn ich sagen muss, dass ich sein Alter oft vergessen habe, weil es nur selten eine Rolle spielte. Interessanter fand ich aber die Aufgaben, die Gustave lösen musste, und die außergewöhnlichen Wesen, denen er dabei begegnet - eines war fantastischer und unglaublicher als das nächste. Das einzige was nicht ganz dazu passt, ist das Ende. Es ist passend und auch nicht überraschend, aber im Vergleich zum Rest der Geschichte war es ein bisschen schwach, es war, als würde die ganze Erzählung irgendwie verpuffen. Davon abgesehen fand ich das Buch aber wirklich gut und deshalb gibt es :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb: .

    Carpe Diem.
     :study: Zoë Ferraris - Wüstenblut
    2018 gelesen: 67 Bücher mit 26.608 Seiten | gehört: 3 Bücher mit 2266 Minuten

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