Sergej Lukianenko – Spektrum

  • Buchdetails

    Titel: Spektrum


    Verlag: Heyne

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 720

    ISBN: 9783453526228

    Termin: Juni 2011

  • Bewertung

    4.1 von 5 Sternen bei 22 Bewertungen

    81,8% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Spektrum"

    Als die Menschen eines Tages ein von Außerirdischen installiertes Teleportationssystem entdecken, beginnt für Privatdetektiv Martin Dugin das Abenteuer seines Lebens: Denn dieses System ermöglicht es, in Sekunden die Abgründe zwischen den Planeten der Galaxis zu überwinden. Eine perfekte Möglichkeit also für jene, die den Zuständen auf der Erde entfliehen wollen ...
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  • Inhalt: Als die Menschen eines Tages ein von Außerirdischen installiertes Teleportationssystem entdecken, beginnt für Privatdetektiv Martin Dugin das Abenteuer seines Lebens: Denn dieses System ermöglicht es, in Sekunden die Abgründe zwischen den Planeten der Galaxis zu überwinden. Eine perfekte Möglichkeit also für jene, die den Zuständen auf der Erde entfliehen wollen - aus welchen Gründen auch immer.


    Meine Meinung: Spektrum ist ein ganz aussergewöhnliches SF-Buch, welches aber sicherlich nicht für jedermann geeignet ist. Die Geschichte ist in insgesamt sieben Teile gegliedert, welche nach den Farben des Regenbogens benannt sind. In jedem Teil werden einem fremde ausserirdische Rassen vorgestellt, welche ihre ganz eigenen Moralvorstellungen, Gesetze, Religionen und Traditionen besitzen. Allgegenwärtig ist dabei die Frage nach dem Sinn des Lebens, zu der einem Lukianenko allerdings keine genaue Antwort liefert. Stattdessen wird man selbst zum Denken angeregt, was für mich persönlich der grösste Reiz des Buches ist.


    Nicht zu kurz kommen bei Spektrum auch die russischen Ess- und Trinkgewohnheiten. Ich muss unbedingt bald mal nach Moskau fahren, um mich selbst davon zu überzeugen ;)


    Worauf Lukianenko hingegen fast völlig verzichtet hat, ist Action, was der Spannung jedoch keinen Abbruch tut. Glaubt es mir, wer das Buch einmal angefangen hat zu lesen, wird sich davon so schnell nicht wieder losreissen können.


    Meine Wertung: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: / :bewertung1von5:

  • Ein empfehlenswertes Buch, auf jeden Fall!
    Lukianenko hat nicht nur einen flüssigen Schreibstil, sondern auch eine Phantasie, die sich nicht damit zufrieden gibt, "neue" humanoide Rassen zu erfinden(wie sie in den Star-Wars Filmen zur Genüge vorkommen). Dabei gelingt es ihm - meiner Meinung nach gut - die Verschiedenartigkeit zu beschreiben, die aus den Eigenarten der Rassen hervorgeht.


    Zitat

    Allgegenwärtig ist dabei die Frage nach dem Sinn des Lebens, zu der einem Lukianenko allerdings keine genaue Antwort liefert. Stattdessen wird man selbst zum Denken angeregt, was für mich persönlich der grösste Reiz des Buches ist.


    Das unterschreib ich mal ;)

  • Ich habe bisher ca. ein Drittel des Buches gelesen und bin begeistert. Lukianenko kann scheinbar alles; nur eine Sache, die viel zu viele Autoren viel zu gut beherrschen, hat er offensichtlich nicht drauf: das Befahren seichter Gewässer - und das ist auch verdammt gut so! :thumleft:

  • Ich höre Spektrum gerade und bin komplett begeistert ... wie genial Lukianenko sich diese Welten und die Lebensformen ausgedacht hat. In meinem Hörbuch beginnt gerade Teil 2 "orange" und Martin Duger schwärmt von der echten russischen Küche. Klasse SciFi gepaart mit russischer Kultur. Ich :love: dieses Hörbuch jetzt schon :D
    Hoffentlich ist bald Feierabend, damit ich weiterhören kann 8)


  • Freut mich, dass es dir auch gefällt.


    Da fällt mir grad ein, dass ich auch mal wieder ein Buch von Lukianenko lesen sollte. Habe hier nämlich noch zwei ungelesene rumliegen. ;)

  • Spektrum bekommt von mir uneingeschränkte :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: ... trotz der 21 Stunden habe ich mich keine Minute gelangweilt, trotz der vielen Welten und Figuren habe ich nie die Übersicht bzw. den Faden verloren. Fantastisch, geistreich, philosphisch, genial! Martin ist mir ans Herz gewachsen und ich würde mich gern mal bei einem fürstlichen Mahl mit ihm unterhalten oder mir eine seiner Geschichten anhören 8)
    Das Ende ... das habe ich ganz zum Schluss nicht wirklich richtig verstanden. Das ist aber vom Autoren so gewollt, wenn ich die Beiträge vor mir lese, oder? :-k
    Ich habe nach jedem Teil eine kurze Pause eingelegt, um das vorher gehörte wirken zu lassen. Man wird wirklich sehr zum Denken angeregt über "den Sinn des Lebens" :D

  • Spektrum - wieder eine geniale Idee von ihm. Tore die nur durchschreiten kann wer den Torhütern etwas zu erzählen hat.
    Ich habe es schon vor einer ganzen Weile gelesen, muß es aberbald nochmal lesen es war einfach zu gut. :D

  • Ich habe das Buch vorhin beendet und bin ebenfalls begeistert. Wahnsinn, was für ein Fantasie der Autor hat - allein schon die ganzen verschiedenen Rassen zu erfinden. :applause:

    Das Ende ... das habe ich ganz zum Schluss nicht wirklich richtig verstanden. Das ist aber vom Autoren so gewollt, wenn ich die Beiträge vor mir lese, oder? :-k

    Das habe ich auch nicht so ganz verstanden. Aber ich glaube auch, dass das vom Autor so gewollt ist.

    Ich habe nach jedem Teil eine kurze Pause eingelegt, um das vorher gehörte wirken zu lassen. Man wird wirklich sehr zum Denken angeregt über "den Sinn des Lebens" :D

    Ich bezweifle ja sehr, das Science Fiction jemals zu meinem Lieblingsgenre gehören wird. Aber so, wie Lukianenko es verpackt, finde ich es große Klasse! Ein richtig tolles Buch zum nachdenken. Das ganze dann gepaart mit russischer Kultur... :thumleft:

  • Ich habe das Buch vorhin beendet und bin ebenfalls begeistert. Wahnsinn, was für ein Fantasie der Autor hat - allein schon die ganzen verschiedenen Rassen zu erfinden. :applause:

    Das habe ich auch nicht so ganz verstanden. Aber ich glaube auch, dass das vom Autor so gewollt ist.

    Ich bezweifle ja sehr, das Science Fiction jemals zu meinem Lieblingsgenre gehören wird. Aber so, wie Lukianenko es verpackt, finde ich es große Klasse! Ein richtig tolles Buch zum nachdenken. Das ganze dann gepaart mit russischer Kultur... :thumleft:


    Es freut mich sehr, dass Dir das Buch auch so gut gefallen hat :friends:

  • Das Buch ist wirklich empfehlenswert. Eine ganz unglaublich phantastische Reise durch Dimensionen, Universen und alles was man sich vorstellen oder auch nicht vorstellen kann. Ich habe es genossen, es zu lesen und auch wenn ich wirklich so gut wie nie ein Buch zweimal lese (weil es ja immer noch so viele andere gut Bücher zu lesen gibt), dieses Buch werde ich garantier noch mindestens einmal zur Hand nehmen.
    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

  • Nun habe ich meinen sechsten Lukianenko beendet.


    Klappentext:
    Eines Tages werden auf der Erde rätselhafte Tore entdeckt, die Teil eines gigantischen Teleportationssystems zu sein scheinen: Wer durch die Tore geht, findet sich auf Lichtjahre entfernten Planeten wieder. Doch wer hat dieses interstellare Transportsystem geschaffen? Und was sollen die Menschen damit anfangen? Als der Moskauer Privatdetektiv Martin Dugin beauftragt wird, ein junges Mädchen zu suchen, das durch eines der Tore entkommen ist, beginnt nicht nur für ihn eine gefährliche Reise - das Schicksal der gesamten Menschheit steht auf dem Spiel...


    Rezension:
    Die Entwicklung der Wissenschaft geht immer schneller voran und lässt immer größeren Raum für Gedankenspiele, die sich momentan zwar noch damit befassen, wie z.B. eine erneute Mondmission aussehen könnte oder gar eine bemannte Fahrt gen Mars, doch längst denken Astronomen und Physiker ein paar Schritte weiter. was wäre, wenn es uns gelänge, Planeten urbar zu machen, die heute noch außerhalb unserer Reichweite liegen? Oder wenn wir plötzlich von Planeten zu Planeten "springen" könnten, von einer auf die andere Sekunde? Und wie wahrscheinlich ist außerirdisches Leben, wenn ja, wie sieht das aus? Martin Dugin lebt in dieser Zukunft, in der ein gigantisches Teleportationssystem die Planeten, nicht nur unseres Sonnensystems, miteinander verbindet. Seine Aufgabe ist es, nach verschwundenen Menschen zu fanden und zurückzubringen, egal wo die sich befinden mögen. Doch der Zugang zu diesem "Verkehrsnetz" will verdient werden. Eine außerirdische Rasse, genannt "Schließer", überwacht die Zugänge auf jedem Planeten und verlangt als Eintritt eine erzählte Geschichte, die jedes Mal eine andere sein muss. Doch, warum? Welchen Sinn haben diese Geschichten für die "Türsteher" der Tore? Was bezwecken die friedlichen Außerirdischen? Ist es überhaupt ratsam, die Tore zu nutzen? Immer mehr Fragen muss sich Martin stellen auf seiner Suche nach einem verschwunden Mädchen. Ein spannender Wettlauf mit den "Schließern", anderen Außerirdischen und gegen die Zeit beginnt.


    Sergej Lukianenko hat auch in diesem Roman überzeugen können. Ein flotter Schreibstil, der einem sofort in diese Welt eintauchen lässt, Figuren, deren Handlung man wunderbar nachvollziehen kann und eine Zukunftsversion über die man sowohl nachdenklich auch als ins Schmunzeln geraten kann. Tatsächlich sind es hoch philosophische Fragen, die Lukianenko aufwirft. Nehmen wir, nur als Beispiel, die Wahrscheinlichkeit einer Existenz von Außerirdischen oder glaubt ernsthaft jemand, wir wären die einzigen intelligenten (oder was wir dafür halten) Lebewesen in den Weiten des Alls. Fast unvorstellbar, bei der unendlichen Größe dieses Raumes. Doch, wie würde ein Zusammenleben, so man in Kontakt kommt, überhaupt funktionieren? Wie tolerant sind wir gegenüber völlig Fremdartigen? Und was machen wir mit der Macht zu Entscheiden, so sie uns gegeben ist? Nutzen wir sie maßvoll oder unbegrenzt? Wie wollen wir sein und wie können wir sein? Diese Fragen, in einer einzigartigen Geschichten verwoben, machen diesen Roman unbedingt lesenswert.


    Abzüge gibt es nur für das etwas chaotisch-verwirrende Ende, was aber auch an mir gelegen haben kann.


    LG findo.


    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

  • Es geht um eine nicht allzu ferne Zukunft, indem eine außerirdischeRasse, die sogenannten Schließer, den Menschen und anderen intelligentenWesen mit Portalen erlaubt, durch die Welten zu reisen. Der Clou bei
    dieser soweit bekannten Prämisse besteht darin, dass die Bezahlung fürs Reisen darin besteht, den Schließern eine Geschichte zu erzählen. Nach welchen Kriterien die dann angenommen wird, ist völlig unklar, aber ohne Geschichte kommt man nicht weiter. In diesem Setting muss der Hauptcharakter, ein im Geschichtenerzählen (und damit Reisen) begabter russischer Privatdektiv einen scheinbaren Routinefall lösen.


    Highlight des Romans ist aber nicht der Plot (obwohl der auch sehr gut ist), sondern definitiv der Weltenbau. Spätestens in der zweiten Hälfte werden die geschilderten Lebensformen, Welten und Ideen so fantasievoll,
    abgedreht, aber in sich schlüssig, dass die Beschäftigung damit schon sehr viel Spaß macht. Sehr gut gefallen hat mir auch der Schreib- und Erzählstil, der (in der deutschen Übersetzung, die englische kenne ich nicht) etwas altmodisch und ausschweifend, aber gerade wegen Letzterem faszinierend ist (es wird für einige Beobachtungen oder Beschreibungen von alltäglichen Dingen oft ausgeholt, aber immer mit interessantem Inhalt).


    Der Plot ist lange Zeit recht unvorsehbar und dadurch spannend, man sollte aber (zum Glück) keine filmreifen Verfolgungsjagden oder dergleichen erwarten. Am Ende wurde für mich auch alles angemessen aufgelöst, lediglich die Art, wie
    die Hauptcharaktere im zweiten Teil auf manche Vermutungen/Schlussfolgerungen kamen, schien mir etwas unrund. Gerade im Kontrast dazu, dass die Ideen, die Martin zu Beginn hatte, immer sehr nachvollziehbar begründet und geschildert wurden (Stichwort Homer*2).


    Schließlich sollte man erwähnen, dass auch philosphische Ideen mal etwas subtiler, oft aber sehr direkt aufgegriffen und diskutiert werden. Meistens hat mir das sehr gut gefallen und mich zum Nachdenken gebracht. Es gab
    aber auch Stellen dieser Art, die ich nicht so sehr machte. Das und die oben erwähnte "Nicht-ganz-Schlüssigkeit" mancher Folgerungen gegen Ende bringen mich schweren Herzens dazu, nur 4/5 Punkten zu vergeben. Allerdings sehr knapp an 5/5.

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