Pamela Sargent - Dschingis Khan

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  • Dschingis Khan - Herrscher der Himmels, von Pamela Sargent


    Klappentext:


    Als sein Vater stirbt, scheint der Traum eines Mongolenreiches in weite Ferne gerückt. Aber zwei Jahrzehnte später erheben ihn mehrere Mongolenstämme zu ihrem Oberhaupt und nennen ihn Dschingis Khan - "ozeangleicher Herrscher". Mit seinem straff organisierten Heer zieht er gegen die Tataren, erobert die Mandschurei, Peking, Korea und schlägt die Russen.


    Als er 1227 stirbt, hinterlässt er ein mächtiges Reich, das sich vom Chinesischen Meer bis zu den Pforten Europas erstreckt. Noch heute ist er Inbegriff für rücksichtslose Zerstörung und brutale Machtgier. Doch in seinem Reich galt ebenso das Gebot, jede Religion zu achten. Er nannten einen taoistischen Philosophen seinen Freund.


    Pamela Sargent zeigt den Mongolenführer aus der Sicht der Frauen, die ihn umgeben und die seinen Lebensweg zeichnen: Sie sehen ihn als unbeugsam, willensstark und machtorientiert, aber ebenso als sanft, verständnisvoll und einfühlsam.


    Inhalt und Aufbau:


    Das Buch erzählt in 121 Kapiteln das Leben und Wirken des Dschingis Khan. Es beginnt vor seiner Geburt, schildert Kindheit und Jugend und beschreibt ausführlich den Aufstieg zur Macht durch Krieg und Eroberung. Weitere Hauptcharaktere sind die Hauptfrauen des Temudschin Dschingis Khan, die ihm mit Rat und Tat zur Seite stehen, und seine Mutter Hoelun, die sein Gewissen und sein Rückhalt ist. Abgesehen von den Kapiteln gliedert sich das Buch für den Leser in zeitliche Abschnitte, welche mit den Eroberungszügen der Mongolen zusammenfallen.


    Vor der eigentlichen Geschichte findet der Leser mehrere Stammes- und Familienbäume, die darüber Aufschluss geben sollen, in welchem Grad und durch welche Verbindungen die einzelnen Charaktere miteinander verwandt sind. Zusätzlich kann man in einer alphabetischen Namensliste die wichtigsten Namen und ihre Einordnung nachlesen.


    Eigene Meinung:


    "Dschingis Khan - Herrscher des Himmels" ist ein gewöhnungsbedürftiges, aber gutes Buch. Am Anfang irritieren die Namen und die Terminologie etwas, aber wenn man die Stammbäume und Namensliste zu Hilfe nimmt, kennt man relativ schnell die wichtigsten Personen. Was aber nicht heißt, dass nicht auch später ein Blick in die Listen hilfreich sein könnte, vor allem, wenn man nicht mehr weiß, in welchem Verwandtschaftsgrad ein bestimmter Unteroffizier zu Dschingis Khan steht. Allerdings helfen die Namensverzeichnisse nicht mehr begriffen aus der mongolischen Sprache (z.B. bei Haushaltsgegenständen, Titeln oder Regimentsbezeichnungen). Meist werden die Begriffe nicht gleich erklärt oder man kann es sich nur aus dem Zusammenhang erschließen. Wie gesagt, man muss sich halt auf das Buch einlassen. :) Ab der Hälfte des Buches wird es an manchen Stellen schwierig, die einzelnen Haupt- und Nebenfrauen wirklich auseinanderzuhalten und ihnen ihre richtige Position zuzuweisen. Gleiches gilt für die Brüder, Halbbrüder, Stiefbrüder und anderen Verwandten des Dschingis Khan, mit denen er sich umgibt und die die Köpfe seiner Armee bilden. Der Leser muss sich zwischen Stammesfehden, Krieg, Eroberung, unbedingter Loyalität und Gehorsam, Mut, Hass und auch Liebe hindurchfinden und lernt so eine der schillernsten Persönlichkeiten der Weltgeschichte näher kennen.


    Eines hat mich allerdings gestört: Der Geschichte hätten Landkarten, auf denen man die Eroberungszüge des Dschingis Khan nachvollziehen kann, sehr gut getan. :-? Dann wäre das Lesen viel einfacher gewesen.


    Fazit:


    Ein gutes Buch, dass erfreulich menschlich mit einer sehr grausamen Zeitepoche umgeht und einen Mann zeigt, dessen Vision von einem geeinten Volk den stärksten und unerbittlichsten Gegner besiegen kann.


    Viel Spaß beim Lesen!!!


    valorien :dwarf:

  • Vielen Dank, valorien!


    Ich finde das Buch klingt sehr faszinierend. Ich habe einige Bücher über die Mongolei gelesen, aber bisher noch kein Historischen Roman. Das werde ich dann wohl nachholen... :wink:

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