Emile Zola - Die Sünde des Abbé Mouret

Die Sünde des Abbe Mouret

4.5 von 5 Sternen bei 2 Bewertungen

Band 5 der

Verlag: Berlin, Verlag der Nation,

Bindung: Broschiert

ASIN: B004EN74OE

Termin: 1955

  • Emile Zola - Die Sünde des Abbé Mouret (La faute de l'Abbé Mouret 1875)
    Natur- und Sozialgeschichte einer Familie unter dem zweiten Kaiserreich



    Inhalt
    Serge Mouret, dessen Mutter in Die Eroberung von Plassans unter religiösen Wahnvorstellungen litt ist Priester geworden. Fromm und Naiv hat er eine kleine Gemeinde in einem Dorf in den Pyränen übernommen. Die Einwohner können allerdings nicht viel mit dem jungen Priester anfangen, zu bodenständig sind sie für seine Mystik. Dann erkrankt er an einem Nervenfieber und wird von der jungen Albine gesundgepflegt, die völlig frei erzogen wurde und in einem altem Haus in einer großen Parkanlage lebt. Als er gesund ist, stellt sich heraus, das er sein Gedächnis verloren hat - er weiß nicht mehr, das er ein Geistlicher ist.



    Meine Meinung
    Im Vergleich zu den beiden Büchern Ein feines Haus und Das Paradies der Damen in denen es um Octave Mouret, dem Bruder von Serge, ging, fand ich dieses etwas schwächer. Vielleicht lag es auch an dem Thema - mit Mystikern kann ich nicht so viel anfangen. :roll: Serge war mir "zu gut". Er versucht immer wieder, die Ortsansässigen Bauern zu bekehren, seine geistig behinderte Schwester lebt bei ihm. Diese liebt Tiere über alles. Serge dagegen sind die Tiere zu "erdhaft", und als er sieht, wie eine Kuh gedeckt wird, ist er von der Triebhaftigkeit der Tiere entsetzt.
    Trotzdem ist auch dieses Buch schön zu lesen - gerade zum Ende hin verliert Serge einiges von seinem "zu-gut-sein".



    Der Autor (Quelle: Projekt Gutenberg/Spiegel online)
    Emile Zola wurde am 2.4.1840 in Paris geboren. Sein italienischer Vater war Ingenieur, die Mutter war gebürtige Französin. Der Vater starb 1847. 1843-1858 lebte er in Aix-en-Provence. Die Mutter zog Ende 1857 nach Paris und ließ Emile im Februar 1858 nachkommen. Dort bestand er nicht das Abitur im Lycée Louis-le-Grand und arbeitete zuerst als Schreiber beim Hafenzoll, dann als freier Journalist. 1862 bekam er eine Anstellung im Verlagshaus Hachette, das er nach dem Erfolg seiner ersten beiden Bücher wieder verließ. 1898 setzte er sich mit einem Brief für die Unschuld von Dreyfus ein ( J'accuse) und wurde zu Gefängnis und einer Geldstrafe verurteilt, konnte jedoch nach England entfliehen. 1899 kehrte er nach einer Amnestie zurück. Zola starb am 29.9.1902 in Paris.

  • Da bin ich ja echt froh, dass es sich hierbei um ein schwächeres Buch handelt, denn es muß auf die Wunschliste, vorläufig. :lol:


    Gruß Wirbelwind


    :study: Tatiana de Rosnay, Sarahs Schlüssel

    :study: Naomi J. Williams, Die letzten Entdecker









    Bücher sind die Hüllen der Weisheit, bestickt mit den Perlen des Wortes.