Volker Uhl (Hrsg.) - Polizistinnen erzählen: "Die Angst ist dein größter Feind"

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  • "Die Angst ist Dein größter Feind"
    Polizistinnen erzählen
    zusammengestellt von Volker Uhl
    247 Seiten, erschienen 2008 im Piper-Verlag
    ISBN: 978-3-492-25217-1




    Aus dem Inhalt:
    Wie schon in zwei Büchern zuvor präsentiert Volker Uhl wahre Begebenheiten, in diesem Fall aber ausschließlich von Kolleginnen. Wie geht es also den weiblichen Exekutivbediensteten, um einen scheuslichen Amtsbegriff zu missbrauchen? Wir dürfen in die Gefühlswelt einer Kollegin eintauchen, vor deren Augen ein junger Mann den Freitod wählt. Wir begleiten eine Kollegin, die völlig schockiert miterleben muss, wie ihr erfahrener Kollege wie aus heiterem Himmel blutüberströmt im Funkwagen zusammenbricht. Wir dürfen aber auch miterleben, wie es einer Kollegin mit ihren Kollegen geht, wenn sie bei einem amtsbekannten Pärchen immer und immer wieder anrücken und deren Ehestreitigkeiten schlichten müssen...


    Über die Autoren:
    18 Kolleginnen aus Deutschland stellten ihre Erlebnisse für die Veröffentlichung dieses Buches zur Verfügung. Dazu ein Kollege, der die ihm zugetragene Geschichte einer Kollegin wiedergibt, die als Mobbing-Opfer den Freitod wählte.
    Volker Uhl ist Kriminalhauptkommissar in Baden-Württemberg und Initiator der Internet-Plattform "Polizei-Poeten" , der im weitesten Sinne auch das Polizeicafé ihre Existenz verdankt.



    Meine Kritik:
    Zur Kritik dieses Buches muss ich etwas weiter ausholen. Das erste Buch, das Volker Uhl zusammengestellt hat, trug den Titel "Die erste Leiche vergisst man nicht" (das ich hiermit unumschränkt weiterempfehle) und war "schuld", dass ich mit der Schreiberei begann. Zu aufwühlend waren die darin vorkommenden Geschichten. Zu sehr weckten sie Erinnerungen an schwierige Einsätze, die ich als Polizist selbst hatte. Beim vorliegenden Buch ist es nicht anders und ich denke, der einzige Grund, dass ich dieses Mal nicht so von den Geschichten berührt wurde, liegt darin, dass ich meine Erlebnisse zu Papier und damit zu einem emotionalen Abschluss gebracht habe. Letztlich ist es so, dass hier wieder einmal Schreiben als Therapie angewandt wurde.
    Das Buch kann ich jedermann empfehlen. Insbesondere jenen, die Polizist/in werden wollen um einen Einblick zu bekommen, was ein dienstliches Erlebnis auslösen kann. Aber auch all jenen, die einfach einmal wissen wollen, wie es tief drinnen ausschaut, in den Menschen in Uniform - von denen behauptet wird, sie seien nie da, wenn man sie braucht. Aber wenn man grad mal um fünf Stundenkilometer zu schnell ist, lauern sie schon hinterm Gebüsch... Übrigens ist im Strafenkatalog für Verkehrsstrafen kaum eine "Sünde" so billig, wie es der Erwerb dieses Buches (mit schlappen € 9,20 im österreichischen Buchhandel) ist!

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