Das Buch, das alle toll finden. Nur du nicht.

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  • Aber ich habe inzwischen einige Male erlebt, dass ich mit bisschen Abstand manche Bücher anders sehe.

    Das stimmt. Ich habe jetzt auch beschlossen, Bücher nicht immer sofort zu bewerten, sondern ein paar Tage abzuwarten, denn das was bleibt, ist doch ein bisschen zuverlässiger als das, was man sofort nach Ende der Lektüre empfindet.


    Dieses Buch hätte ich sicher nicht ganz so schlecht bewertet, wenn ich es sofort getan hätte, nach ein paar Tagen drüber nachdenken und reden bleibt nur mehr der kitschige Eindruck. Nur mehr die ach so unabhängige, wilde, junge Frau, die doch nur stundenlang auf einem Stein sitzt und auf ihren Prinzen wartet... :uups:

  • Ich kann nicht sagen, dass es alle toll fanden, aber viele.

    Für mich war es zu gewollt lustig und salopp, das wirkte einfach gezwungen. Vieles, ganz besonderes die Charaktere, waren zu slapstickhaft und übertrieben, die Handlung irgendwie zu konstruiert. Von mir deshalb nur 2,5 Sterne. :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb:

    Das Paradies habe ich mir immer als eine Art Bibliothek vorgestellt.
    (Jorge Luis Borges)

  • Ich habe jetzt auch beschlossen, Bücher nicht immer sofort zu bewerten, sondern ein paar Tage abzuwarten, denn das was bleibt, ist doch ein bisschen zuverlässiger als das, was man sofort nach Ende der Lektüre empfindet.

    Genau! Das habe ich erst lernen müssen.

    Übrigens auch den umgekehrten Fall. Da stört mich etwas an einem Buch, irgendeine alberne unpassende Redewendung z. B., und dann werde ich kiebig, beiße mich am Negativen fest und will das Positive nicht sehen.

    Und nach ein bisschen Absacken klärt sich der Geist :)!

    :study: John Burnside, In hellen Sommernächten. MLR.

    :study: John Burnside, Anweisungen für eine Himmelsbestattung.

    :study:Ian McEwan, Lektionen.

  • Das stimmt. Ich habe jetzt auch beschlossen, Bücher nicht immer sofort zu bewerten, sondern ein paar Tage abzuwarten, denn das was bleibt, ist doch ein bisschen zuverlässiger als das, was man sofort nach Ende der Lektüre empfindet.

    Da gebe ich dir recht. Ich habe auch schon Bewertungen korrigiert, weil ich die Bücher nach ein paar Tagen des Überlegens und Sackenlassens besser oder schlechter fand als direkt nach dem Lesen.

    Das Paradies habe ich mir immer als eine Art Bibliothek vorgestellt.
    (Jorge Luis Borges)

  • drawe und Susannah : Ich merke, dass ich mich auch häufig von der Community hier mitreißen lasse (was ja durchaus positiv ist), das Buch aber mit zeitlichen Abstand doch nicht mehr so toll finde. Oder ich lese ein Buch wesentlich später als die User, die einen ähnlichen Geschmack haben, und stelle überrascht fest, dass ich zu einer anderen Bewertung komme.


    Beispiel hierfür ist dieser Roman von Ishiguro. Er wurde von vielen etwa zur gleichen Zeit gelesen und entsprechend sehr positiv aufgenommen. Ich fand, es hatte starke Momente, aber einiges gefiel mir gar nicht, so z.B.die ständige Anrede der alten Frau mit - tja, jetzt habe ich es vergessen, war es "Prinzessin"? - Das Miteinander der beiden hat mich jedenfalls genervt. Ich hatte daher nur 3,5 Sterne vergeben.

  • Übrigens finde ich den Thread hier klasse, weil er einfach verschiedene Sichtweisen auf ein Buch zeigt :thumleft: .

    Stimmt. Auch wenn es schmerzt, wenn ein Lieblingsbuch genannt wird. :uups:

  • Heute lehne ich mich ein bisschen weit aus dem Fenster, fürchte ich, aber den Hype um dieses Buch kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen.

    Ich konnte den Hype um dieses Buch auch nie nachvollziehen. Einzig erwähnenswert fand ich die schönen Naturbeschreibungen. Aber den Rest der Geschichte fand ich gähnend langweilig.

  • Ich mochte die Flusskrebse schon, konnte mich dem ganz großen Hype aber aus exakt den Gründen, die Susannah gestört haben, auch nicht anschließen (wobei ich diese Aspekte weit weniger schlimm fand ;) ).


    Vor allem die Tatsache, dass

    fand ich schon arg "drüber".


    Aber die Naturschilderungen mochte ich sehr gerne, da merkt man, dass die Autorin ursprünglich aus dem Nature Writing kommt.

  • Ja, eh - der Schreibstil ist nicht schlecht, das stimmt schon.


    Deinen Spoiler hab ich schon verdrängt und zwar in dem Moment, in dem ich die Stelle gelesen habe. :roll: Wie du sagst: Über-drüber und much-to-much.

  • Auch der zweite Band von Katherine Ardens gehypten Gruselkinderbüchern überzeugt mich leider nicht. Vielleicht liegt es daran, dass man nach ihrer Winternacht Reihe so viel von der Autorin erwartet, aber auf mich wirken die beiden ersten Bücher uninspiriert und als wären sie ohne viel Aufwand runtergeschrieben worden.

    Es gibt besonders bei Dead Voices überhaupt keinen Spannungsaufbau, es wird einfach munter losgespukt und so geht es bis zum sehr raschen Ende. Die Charaktere bleiben flach, besonders die Erwachsenen und ein kleiner Plot Twist ist mal so überhaupt keine Überraschung. Auch die zeitlichen Abläufe funktionieren oft nicht. Nach dem Frühstück passiert mal was für allerhöchstens eine Stunde und schon ist später Nachmittag. Solche Nachlässigkeiten ärgern mich und ich weiß nicht, ob ich die beiden anderen Bücher noch lesen möchte.

    Für kleinere Kinder mag sowas gehen, aber für die wäre der Grusel hier wiederum viel zu heftig.

    Die vielen tollen Kritiken finde ich verwunderlich. Ich liebe Frau Arden ja auch für die drei wunderbaren Winternacht Bücher, aber das macht diese Kinderbuch-Reihe nicht besser.

    1. Verlag: G.P. Putnam's Sons Books for Young Readers


  • Gemessen an den Bewertungen hier im BT fanden zumindest viele Leser dieses Buch gut.

    Ich nicht. Ich finde es bisher sterbenslangweilig und nichtssagend- ich habe jetzt bis Seite 61 gelesen und werde mich auch noch etwas weiter durchkämpfen in der Hoffnung, daß es zumindest besser wird.... so gut wie "was man von hier aus sehen kann" wird es wohl nicht mehr werden, die Hoffnung habe ich aufgegeben.

    Isenhart musste grinsen, ihre Blicke begegneten sich. "Du hast nur tausend Mal", wisperte er.
    Konrads müdes Schmunzeln wuchs sich zu einem breiten Grinsen aus. "Ich verrat dir was", flüsterte er zurück, "das ist Mumpitz."


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  • Ich konnte mit diesem Buch nicht viel anfangen. Die Wiederholungen, aber auch der ganze Plot ist mir zu phantastisch, zu unglaubwürdig!

    Ich hab schon nach knapp 30 Seiten die Segel gestrichen.

    Und es zurück in den Bücherschrank gebracht.

    "Outside of a dog, a book is man's best friend. Inside of a dog, it is too dark to read."
    - Groucho Marx

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