Das Buch, das alle toll finden. Nur du nicht.

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  • Entweder werde ich immer seltsamer was mein Sprachempfinden betrifft oder sonstwas, aber ich kann mir wirklich was unter diesem bitterlichen Lachen vorstellen. :uups: Und empfinde als Leser direkt sowas wie Mitleid mit demjenigen, der da gerade auf diese Weise "lachen" musste.

    Deshalb fühlt es sich für mich jetzt nicht als falsch an. Interessant wie unterschiedlich wir Sprache empfinden, finde ich. Jetzt wird mir auch immer klarer, warum es so oft zu Missverständnissen kommt.

  • Entweder werde ich immer seltsamer was mein Sprachempfinden betrifft oder sonstwas, aber ich kann mir wirklich was unter diesem bitterlichen Lachen vorstellen.

    Ich auch :)

    "Des Menschen größtes Verdienst bleibt wohl wenn er die Umstände so viel als möglich bestimmt und sich so wenig als möglich von ihnen bestimmen läßt."

    (Johann Wolfgang von Goethe in "Wilhelm Meisters Lehrjahre")

  • "Das Café am Rande der Welt"

    Warum nochmal ist das seit 245 (!!!) Wochen auf Platz 1 der Spiegel Bestseller-Liste?

    Weil es dünn und billig ist und am Bahnhof gut verkauft wird? (<- Mutmaßung meiner Kollegin)

    Ich bin nicht über die ersten Seiten hinausgekommen.


    Bei Bibliothekarinnen auch hochgradig unbeliebt sind die wandernden Damen. Allerdings sorgen sie für Erheiterung beim Personal. Folgende Titelvorschläge für kommende Bände wurden von mir und meinen Kolleginnen schon in den Ring geworfen:

    Wanderhure versus Wanderapothekerin - Der letzte Fight

    Hure, Hure, du musst wandern

    Bonusmeilen für die Wanderhure

    Hebamme strikes back

    Eine Hure namens Wander ... ;-D

  • Und empfinde als Leser direkt sowas wie Mitleid mit demjenigen, der da gerade auf diese Weise "lachen" musste.

    da muss ich dir zustimmen, das ist auch in meinem Fall eine Stimmung, die ein "bitterliches Lachen" rechtfertigt. Lachen, obwohl man verbittert ist. "Bitterlich" in dem Fall bezieht sich für mich eher auf den Allgemeinzustand und vielleicht eher zweitrangig auf das Lachen an sich. Ich kann mir was drunter vorstellen, und würde ganz sicher nicht bei dem Satz stutzig werden. Aber da kann man wieder sehen, wie unterschiedlich wir und unsere Empfindungen sind.

    2020: Bücher: 104/Seiten: 46 539
    2019: Bücher: 164/Seiten: 66 856
    ------------------------------

    "Das Nicht-Wahrnehmen von etwas beweist nicht dessen Nicht-Existenz"

    Dalai Lama

    ------------------------------

    Lese gerade:

    Fitzek, Sebastian - Amokspiel

  • Das "Café" fand ich ganz nett, aber es ist nichts, was es nicht so oder so ähnlich schon x-mal gegeben hat. Typische Selbstfindungsliteratur eben. Kann man mögen, muss man aber nicht.

    Hure, Hure, du musst wandern

    Bonusmeilen für die Wanderhure

    Hebamme strikes back

    Eine Hure namens Wander ... ;-D

    :lol:

  • durchgequält

    Aber mit 2,5 Sternen hast Du es ziemlich gnädig bewertet. :)

    Mein Bewertungssystem:

    4 Sterne - Tolles Buch, super Unterhaltung, bin froh es gelesen zu haben.

    4,5 Sterne - Überragendes Buch, weit besser als nur gut, absoluter Lesegenuss

    5 Sterne - Weltklasse, keine einzige Seite langweilig oder überflüssig, durchgehend spannend, Suchtwirkung

    Alles unter 4 Sternen - Schrott

    Ich hätte dem Buch auch 1 Stern oder 3 Sterne geben können. Am Ende sage ich damit aus, dass dieses Buch überflüssig ist und mich nicht unterhalten hat. Nur verschwende ich bei niedrig bewerteten Büchern nicht so viel Zeit um mir über die Anzahl der Sterne groß Gedanken zu machen, das ist mir bei 4+ Sternen wichtiger.

    Da kann ich Dir die Leo Wechsler- Reihe empfehlen. Die spielt auch zu dieser Zeit und ist sehr viel besser lesbar.

    Ok, danke. Ist schon auf der WuLi.

    Sub: 235


    gelesen:
    ...
    2018: 116 Bücher / 2 Perry Rhodan Heftromane

    2019: 142 Bücher / 29 Perry Rhodan Heftromane

    2020: 124 Bücher / 42 Perry Rhodan Heftromane

  • Das ist wirklich seltsam. Ein bitteres oder verbittertes Lachen könnte ich mir noch vorstellen.

    Gerade eben hatte ich das Selbe noch einmal (siehe Bild).


    Ich kann mir nicht helfen, aber für mich klingt das echt falsch. 8-[

    Für mich auch. Unter einem bitteren Lachen kann ich mir etwas vorstellen. Aber die Krege-Übersetzung ist eh so ein Thema für sich, da hätte ich an manchen Stellen bitterlichen Weinen wollen.

    Gelesen in 2020: 7 - Gehört in 2020: 9 - SUB: 437


    "Wenn der Schnee fällt und die weißen Winde wehen, stirbt der einsame Wolf, doch das Rudel überlebt." Ned Stark

  • Gerade eben hatte ich das Selbe noch einmal (siehe Bild).


    Ich kann mir nicht helfen, aber für mich klingt das echt falsch. 8-[

    Für mich auch. Unter einem bitteren Lachen kann ich mir etwas vorstellen. Aber die Krege-Übersetzung ist eh so ein Thema für sich, da hätte ich an manchen Stellen bitterlichen Weinen wollen.

    Deshalb habe ich mir die alte Ausgabe meiner Schwiegermam unter den Nagel gerissen. Carroux ist einfach schöner. Klar ist es altmodischer, aber ich finde ein altes Buch darf auch altmodisch sein und ein "Herr" passt halt besser nach Mittelerde als ein "Boss" (hier kaltes Grausen einfügen).

    Die Neuübersetzung von "Vom Winde verweht" werde ich auch ignorieren.

  • Ich mag ja Carroux nicht wirklich (und war es nicht "Chef" statt "Herr"?) Krege hat mir insgesamt ganz gut gefallen, das bitterliche Lachen ist mir damals offenbar nicht ins Auge gestochen. Aber diese Formulierung gefällt mir wirklich nicht.

  • Entweder werde ich immer seltsamer was mein Sprachempfinden betrifft oder sonstwas, aber ich kann mir wirklich was unter diesem bitterlichen Lachen vorstellen.

    Von meiner Warte aus würde ich sagen, Du wirst tatsächlich immer seltsamer,:wink: denn in meinen Ohren klingt ein "bitterliches Lachen" wiederum sehr seltsam. Aber das ist keine Frage von Richtig oder Falsch, sondern eine des modernen Sprachgebrauchs. Ich komme aus dem dialektfreien Raum Hannover und weiß daher nicht, ob in manchen Regionen diese Verwendung von "bitterlich" noch gebräuchlich ist, aber schon seit Jahrzehnten ist sie mir weder in meinem Alltag noch in zeitgenössischen Büchern begegnet.

    Eigentlich verwenden wir "bitterlich" heute doch ausschließlich in der Bedeutung von "sehr heftig" und zwar mit negativ konnotierten Verben: Er weinte bitterlich, er beklagte sich bitterlich, er beschwerte sich bitterlich. Die Bedeutung als abgeschwächtes "bitter", also "etwas bitter" ist meines Erachtens aus der Mode. Man sagt doch nicht: Der Kaffee schmeckt bitterlich, sondern er schmeckt etwas bitter. Und: Er lachte etwas bitter oder er stieß ein etwas bitteres Lachen aus. "Er lachte bitterlich" klingt für mich falsch, aber das ist es, wie gesagt, natürlich nicht, nur eben wenig gebräuchlich.

    :study: F. Scott Fitzgerald - Diesseits vom Paradies

    Erst durch das Lesen lernt man, wieviel man ungelesen lassen kann.

    Wilhelm Raabe

  • Ich mag ja Carroux nicht wirklich (und war es nicht "Chef" statt "Herr"?) Krege hat mir insgesamt ganz gut gefallen, das bitterliche Lachen ist mir damals offenbar nicht ins Auge gestochen. Aber diese Formulierung gefällt mir wirklich nicht.

    In der ursprünglichen Krege-Übersetzung war es noch der Chef. Die wurde irgendwann in den letzten Jahren überarbeitet. Aber offensichtlich hält sich der Erfolg in Grenzen. :mrgreen:

    Gelesen in 2020: 7 - Gehört in 2020: 9 - SUB: 437


    "Wenn der Schnee fällt und die weißen Winde wehen, stirbt der einsame Wolf, doch das Rudel überlebt." Ned Stark

  • Den Chef fand ich nicht so schlimm, aber „Boss“ ist ja wirklich blöde. Der Boss ist Bruce Springsteen, nicht Frodo Beutlin.

  • Bei Krege ist es weder "Chef" noch "Boss", sondern ziemlich oft "Master" oder einfach nur "Herr".

    Damit komme ich eigentlich ganz gut zurecht. :)

    Ich :study: gerade: Dóra Guðmundsdóttir 01 ~ Das letzte Ritual von Yrsa Sigurðardóttir

  • Meine Ausgabe von 2003 :wink: Übersetzung Krege. Mein erster und zum Glück nicht ausschlaggebender Kontakt zum HdR.

  • Das heißt also, ich muss einmal auf der Messe bei der Tolkin-Gesellschaft vorbeischauen und mir die verschiedenen Ausgaben genauer anschauen. Ich habe nämlich noch nicht "Herr der Ringe" gelesen. Andererseits, wo soll das noch hinführen? Ich komme ja auch so schon mit dem Lesen kaum hinterher.


    Ein bitterliches Lachen ist für mich das Gleiche wie ein verbittertes Lachen. Die Art Galgenhumor, die Situation ist schlimm, man steht am Abgrund oder mit den Rücken zur wand und weiß, es gibt keinen Ausweg. Die Situation kann nicht besser, nur noch schlimmer werden. Eigentlich müsste man heulen, aber mit dem letzten Rest an Selbstwertgefühl, was man noch aufbringen kann, lacht man eben, bevor man entgültig zusammenbricht. Das ist für mich so die Definition.


    Oder, man will stark sein, weiß jedoch, dass man schwach und wehrlos ist. Um das zu überspielen, lacht man eben, anstatt zu heulen.

  • Meine Ausgabe von 2003 :wink: Übersetzung Krege. Mein erster und zum Glück nicht ausschlaggebender Kontakt zum HdR.

    Hm.

    Wurde das im Nachhinein denn dann nochmal übersetzt? :-k

    Ich habe nämlich bisher noch nicht einmal das Wort "Chef" gelesen. :scratch: Meistens "Herr" und einige wenige Male "Master".

  • Wurde das im Nachhinein denn dann nochmal übersetzt?

    Hallo liebe Hiyanha ! Nachdem viele sich über die Krege-Übersetzung (unter anderem auch über den "Chef") aufgeregt hatten, gab es vor einigen Jahren eine Überarbeitung der Krege-Fassung.

    Okay, damit sehe ich jetzt klarer.

    Vielen, lieben Dank für diese Info. :):kiss:

    Ich :study: gerade: Dóra Guðmundsdóttir 01 ~ Das letzte Ritual von Yrsa Sigurðardóttir

  • Du wirst tatsächlich immer seltsamer, :wink:

    Wusste ich es doch :lol::loool::wink:


    "Er lachte bitterlich" klingt für mich falsch, aber das ist es, wie gesagt, natürlich nicht, nur eben wenig gebräuchlich.

    Jetzt verstehe ich das Ganze. Dieses bitterlich ist also mittlerweile nicht mehr gebräuchlich. Ich lese anscheinend wirklich viel zu viel altes "Zeugs", dass mir das gar nicht mehr auffällt, wenn es ein wenig altmodischer wird :lol:

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