Timothée de Fombelle - Ein Leben in der Schwebe

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  • Klappentext:
    Tobie Lolness ist gerade mal anderthalb Millimeter groß, nicht viel für sene 13 Jahre!
    Seit Anbeginn der Zeit leben er und sein Volk friedlich auf der uralten, mächtigen Eiche.
    Doch eines Tages macht Tobies Vater eine bahnbrechende Entdeckung, die die Familie in höchste Gefahr bringt. Tobie kann im letzten Moment fliehen, nur ein Ziel vor Augen: Er muss seine Eltern retten.
    Eine abenteuerliche Expedition durch die sagenhafte Baumwelt beginnt.
    Wird er den Wettlauf gegen die Zeit gewinnen?


    Meine Meinung:
    Mir hat das Buch sehr gut gefallen.
    Die Geschichte wird unterhaltseam erzählt.
    Was mir aufgefallen ist das das Buch bezug auf die reale Welt nimmt. Ohne zuviel vorwegnehmen zu wollen sage ich nur machtgierige Bauunternehmer und Umweltvernichtung.


    Die Serie umfasst insgesammt 2 Bände und der 2. erscheint voraussichtlich im August. :flower:

  • Ich hab das Buch nun auch gelesen....


    Ich hatte mir mehr "Fantasy" vorgestellt, was aber nur bedingt ist, also nichts mit Elfen, Zwergen oder so... natürlich spielt es schon in einer Art Fantasywelt - klar.
    Auch wenn meine Erwartungen in diesem Punkt etwas abwichen, war das Buch klasse. Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Da die Handlung mit Rückblicken verläuft, ist sie unterhaltsam und auch spannend. Man wird im Laufe der Geschichte gefesselt.


    Die Parallele zu unseren Welt ist offensichtlich.
    Die Themen von Umweltzerstörung, Verfolgung, Politik, Rassenfeindlichkeiten etc. sind die Themen - kindgerecht - in einer 'fantastischen' Verpackung!
    Ich mach mich jetzt an den 2. Teil und hoffe, dass der so weitergeht, wie der erste aufhört - richtig spannend :mrgreen:


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

    :study: Alan Bennett - Die souveräne Leserin
    :musik: Oscar Wilde - Das Bildnis des Dorian Gray


    2011: 24 Hörbücher, 40 Bücher (23275 Min, 16174 Seiten)

  • Autor: Timothee de Fombelle
    Titel: Tobie Lolness - Ein Leben in der Schwebe
    Seiten: 408
    ISBN: 978-3-423-71412-9
    Verlag: dtv junior
    Übersetzer: Tobias Scheffel und Sabine Grebing


    Autor:
    Timothee de Fombelle wurde 1973 in Paris geboren und ist ein französischer Schriftsteller und Dramatiker. Mit 17 Jahren gründete de Fombelle eine Theatergruppe, für die er selbst Stücke schrieb und inszenierte. Für eines dieser Stücke erhielt er in Zusammenarbeit mit dem Schauspieler Clement Sibony den Prix du Souffleur (2002) und wurde als Theaterautor bekannt. Heue ist er einer der bekanntesten franzöischen Schriftsteller. Sein Jugendbuch "Tobie Lolness" wurde in 26 Sprachen übersetzt und u.a. mit den meisten französischen Jugendliteraturpreisen sowie den italienischen Andersen-Preis ausgezeichnet. Der Auftakt der Duologie errschien erstmals 2008 in Deutschland.


    Handlung:
    Seit Anbeginn der Zeit lebt Tobias Volk auf der uralten, mächtigen Eiche. Doch nun schwebt Tobie, 13 Jahre alt und gerade mal anderthalb Millimeter groß, in höchster Gefahr - und nicht nur er: Das Leben seiner Eltern und überhaupt des ganzen Baumes liegt plötzlich in seinen Händen. Doch Tobie bleibt wenig Zeit. Eine atemlose Jagd durch die sagenhafte Baumwelt beginnt. (Klappentext)


    Rezension:
    Hinter großartigen Covern muss noch lange keine ebenso große Geschichte stecken, doch lohnt es sich hier auf beide Facetten des Buches einzugehen. Weil hier sich eines zum anderen fügt und tatsächlich die "Verpackung" dem Inhalt gerecht wird. So hat Francois Plate hier schon einen echten Blickfang aus einem grünen Blätterwald geliefert, über den die Hauptfigur sprintet. Dazu noch der Titel-Schriftzug, der sich fühlbar leicht vom Buchumschlag abhebt, in den selben Grüntönen und ein Cover-Kauf ist vorprogrammiert. Freudig zu sehen, dass sich diese Liebe zu zeichnerischen Details in der Geschichte fortsetzt. Wunderschöne Grauton-Zeichnungen begleiten den Leser durch die Geschichte. Fast mag man sich an die Geschichte vom kleinen Nick erinnert fühlen, die zwei andere große Franzosen geschrieben und ja, eben gezeichnet haben. Letztere Zeichnungen haben Kultstatus erreicht, Plates Zeichnungen sind insgesamt jedoch detaillierter und ebenso liebevoll.


    Die Geschichte selbst könnte auch in unserer Welt spielen. Skrupelloser Bauunternehmer biegt Gesetze für sich zurecht, um seine Pläne zu verwirklichen, beeinflusst die Regierenden und räumt unliebsame Gegner aus dem Weg. Nur würde das in der Zielgruppe Kinder/Beinahe-Jugendlicher wohl keiner lesen. Und so verpackt de Fombelle diese Erzählung sprichwörtlich luftige Höhen, lässt die Menschenwelt auf Millimeter-Größe schrumpfen und macht einen 13-jährigen Knirps zum Helden. Gerade einmal anderthalb Millimeter groß wird Tobie vom brutalen Bauunternehmer Jo Mitch gejagd, schließlich ist er der Einzige, der seine grausamen Pläne gefährdet. Die Eltern von Tobie, seine Mutter und sein Vater, Wissenschaftler, die sich für Fragen interessieren, wie "Gibt es Leben außerhalb des Baumes?", sind da schon längst kalt gestellt. Doch Tobie gibt nicht auf. Doch, um seine Eltern zu retten, muss er an Jo Mitch und seine Schergen vorbei.


    Eine wunderbare Geschichte über Freundschaft und Verrat, Mut und Angst, Umwelt und dem empfindlichen Gleichgewicht von Leben. Unserer realen Welt nicht unähnlich erlebt auch Tobie, wie eine empfindliche Störung des ökologischen Gleichgewichts nicht nur seine Welt, sondern auch sein Leben zerstört. Doch, er lernt auch sich zu behaupten, in einer ihm feindlich gesinnten Umgebung und dass es Hoffnung ist, die bekanntlich zuletzt stirbt. Sehr gut lesbar für alle Altersgruppen, zu empfehlen auch für Erwachsene, die die Verantwortung dafür tragen, einen lebenswerten Planeten der nächsten Generation zu übergeben. Denn, sonst muss diese irgendwann genau so kämpfen zu Überleben wie Tobie Lolness selbst. Wir sollten uns selbst überlegen, ob wir das wirklich wollen.

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