Isabel Allende - Der unendliche Plan / El plan infinito

Cover zum Buch Der unendliche Plan

Titel: Der unendliche Plan

, (Übersetzer)

4,2 von 5 Sternen bei 13 Bewertungen

83,8% Zufriedenheit

Verlag: Suhrkamp Verlag

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 464

ISBN: 9783518388020

Termin: März 1994

Aktion

  • Originaltitel: El Plan Infinito

    Inhalt nach Amazon:
    Im rauhen Viertel der mexikanischen Einwanderer in East Los Angeles wächst Gregory Reeves als Gringo inmitten von Hispanos auf; als mittelloser Weißer lebt er zwischen zwei Welten, erleidet Niederlagen und Siege, boxt sich durch. Die großen Umbrüche der westlichen Gesellschaft prägen auch sein Leben, körperlich unversehrt, aber innerlich tief getroffen kehrt er aus dem Vietnamkrieg zurück. Mit rastlosem Karrierestreben, aufwendigem Leben und flüchtigen Liebschaften versucht er zu vergessen, daß in ihm noch eine tiefere Hoffnung auf Ruhe, auf inneren Frieden, auf Glück steckt. Sein verworrenes, von Brüchen gekennzeichnetes Leben scheint jedoch einem Prinzip zu folgen: dem unendlichen Plan.

    Gregory wird als Sohn des Wanderpredigers Charles Reeves geboren und zieht die ersten Jahre seines Lebens mit seiner Familie durchs Land. Sein Vater verkündet eine z.T. traditionelle, z.T. selbst kreiierte Religion, die er "Der Unendliche Plan" nennt. Als Charles schwer krank wird, muss die Familie sesshaft werden; ihre Behausung steht in den Barrios, einem Armenviertel in Los Angeles, in dem die lateinamerikanischen Emigranten in der Überzahl sind und Gregory als Weißer zum Außenseiter wird. Die Großfamilie Morales nimmt die Reeves unter ihre Fittiche, und deren Tochter Carmen wird wie eine "Schwester" Gregory auf seinem gesamten Lebensweg begleiten.
    Dieser Weg ist eine kurvige, holprige Sache. Er heiratet zweimal, wird zweimal geschieden, hat aus jeder Ehe ein Problemkind, muss den Vietnam-Krieg mitmachen, wird ein angesehener Anwalt, hat unzählige Liebschaften, lebt finanziell weit über seine Verhältnisse bis zum Zusammenbruch.

    Ein lebendiger, gut erzählter, in keiner Phase langweiliger Roman, in dem das Leben eines Protagonisten jeweils in Beziehung zu aktuellen gesellschaftlichen und politischen Ereignissen und Strömungen seines Heimatlandes Amerika gesetzt wird. Aber: Ein großer Autor muss sich gefallen lassen, dass alle seine Bücher an seinem Meisterwerk gemessen werden, v.a. wenn dieses Meisterwerk der Erstling war. Und der heißt in diesem Fall "Das Geisterhaus". Dessen Dichte und fesselnde Schilderungen von Beziehungen und Abhängigkeiten erreicht "Der unendliche Plan" zwar in einigen Passagen, aber nicht durchgehend. Mir scheint, als sei Allende diesmal nicht so tief in das Leben ihres Protagonisten eingetaucht wie in anderen Romanen; anders kann ich mir manche Widersprüchlichkeit oder auch Wiederholungen nicht erklären.

    Der größte Teil des Romans wird durch die Stimme eines unbeteiligten Dritten erzählt (der aber auch auktorial in die Zukunft blicken kann), einige Abschnitte erzählt Gregory in der Ich-Form. Er tritt immer dann als Erzähler seines eigenen Lebens auf, wenn es um extreme Erlebnisse (Vietnam) oder intensive Gefühle (Zusammenbruch) geht. Mit der Figur der Carmen Morales hat Allende wieder eine ihrer bekannten starken Frauen geschaffen, und ihr Lebensweg ist mindestens ebenso fesselnd wie Gregorys.
    Der Schluss kommt mir irgendwie angeklebt vor: Nachdem das Buch eigentlich schon ein nicht gerade glückliches, aber für Gregorys Entwicklung passendes Ende gefunden hat, kommen noch zwei Seiten hinzu, und dann wirds tatsächlich noch happy.

    Marie

    Ohne Bücher auf der Welt wäre ich längst verzweifelt. (Arthur Schopenhauer)

  • Trotzdem ich Isabell Allendes Romane immer sehr gern lese, hat mich dieses Buch nicht gerade in den Bann gezogen. Ich fand es stellenweise sogar etwas verwirrend.
    Ich habe mir einige Zeit nachdem ich das Buch gelesen hatte, das gleiche mit einem anderen Einband nochmal gekauft, weil mich die Inhaltsangabe eigentlich angesprochen hat. Habe aber erst zu Hause festgestellt, dass ich dieses Buch eigentlich schon besitze und gelesen habe... Aus meiner Sicht spricht das nicht gerade für ein gutes Buch, denn das würde man nicht vergessen oder?

  • Squirrel 1. November 2019 um 15:09

    Hat den Titel des Themas von „Isabel Allende - Der unendliche Plan“ zu „Isabel Allende - Der unendliche Plan / El plan infinito“ geändert.

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