Paullina Simons - Die Sommer der Freundschaft

Anzeige

  • Originaltitel: Tully


    erschienen im Econ&List-Verlag


    Seitenanzahl: 560


    Klappentext:


    Sie sind Busenfreundinnen seit Kindertagen und werden "die drei Ms" genannt - Jennifer Mandolini, Julie Martinez und Tully Makker. Zusammen wachsen sie in der weiten Ebene von Kansas auf, gemeinsam besuchen sie die ersten Parties und haben vor allem ein Gesprächsthema: Männer. Jede führt ein Leben, um das sie die anderen beiden beneiden: Jennifer ist reich und behütet, Julie hat eine große Familie, und Tully ist einsam, aber frei und unabhängig. Zwei junge Männer, Robin und Jack, durchbrechen eines Tages den Alltag der Mädchen und bestimmen ihre weiteren Wege. Als ein tragisches Unglück geschieht, bleibt ausgerechnet die unternehmungslustige Tully allein in der Provinstadt Topeka zurück. Sie heiratet, bekommt einen Sohn und macht schließlich Karriere. Zum ersten Mal verläuft ihr Leben in geordneten Bahnen. Doch eine unerwartete Begegnung löst eine Wende aus, mit der zuallerletzt Tully gerechnet hätte.


    Meine Meinung zum Buch:


    Der Roman beginnt, als Tully und ihre beiden Freundinnen gerade 17 bzw. 18 Jahre alt sind und verfolgt deren Lebensweg über die folgenden 20 Jahre. Tully ist eine Heldin, mit der ich mich zwar nicht identifizieren konnte, die ich aber meistens verstehen konnte und ihre Entscheidungen größtenteils auch nachvollziehen konnte. Manchmal wollte ich sie jedoch auch schütteln und sie auffordern, endlich aufzuwachen und sich darüber klarzuwerden, wohin ihr Leben sie führen soll. Das Buch hat mich verzweifeln lassen und ich konnte dieses unglaubliche Schicksal Tullys einfach nicht fassen. Sie hatte eine schreckliche Kindheit und auch ihr Weg zum Erwachsenwerden war so bedrückend, dass Tully schließlich einfach nur zu der Person werden musste, die sie schließlich wird. Das Buch ist dramatisch und über mir als Leser hat die ganze Zeit eine bedrückende Stimmung gelastet. Es beschreibt keinerlei Szenen von Glück oder Zufriedenheit, Tully ist stets rastlos und hin und hergerissen und man fragt sich als Leser, wohin ihr Leben sie noch führen soll. Gerne hätte ich gewusst, wie das Leben von Tully weitergeht, doch man hat sie während des Lesens so gut kennengelernt, dass man sich diese Frage wohl auch selbst beantworten kann. Paullina Simons hat den Schlussstrich des Romans definitiv an der richtigen Stelle gezogen.


    Das Buch lebt einzig und allein von seiner Dramatik. Es ist weder spannend, noch lustig, noch traurig. Es ist einfach nur erschütternd und hat mich als Leser oft verzweifeln lassen. Und doch lässt mich das Schicksal Tullys nicht los sondern zwingt mich, ihr Seite für Seite zu folgen.


    :flower:

    "Hab Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein."
    Hape Kerkeling


    "Jemanden zu lieben bedeutet, ihn freizulassen. Denn wer liebt, kehrt zurück."
    Bettina Belitz - Scherbenmond


    http://www.lektorat-sprachgefuehl.de

Anzeige