Wird die Leseleidenschaft vererbt?

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  • Ich glaube auch nicht, dass sich Lesefieber vererben lässt - aber abschauen schon. Meine Kinder lesen beide viel.


    Wenn ich so zurückdenke, haben meine Eltern nicht besonders viel gelesen. Mein Vater die Tageszeitung, bei Romanen ist er meist schon nach einer Seite eingeschlafen. Und meine Mutter hatte nie Zeit für Bücher, zumindest nicht in dem Maße, in dem ich die Zeit dafür einfordere. Auch kann ich mich nicht daran erinnern, bei meinen Großeltern Bücher gesehen zu haben.


    Dass ich solch einen hohen Bücherkonsum hatte liegt wohl eher daran, dass Bücher mir die Möglichkeit gegeben haben, aus der Realität zu flüchten. Inzwischen habe ich das zwar nicht mehr nötig, lesen tu ich aber trotzdem noch gerne. Und wehe, wenn mich dann jemand stört :evil::lol:

    "deine beschreiebung alleine lässt vermuten, dass es sich um schmöckerroman einzigartiger klasse handelt, nämlich übertriebenem bullshid, der mit der wirklichkeit keinene hinreichenden effekt auf die wirklichkeit erstreckt." (Simon Stiegler)

    Stimmt! Ich schreibe spannende Unterhaltungsliteratur, die den Leser aus der Wirklichkeit entführt, bis zum Ende gelesen wird und bei der der Leser am Ende fragt: Wann erscheint der nächste Band? Schreiben will halt gelernt sein

  • Ich habe nie gesehen, dass meine Eltern Romane gelesen haben, wohl mal Zeitschriften. Meine Mutter hat aber meine Leseleidenschaft schon früh gefördert und auch später immer unterstützt. Bei meinen Kindern habe ich im frühsten Alter angefangen ihnen vorzulesen. Sie sind wohl dadurch zu kleinen Bücherwürmern geworden. Der Große liest leidenschaftlich gern und auch der Kleine greift immer gerne zu einem Buch und möchte es vorgelesen haben. Jetzt ist auch er in der Schule und kann es kaum erwarten, endlich selber lesen zu können.


    Es scheint also daran zu liegen, wie man die Kinder an Bücher heranführt. Wenn man auch nicht selber ein großer Leser ist, seine Kinder aber trotzdem immer an Bücher heranführt, kann man sie schon zu kleinen Bücherwürmern erziehen.

    :study: Lucinda Riley - Das Schmetterlingszimmer

    Ein Raum ohne Bücher ist wie ein Körper ohne Seele - Cicero

  • Vielleicht wird die Leseleidenschaft nur auf weibliche Nachkommen vererbt? :wink:
    Meinen Vater habe ich nie ein Buch lesen sehen, meine Mutter hat nur ab und zu diese Groschenromane gelesen. Allerdings hatten wir einen Bauernhof, und da blieb nicht viel Zeit fürs Lesen.
    Meine Mutter hat es gar nicht gerne gesehen, wenn ich am Faulenzen (Lesen) war. Dementsprechend mager war bei mir die Auswahl. Ich habe meine wenigen Bücher immer wieder gelesen, im Winter war dann sonntags die Pfarrbücherei offen, wo ich für ein paar Pfennige was leihen konnte.
    Ich habe eine 20 jahre jüngere Schwester; die habe ich sehr unterstützt in ihrer Leseleidenschaft. Wenn ich in den Semesterferien heimkam, habe ich immer Märchen erzählt oder Kinderbücher vorgelesen. Als sie fünf war, überraschte sie mich damit, dass sie lesen konnte. Sie hatte es sich selbst beigebracht, weil es sie genervt hat, immer warten zu müssen, bis einer vorliest. Und heute sind Bücher ihr Beruf. Unser Bruder liest keine Bücher, mein Sohn trotz vieler investierter Vorlesestunden auch nicht, deshalb meine Vermutung, dass nur Mädchen die Leseleidenschaft erben...

    Die Erfindung des Buchdruckes ist das größte Ereignis der Weltgeschichte (Victor Hugo).

  • Meine Eltern haben, abgesehen von Zeitungen, nie gelesen.
    Von meinen Großeltern wüsste ich nicht, das sie gelesen hätten.
    Meine Schwester liest auch nicht, ausser Zeitschriften.
    Ich bin die einzige in meiner Familie die so gerne Bücher verschlingt.
    Verstehen kann das keiner aber mich störrt es nicht.

  • Ich weiß nicht ob es sich wirklich vererbt. Anerziehen kann man es auf jeden Fall auch nicht.
    Meine Mutter liest gerne, meine Schwester auch ab und zu. Bei meinen Großeltern weiß ich es nicht. Ich inhaliere Bücher mein Exmann und Vater meiner Kinder liest gar nicht und meine Kids nehmen super selten mal ein buch zur Hand.

    Liebe Grüße
    Natalie




    Gelesen 2013: 231 - 2014: 195 - 2015: 185 - 2016: 138 - 2017: 122 - 2018: 89 - 2019: 84

    Gelesen 2020: 47


    SuB: 235

  • Wenn lesen vererbt werden kann, dann habe ich es wenn von meiner Mutter geerbt. Die verschlingt Bücher genauso wie ich. Allerdings bezweifle ich, dass Lese sucht vererbbar ist. Meine Großeltern haben nie gelesen, mein Vater schläft nach maximal 3 Seiten ein, egal wie packend und fesselnd ein Buch ist. Meine Schwester ließ zwar auch, habe sie braucht für ein Buch mit ca. 200 Seiten ungefähr einen Monat. Aber besser langsam lesen als gar nicht. :wink:

    :study: Im Herzen de Rache von Elizabeth Miles
    :study:LR: Vor uns die Nacht von Bettina Belitz


    :arrow: gelesene Bücher 2014: 31
    :arrow: SuB: 27 (Start 2014: 33)


    Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen, und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat. (Helen Hayes)

  • Eindeutig ja, meine gesamte Familue bis hin zu Oma s und Omas sind/waren begeistere Leser.

    Liebe Grüsse Mia :flower:


    Dan Brown - Inferno


    Leben, heisst nicht zu warten, dass der Sturm vorüberzieht, sondern zu lernen, im Regen zu tanzen.

  • meine beiden Elternteile und auch meien beiden Großmütter haben als Jugentlich ganz viel gelesen und deswegen hatten wir auch schon immer ganz viele Bücher. Mitlerweile lesen sie nicht mehr wirklich viel, da sie einfach keine Zeit haben , aber wenn meine Eltern mich zu meinem Pferd bringen un dda auf mich warten lesen sie dann ein Buch.
    Also ja bei mir lesen meine Eltern gerne und meine Brüder lesen gerne im Zug ^^ genau wie meine Tante. Meine Patentante liest auch gerne und leiht sich teilweise Bücher von mir aus. Auch die Freundin meiens Bruders leiht sich immer Bücher bei mir aus. Und meine Mama will mir ein Bücherzimmer machne, wenn ich aus Thailand zurück komme.
    Also ja meine Leselust wurde vererbt und ich bin in einer Lesefamilie. Und meine Oma meinte, ich bekomme all ihre bücher vererbt :D

  • Vielleicht wird die Leseleidenschaft nur auf weibliche Nachkommen vererbt? :wink:


    Das glaube ich nicht. Es liegt, glaube ich, eher daran, wie man als Kind an Bücher herangeführt wird und auch wie der Umgang mit Büchern allgemein in der Familie ist. Da schaut man sich dann einiges ab. Mein Vater liest wenig, ihm fehlt einfach die Zeit dazu und meine Mutter liest dafür viel mehr, hat aber auch nicht immer die Zeit, die sich wünscht. Aber, so waren Bücher für mich seit früher Kindheit etwas vertrautes und es hat dann auch nicht lange gedauert, bis ich die ersten Kinderbücher vorgelesen bekam. Als ich dann lesen konnte, wollte ich auch selbst lesen und meine Eltern haben mich immer unterstützt, mir immer mal auch zwischendurch Bücher gekauft und so wurde ich zur Leseratte. Wenn ich beim Zahnarzt immer schön brav war, konnte ich hinterher meist meine Mutter überreden, mir ein Was-ist-Was-Buch zu kaufen. Habe die heute noch. Allgemein habe ich früher mehr Sachbücher gelesen und auch heute noch sorge ich dafür, dass ich mindestens ein paar Sachbücher pro Jahr lese. Ansonsten bin ich dann durch die Schule auf den Geschmack von Romanen und Erzählungen gekommen und, durch die Entdeckung von Fitzek, auch auf Thriller und Krimis. In meiner Schule galt ich zwar als Kuriosum als "Junge, der liest" aber man hat mich gelassen.


    Mein jüngerer Bruder liest nicht, meine kleine Schwester dafür um so mehr obwohl sie durch Chor und Schule auch wenig Zeit hat.


    Wenn ich meine Geschwister anschaue und in unserer Familie allgemein, dann glaube ich, dass es eher am Charakter liegt. Ein aktiver Mensch, der ständig etwas tun muss, liest nicht, weil er sich ständig bewegen muss. Ein ruhiger Mensch, der sich auch mal fallen lassen kann, liest dafür um so mehr. Lesen hat ja auch etwas Beruhigendes und Meditatives in sich. Darauf muss man sich einlassen.


    @ woelckchen007: Das hat meine Oma auch zu mir gesagt. Ich finde so etwas aber immer traurig, weil dann der Übergang zu Krankheit, Tod und Sterben als Gesprächsthema nahtlos ist und ich noch nicht so weit bin, überhaupt darüber nachzudenken. Aber meine Oma ist eine Ursache dafür, dass es in unserer Familie viele Menschen gibt, die sehr viel lesen. Allerdings muss man aufpassen, wen man seine Bücher verleiht, sonst werden die gleich dem eigenen Besitz einverleibt. Da bin ich aber nicht anders. :lol:

  • Vielleicht wird die Leseleidenschaft nur auf weibliche Nachkommen vererbt? :wink:

    Diese Theorie wird in unserer Familie eindeutig widerlegt:


    Das glaube ich nicht.

    Dito! Ich habe bisher ausschließlich männliche Nachkommen. Einer von ihnen liest nicht, die zwei Anderen lesen, einer davon genauso obsessiv wie ich.

    Es liegt, glaube ich, eher daran, wie man als Kind an Bücher herangeführt wird und auch wie der Umgang mit Büchern allgemein in der Familie ist.

    Das kann nicht die einzig mögliche Erklärung sein. :-k In unserer Familie waren/sind die Kinder einem ziemlich gleichen Umfeld ausgesetzt, aber ihr Leseverhalten ist unterschiedlich (s.o.).

    "Books are ships which pass through the vast sea of time."
    (Francis Bacon)
    :study:
    Paradise on earth: 51.509173, -0.135998

  • Das kann nicht die einzig mögliche Erklärung sein. :-k In unserer Familie waren/sind die Kinder einem ziemlich gleichen Umfeld ausgesetzt, aber ihr Leseverhalten ist unterschiedlich (s.o.).

    wie immer, ist es vermutlich eine Mischung aus vielen Komponenten - Genetik, Erziehung, Interesse, Veranlagung, vielleicht sogar mal Vorbilder aus den Peer Groups… wer weiß das schon immer… meine Nichte kommt z.B. absolut nach mir, wobei ich nun ganz sicher nicht direkt an ihrer Entstehung beteiligt war :loool: ihr Bruder dagegen liest überhaupt nicht, wenn es nicht grad um Motortuning oder ähnliches geht… aber da darf dann auch nicht zuviel Text dabei sein, nur Bilder und Fakten zählen :-,

    viele Grüße vom Squirrel


    :study: Yishai Sarid - Siegerin

    :study: Christoph Ransmayr - Die Schrecken des Eises und der Finsternis MLR


  • wie immer, ist es vermutlich eine Mischung aus vielen Komponenten - Genetik, Erziehung, Interesse, Veranlagung, vielleicht sogar mal Vorbilder aus den Peer Groups…

    Das vermute ich auch. Im Hinblick auf den letzten Punkt stelle ich allerdings fest, dass die beiden lesenden Söhne in ihren Peer Groups eher die "Anführer" der Lesenden sind. :wink:

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    (Francis Bacon)
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  • Das vermute ich auch. Im Hinblick auf den letzten Punkt stelle ich allerdings fest, dass die beiden lesenden Söhne in ihren Peer Groups eher die "Anführer" der Lesenden sind. :wink:

    na dann sind die beiden vielleicht eben diejenigen, die andere Gleichaltrige zum Lesen bringen :D das ist doch auch eine sehr schöne Vorstellung, finde ich :wink:

    viele Grüße vom Squirrel


    :study: Yishai Sarid - Siegerin

    :study: Christoph Ransmayr - Die Schrecken des Eises und der Finsternis MLR


  • na dann sind die beiden vielleicht eben diejenigen, die andere Gleichaltrige zum Lesen bringen :D das ist doch auch eine sehr schöne Vorstellung, finde ich :wink:

    Ich glaube, sie haben da nicht viel Einfluss. Mir fällt beim Jüngsten nur ein bücherfreudiger Kumpel ein und der steht eher auf Hörbücher.

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  • und der steht eher auf Hörbücher.

    aber immerhin etwas - meinem Neffen darf ich selbst damit nicht kommen :totlach: zumindest hab ich mich noch nicht auf die Suche nach Hörbüchern über Ferrari-Tuning o.ä. begeben :mrgreen:

    viele Grüße vom Squirrel


    :study: Yishai Sarid - Siegerin

    :study: Christoph Ransmayr - Die Schrecken des Eises und der Finsternis MLR


  • zumindest hab ich mich noch nicht auf die Suche nach Hörbüchern über Ferrari-Tuning o.ä. begeben :mrgreen:

    Hauptsache, sie interessieren sich überhaupt für irgendetwas und hängen nicht nur vor TV,Playstation etc. Unser Ältester liest nicht, macht aber in seiner Freizeit begeistert und ausdauernd nichtkommerzielle Musik abseits des Mainstreams.

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  • Hauptsache, sie interessieren sich überhaupt für irgendetwas und hängen nicht nur vor TV,Playstation etc. Unser Ältester liest nicht, macht aber in seiner Freizeit begeistert und ausdauernd nichtkommerzielle Musik abseits des Mainstreams.

    Du hattest mir schon einmal einen Link geschickt :wink: die Musik gefällt mir richtig gut, ich finde sie beruhigend - die perfekte Automusik für mich, die würde mich runterholen wenn ich mal wieder ins Lenkrad beiße :mrgreen:

    viele Grüße vom Squirrel


    :study: Yishai Sarid - Siegerin

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  • Unser Ältester liest nicht, macht aber in seiner Freizeit begeistert und ausdauernd nichtkommerzielle Musik abseits des Mainstreams.

    Wow - sehr coole Musik. Perfekt zum Lesen. :thumleft:

    die perfekte Automusik für mich, die würde mich runterholen wenn ich mal wieder ins Lenkrad beiße :mrgreen:

    Oh nein... im Auto zum Abreagieren brauch ich richtige Beats und auch gern mal ein bisschen Gegröle... :mrgreen:

    Gelesen in 2021: 15 - Gehört in 2021: 9 - SUB: 494


    "Wenn der Schnee fällt und die weißen Winde wehen, stirbt der einsame Wolf, doch das Rudel überlebt." Ned Stark

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