Klappentext
Leicht hatte Kathi Lenzen es nie. Zuerst verlor sie ihren Mann, dann den einzigen Sohn durch tragische Unfälle. Als Kathi in einem Supermarkt einen Jugendlichen bei einem dreisten Diebstahl beobachtet, nimmt ihr Leben noch einmal eine dramatische Wende. Ein Fall für das Jugendamt, meint Kathi, gerät an einen sehr engagierten Sozialarbeiter, und ehe sie sich versieht, hat sie einen Sechzehnjährigen aus asozialen Verhältnissen im Haus, der wie sie nicht begreift, was bei diesem Experiment herauskommen soll. Zwei Welten prallen aufeinander, aber allmählich wächst Verständnis. Ein leidenschaftliches Plädoyer für mehr Menschlichkeit und soziale Wärme.
Inhalt/Aufbau
Kathi Lenzen sieht den 16-jährigen Jörg Simeon stehlen und geht deshalb zuerst zur Polizei. Da ihr dort niemand helfen kann, wendet sie sich an das Jugendamt. Während einem Gespräch zwischen dem Sozialarbeiter und ihr, entsteht die Idee, dass Kathi den Asi für 2 Wochen bei sich wohnen lässt (die Frist wird aber nicht eingehalten). Am Anfang stellt sich die Frage ob das zwischen ihnen gut geht, denn Jörg stammt aus armen Verhältnissen und ist diesen Wohlstand nicht gewohnt. Er hat ziemliche Schwierigkeiten sich bei ihr einzuleben, Kathi fällt es schwer ihn in ihrem Haus zu aktzeptieren, da sie durch Jörg ständig an ihren toten Sohn erinnert wird. Als es zwischen den beiden "gut" läuft mischen sich zwei Brüder von Jörg ein und das "Experiment" droht zu scheitern. Kathi bemüht sich außerdem noch um einen Ausbildungsplatz für den 16-jährigen und verlangt das er seinen Schulabschluss nachholt. (Ob er einen Ausbildungsplatz bekommt schreibe ich hier jetzt nicht :P) Zum Schluss hat die Kathi dann 2 Kleinkinder.
Das Buch umfasst 10 Kapitel, die durch mehrere Abschnitte gegliedert sind, geschrieben ist es im Präsens.
Meine Meinung
Mir hat das Buch und der Schreibstil anfangs gar nicht gefallen, auf den ersten Seiten ist die Autorin (meiner Meinung nach) sehr abgeschweift. Zwischendurch kamen auch sehr lange Aufzählungen, zum Beispiel vier Zeilen vom Inhalt ihres Kühlschran. Die Umsetzung des Themas fand ich unrealistisch, ich meine welche Frau (über 40) nimmt schon einen Jugendlichen aus asozialen Verhältnissen bei sich auf? Bzw. überhaupt ein fremdes Kind?
Das Ende fand ich zu plötzlich, ich hätte gerne mehr darüber erfahren wie es Jörg nach dem Auszug noch ergangen ist (man hat nur einen groben Überblick über seine neuen Aufgaben bekommen), außerdem ist für mich unklar wie er zu den Kleinen steht.
Zur Autorin
Petra Hammesfahr schrieb mit siebzehn ihren ersten Roman. Mit ihrem Buch "Der stille Herr Gendardy" kam der große Erfolg. Seitdem schreibt sie einen Bestseller nach dem anderen.
Zu ihren bekanntesten Büchern zählen "Die Sünderin", "Die Mutter", "Der Puppengräber" und "Der Schatten". Petra Hammesfahr lebt in der Nähe von Köln.



