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Markus Zusak - Die Bücherdiebin/ The Book Thief

Die Bücherdiebin

4.6 von 5 Sternen bei 402 Bewertungen

Verlag: cbj

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 592

ISBN: 9783570403235

Termin: Januar 2015

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  • Ich habe Die Bücherdiebin gerade ausgelesen. Es fällt mir schwer, meine Gefühle in Worte zu fassen, deswegen schließe ich mich einfach euren Eindrücken an. Das Buch ist zutiefst bewegend und auf eine ganz besondere Art speziell. Ich werde es später sicher auch noch mal auf Deutsch lesen.


    :flower:

    "Hab Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein."
    Hape Kerkeling


    "Jemanden zu lieben bedeutet, ihn freizulassen. Denn wer liebt, kehrt zurück."
    Bettina Belitz - Scherbenmond

  • Suspiria: Gern geschehen. ;) Und danke für das Lob!


    @Brotgeschichte: Die ist meiner Meinung nach besonders deswegen bewegend, weil sie biographische Züge hat. Laut Klappentext beruht sie auf Erlebnissen von Zusaks Eltern während des Krieges.

  • Ihr Lieben,
    ich habe das Buch nun auch gelesen. Ohne als Eisklotz wirken zu wollen, muss ich sagen, dass es mich nicht so sehr berührt hat, wie andere von euch. Ich denke aber, dass es dafür einen einfach Grund hat: ich habe es aus der Bibo ausgeliehen und bin erst vor zwei Wochen dazu gekommen, es zu lesen. Nun rückte der Termin zur Abgabe immer näher, sodass ich es nur unter Druck ausgelesen habe (immer die anfallenden Versäumnisgebühren im Hinterkopf :-? ). Ich denke, dies hat der Lektüre des Buches nicht gut getan - es ist an mehreren Stellen notwendig inne zu halten, zu lächeln, einfach die Geschichte auf sich wirken zu lassen.


    So hat mir das Buch sehr gut gefallen, vor allem, dass der Tod der Erzähler war. Auch die Personen habe ich ziemlich schnell ins Herz geschlossen, ihre Entwicklung zu sehen, aber auch, was sich hinter der Fassade versteckt.Obwohl ich es eigentlich nicht leiden kann, wenn im Buch schon auf das Ende Hinweise gegeben werden, war ich an dieser Stelle schon "dankbar", dass



    Ich werde mir das Buch kaufen und erneut in Ruhe lesen, wenn es als Taschenbuchausgabe zu haben ist (oder mir ein Schnäppchen bei ebay über den Weg läuft :wink: ).


    LG,
    Casoubon.

  • Wenn ich mich selbst mit Strandläuferin oder FallenAngel vergleiche, müsste ich wohl zwangsläufig feststellen müssen, dass mich das Buch wohl nicht so sehr berührt hat wie sie, denn ich habe während des Lesens keinerlei Tränen vergossen. Doch ich muss sagen, dass dies kein Hinweis darauf ist, ob mich ein Buch berührt oder nicht. Innerlich war ich sicher genauso aufgewühlt wie Strandläuferin und FallenAngel und ich neige generell auch dazu, schnell in Tränen auszubrechen. Auch wenn es bei diesem Buch nicht so war, soll das nicht heißen, dass es mich nicht berührt hätte, ganz im Gegenteil. Das Schicksal der Personen, die herzzerreißende Geschichte der Freundschaft zwischen Liesel und Rudy und Liesel und Max hat mich zutiefst berührt. Ich denke, dass es hauptsächlich an der Erzählweise liegt, der Tod schreibt auf eine Art zwar sehr berührend, auf der anderen aber auch distanziert.


    :flower:

    "Hab Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein."
    Hape Kerkeling


    "Jemanden zu lieben bedeutet, ihn freizulassen. Denn wer liebt, kehrt zurück."
    Bettina Belitz - Scherbenmond

  • @Brotgeschichte: Die ist meiner Meinung nach besonders deswegen bewegend, weil sie biographische Züge hat. Laut Klappentext beruht sie auf Erlebnissen von Zusaks Eltern während des Krieges.

    Ja, das ist auch für mich sehr ergreifend gewesen. Sich vorzustellen, dass zumindest teilweise Dinge so passiert sind und Menschen solche Angst empfinden und solches Leid durchleben mussten ... ich krieg schon wieder ne Gänsehaut! :idea:


    Wirklich schade, dass das Leseempfinden so vom Zeitdruck geprägt war - finde es aber umso toller, dass du dir das Buch irgendwann selber kaufen willst. :thumleft:
    Was deinen Spoiler betrifft, so schließe ich mich dir an: Mein Gott, war ich froh, darauf gefasst zu sein - und das, obwohl ich sowas normalerweise AUF DEN TOD nicht ausstehen kann! Aber hier half es mir, keinen totalen Nervenzusammenbruch zu erleiden. :wink:


    Wenn ich mich selbst mit Strandläuferin oder FallenAngel vergleiche, müsste ich wohl zwangsläufig feststellen müssen, dass mich das Buch wohl nicht so sehr berührt hat wie sie, denn ich habe während des Lesens keinerlei Tränen vergossen. Doch ich muss sagen, dass dies kein Hinweis darauf ist, ob mich ein Buch berührt oder nicht. Innerlich war ich sicher genauso aufgewühlt wie Strandläuferin und FallenAngel und ich neige generell auch dazu, schnell in Tränen auszubrechen. Auch wenn es bei diesem Buch nicht so war, soll das nicht heißen, dass es mich nicht berührt hätte, ganz im Gegenteil. Das Schicksal der Personen, die herzzerreißende Geschichte der Freundschaft zwischen Liesel und Rudy und Liesel und Max hat mich zutiefst berührt. Ich denke, dass es hauptsächlich an der Erzählweise liegt, der Tod schreibt auf eine Art zwar sehr berührend, auf der anderen aber auch distanziert.


    :flower:

    Ich denke, das empfindet sowieso jeder anders. Und es geht ja auch nicht darum, wer am meisten Taschentücher verbraucht hat. :mrgreen:

  • Selten über sooo viele Gefühle gelesen. Und bei jedem von euch finde ich etwas, wo ich denke "ging mir auch so". :wink:


    Ein wirklich wundervolles Buch.


    Habe es zum Geburtstag nochmal geschenkt bekommen. Werde es natürlich umtauschen, aber ich habe denen die es mir geschenkt haben gesagt "wenn ich das Buch nicht schon längst hätte, hätte ich euch jetzt die Füße geküsst". Dann war wieder alles gut :loool:

  • Habe es zum Geburtstag nochmal geschenkt bekommen. Werde es natürlich umtauschen, aber ich habe denen die es mir geschenkt haben gesagt "wenn ich das Buch nicht schon längst hätte, hätte ich euch jetzt die Füße geküsst". Dann war wieder alles gut :loool:

    :mrgreen:

  • Ich habe das Buch gerade eben beendet und bin auch recht angetan davon. Es lässt sich flüssig lesen und die Figuren sind liebevoll gezeichnet. Meine Lieblingsfiguren waren Rosa Hubermann und Ilsa Hermann. Hans war mir schon wieder zu lieb und zu "weich", und Rudi konnte mich gar nicht vom Hocker reißen, vermutlich, weil ich in dem Alter früher selber fast ausschließlich mit Jungs befreundet war und ganz ähnliche Dinge angestellt habe und mir diese Freundschaft daher als nichts Besonderes erschien. Max erinnerte mich irgendwie die ganze Zeit an meinen holländischen Gastbruder Elwin, der ein Jahr bei uns im Haus in der Einliegerwohnung im Keller wohnte, als mein eigener Bruder (der sonst dort unten sein Reich hatte) für ein Jahr in den USA war. :wink:
    Als einzig negativen Punkt muss ich allerdings anführen, dass mir die metaphernbeladene Sprache des Buches schon fast wieder zuviel des Guten war. Ein bisschen weniger hätte es auch getan. Der Schluss hat auch mich ziemlich berührt und ein paar Mal war ich kurz davor, ein paar Tränchen zu vergießen, aber ganz hat es dann doch nicht gereicht. :wink:


    Ein wirklich schönes Buch, das ich auf jeden Fall weiterempfehlen werde. :thumleft:

  • Eine bewegende Geschichte, welche Markus Zusak durch den Tod erzählen lässt. Heranwachsende Jugendliche während des Zweiten Weltkrieges, welche anfänglich nur am Rande die Geschehnisse miterleben und plötzlich mittendrin sind.
    Einziges Manko, aber das passiert vielen Autoren, welche diesbezüglich Bücher schreiben, die schwarz-weiss Malerei – Nazi schematisch böse – Herr Hubermann makellos-
    Anfänglich fand ich die ständigen „Schimpfwörter“ etwas sonderbar. Was ich sehr schön fand, dass ab und zu doch der Humor durchblitzte, trotz der schwierigen Zeiten.
    Den Tod als Erzähler agieren zu lassen, wie er die Seelen einsammelt, seine Sichtweise der Dinge, dies ist absolut hervorragend dargestellt.


    Wenn man bedenkt das Markus Zusak nicht durch eigene Erfahrung, sondern durch Erzählungen seiner Eltern und Recherchen die Geschehnisse kennt, ist ihm ein Buch gelungen dass noch lange im Gedächtnis haften bleibt.

  • @ serjena: Da stimm ich dir zu mit dem Klischee: Nazi schematisch böse – Herr Hubermann makellos. Das fällt mir auch in vielen anderen Büchern auf, meist sind die Leute dann entweder total dagegen oder zumindest keine Mitläufer, meistens sind sie natürlich versteckte Helden, die dem einen oder anderen Juden (oder wem immer) helfen.

    Die Ehe ist wie eine belagerte Burg:
    Die, die draußen sind wollen hinein. Und die, die drinnen sind wollen hinaus.
    (unbekannt)

  • Ich habe meinen Urlaub sinnvoll genutzt und "Die Bücherdiebin" gelesen. Ich muss sagen, ich habe das Buch zwischendurch immer wieder zur Seite gelegt. Nicht, weil es mir nicht gefallen hätte, im Gegenteil, sondern weil es mich zu sehr berührt hat. Ich hatte beim Lesen schreckliche Angst, das


    Die Geschichte ist wirklich sehr traurig und zum Schluß gab es dann bei mir kein halten mehr. Ich habe letzte Nacht um 4 Uhr das Buch heulend und schniefend ausgelesen. Vor meinem Bett stapelten sich die benutzten Taschentücher. :cry:
    Die Erzählweise mit dem Tod als Ich-Erzähler hat mir sehr gut gefallen.
    Über die ganzen Schimpfwörter habe ich am Anfang auch gestutzt, aber eigentlich sind die ja eher liebevoll gemeint. Die Freundschaft zwischen Liesel und Rudi - schade, so einen Freund hätte ich als Mädchen auch gerne gehabt. Aber am allerallerallerbesten fand ich


    Volle Punktzahl von mir! :thumleft:

  • Ich habe das Buch heute angefangen. Bis jetzt gefällt es mir gut.


    Mir hat auch schon sein anderes Buch gut gefallen "Der Jocker".
    Allein schon sein Schreibstil. Man kann seine Bücher einfach lesen, ohne anhalten zu müssen, weil man auf ein Wort stösst mit dem man einfach nichts anfangen kann.
    Ist mir schon oft passiert. Zuerst wird dann Oma gefragt und wenn sie auch nicht weiß was das Wort dastellen soll frage ich noch mal mein Lexiko und den Duden, die in solchen Fällen allerdings meistens auch nicht viel helfen. :flower:

    "Ein Raum ohne Bücher ist wie ein Körper ohne Seele"

  • Ich muss sagen, ich habe das Buch zwischendurch immer wieder zur Seite gelegt. Nicht, weil es mir nicht gefallen hätte, im Gegenteil, sondern weil es mich zu sehr berührt hat.

    Freut mich, dass dir das Buch auch so gefallen hat und dass es dir beim Lesen genauso erging wie mir. Übrigens habe ich während dem Lesen unter derselben Angst gelitten wie du. :wink:

  • @FallenAngel
    Ich überlege schon die ganze Zeit, bei welchen Büchern ich in letzter Zeit noch so viel geheult habe - mir fällt nur noch ein anderes ein (Schatten - Anne Bishop). Schrecklich, in der Öffentlichkeit darf ich sowas nicht lesen. Und irgendwie habe ich den Eindruck, je älter ich werde, umso schneller fang ich an zu weinen. :wink: Schlimm, schlimm.

  • @FallenAngel
    Ich überlege schon die ganze Zeit, bei welchen Büchern ich in letzter Zeit noch so viel geheult habe - mir fällt nur noch ein anderes ein (Schatten - Anne Bishop). Schrecklich, in der Öffentlichkeit darf ich sowas nicht lesen. Und irgendwie habe ich den Eindruck, je älter ich werde, umso schneller fang ich an zu weinen. :wink: Schlimm, schlimm.

    Ich bin derzeit auch unglaublich nah am Wasser gebaut.
    Mein letztes Buch, bei dem ich unkontrolliert geheult hab, war Der Ruf des Reihers von Lian Hearn.
    Ich war soooo froh, das Buch nicht in der Öffentlichkeit zu Ende gelesen zu haben!

  • Ich habe das Buch nun auch zuende gelesen, und es ist für mich eines der schönsten und bewegendsten Bücher, die ich bisher gelesen habe. Wie einige andere hier, habe ich die letzten Seiten heulend gelesen :cry: Dadurch, dass


    war ich am Schluss ehrlich gesagt komplett überrumpelt davon, dass


    Eine andere Stelle, an der bei mir die Tränen unaufhaltsam geflossen sind, war


    das war für mich eine ganz starke und wichtige Stelle.
    Für mich hat das Buch in erster Linie durch die Perspektive des Todes und die "einfache" Erzählweise funktioniert. Wer meine Lieblingsfiguren waren, kann ich gar nicht genau sagen, Ilsa Herrmann auf jeden Fall, Rudi und wahrscheinlich noch Rosa. Hans Hubermann war mir - wie anderen hier - einfach zu gut und rein und lieb.


    Ein Buch, das ich auf jeden Fall irgendwann noch einmal lesen werde!

    :study: John Steinbeck - East of Eden

    :study: Frank Witzel - Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969

    :montag: Veronica Roth - Rat der Neun

    :musik: Claire North - Die vielen Leben des Harry August


    "There is freedom waiting for you, on the breezes of the sky, and you ask 'What if I fall?'
    Oh but my darling, what if you fly?"
    (Erin Hanson)

  • Ich habe das Buch jetzt schon öftersmal angeschaut und war mir bis jetzt noch nicht sicher ob ich es kaufen soll. Aber nach den Beiträgen, muss ich es unbedingt mal lesen. Habe es jetzt mal auf meine Wunschliste gestetzt. Vllt. kommt mal jemand von meiner Familie auf die Seite mit den Wunschlisten, da ich bald Geburtstag habe. :flower:

    Einem Haus eine Bibliothek hinzuzufügen heißt, dem Haus eine Seele zugeben.


    Cicero

  • Himmel wie liebe ich dieses Buch! :love:
    Es hat mich damals in der Buchhandlung einfach praktisch direkt angesehen und ich konnte nicht anders - ich musste es haben! Entäuscht war ich ganz und gar nicht, allerdings musste ich nur fast weinen. :wink: (Dabei sei angemerkt das ich äußerst selten bei Büchern/Filmen weine.)
    Und obwohl es angekündigt war, hat es mir beinahe das Herz zerissen als


    Ebenso fand ich die Stellen herzzereißen als


    Es gab aber auch sooo viele Stellen im Buch, die mich auf irgendeine Weise berührt haben...
    Mir gefiel fast jeder Charakter auf seine eigene Weise gut, auch Hans Hubermann, obwohl (oder vielleicht gerade weil?) er so nett, lieb und rein ist. Und Rosa Hubermann hat mich dazu gebracht, ihre Schimpfwörter zu benutzen. :loool:
    Nur wenige Menschen mochte ich nicht, wie etwa Hans junior, Franz Deutscher oder gar dieser Viktor.

    Def. Moudschegiebchn: Des's'säggssch ün heest Marienkäfer.

    »Ich stupste sie zusammen, ließ sie klimpern, klickern, Lachstein und Buchstein kicherten sich eins.
    Natürlich. Lachstein erzählte Buchstein einen Witz.« Ulla Hahn, Aufbruch

  • Ich hab soeben das Buch zu Ende gelesen und es ist wirklich großartig.
    Ich denke mal, meine Vorredner haben schon genug gesagt. Nur noch zum Ende:

  • Ich hab das Buch zum Geburtstag geschenkt bekommen, bin bisher aber irgendwie noch nicht dazu gekommen es zu lesen ...


    aber bei dieser guten Resonanz hier im Thread, sollte ich wohl schleunigst mit Lesen anfangen :D

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