Matthew Sharpe : Eine amerikanische Familie

  • Eine kleine Stadt in Connecticut: Bernard Schwartz hat seine Frau, seine Ambitionen und durch einen Medikamentenunfall mit Prozac sein Bewußtsein verloren. Geistig ist er nach dem Erwachen aus dem Koma auf dem Stand eines Kleinkindes. Als er aus dem Koma erwacht, erwarten ihn sein Sohn Chris, der ewige Klugscheißer, und seine Tochter Cathy, ein zur Katholikin mutierter jüdischer Teenager. Seine Frau verläßt ihn nach langem desinteressierten Verweilen und er ist der Obhut seiner Kinder überlassen. Chris und Cathy zeigen die üblichen Symptome der Pubertät. Chris hat mit siebzehn schon alle Drogen ausprobiert. Die tiefreligöse Cathy entdeckt Sex und wird prompt schwanger.


    Alles in allem zeichnet Matthew Sharpe mit ein wenig tragischer Komik das Bild einer wiklich kaputten, zerrüteten amerikanischen Familie, die alle Regeln des Zusammenlebens vergessen hat, aber unterschwellig sich doch irgendwie danach sehnt.
    Aber....Es ist dem Buch nicht gelungen, mich zu fesseln, sondern ich habe als Leser das Buch distanziert wahrgenommen. Wäre das Buch länger gewesen, hätte ich aufgegeben.
    Dabei ist die Handlung ganz witzig und weicht wirklich mal von den üblichen Romanen über Familien und das Erwachsenwerden ab. Ich denke, es liegt am Erzählstil.


    Von der Handlung her lesenswert, den Rest muss jeder selbst entscheiden. Für mich ist Matthew Sharpe kein neuer Stern.

  • Hallo Snapstar2000, :winken:
    danke für deine Rezi, die mir wirklich gefallen hat - auch wenn mich das Buch im Moment nicht anspricht.
    Aber Bücher, die auf deutsch erhältlich sind, sollten doch wohl besser in einer der anderen Kategorien vorgestellt werden. Ich glaube einfach, das Leser, die keine Fremdsprachen sprechen oder aus anderen Gründen keine fremdsprachigen Bücher lesen möchten, in der Kategorie "Ausländische Bücher" selten reinschauen. Dadurch könnten ihnen deine Rezis entgehen. Das würde auch für die Rezi um Tom Wolfe gelten. :wink:

  • Aber Bücher, die auf deutsch erhältlich sind, sollten doch wohl besser in einer der anderen Kategorien vorgestellt werden. Ich glaube einfach, das Leser, die keine Fremdsprachen sprechen oder aus anderen Gründen keine fremdsprachigen Bücher lesen möchten, in der Kategorie "Ausländische Bücher" selten reinschauen.


    Snapstar2000


    Wie Hermia schon ganz richtig gesgt hat, ist das Buch, auch aus den vorgegebene Gründen, im Bereich für ausländische Bücher schlecht aufgehoben! Ich habe es daher zu den <Erzählungen< verschoben... :idea:


    Gruss Bonprix :wink: