P. D. James - Zeit der Ehrlichkeit / Time to Be in Earnest

Zeit der Ehrlichkeit

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Verlag: Droemer Knaur

Bindung: Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 480

ISBN: 9783426272381

Termin: April 2001

  • P. D. James: Zeit der Ehrlichkeit; Droemer - Verlag München 2001; 415 Seiten; ISBN: 3-426-27238-5




    Langsam klappe ich das Buch zu. Und bin erst einmal irritiert. Ein
    Tagebuch habe ich gerade gelesen, das sehr viele biographische Angaben
    erhält - oder war es eine Biographie in ungewöhnlicher Form. Auf jeden
    Fall nutzt die englische Schriftstellerin P. D. James die Zeit zwischen
    ihrem 77. und 78. Geburtstag (3. August 1997 - 2. August 1998), um in
    Tagebuchform aus ihrem Leben zu berichten. Im Anhang sind 2 Reden
    wiedergegeben, die James in den 1990er Jahren hielt.


    Ich weiß - ehrlich gesagt - nicht, was ich von dem Buch halten soll.
    Literarisch ist es sicherlich so hochstehend, daß es gut lesbare
    anspruchsvolle Literatur ist. Der Inhalt bereitet mir wesentlich mehr
    Probleme. Die tagesaktuelle Themen, über die James schreibt, sind
    langweilig und banal. In 5 Minuten habe ich schon wieder vergessen, was
    ich da gerade gelesen habe. Als ich nach dem Buch griff, stand es in
    der Rubrik "Biographien englischer Autoren". Also erwartete ich auch
    eine Biographie. Ich erwartete kein Buch, in dem ich vage biographische
    Angaben quasi mit der Lupe suchen muß. So interessant es auch ist,
    etwas über einen Menschen und insbesondere einen Schriftsteller zu
    erfahren, so sollte sich die Biographie doch an einer Chronologie der
    Ereignisse und Fakten orientieren. Das erleichtert allein schon das
    Lesen und die Konzentration. Allein schon unter diesem Gesichtspunkt
    frage ich mich, was Sinn und Zweck des Buches sind. Unterhaltung? Eine
    "fragmentarische Biographie", wie James es selbst am Ende des Buches
    nennt? Vielleicht wäre ja das Wort "Porträt" angemessen? Ich habe keine
    Ahnung: Eine Sache weiß ich allerdings sehr genau: Über lange Zeit
    langweile ich mich beim Lesen. Ich werde mit Informationen
    überschüttet, die ich nicht wissen möchte. Mir drängt sich der Verdacht
    auf, daß James jene Art gutbürgerlichen Lebens verbrachte, über die es
    eigentlich nichts zu berichten git. 415 Seiten sind eigentlich zu viel
    Platz, um dies dem Leser mitzuteilen.

  • Danke, Andreas, für deine Rezension.
    Ehrlich gesagt, weiß ich noch nicht, ob das Buch was für mich wäre,
    aber mein Interesse hast du auf jeden Fall geweckt. Ich möchte mehr wissen.
    Kommt auf die Wunschliste. :study:

    2020: Bücher: 20/Seiten: 9 133
    2019: Bücher: 164/Seiten: 66 856
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    "Das Nicht-Wahrnehmen von etwas beweist nicht dessen Nicht-Existenz"

    Dalai Lama

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  • Mario

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