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Bram Stoker - Dracula

Dracula

4.2 von 5 Sternen bei 140 Bewertungen

Band 1 der

Verlag: Books on Demand

Bindung: E-Book

Seitenzahl: 384

eISBN: 9783743159242

Termin: Neuerscheinung Januar 2018

Klappentext / Inhaltsangabe: Der Roman Dracula ist der Prototyp des Vampirromans. Der Bestseller erscheint 1897. Bereits in den Jahren davor gibt es einige literarische Beiträge zum Thema Vampire, die Stoker gut kennt, als er die Arbeit an Dracula beginnt. Die vorhandenen Beiträge verbindet er mit eigenen volkskundlichen Erkenntnissen zum Thema Vampirismus zu einem neuen spannungsgeladenen Phantasiegebilde. Unser Bild vom Fürsten der Finsternis ist weitgehend das von Stoker geprägte Bild. Der englische Kanzleiangestellte Harker besucht Dracula auf dessen Schloss in Transsylvanien, um dort den Ankauf eines Grundstücks in London zu verhandeln. Harker ahnt zunächst nichts von Draculas dämonischem Treiben. Doch fallen ihm während seines Aufenthalts bei Dracula immer mehr Merkwürdigkeiten auf, die Zweifel an Draculas menschlicher Existenz aufkommen lassen. Dracula hat kein Spiegelbild und keinen Schatten. Harker flieht zurück nach England. Dracula folgt ihm und erreicht England noch vor ihm. Dracula platziert in Harkers Umfeld Menschen, die ihm bereits verfallen sind und unter seiner Kontrolle stehen. Harker durchschaut Draculas Vorgehen mit Hilfe von Freunden, die sich mit übernatürlichen Phänomenen auskennen. Harker schmiedet daraufhin ein Bündnis, das gemeinsam gegen Dracula vorgeht. Die Verbündeten platzieren an Draculas Ruhe- und Aufenthaltsorten in England so lange christliche Symbole und Knoblauch, bis sich Dracula zur Flucht in das heimatliche Schattenreich gezwungen sieht. Die Verbündeten verfolgen ihn. Es kommt zum Showdown. Die Geschehnisse erzählt Bram Stoker anhand von Tagebucheintragungen der Menschen, die Dracula begegnen. Die Eintragungen bilden das Gerüst des Romans. Durch die unmittelbare Emotionalität der Tagebuchschilderungen wird der erlebte Schrecken im Umfeld Draculas besonders deutlich. Bram Stokers Darstellung des Vampirs ist bis heute prägend für jede Darstellung des Vampirismus. Zahlreiche Bühnenstücke und Verfilmungen zur Dracula-Geschichte in immer neuen Variationen demonstrieren die Unverwüstlichkeit des Stoffes. Der irisch-englische Bestseller-Autor Bram Stoker lebte von 1847 bis 1912. Er schrieb mehrere Schauerromane. Stoker war die ersten sieben Jahre seines Lebens ans Bett gefesselt. Danach wuchs er zu überdurchschnittlicher körperlicher und geistiger Leistungsfähigkeit heran.
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  • Also ich weiß nicht ob das jetzt eher in den Klassiker - Bereich gehört...aber egal! :scratch:
    Ich fand das Buch einfach nur toll- meiner Meinung nach ist es nicht wirklich eine Horror -Buch - aber die ganze Zeit über liegt ist es irgendwie aufreibend und es liegt eine gewisse Unruhe und Spannung in der Luft. Obwohl fast immer es in Form von Tagebucheinträgen der handelnden Personen geschrieben ist, man weiß also dass sie es (fast alle) überleben, schafft es Stoker doch, immer die Spannung aufrecht zu erhalten.
    Ich finde man muss Dracula als einen echten Klassiker und als Mutter aller Vampir - Romane einfach mal gelesen haben :!:

  • Ich glaube, dass das Buch durchaus in die Klassiker-Ecke eingeordnet werden kann. (Damit gehört es eigentlich nicht nach Deiner Angabe in die Abteilung "Ich lese gerade...")


    Die Reisebeschreibungen mit ihren Fahrplanangaben sind ein wenig ermüdend, aber ansonsten mag ich den Roman auch gerne :twisted:

  • Zitat

    Original von K.-G. Beck-Ewe


    Ich glaube, dass das Buch durchaus in die Klassiker-Ecke eingeordnet werden kann. (Damit gehört es eigentlich nicht nach Deiner Angabe in die Abteilung "Ich lese gerade...")


    :arrow: Ich habe die Buchvorstellung in den Vorstellungsbereich zu den Klassikern verschoben. :idea:
    Gruss Bonprix :wink:

  • Bin auch der Meinung es gehört zu den Klassiker. Ist schon ein bisschen länger her als ich es gelesen habe, doch ich habe es in guter Erinnerung.
    Es ist spannend, düster. Aber ich stimme mit Mienchen überein, es gehört nicht zum Horror.


    Ich habe eine ältere Übersetzung gelesen, die war toll. Hatte letztens eine neuere in der Hand und die hat mich leider enttäuscht.


    liebe Grüsse

    "Das Paradies habe ich mir immer als eine Art Bibliothek vorgestellt."


    :study: Die Vermessung der Welt, Daniel Kehlmann

  • Hallo!
    Kennt sich vielleicht jemand mit den verschiedenen Übersetzungen aus? Ich will das Buch demnächst auch noch umbedingt lesen, aber ich weiß, was für gravierwende Unterschiede es da mitunter gibt. Oder hat jemand die englische Ausgabe gelesen und kann sagen, ob es einfaches Englisch ist? Danke! :alien:


    Jini

    "Es ist besser für das was man ist gehasst, als für das was man nicht ist geliebt zu werden."


    auf dem Nachttisch :study::
    Darren Shan - "Fürst der Schatten"

  • Ich muss sagen, dass ich von den verschiedenen Übersetzungen nicht unbedingt so viel Ahnung habe. Das viktoriansiche Englisch ist ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber durchaus lesbar, wenn man sich ein wenig darauf einlässt. Aber allgemein - und aus dem Bauch heraus - würde ich die Bergner-Übersetzung empfehlen.

  • K.-G. Beck-Ewe
    Danke! :D (Ist das im Anhang die Übersetzung von Bergner?)
    Ich werde auch noch mal im Laden nachfragen, aber da habe ich nicht allzu große Hoffnungen :-k. Und von der englischen Ausgabe lasse ich jetzt doch lieber die Finger :chesse:.
    Danke noch mal!

    "Es ist besser für das was man ist gehasst, als für das was man nicht ist geliebt zu werden."


    auf dem Nachttisch :study::
    Darren Shan - "Fürst der Schatten"

    Einmal editiert, zuletzt von Jini ()

  • Mittlerweile hab ich es auch gelesen und ich bin wirklich begeistert :thumright:. Am Ende wird es zwar etwas langweilig, aber trotzdem nicht schlecht und and den ersten 400 gibt es nichts auszusetzen. Ich muss zugeben, als ich hörte, dass es nur aus Tagebucheinträgen bestehen würde, hat mich das so ein bisschen an "Für immer vielleicht" erinnert. Das war zwar ganz nett, aber ich konnte mir nicht vorstellen, dass es zu Dracula passen sollte. Aber glücklicher Weise sind es hier ganz andere Tagebucheinträge, man ist trotz allem wie live dabei, es stört kein bisschen.

    "Es ist besser für das was man ist gehasst, als für das was man nicht ist geliebt zu werden."


    auf dem Nachttisch :study::
    Darren Shan - "Fürst der Schatten"

  • unbedingt lesen.. es ist eines DER bücher.. ich liebe dracula.. obwohl.. es gibt auch dinge, die mich an diesem buch stören.. zb das die frauen sehr untergeordnet sind (gut.. das ist im viktorianischen england normal) und dass das buch die linien zwischen gut und böse teilt... man hasst dracula und mag die guten.. das stört mich etwas, wenn ich ehrlich bin! ..


    aber.. ansonsten.. sehr gutes buch.. und vor allem gefällt es mir, dass das buch in tagebuch format geschrieben ist..

  • Ich höre mir gerade das Hörspiel zu dem Buch (nach der deutschen Erstübersetzung von 1908 ) an und finde es bis jetzt einfach schaurig schön. Die Sprecher wurden sehr gut ausgewählt, vorallem Lutz Riedel als Dracula, genau wie ich ihn mir vorstelle. Auch die Atmosphäre wird wunderbar dargestellt.
    Das Hörspiel kann ich jedem zusätzlich zu dem Buch echt empfehlen.

    Narkose durch Bücher - Das Richtige ist: das intensive Buch.
    Das Buch, dessen Autor dem Leser sofort ein Lasso um den Hals wirft, ihn zerrt, zerrt und nicht mehr losläßt.


    :study: Sarah J. Mass - Throne of Glass / Die Erwählte :study:

    Einmal editiert, zuletzt von Suspiria ()

  • Ich habe Dracula gerade eben beendet und es hat mir extrem gut gefallen. Schon allein der Tagebuchstil gibt dem ganzen eine andere Perspektive und man fiebert richtig mit. So ging es zumindest mir.


    Die untergeordnete, demütige Frauenrolle würde mich stören, wenn es ein aktueller Roman wäre, aber das Buch spielt ja im viktorianischen England. Außerdem ist es wie gesagt ein Klassiker und schon etwas älter.


    Also wenn mein SUB einmal leer ist, möchte ich es unbedingt wieder lesen, aber das dauert noch ein Weilchen.


    Lg Arthea

    Wer sich viel mit Menschen herumärgern muß, erholt sich am besten davon in Büchern.
    (Adolf Spemann)


    :study: Die Bücherdiebin:study:

    Einmal editiert, zuletzt von Arthea ()

  • Es sind jetzt so ca. 30 Jahre her :(, dass ich Dracula las. Aber ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, denn keiner konnte mich damals dazu verleiten, dass Haus zu verlassen, bis ich das Buch durch hatte. Sogar mein damaliger Freund nicht, obwohl ich sehr in ihn verliebt war :uups:
    Oh jee, lang lang ist's her.....aber das Buch war/ist klasse.....mal schauen, ob ich es mir vielleicht bei booklooker kaufe.

    :study: Arnaldur Indridason: Nordermoor


    Bücher sind nur dickere Briefe an Freunde. - Jean Paul

  • Mein Review:


    Mir hat das Buch sehr gut gefallen - allerdings zieht es sich im Mittelteil irgendwie ziemlich hin...
    Die absolute verkörperung von gut und böse ist mir jedoch missfallen.


    alles in allem als klassiker jedoch sehr zu empfehlen!

    Ich mag Schäuble. Endlich mal ein Politiker, der einem zuhört.

  • Ich bin gestern mit "Dracula" fertig geworden... viel eher wohl sind Jonathan, Mina, John, Quincey, Arthur und van Helsing mit ihm fertig geworden :mrgreen:


    Man muss sich das so vorstellen: Der ganze Roman besteht aus Erinnerungen, vor allem Tagebucheinträgen, Reiseberichten und Telegrammen von den oben genannten Personen (und noch anderen, wie zB. Lucy).
    Die Spannung bleibt bis zum Schluss erhalten, wobei doch fraglich ist, wie die Hauptcharaktere immer genug Zeit hatten, all ihre Erlebnisse niederzuschreiben :-k
    Natürlich schreiben sie im ausgefeiltesten Englisch, meistens vernimmt man aus den Einträgen eine gewisse Ruhe, Beherrschung.
    Als eher lästig empfand ich, dass ein Tag oft von drei verschiedenen Personen geschildert wurde. Klar - jede Einzelheit hatte schließlich einen Nutzen, aber so zieht sich oft ein Tag unnötig in die Länge :mrgreen:, was aber wiederum eine Art Spannung (eher Ungewissheit) erzeugt und ein genaues Einfühlsvermögen für die Leute in einer bestimmten Situation ermöglicht.


    Eine Frage noch an alle, die "Dracula" gelesen haben:
    :arrow: Wie bitte konnte Jonathan Harker aus dem Schloss des Grafen entfliehen :?:
    Vergeblich wartete ich auf eine logische Auflösung...

    "Ich glaube, man sollte überhaupt nur solche Bücher lesen, die einen beißen und stechen."
    Franz Kafka

  • hm, da habe ich mir auch schon Gedanken drübergemacht :evil:
    Bin zwar erst auf Seite zweihundertsoundso aber bis jetzt finde ich das Buch klasse - erinnert mich ein bisschen an die Wilkie Collins-Sachen nur halt mit einer übersinnlichen Variante.
    Meiner Meinung nach kann man das Buch in jedem Fall weiterempfehlen.

  • ach ja übrigens, die Ausgabe die ich gelesen habe war eine Bertelsmann Club-Ausgabe in schwarzem Leinen, wohl so aus den 70er Jahren.
    Der Übersetzer war K.B. Leder, und ich war mit der Übersetzung sehr zufrieden.

  • hmm, obwohl ich Vampire mag, fand ich das Buch jetzt nicht so toll. Der Vampir hätte "Gewinnen" sollen. :wink:

    "To live is the rarest thing in the world. Most people exist, that is all." Oscar Wilde