Paulo Coelho

  • Jetzt Neu!!!


    ›Der Zahir‹ ist die Geschichte einer Suche. Sie handelt von der Beziehung zweier Menschen, die im gleichen Abstand wie Eisenbahnschienen nebeneinanderher leben und einander verlieren. Eine gleichnishafte Erzählung über eine innere und äußere Reise, an deren Ziel jeder sich selbst findet – und vielleicht auch wieder die Liebe.

  • Ich persönlich kann ehrlich gesagt mit Paolo Coelho überhaupt nichts anfangen. Auch meine beiden südamerikanischen Freunde beklagen sich jedes Mal, daß es in Südamerika so viele tolle Autoren gäbe, die keine Beachtung in Europa fänden - Coelho hingegen beinahe wie ein Gott gefeiert würde. Ich habe "Der Alchemist" irgendwann aufgehört zu lesen, wenn schon solche Weisheiten, dann nehme ich gleich den "Kleinen Prinzen" ...

  • Auch mir sagt Coelho überhaupt nichts. Ich finde seine Werke nichts-sagend und ermüdend. Ich kann mit diesen selbsternannten Weltverbesserern nichts anfangen. Diese Banalitäten, mit denen beispielsweise der Alchimist gespickt ist, entlocken mit nur ein Gähnen.
    Früher mal hat mir sowas gefallen. Aber inzwischen geht mir diese Masche nur mehr auf die Nerven.
    Aber der Autor macht offensichtlich mit diesen Pseudo-esoterischen Platitüden eine Menge Kohle.

  • och, jetzt fühl ich mich doch berufen, hier mal ein gutes Wort einzulegen. Auch wenn ich bisher in diesem Thread nur mit einem eher kritischen Coelho-Artikel beteiligt bin möchte ich schon festhalten, dass ich den Herrn sehr schätze und er mir sehr, sehr viele schöne Lesestunden bereitet hat.


    Natürlich hat er die Weisheit nicht gepachtet aber ich habe auch nicht den Eindruck, dass er das von sich behauptet.


    Ich finde seine Bücher (wobei mir die "älteren" besser gefallen, mit Alchimist und Elf Minuten konnte ich nicht so viel anfangen, Zahir kenne ich (noch)nicht), strahlen eine Ruhe aus, man besinnt sich wieder auf das Wesentliche im Leben, denkt über Gott und die Welt nach, kommt drauf, dass man viel zu viel Energie in Nebensächlichkeiten und Banalitäten steckt, und kommt auf den Gedanken, dass man - auch nur als kleines Sandkörnchen im Meer - vielleicht doch etwas bewegen kann.


    Und wenn es neben mir vielleicht noch einen oder zwei gibt, denen es auch so ergeht, hat Coelho seine Schuldigkeit getan und braucht sich für gar nichts rechtfertigen.


    Ich brauche solche Bücher, ich lese solche Bücher sehr gerne. Aber über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten und so soll es ja auch sein.


    Liebe Grüße!!

    Herzliche Grüße
    Rosalita


    :study:
    Wenn das Schlachten vorbei ist - T.C. Boyle


    *Life is what happens to you while you are busy making other plans* (Henry Miller)

  • Ja, natürlich soll jeder lesen, was er mag! Um Gottes Willen, ich will niemandem Coelho abspennstig machen. In einem der oben angeführten Links steht aber, daß er sehr böse auf die Kritiker reagieren würde, die ihn verreißen. Das freilich sollte jemand, der Millionen Bücher verkauft, schon verkraften. Ich habe auch immer Modern Talking verteidigt - wenn jemandem die Musik gefällt, dann hat sie ihre Berechtigung. Was ich sehr wohl kritisiere: Daß Autoren wie Coelho dermaßen in den Medien gepusht werden, während andere Autoren im grauen Nichts verschwinden. Da geht es doch nur ums Geld! Wie oft lese ich einen Bericht über "meine" Lucia Etxebarria??? So gut wie nie. Herr Coelho hingegen ist beinahe täglich in der Zeitung. Finde ich traurig.

  • Dazu muss ich auch noch etwas sagen:


    Ich habe ja nicht nur seine Bücher gelesen, sondern auch seine Biographie „Bekenntnisse eines Suchenden“. Wer diese Aufzeichnung liest, erkennt einen ganz einfachen Menschen, mit all seinen Schwächen (Drogen/Gefängnis/Psychiatrie), aber auch Stärken. Denn er hat einen Weg gefunden dort heraus zu kommen. Und sein erstes Werk „Der Jakobsweg“, welches auch mein Lieblingsbuch ist, berichtet wie er zu sich selber gefunden hat.
    Paulo Coelho ist alles andere als irgendein >GURU<, er schreibt aus seinem Leben, und viele Menschen können sich dort wieder finden. Andere nicht, und beschuldigen ihn auf Grund dessen als platt, Esoterik-Papst, ach was weiß ich alles. Ich kann das nicht nachvollziehen, denn um so mehr ihm angedichtet wird, um so mehr Kritiker schreien und brüllen, um so mehr Bücher verkauft er. Davon wird er reich, das freut mich irgendwie :lol::mrgreen: Seine Gegner schießen ihn in den Himmel des Olymps, find ich köstlich! :thumright: Klar, immer mehr Leser lesen ihn nun, und dadurch sind auch viele Leser darunter, die mit Coelho nichts anfangen können, diese meckern und maulen wiederum, schreiben das unter Rezensionen, und wieder werden mehr Bücher gelesen. =D> Paulo wird immer reicher, ja das ist fast schon so wie bei Modern Talking, und ich lache mich kaputt :lol::loool::loool:


    Warum sich Coelho über diese Kritiker aufregt?
    Er wollte diesen Rummel nicht! Er wollte Bücher schreiben für Menschen, die seine Geschichten mögen, mehr nicht. Heute liest ihn die ganze Welt … :-,
    Im "Zahir" schreibt er darüber :mrgreen: und es ist schon wieder ein Bestseller =D> =D> =D>

  • Meiner Seele tut Coelho gut, vor allem der "Alchimist" war für mich eine Wohltat und eine gewisse Vertrautheit. Aber das ist alles eine reine Empfindungssache und da meine Einstellung in dieser Richtung sehr offen ist, kann ich auch was damit anfangen (auch mit anderen Büchern dieser Art).


    Wobei, wie schon irgendwo erwähnt, mir nicht alle Bücher von ihm gefallen, dazu gehören z.B. "Elf Minuten". Das ist einfach außer der Reihe, nicht seine übliche Art von Büchern. Aber wie schon gesagt, alles reine Geschmacksache und jedem das Seine.

  • Liebe Helga, das finde ich ja auch schön, vielleicht sollte ich meine Kritik ein letztes Mal auf den einen Punkt konzentrieren: Ich finde, daß Kulturjournalisten Autoren ohne Ende pushen - dazu gehört z.B. Coelho, Brown, Hornby, die natürlich auch großen Erfolg haben und hatten. Ich finde es nur überflüssig, wenn bei einer Neuerscheinung SÄMTLICHE Zeitungen, Magazine, Radio-Stationen, TV-Sendungen (von Aspekte bis Kulturjournal) diese Autoren vorstellen und das zu 99 Prozent auch noch kritiklos. Ich bin überzeugt davon, daß hier auch die großen Verlage dahinterstecken (no na, bei den Zeitungen ist das ja auch logisch). Ich war z.B. auf der Lesung einer Autorin, die ich hier nicht nennen will, die damals noch nicht den Erfolg wie heute hatte - sie war bei einem kleinen Verlag unter Vertrag und erzählte mir, daß ein Spiegel-Journalist ihr Buch gelesen hätte und er absolut begeistert gewesen wäre. Er hätte ihr aber klar gemacht, daß das Magazin darauf schauen müßte, welche Verlage Rezensionen bekommen - nämlich die, die inserieren usw.

  • @ Hattan: so ist es, Geld regiert die Welt und eine Hand wäscht die andere.


    Leider.


    Liebe Grüße!!

    Herzliche Grüße
    Rosalita


    :study:
    Wenn das Schlachten vorbei ist - T.C. Boyle


    *Life is what happens to you while you are busy making other plans* (Henry Miller)

  • kaum zu glauben, dass es leser gibt, die mit mir einer meinung sind und coelhos pseudopsychologisches geschreibsel nicht mehr lesen, weil es einfach gähnend langweilig ist.
    nach veronika beschließt zu sterben (welches ich mir gekauft habe, weil alle so begeistert waren) habe ich beschlossen, dass mir nichts mehr von ihm ins regal kommt. eine leseprobe von der alchimist und der zahir hat meine meinung bestätigt.
    ich gehöre nicht zu seinen anhängern und kann den hype um diesen mann nicht verstehen.

  • Hallo Hattan,


    ich weiß, was du meinst und da hast du natürlich vollkommen Recht, aber da stecken halt leider die Verlage dahinter, da kann der Autor selbst gar nichts dagegen machen. :x

    Liebe Grüße
    Helga :winken:


    :study: [b]???


    Lesen ist ernten, was andere gesät haben (unbekannt)

  • natürlich :) ich hatte mich dann falsch ausgedrückt... ich kann also die verlage nicht ganz verstehen. aber wie bei allem ist das mit coelhos büchern ja auch geschmackssache, und darüber lässt sich bekanntlich nicht streiten- der erfolg scheint ihm recht zu geben (oder den verlagen).
    es sei ihm ja auch gegönnt, aber viele andere autoren, die bessere bücher schreiben, bleiben unentdeckt und erhalten keine chance oder haben eben nicht solche erfolge.
    wie auch immer- wollte nur mal meinen senf dazugeben ;) und mich zur sache äußern. kann mich lancelot nur anschließen :)

  • Natürlich haben die Verlage einen großen Einfluß und ebensolches Interesse an der Vermarktung "ihrer" Autoren, aber es ist nicht so, daß die Autoren dem vollkommen hilflos ausgeliefert sind, und es beeinflußt schon gar nicht, wie sie selber mit ihrem "Ruhm" umgehen. John Irving, als eines der bekanntesten Beispiele, war mit der Vermarktung seiner ersten Romane unzufrieden, da sie ihm nur Anerkennung, aber wenig Geld einbrachten; er hat aktiv nach einem anderen Verlag und anderer Vermarktung gesucht, und Garp wurde ein Riesenerfolg (obwohl es kritische Stimmen gab, die ihm die Werbe-Baseballjacken nie verziehen haben).


    Coelho gehört inzwischen zu jenen Autoren, die mächtig genug sind, den Verlagen Auflagen zu machen. Und er steuert sein Image (nicht erst jetzt) sehr willentlich und mit eisernen Hand, von seiner Autobiographie (immer der ultimativsten Form der Selbstdarstellung) bis hin zu der Art, wie er seine Publicity lenkt (Journalistenbesuche, die in ihrer gesamten Organisation eher an Papstbesuche erinnern, z. B.; Endkontrolle über alle Fragen und alles Geschriebene).


    Und nein, das Vermarktungssystem ist nicht fair. Es wird mehr Geld in die Werbung eines "Selbstgängers" (z.B. King) als in die für einen unbekannteren Autor gesteckt, weil bei dem mehr Werbung vielleicht 500 Bücher mehr verkauft, bei einem großen Namen hingegen 5000. Das rechnet sich besser. Und Zeitungen etc bewerben Bücher von ihren Werbekunden, sicher (obgleich nicht ausschließlich; der in einem der Beiträge erwähnte Journalist mag auch einfach zu niedrig in der Hackordnung gewesen sein, um selbst Beitragsvorschläge zu machen, was man ja nicht gern zugibt); andererseits finden es selbst große Verlage zunehmend fast unmöglich, Taschenbücher besprochen zu bekommen, da die Zeitungen u.a. Hardcover als Auswahlkriterium bei der nicht zu bewältigenden Menge der Neuerscheinungen benutzen.


    Aber, wie schon gesagt, Autoren sind nicht immer einfach nur Opfer, und es gibt einen "Erfolgsolymp", wo sie die Fäden fest in eigener Hand(und, natürlich nicht zu vergessen, ihres Agenten) haben.


    Gruß
    Ute

  • Für alle Fans von Paolo Coelho:


    Ich habe gerade gesehen, dass er alle zwei Wochen in der Fernsehzeitschrift "TV Hören und Sehen" eine Kolumne schreibt.


    Heute habe ich seinen Text zum Thema "Sprache verbindet" gelesen und ich muss sagen: Mein Fall ist es nicht.
    Aber vielleicht interessiert es ja jemanden von euch.


    Gruß
    Wilaja