Iain McDowell - Zwei Tote im Fluss

  • McDowall ist ein noch relativ unbekannter Autor in der deutschen Krimiszene, so ist es vielleicht zu erklären, dass der Verlag erst mal mit dem 4. Band anfing, ihn in Deutschland populär zu machen., man traut sich halt nicht so richtig bei deutschen Verlagen, die Bücher chronologisch übersetzen zu lassen und zu veröffentlichen.


    Iain McDowell, ist, wie unschwer zu erkennen ist, Schotte. Er war vorher Computerspezialist und Universitätsdozent, was man beides Gott sei Dank im Roman nicht merkt. :wink:


    "Als der junge Schwarze am Neujahrstag tot aus dem Fluss gefischt wurde, waren Chief Inspector Jacobson und Detective Sergeant Kerr gerade im Urlaub. Das Urteil war eindeutig: Tod durch Ertrinken, wahrscheinlich Selbstmord. Umso unwilliger ist Jacobson, als ihn vier Monate später ein prominenter Journalist beim Feierabend-Bier anspricht, und ihm erklärt: „Der Mann ist ermordet worden, von weißen Rassisten.“ Zwei Tage später liegt der Journalist selbst tot im Fluss. Gibt es wirklich eine Verschwörung in Crowby, diesem unscheinbaren Provinznest in England?" (Zitat Krimi-Couch)


    McDowell gelingt es gut, die Rassistenszene in England darzustellen, die nicht nur aus tumben, alkoholisierten Glatzköpfen betseht, sondern auch aus Geldgebern und Intellektuellen.
    Inspector Jacobson und DS Kerr werden glaubwürdig dargestellt,wenn mir auch etwas zu klischeehaft ständig irgend einen Alkohol trinkend. Wie dem auch sei, ein durchaus spannender Fall, obwohl man die Täter eigentlich kennt, der allerdings am Ende eine überraschende Wendung erfährt.


    Nichtssagend ist, wie so oft, der deutsche Titel "Zwei Tote im Fluss" der englische Totel hätte besser gepasst: "Killing for England"


    Hoffen wir, dass da noch mehr aus Schottland kommt, nachdem Inspector Rebus sich ja nun verabschiedet hat
    http://www.welt.de/kultur/arti…ohne_Rebus_ueberlebe.html


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