Ulrich Kiesow

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  • Ulrich Kiesow schrieb Fantasy-Romane, die in der von ihm erfundenen Welt Aventurien spielen.


    Er wurde am 3. 7. 1949 geboren und starb bereits mit 47 Jahren am 30. 1. 1997.
    Beruflich ging der begeisterte Koch, Modellbauer und Zinnfigurenexperte zunächst einer Arbeit als Kunsterzieher nach (er hat Kunst und Kunstwissenschhaften studiert), wurde jedoch so schlecht bezahlt, dass er sich Geld dazuverdienen musste, indem er für den Droemer-Knaur-Verlag als Übersetzer tätig war und unter anderem die erste Edition des Fantasy-Rollenspiels Dungeons&Dragons, welches er auch selber spielte. Da ihm dieses und andere Systeme jedoch nicht wirklich zusagten, beschloss er 1984, mit ein paar Freunden ein eigenes Rollenspiel ins Leben zu rufen. Ursprünglich sollte es wie sein dem Herrn der Ringe ähnelnde Spielwelt Aventuria heißen, allerdings setzte der Schmidt-Spiele-Verlag den heutigen Namen "Das schwarze Auge" durch, den er für kommerziell zugkräftiger hielt.
    Ursprünglich wurden für DSA nur die Abenteuerhefte produziert, hier machte Ulrich Kiesows "Das Wirtshaus zum Schwarzen Keiler" den Anfang. Bei diesen Abenteuern schlüpfen mehrere Spieler in die Rolle je eines Fantasyhelden, während ein weiter Spieler den rest der Welt übernimmt und jede Partei nun der anderen ihre Aktionen schildert.
    Bald jedoch, 1987, schreib Ulrich Kiesow mit "Die Gabe der Amazonen" auch den ersten Roman, der auf der Welt Aventurien spielt.
    Bis jedoch wieder ein DSA-Roman veröffentlicht wurde, dauerte es bis 1995. Inzwischen war Schmidt Spiele konkurs gegangen, sodass die Abenteuerhefte, Regelwerke etc. für DSA bei Urlich Kiesows Firma Fantasy Productions erschienen, die Romane jedoch beim Heyne-Verlag. Der erste Roman bei Heyne stammte natürlich auch aus Ulrich Kiesows Feder und hieß "Der Scharlatan". Ebenfalls von Ulrich Kiesow erschien - als mittlerweile bereits 9. DSA-Roman bei Heyne - 1995 "Der Göttergleiche", eine Sammlung von Kurzgeschichten in Aventurien. 1996 wurde dann Ulrich Kiesows "Die Gabe der Amazonen" bei Heyne neu veröffentlicht.
    Es dauerte bis 1997, bis wieder ein neuer Roman Ulrich Kiesows erschien. Obwohl er bereits 1995 einen schweren Herinfarkt erlitten hatte, schrieb Ulrich Kiesow, während er das Bett hütete und auf ein Spenderhez wartete, das über 1000 Seiten starke und allgemein als einer der besten je erschienen DSA-Romane angesehene Epos "Das zerbrochene Rad", die Fortsetzung zu dem Roman "Der Scharlatan". Die Veröffentlichung erlebte er allerdings nicht mehr, da er zwei Tage, nachdem er den letzten Satz des Werkes geschrieben hatte, in der Küche seines Hauses einen zweiten Herinfarkt erlitt.


    Auch nach seinem Tod erfreuen sich Urlich Kiesows Abenteuerhefte und Romane einer großen Beliebtheit bei DSA-Spielern, beinahe sämtliche Werke, die seitdem für Das schwarze Auge veröffentlicht wurden, sind ihm gewidmet.

    Auge um Auge führt nur dazu, dass die ganze Welt erblindet. (M. M. Gandhi)


    Ich lese gerade: Johanna von Orléans (Pamela Marcantel)

  • Ulrich Kiesow ist definitiv zu früh gestorben, aber ohne ihn würden alle, die DSA lieben, kein DSA spielen können!


    Danke Ulrich für deine Arbeit! R.I.P.

    :study: - 2016 - Bücher: 06 / Seiten: 2.668 / Hörbucher: 08 / Minuten: 3.099 / Comics: 03 / Seiten: 892

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