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Joe Abercrombie – Kriegsklingen / The Blade Itself

Kriegsklingen

4.4 von 5 Sternen bei 56 Bewertungen

Band 1 der

Verlag: Heyne Verlag

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 800

ISBN: 9783453314405

Termin: Februar 2013

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  • Guten Morgen!


    Ich bin verwundert, hier steht das Buch noch nicht drinnen?


    Ich habe mir das erste Buch (Januar ca. erschienen) gekauft,weil mir das Cover und der Titel eigentlich recht gut gefallen haben. Die Übersetzung ist etwas seltsam (Vom Titel "Kriegsklingen". Aber warum nicht? Im Englischen klingt er gewiss etwas anders..).


    Im Laufe der 800 Seiten (genau 800 Seiten!) des ersten Buches wird abwechselnd aus der Sicht von insgesamt 6 Personen geschrieben, die sich teilweise treffen und im zweiten Buch "Auf Reisen gehen". (Siehe Amazon)



    Insgesamt ist es eine ganz gewöhnliche (Fantasy)welt, und es passiert im Grunde genommen nicht so unglaublich viel, wer also auf lange Kämpfe und sonstiges achtet, wird hier enttäuscht sein. Stattdessen wurde viel Wert auf die Charakterisierung der Personen gelegt. Sie werden dafür umso genauer und liebevoller beschrieben. Ganz besonders Glokta, der Großinquisitor. Er wurde gefoltert und ist nun ein Krüppel, und leidet mehr als nur einmal darunter..
    Auch ist die Schreibweise mal etwas anderes. Viel natürlicher. Manchmal zu natürlich (Zitat:"Scheiße!" ... "Wichser!", kommt aber nur seltener vor!).



    Im großen und Ganzen sehr gelungen, ich freu mich auf den 3. Band. Teilweise sogar mit etwas Humor, aber ist Geschmackssache :D

  • Leider sehe ich in den Buchläden immer nur den zweiten Band, ich möchte aber wenn dann doch mit dem ersten anfangen - da bin ich spießig. Ich bin mir aber nicht sicher, ob der in den Kritiken immer wieder erwähnte Sarkasmus der Erzählweise oder der Hauptpersonen wirklich so interessant ist, dass es über eine Trilogie hinweg trägt? Du schreibst ja selbst, dass relativ wenig passiert - gibt es dafür einen Ausgleich an inneren Zwiespältigkeiten (bin fasziniert von zerrissenen Charakteren)?

  • Hallo!


    Ich habe das Buch gestern durch gelesen und kann eigentlich nur wow sagen so gut hat mir das Buch gefallen.Die Personen kommen gut rüber und schnell bekommt man mit wen man mag und wer einen nicht so sypmatisch ist.Der Humor ist klasse und die Sprüche passen.In ersten teil lernen wir die ganzen Personen kennen welche wohl auch in den weiteren Teilen vorkommen werden (so nehme ich das mal an).Fantasie Fans kommen auf ihre kosten und werden auch davor nicht zurück schrecken über die dicke des Buches.Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und fand es auch an keiner Stelle langweilig oder öde.Von mir gibt es fünf Sterne für dieses Buch
    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:


    Viele Grüßr sendet Barb :winken:

    :study: Andreas Gruber- Todesmal



    SuB 1.1.19= 1018
    SuB 1.4.19= 999

    SuB 1.7.19= 997

  • Ich habe vor einigen Tagen "Kriegsklingen" beendet und bin wirklich restlos begeistert!



    Klappentext/Kurzbeschreibung


    Dies ist die atemberaubende Geschichte von Logen, dem Barbarenkrieger, der eigentlich nur seine Ruhe haben will- wenn er nicht ständig um sein Leben kämpfen müsste. Denn Logen Neunfinger hat das Glück verlassen. Einst ein gefürchteter Barbar, gerät er in einen Hinterhalt und entkommt nur mit Mühe seinem angedachten Schicksal, dem Tod. Schwer verletzt schleppt er sich in die Berge und trauert um seine ermordete Familie, seine toten Freunde. Doch dann führt ihn sein Weg zu Bayaz, einem Magus aus alter Zeit- und das nicht aus Zufall...
    Zurselben Zeit träumt Hauptmann Jezal in der Hauptstadt von einer glorreichen Zukunft bei den Truppen der Königstreuen, von Ruhm und Macht. Doch der Weg dorthin ist beschwerlicher, als es dem Sohn Adliger behagt. Das Heer - wie das ganze Land - ist zerrissen von Intrigen, seit Erzlektor Sult die Macht mit übelsten Mitteln an sich reißen will und Angst und Misstrauen unter den Menschen säht. Hinter Sult steht die Inquisition, allen voran Sand dan Glokta, den seine tragische Vergangenheit zu einem sadistischen, menschenverachtenten Mann hat werden lassen. Sein Hass reicht tief, und als Sult ihn in seine Dienste zwingt, erweist er sich als dessen würdiger Handlanger- doch nicht lange... Bald wird ihm klar, dass auch er nur eine Figur in einem Spiel ist, dessen Regeln er nicht kennt.
    Als dich die Kämpfe im Norden ausbreiten und das Land mit Tod und Vernichtung überziehen, macht Bayaz sich an der Seite von Logen auf den Weg in die königliche Hauptstadt. Wie die Legende besagt, wird in Zeiten höchster Not der alte Magus seinen Sitz im Rat wieder einnehmen und das Königreich retten wird. Eine Wendung, die dem machtgierigen Erzlektor gehörig in die Enge treibt- eine gefährliche Enge, wie Logen bald feststellen muss...



    Aufbau & Eigene Meinung


    "Kriegsklingen" (eng. Originaltitel The Blade Itself) ist der Auftakt zur First Law - Trilogie von Joe Abercrombie und gliedert sich in mehrere Kapitel, die jeweils mit Neugierde weckenden Titeln versehen sind. Wer hier jedoch angesichts des (ein Hoch auf die Übersetzung :roll: ) deutschen Titels ein actiongeladenes Gemetzel voller Krieg, Kämpfe und Zerstörung erwartet, wird wohl enttäuscht werden. Zwar ist davon auch einiges - und das nicht zu blutarm - vorhanden, jedoch führt der Autor in seinem ersten Band zunächst einmal die verschiedenen Charaktere ein.
    Dies tut er jedoch auf eine Art und Weise, die bei mir keinerlei Langeweile hat aufkommen lassen! Zugegeben, sein Schreibstil war für mich sehr gewöhnungsbedürftig. Nicht nur, dass seine Sprache alles andere als blumig und ausschweifend ist - im Gegenteil, sie ist oftmals (manchmal zu) derbe und lässt wenig Spielraum für malerische Gedanken - mir haben Anfangs auch genauere Beschreibungen der Personen etwas gefehlt. Aber recht schnell hat der Leser sein eigenes Bild von der Welt, den Menschen und Bräuchen und kann sich dann ganz auf die Geschichte konzentrieren. Abercrombie lässt dem Leser hier viel Platz für eigene Vorstellungskraft. Er gibt zwar den Rahmen vor, lässt einen sich aber seine Welt ein Stück weit selbst erschaffen, was mir sehr gut gefallen hat. Und als ich mich an seinen Stil gewöhnt hatte, konnte ich mich gar nicht mehr losreißen. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht der verschiedenen Hauptcharaktere, erzählt und je nach Perspektive wandelt sich der Schreibstil. Mal etwas naiv und weltfremd, dann wieder beißend ironisch oder einfach nur witzig- langweilig wird dem Leser nie.
    Ganz im Gegenteil: dafür sorgen schon die Wandlungen, die die verschiedenen Charaktere durchmachen. Anfangs erschienen sie mir noch recht blass, ja richtig unsympathisch und ich hatte wenig Lust, auf die nächsten 700 Seiten. Aber je weiter man liest, desto besser lernt man sie alle kennen- und muss feststellen, dass hier nichts ist wie es zu sein scheint.
    Und damit komme ich zum ganz großen Plus dieses ersten Bands. Denn nach den ersten paar Kapiteln mag man als Leser vielleicht glauben, man habe die scheinbar einfach gestrickten, typischen Charaktere sowie die Handlung durchschaut. Aber man täuscht sich. Denn Böse ist nicht einfach böse, naiv bleibt nicht naiv und auch bei den Guten fragt man sich schon bald, ob sie wirklich sind, was sie zu sein scheinen und vorgeben. Und das hat mir wirklich super gefallen. Die typische Aufteilung in gute und böse Charaktere gibt es hier größtenteils nicht, die Grenzen verschwimmen und ich bin gespannt, wie sich das weiter entwickeln wird.
    Storytechnisch passiert hier dafür zugegebenermaßen nicht vieles. Man spürt deutlich, dass die Grundsteine zu Großem gelegt werden, aber sehr actionreich geht es (von einigen Kampfszenen abgesehen) anfangs noch nicht zu. Wer also an einem Buch viel Handlung und Action schätzt, der sollte vielleicht nicht zu Kriegsklingen greifen. Allen anderen kann ich dieses Buch nur empfehlen, zumal sich gegen Ende hin andeutet, dass es in den Folgebänden alles, aber nicht mehr so ruhig wie in Band eins zugehen wird.



    Fazit


    Für mich die positive Fantasy-Überraschung dieses Jahr! Sympathische (Anti-)Helden, eine spannende Geschichte voller Intrigen, Sein und Schein und spannenden Wendungen und nicht zuletzt ein wirklich fesselnder Schreibstil, der das Lesen dieser Geschichte zu einem ganz eigenen Abenteuer macht. Ein absolutes Muss für Fans anspruchsvoller, epischer Fantasy und tiefgründiger Charaktere.
    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: gibt es von mir, ich kann es kaum erwarten bis mir mein Bücher-Budget die Folgebände erlaubt.

    :study: Predator's Gold (P.Reeve)
    :bewertung1von5: Bücher/Seiten 2019: 7/2.531 || SUB 207 O:-) (Start:207)

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    "Bücher sind Wahrheiten inmitten von Lügen." / S.King
    "Ein Frosch ohne Humor ist nur ein kleiner grüner Haufen." / Muppet Show
    "Why do most people fail to give each other the fairy tale?" / M.Quick

    Einmal editiert, zuletzt von 0Kermit ()

  • In den Buch geht es weniger um epischen Schlachten viel mehr stehen hier die verschiedensten Charaktere im Vordergrund.

  • "Kriegsklingen" hat mir ebenso sehr gut gefallen. Es ist nicht dieses fantasy-typische "die glänzenden Ritter schlagen eine weitere epische Schlacht gegen einen weiteren mächtigen Bösewicht, der die Welt wieder einmal in den Abgrund stürzen will". Durch die konsequente Charakterbeschreibung und Führung durch deren Gedankenwelt entsteht eine glaubwürdige Geschichte mit viel Spaß. Da macht es mir diese "natürliche" Sprache diese Geschichte nur noch glaubwürdiger (warum sollte eine Art Barbar das Wort "Scheiße" nicht kennen dürfen :-k ) Durch die Vielseitigkeit der Charaktere und deren nicht ganz blüten-weiße Westen geht für mich schon fast in die Dark-Fantasy-Schiene.

    "Ein Meisterwerk kann man auch schreiben, ohne tausend Seiten zu schwärzen"

  • Kermits Rezi ist sehr treffend und ich schließe mich vorbehaltlos an. Durch den lebendigen, abwechslungsreichen Schreibstil kommt nie Langweile auf. Insbesondere, da die Charaktere so individuell gestaltet sind. Man lernt die Personen schnell näher kennen und entdeckt sehr oft ganz neue, unerwartete Seiten an ihnen, was ich sehr schätze.
    Das kunterbunte Gefährtengrüppchen, das sich zum Ende hin formiert, macht sehr neugierig auf den Folgeband, den ich mir umgehend zulegen werde. Das kann ja heiter werden...
    "Kriegsklingen" ist für mich ein :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: Buch und absolut empfehlenswert für alle Fantasyleser, die gerne charakterlastige, actionreiche Geschichten lesen. Ach ja, und die Prise ironischer Humor gibt dem Roman noch die rechte Würze!

    :study: Kerstin Gier - Silber + Elizabeth Hand - Dem Tod so nah

  • Hier haben wir es meiner Meinung nach eindeutig mit einem Werk zu tun, dass seine bisher sehr positiv ausgefallene Kritik wirklich wert ist. Insbesondere im Bereich Charaktergestaltung sucht das Buch seines Gleichen.
    Die häufiger vertretene Aussage, dass nicht viel passiert, kann ich so nicht unterschreiben. Ich sehe es eher so, dass sehr viel passiert aber praktisch nichts davon zu Ende geführt wird. Einerseits empfand ich das als etwas Enttäuschend, andererseits machte es auch große Lust darauf, nach dieser langen und hervorragenden Einleitung in den Folgebänden die eigentliche Geschichte zu lesen.
    Das ich das immer noch nicht in Angriff genommen habe, bereue ich.

  • Die häufiger vertretene Aussage, dass nicht viel passiert, kann ich so nicht unterschreiben. Ich sehe es eher so, dass sehr viel passiert aber praktisch nichts davon zu Ende geführt wird.

    Man darf hier auf keinen Fall vergessen, dass es sich um einen Dreiteiler handelt und im ersten Teil passiert, auch meiner Meinung nach, recht viel.
    ich habe das Buch auf Englisch gelesen und mir hat es sehr gut gefallen. Joe Abercrombie hat wirklich wunderbar ausgearbeitete Charaktere, die sich in den Folgebänden auch noch weiter entwickeln.


    El Novelero

  • Einerseits empfand ich das als etwas Enttäuschend, andererseits machte es auch große Lust darauf, nach dieser langen und hervorragenden Einleitung in den Folgebänden die eigentliche Geschichte zu lesen.
    Das ich das immer noch nicht in Angriff genommen habe, bereue ich.

    Bereuen musst du das sicher nicht, aber ich würde die Bücher auf alle Fälle auf die "To Read"-Liste für die nächste Zeit packen! Du hast natürlich Recht und der erste Band hat in vielerlei Hinsicht "nur" einführenden Charakter. Aber ich kann dir versprechen, dass das nicht so bleibt :wink: Und was mir besonders gut gefallen hat: Die Infos, die man jetzt bekommt, werden im weiteren Verlauf noch wichtig bzw. werden wieder aufgegriffen. Hier wurde nicht gestreckt, um mehr Geld zu verdienen, sondern weil die Geschichte die "Einleitung" gebraucht hat. Ich wünsche dir auf alle Fälle ganz viel Spaß mit den Folgebänden!

    :study: Predator's Gold (P.Reeve)
    :bewertung1von5: Bücher/Seiten 2019: 7/2.531 || SUB 207 O:-) (Start:207)

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    "Bücher sind Wahrheiten inmitten von Lügen." / S.King
    "Ein Frosch ohne Humor ist nur ein kleiner grüner Haufen." / Muppet Show
    "Why do most people fail to give each other the fairy tale?" / M.Quick

  • Es hat lange gedauert, aber es ist geschafft. Das Buch ist gelesen.
    Ich stimme in soweit den Vorschreiben zu, dass es vom Schreibstil und Ausdruck her gut geschrieben ist. Ich bin tatsächlich neugierig auf die Folgebände geworden. Es passiert so einiges in der Geschichte und ich kann mir vorstellen, dass es interessant weitergeht.
    Dennoch bekommt das Buch von mir nicht diese Anzahl Sterne, mit denen es hier ansonsten bedacht wurde. Es hat 420 Seiten gebraucht, bis es mich anfing zu begeistern. Da hätte ich so manches andere Buch längst aus der Hand gelegt. Weiterhin stört mich, dass ich immer noch nicht dahinter bekommen bin, um was es eigentlich geht. Gut, es gibt verschiedene Länder' welche gegeneinander Krieg führen, bzw. führen werden. Es gibt einige geheimnisvolle Gestalten, die trotz der ewigen Vorlaufzeit noch nicht eingeordnet werden können. Weder der Leser noch die Protagonisten welche letztendlich auf eine gemeinsame Reise aufbrechen wissen was der Sinn des ganzen ist. Letztendlich fehlen mir doch einige Kernaussagen in der Geschichte, die man hätte andeuten können, ohne dass Spannung und Neugier auf weiteres darunter leiden würden.


    Somit bekommt das Buch von mir nur 3,5 Sterne.


    Es ist ein ewiger Zwiespalt: arbeitet man am Abbau des SuB oder am Abbau der WL?




  • Ich kann mich den vielen begeisterten Meinungen leider nicht ganz anschließen. "Kriegsklingen" hat sicher nicht weh getan, aber riesigen Lesespaß hatte ich jetzt auch nicht. Zu Anfang gefiel mir die Geschichte noch am besten und gerade Charaktere wie Glokta oder Logen fand ich sehr interessant und bescheinigte ihnen großes Potenzial. Leider haben sie sich aber nicht mehr so wirklich weiterentwickelt wie ich mir das gewunschen hätte und diese Chance, hier unsterbliche gute Charaktere zu erschaffen, hat Abercrombie nicht genutzt. Jezal oder West fand ich z.B. dann sogar ein bisschen langweilig.
    Sehr gut hat mir zu Anfang der Humor gefallen. Ein paar Mal musste ich sogar an Pratchett denken (der Topf :totlach: ), aber irgendwie ist der Humor dann im Laufe der Geschichte größtenteils flöten gegangen, was ich sehr schade fand.
    Die Geschichte selbst war in Ordnung, konnte mich aber auch nicht restlos begeistern. Ich kann mich da @Traute anschließen, denn man weiß nicht so recht um was es überhaupt geht und worauf es hinauslaufen wird. So richtig interessiert an den Folgebänden bin ich jetzt nicht. Deshalb werde ich mir die schenken, aber dem Autor nochmals mit seiner "Shattered Sea"-Reihe eine Chance geben.
    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

    :study: Andreas Brandhorst - Das Flüstern

    :study: 2019 gelesen: 42 :study: SUB: 323

  • Deshalb werde ich mir die schenken, aber dem Autor nochmals mit seiner "Shattered Sea"-Reihe eine Chance geben.

    Ich bin gerade beim ersten "Shattered Sea"-Band, der mir wieder sehr gut gefällt. Vom Stil her ist es den "Klingen" sehr ähnlich, bleibt jedoch erzählerisch bei der Hauptfigur, dem verkrüppelten jungen Prinzen, und splittert sich nicht in viele Perspektiven, wie das bei den "Klingen" der Fall ist.

    :study: Kerstin Gier - Silber + Elizabeth Hand - Dem Tod so nah

  • So, nun kommt meine erste Rezension, mal schauen ob ich das irgendwie so hinbekomme............


    Nun ein wenig erinnert der Roman, oder der Stil, an die "Games Of Thrones" - Reihe, allerdings ohne deren Klasse zu erreichen. Er liest sich auch nicht so flüssig, was allerdings nicht am Schreibstil des Autors liegt. Mehr liegt es wohl daran das, wenigstens im ersten Band dieser neuen Reihe, wenig wirkliche Handlung aufkommt. Denn "Kriegsklingen" beschränkt sich hauptsächlich auf die Vorstellung der Hauptakteure, den Barbar Logen, den Inquisitor Glokta und den geheimnisvollen Magier Bayaz. Im Laufe der Geschichte kommen noch drei weitere dazu. Eben diese Figuren lernt man in diesem Band wirklich kennen, wobei nicht wirklich jedes Geheimnis um sie gelüftet wird.


    Der Autor lässt zwischendurch einige wenige, teils schon spannende, Handlungen einfließen, die aber scheinbar mit der eigentlichen Geschichte weniger zu haben. Dadurch hält der Autor den Leser auch bei der Stange, denn ansonsten wäre man sicherlich versucht ein paar Seiten zu überschlagen.


    Auf den zirka letzten hundert Seiten, von fast achthundert, geht es dann eigentlich erst richtig los. Wobei das Buch auch genau da endet, wo das eigentliche Abenteuer beginnt.


    Mein Fazit ist das eben im zweiten Band einiges kommen muss. Wobei ich den ersten Band schon etwas anstrengend zu lesen fand und ich das Gefühl habe etwas Pause zu brauchen. Was aber, wie oben schon mal erwähnt, nicht unbedingt am Schreibstil des Autors liegt. Es mag sicherlich ein gewaltiges Fantasy-Epos werden, welches aber sehr, sehr langsam los geht.

  • Beitrag an bestehenden Thread angehängt :wink:

    viele Grüße vom Squirrel

    :study: Rafik Schami - Die dunkle Seite der Liebe


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