Anna Minnari - Warum Ich?

"Warum Ich?"

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Verlag: Henke, Annette

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 48

ISBN: 9783000209352

Termin: März 2007

  • Anna-Minnari
    - ISBN-Nummer 978-3-00-020935-2


    Das erste Sach-Lyrik-Buch Deutschlands für Leser, die den Sinn des Lebens suchen und dabei in Depressionen geraten.


    Zu diesem Buch kann ich selbst keine Rezension abgeben, da ich die Autorin bin und auf diesem Weg versuche, Meinungen der Leser zu erfahren, die sich auch schon in Situationen befunden haben, welche dann in Depressionen o. ä. endeten.


    Meine eigene Meinung dazu ist, dass man echt mit seinen Gedanken und Grübeleien viel in seinem eigenen Leben beeinflusst - Negatives als auch Positives, wenn man nicht aufpasst, kann einen das gewaltig aus dem seelischen Gleichgewicht bringen und man greift u. U. zum Alkohol oder zu Drogen, um diese Gedanken zu kompensieren.

    1. (Ø)

      Verlag: Henke, Annette


  • @ Anna,


    da es sich bei deinem Thread nicht um eine Rezension handelt, habe ich sie in die Rubrik "Allgemeines" verschoben.
    Wenn jemand das Buch gelesen hat, freuen wir uns auf die Rezension.

    Liebe Grüße,
    Rita


    ~Ich wäre lieber ein armer Mann in einer Dachkammer voller Bücher als ein König, der nicht lesen mag.~
    Thomas Babington

  • Hallo Krümelchen, der Inhalt des Buches bezieht sich auf meine eigenen Erfahrungen, die ich mit Depressionen gemacht habe, da es dazu zahlreiche umfangreiche Literatur gibt, die sich medizinisch damit auseinandersetzt, wollte ich dieses Thema auf dem Sach-Lyrik-Weg den Menschen vermitteln. Ich kenne so viele Leute, die durch ihr Grübeln in die verschiedensten Arten von Süchten, aber auch in schwere Depressionen geraten sind. Mein Anliegen ist es, mit wenigen, aber herzlichen Worten rüberzubringen, dass es an jedem selbst liegt, ob er sich zu Tode grübelt oder wieder beginnt, am Leben teilzunehmen.

    1. (Ø)

      Verlag: Henke, Annette


  • Hallo Krümelchen, ich habe fast 2 Jahre gebraucht, um wieder die zu sein, die ich mal war/jetzt wieder bin. Ich bin aus dieser Phase wieder so raus gekommen, wie ich hineingeraten bin, ich habe mein Denkmuster geändert. Als ich während der Krankheit ganz weit unten war (sh. auch meine Homepage www.anna-minnari.de - Textauszug aus meinem Buch) musste ich allerdings auch vorübergehend Tabletten nehmen, um die Ängste zu minimieren. Deine Frage möchte ich ebenfalls mit einem Auszug aus meinem Buch beantworten: "Bist du gewillt die Dinge "SCHÖN" zu sehen, - egal ob Nebel, Regen,Schnee - lernt deine Seele wieder gehen und tut alsbald auch nicht mehr weh ... "
    LG Anna

  • Zitat

    Original von Anna Minnari
    Hallo Rita, ich muss gestehen, ich bin das erste Mal überhaupt in einem Forum im Internet angemeldet, dadurch fehlen mir sicher noch einige Details über den Umgang bei der Kommunikation, sorry. Danke für deinen Hinweis. LG Anna


    Kein Problem, Anna, du wirst dich schon einfinden. :)
    Bei Fragen stehen dir die Admins und Mods gern zur Verfügung ;)

    Liebe Grüße,
    Rita


    ~Ich wäre lieber ein armer Mann in einer Dachkammer voller Bücher als ein König, der nicht lesen mag.~
    Thomas Babington

  • Hallo Anna!


    Ich finde Deinen Ansatz schon sehr interessant.
    Zu Deinem letzten Beitrag fiel mir auf und ein, dass ich persönlich glaube, dass es nicht möglich, und auch nicht wünschenswert ist, "wieder die zu sein, die man mal war". Ich gehe davon aus, dass man nicht ohne Narben, aber auch ohne ein gewisses "Mehr" an anderer Art Wissen und Erfahrung aus solch einer Periode herauskommt. Ich fände es toll, wenn man auch davon schreiben könnte.


    Auch würde ich nicht behaupten, dass man sich einfach (Du hast allerdings nicht "einfach" gesagt) durch Ändern seiner Denkmuster herauswurstelt. Manches geschieht da auch an uns... Ich denke an die Treue von Menschen, die trotz Abweisung und Unerreichbarkeit doch irgendwie bei der Stange blieben in ihrer Freundschaft zum depressiven Menschen. Solcher Treue, aber auch gesicherten, guten Strukturen verdankt manch einer (unter anderem) auch das Überwinden einer depressiven Phase. Oder?


    Ich wäre gespannt auf Deine Meinung! Oder sprengt das hier den Rahmen?

  • Zitat

    Original von tom fleo


    Auch würde ich nicht behaupten, dass man sich einfach (Du hast allerdings nicht "einfach" gesagt) durch Ändern seiner Denkmuster herauswurstelt.


    Das würde mich auch interessieren, Anna. Ich habe im Bekannten/Freundekreis einige Leute, die an mehr oder weniger starken Depressionen leiden und bin eher der Meinung, dass man allein aus diesem Teufelskreis nicht raus kommt, sondern professionelle Hilfe braucht. Was meinst du?

    Liebe Grüße,
    Rita


    ~Ich wäre lieber ein armer Mann in einer Dachkammer voller Bücher als ein König, der nicht lesen mag.~
    Thomas Babington

  • Hallo ihr LIeben!
    Ich bin einer von denen, die ebanfalls schwere Depressionen kennen, viele Jahre meines Lebens wurden durch die Krankheit verändert.
    Rita  
    ich bin absolut überzeugt, dass wenn es sich um Krankheit handelt, und nicht um depressive Verstimmung, kommt keiner ohne prof. Hilfe aus.
    Durch ändern des Denkmuster allein kann man leider nicht die Produktion von Botenstoffen beeinflüßen, die aber notwendig ist, unumstriten aber fördert positives Denken die Genesung.
    Tom fleo

    Zitat

    Ich denke an die Treue von Menschen, die trotz Abweisung und Unerreichbarkeit doch irgendwie bei der Stange blieben in ihrer Freundschaft zum depressiven Menschen. Solcher Treue, aber auch gesicherten, guten Strukturen verdankt manch einer (unter anderem) auch das Überwinden einer depressiven Phase. Oder?


    Das möchte ich auf jeden Fall bestätigen, tief im Inneren weiss der Betroffene, dass unabhängig von allen Umständen, gibt es Menschen, die auf dich warten, dich unterstützen, und was auch kommen man, bei dir sein werden.
    Ich halte es für unsagbar großes Glück solche Freunde und Familie zu haben.


    anna

    Zitat

    "Bist du gewillt die Dinge "SCHÖN" zu sehen, - egal ob Nebel, Regen,Schnee - lernt deine Seele wieder gehen und tut alsbald auch nicht mehr weh ... "


    Wünderschöne Worte...
    Leider wenn man an einer schweren Depression leidet, kann man das Schöne nicht sehen, und man kann auch nicht "wollen" dies zu sehen.
    Man ist nicht froh, man ist nicht traurig, man ist nur da...
    LG an alle

    2020: Bücher: 20/Seiten: 9 133
    2019: Bücher: 164/Seiten: 66 856
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    "Das Nicht-Wahrnehmen von etwas beweist nicht dessen Nicht-Existenz"

    Dalai Lama

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    Lese gerade:

    Hemstreet, Patrick - Die Gotteswelle

    Barnett, David M. - Miss Gladys und ihr Astronaut

  • Zitat

    Original von Anna Minnari
    "Bist du gewillt die Dinge "SCHÖN" zu sehen, - egal ob Nebel, Regen,Schnee - lernt deine Seele wieder gehen und tut alsbald auch nicht mehr weh ... "
    LG Anna


    Nichts dagegen, Nebel oder Regen schön zu finden. Aber wenn die Depression nicht aus einer "seelischen Verstimmung" herrührt, sondern aus einem handfesten Unglück, Krankheit, Tod?


    Ok, ich weiß, dass die Depression eine "normale" Phase in der Trauerbewältigung ist, doch was ist mit einem andauernden Unglück? Wenn man bis zur Grenze der Belastbarkeit pflegebedürftige Eltern versorgt? Jahrelang täglich ins Krankenhaus rennt, weil sein Kind mit einer todbringen Krankheit dort liegt?
    Es gibt Situationen und Zeiten, in denen der Begriff "Schön" nicht mehr zum Wortschatz gehört.


    Marie

    Bücher sind auch Lebensmittel (Martin Walser)


    Wenn du einen Garten und eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen. (Cicero)



  • Hallo Tom Fleo, du hast schon Recht, bei manch einem ist es sicher nicht ratsam, wieder der/die zu sein, der man vorher war, in meinem Fall ist es aber so, denn vor der Depression war ich ein lustiger, allseits interessierter Mensch, während der Depression war ich wie umgewandelt, man diagnostizierte mir Leberkrebs (was sich später nachdem ich 1/4 Jahr Untersuchungen über mich ergehen lassen und nur noch über den Tod nachgedacht habe). Alle meine Freunde haben sich etwas von mir distanziert, zui Hause konnte auch keiner damit umgehen, die Symptome brauche ich einem schwer Depressiven nicht zu nennen, die kennt jeder selbst nur zu gut. Und ich habe auch in meinem Buch geschrieben, dass man auf jeden Fall, spätestens dann, wenn man über Selbstmord nachdenkt, professionelle Hilfe annehmen und suchen sollte. Das man nicht zuletzt durch äußere Umstände (Untreue des Liebsten, Tod der Mutter/Vater etc.) zum Darüber-Nachdenken in solche eine Krise gerät, ist nicht von der Hand zu weisen.
    ich hoffe, dir erst einmal eine kleine Antwort gegeben zu haben. LG Anna

  • Liebe Rita, das ist echt wahr, man kommt bei einer schweren endogenen Depression ohne professionelle Hilfe nicht heraus, es gibt leider noch viel zu viele Leute, die sich nicht trauen, diesbezüglich Hilfe zu holen. Ich war selbst freiwillig in eine Tagesklinik gegangen, weil ich mich nicht wieder erkannt habe. Dort wurden dann einige verschiedene Medimamente verordnet, die mich einerseits wieder nachts schlafen ließen, aber andererseits mein Selbstbewusstsein immer mehr vergraben haben, da ich mir einredete, dass ich es ohne Tabletten wohl nicht mehr schaffen würde. Ich will es mal salopp so erklären: Ich bin freiwillig "in die Klatsche" gegangen, in der Hoffnung, dass da Ärzte sind, die mich in kurzer Zeit wieder gesund machen. Erst viel später habe ich festgestellt, dass selbst ein ausgebildeter Arzt nur seine Unterstützung geben kann (z. B. durch Zuhören, bzw. Rezept), aber dass man selbst den Hauptanteil daran hat, ob es schneller oder langsamer geht. Ich kenne Leute, die aufgrund des Todes eines nahen Verwandten, den sie sehr geliebt haben, jahrzehnte nicht mehr für ihre Mitmenschen zugängig sind, wenn sie damit (gut, sei mal dahin gestellt) leben wollen, dann ist das für sie so okey, sie können dann aber ab irgendeinem Zeitpunkt nicht mehr erwarten, dass jeder sie versteht. Ich habe auch erwartet, dass man mich versteht, als ich so krank war, aber heute habe ich die Einsicht für mich gewonnen: Wie konnte ich von anderen erwarten, mich zu verstehen, wo ich doch selbst nicht mehr wusste, wer ich so richtig bin? Ich habe in meinem Buch geschrieben, dass die Ursachen bei jedem Menschen anders sind, durch die man in die Depression gerät, aber raus kommt man letztlich, indem man seine Gedanken auf die Reihe bringt. Da ich selbst arbeiten gehe, möchte ich mich auch auf diesem Wege entschuldigen, wenn ich nicht immer sofort auf eure Fragen antworten kann, meine Erfahrungen sollen ja nur ein Ratschlag sein, jeder muss für sich herausfinden was ihm gut tut und was weniger gut ist. So wie der eine gern Gitarre spielt und der andere lieber Fernseh schaut. Vorab ein schönes Wochenende - LG Anna

  • Hallo Emuna, du hast Recht, wenn du schreibst, dass man, wenn man depressiv ist, nichts Schönes mehr sehen "will" , freust du dich dann wenigstens ein wenig, wenn du z. B. einen kleinen "Knut" o.ä. Tierbabys siehst? Versuche es wenigstens, denn das Leben ist zu kurz, als dass man sich nur noch die negativen Seiten sehen sollte. Versuch es, aber ich sage dir auch gleich, es klappt nicht damit, dass du nur 1x an was für dich schönes denkst, dss wieder "Schön-Sehen-Wollen" sind viele kleine Schritte. Ich drück dir die Daumen, dass das mit dem Wollen wieder klappt. LG Anna

  • Liebe Anna Minnari!


    Es tut mir leid, aber es kommt mir so vor, als ob du nicht wirklich die endogene schwere Depression meinst, sonst müsstest du auch wissen, dass ein entscheidende Faktor (im Falle wenn Depression nicht durch Lebensumstände ausgelöst ist, also nicht exogen ist), ist, dass Dopamin nicht produziert oder fehlgeleitet wird.
    Dopamin ist aber der entscheidende Botenstoff zum Aufbau unserer Glücks- und Freudegefühle.


    Da kannst du dich, entschuldige auf den Kopf stellen, du wirst dich nicht freuen können, bei schweren Depression, und ich meine wirklich schwere, fühlt der Mensch gar nichts, nicht einmal Trauer, sonder nur Leere.


    Da kann man doch schlecht zu jmd. sagen: Denke doch positiv, Mensch!
    LG

    2020: Bücher: 20/Seiten: 9 133
    2019: Bücher: 164/Seiten: 66 856
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  • Liebe Emuna, die Ärzte haben bei mir, nachdem man mir Leberkrebs diagnostizierte und ich bis zum Abschluss aller Untersuchungen in das tiefe Loch gefallen war "endogene Depression" diagnostiziert, sicher nicht zuletzt, da ich auch körperlich durch den Bau eines Hauses, Kindererziehung und 2 Jobs am Ende war, und mich nach der 1. Diagnose gefragt habe, wozu ich dass alles gemacht habe? Ich musste das mit dem "endogen" so hinnehmen, schließlich sind das ausgebildete Leute. Eine Zeitlang habe ich versucht, alles zu analysieren: die Fachbegriffe, die verschiedenen Medikamente etc. Bis ich dahinter gekommen bin, was für mich eigentlich wirklich wichtig ist. Das muss aber jeder selbst für sich entscheiden. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass auch die Ärzte sich nicht immer einig sind, entscheidend ist das Ergebnis. Der Patient muss seinen Anteil dazu beitragen und die Umsetzung erfolgt nun mal mit Hilfe seiner Einstellung dazu. LG Anna
    Ps.: Du hast Recht, ich habe damals echt nichts mehr gefühlt, ich habe mir aber auch immer gedanklich gewünscht, nichts mehr zu fühlen, damit mir keiner mehr weh tun kann. Es hat 2 Jahre gedauert, bis ich begriff, dass ich bin, was ich denke. Die ersten positiven Gedanken, die ich mir gemacht habe, waren vermeintlich, irgendwann waren sie wieder verinnerlicht, dafür bin ich heute dankbar.

  • Guten Morgen Anna!

    Deine schwere Erlebnisse tun mir leid, ich hoffe du hast inzwischen für dich alle Fragen geklärt, und dein weiteren Weg gefunden.


    Ganz viele Menschen bekommen durch schwere Krankheit oder enormen Streß als Auslöser Depressionen oder PTBS.


    Zitat

    Du hast Recht, ich habe damals echt nichts mehr gefühlt. ich habe mir aber auch immer gedanklich gewünscht, nichts mehr zu fühlen


    Und du meinst, dass das alleine würde ausreichen, dass die Funktion der Botenstoffen gestört wird.
    Natürlich spielt eine Rolle was wie denken, wie wir denken, da gebe ich dir vollkommen Recht, aber es ist nicht ausschlaggebend.
    Die biochemische Prozesse regulieren nun mal das Wohlbefinden.
    Ein Blinder z.B. kann nicht durch positives Denken sehend werden, er kann lernen mit positiven Gedanken, sein Wohlbefinden zu verbessern, aber sehen wird er nicht.
    Auch insofern gebe ich dir auf jeden Fall Recht, dass die Verhaltenstherapie auf jeden Fall nützlich ist, da man lernt besser mit der Krankheit umzugehen, Denkmuster durchbrechen, was natürlich positive Auswirkung auf den Gesamtzustand hat.
    Was mich für gefährlich erachte, ist die Pauschalisierung : Denk positiv...
    Diese Haltung unterstellt dem Patienten, dass er nicht ausreichend sich bemüht, oder nur negatives sieht, der Erkrankter bekommt dadurch Schuldgefühle, was der Genesung eher hinderlich ist.


    Na ja, dass ist so im Groben, was ich dazu denke.
    Ich weiß zwar nicht, wie es dir jetzt geht, aber ich wünsche, dass du alles Schlimmes überwunden hast und freust dich des Lebens


    Bis dann
    Liebe Grüße
    Emuna

    2020: Bücher: 20/Seiten: 9 133
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