David Safier - Mieses Karma

Affiliate-Link

Mieses Karma

4|290)

Verlag: Rowohlt Taschenbuch

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 288

ISBN: 9783499275357

Termin: Mai 2018

  • Ich packe meine Rezension mal hier mit rein, auch wenn ich nicht das Buch gelesen, sondern das Hörbuch gehört habe, aber da ich nur am Rande auf die Sprecher eingehe, passt es hier wohl am besten hin.


    Rezension
    "Mieses Karma" von David Safier habe ich mir als Hörbuch zugelegt, da ich zur Abwechslung mal etwas lustiges im Auto hören wollte. Die Idee der Story war interessant und bietet sicher eine Menge Potential. Schön wäre es gewesen, wäre dieses Potential vom Autor auch ausgeschöpft worden. Leider bleibt das Buch flach und ohne Entwicklung, dafür aber mit gehörig Nerv-Potential.


    Es hat seine witzigen Momente, durchaus. Das sei dem Autor zugute gehalten. Aber wenn er seiner Geschichte schon die Möglichkeit der Wiedergeburt zugrunde legt, warum nutzt er diese dann nicht in allen Facetten aus? Allein die Einführung dauert schon so lange, dass ich dachte, das Hörbuch müsse ja gleich schon vorbei sein, bevor Protagonistin Kim erstmals aus dem Leben geschieden ist. Auch die ersten Reinkarnationen, jeweils als Ameise, werden in aller Ausführlichkeit beschrieben, so dass später dann scheinbar nicht mehr genug Raum für Variationen war - ein Großteil der weiteren Leben werden einfach übersprungen. Zieht man dann am Ende Bilanz über Entwicklung und Spannungsbogen der Geschichte und stellt sich das ganze als Graph vor dem geistigen Auge vor, so dürfte man in etwa eine Null-Linie sehen.


    Hauptfigur Kim Lange, und das mag als Grundlage der Story noch seine Daseinsberechtigung haben, ist eine unglaublich nervtötende, selbstsüchtige, unreife Kuh. Dieses Bild wird so gut und realistisch gezeichnet (und ebenso lebending gesprochen von Nina Spier), dass man es eigentlich positiv bewerten müsste - wäre sie nicht einfach so unglaublich NERVIG. Ich konnte den Namen "Daniel Kohn", den sie wie eine verknallte Dreizehnjährige in jedem zweiten Satz vor sich hin ejakuliert, schon nach zehn Minuten nicht mehr hören. Ihr Charakter ändert sich auch im Verlauf der Geschichte kaum, wodurch es mir ein Rätsel ist, woher sie das gute Karma sammelt. Ohne auf das Ende eingehen zu wollen, sind manche Entscheidungen, sowohl von "oben", als auch der handelnden Personen manchmal zu sehr auf den geplanten Schluss zurechtgeschnitten, um als nachvollziehbar durchzugehen.


    Mit Casanova, genauer genommen Casanovas wiedergeborener Seele, als Nebenerzähler bereitete sich David Safier eine gute Möglichkeit, etwas willkommene Abwechslung in die monotonen Gehirnwindungen der Hauptprotagonistin zu bringen. Leider ließ er auch diese Möglichkeit ungenutzt. In den meisten Fällen hat Casanova, gewohnt routiniert gesprochen von Christoph Maria Herbst, nicht mehr als einen Satz für den Zuhörer übrig, der aber jedesmal mit einem "Aus Casanovas Erinnerungen" eingeleitet wird, und so eher eine störende Unterbrechung als eine Abwechslung darstellt. Hätte Casanova wenigstens vier, fünf Sätze pro Absatz von sich gegeben, hätte es völlig anders gewirkt.


    Für mich war "Mieses Karma" ein Reinfall. Eine dermaßen unsympathische Hauptfigur zerstört jeden Hör/Lesegenuss, zumal wenn sich die Geschichte als wenig ausgereift und allzu zurechtgebogen präsentiert. Am Ende war ich froh, als das Hörbuch zuende war und ich Kim nicht länger ertragen musste. Daran konnte leider auch die gute Leistung der beiden Sprecher nichts ändern.


    Wertung
    Zwei von fünf.
    :bewertung1von5::bewertung1von5:

    "I went down the road, the road was a-muddy.
    I stubbed my toe, my toe was a-bloody.
    You all there?
    Count two an three an four an fi'!
    My true love's a butterfly!"


    aus "Der Anschlag" von Stephen King

  • Ich habe das Buch ebenfalls gelesen und muss leider zugeben, dass es nicht das beste Buch von David Safier war. - Was vielleicht aber auch an der Grundidee des Buches liegen mag.
    Der Anfang war ja noch schön beschrieben, dass Kim eher eine Karrierefrau ist, einen Mann hat der mit ihr nicht wirklich glücklich ist und eine Tochter, für die sie keine Zeit hat.
    Was mich ein bisschen gestört hat, waren die vielen Zeitsprünge bzw. die Sprünge, in denen sie ein anderes Tier war und welche nicht genau beschrieben wurden.
    Ein bisschen hat mich auch die Sache genervt, wo sie immer zwischen ihrem Mann und Daniel Kohn hin und herspringt. Liebt sie jetzt ihren Mann mehr, mit dem sie eine Tochter hat - im früheren Leben - oder liebt sie das arrogante Arschloch mehr, der eigentlich eher eine Vorliebe für Supermodel hat, sich aber augenblicklich in die übergewichtige, wiedergeborene Kim Lange verliebt. Irgendwie hat mir da einen Zusammenhang gefehlt. Eigentlich war sie ja nur die Putzfrau von dem Typ der viel Kohle hat und super aussieht und nur mit Frauen mit Barbie-Maßen ausgeht. Und wieso verliebt er sich ausgerechnet in eine übergewichtige Frau die kein festes zuhause hat?
    Das waren so kleine Punkte, die mich gestört haben. Aber trotzdem war das Buch nicht schlecht. Es war nett, etwas abwechslungsreiches. Aber auch kein Top-Produkt von David Safier, muss ich leider sagen.
    Von mir würde das Buch :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: Sterne bekommen. ;)

  • Mit Mitte 20 hat Becky noch immer keine Ahnung was sie mit ihrem Leben
    anfangen soll. Sie wohnt in einer WG, raucht, trinkt und bestiehlt zu
    dem auch noch ihre Mitbewohner. Doch leider wird es auch so nicht mehr
    weitergehen, den sie erleidet einen tödliche Unfall mit dem arroganten
    Marc Barton (Hollywoodstar). Und ausgerechnet beide werden als Ameisen
    wiedergeboren, weil sie wenig gutes Karma hatten. Da beide aber nicht das Leben einer
    Arbeiterameise verbringen wollen versuchen sie so schnell es geht gutes Karma zu bekommen.
    Und so klettern sie natürlich nicht ohne Komplikationen so nach und nach
    die Reinkanationsleiter nach oben. Den inzwischen müssen sie befürchten
    das ausgerechnet Marc´s Frau und Becky`s Freund ein Paar werden und das
    muss auf alle Fälle rechtzeitig verhindert werden. Aber das ist alles
    nicht so leicht, wenn man sich gegenseitig die Schuld des Unfalls zu
    schiebt und zu dem sich immer mehr in einander verliebt.



    Meine Meinung:
    Schade hatte mir eine etwas neue und bessere Story erhofft gehabt,trotzdem war
    das Buch humorvoll und wie immer im Stil von David Safier geschrieben.
    Jedoch gab es leider sehr viele Ähnlichkeiten zu Mieses Karma. Ich habe
    trotzdem gelacht, da ich den ersten Band schon vor längerer Zeit gelesen
    hatte. Allerdings wenn man erst vor kurzem Mieses Karma gelesen hat
    dann könnte man dieses Buch wirklich als puren Abklatsch empfinden.
    Schade den das hat der Autor gar nicht nötig. Auch das Fluchen in diesem
    Buch hat mich doch sehr gestört, da hat mir dann doch der erste Teil
    wesentlich besser gefallen. Ich denke es war jetzt nicht gerade seine
    beste Idee gewesen einen zweiten Teil mit diesem Thema zu schreiben, den
    auch bei mir blieb ein wenig das AHA Erlebnis aus.
    Das Cover gewohnt in David Safier Manier gelber Hintergrund und die netten Ameisen ist
    man ja schon etwas gewohnt als Stammleser von ihm. Ich hoffe das sein
    nächstes Buch wieder etwas neues ist, den eigentlich lese ich ihn sehr
    gerne.


  • Meine Meinung:


    So bin durch mit diesem kleinen Büchlein und eins vorweg, weil hier auch jede Menge Kritik steht, ich bin begeistert vom Buch. Zugegeben lese ich nicht oft Komödien bzw. humoristische Bücher, aber es kann durchaus vorkommen und vielleicht bin ich deswegen ja so leicht zu begeistern gewesen. Ich fand die Idee gut und auch die Umsetzung ist für mich gelungen. Vielleicht hätte man 50 Seiten mehr schreiben können, aber im Groß und Ganzen hat mich das Buch gut unterhalten und zum Lachen gebracht. Ich habe das Buch, wie in letzter Zeit häufiger nicht nur gelesen und muss auch hier ein Lob an die Vorleserin "Nana Spiers" geben, die wirklich gut vorgelesen und betont hat. Mir gefiel vor allem die Art der Stimme von Buddha und Kim Lange. Wenn man liest und zeitgleich hört und somit mehrere Sinne bedient, dann ist das Lese- und Hörerlebnis wesentlich empfindsamer im positiven und negativen Sinne.


    Fazit:


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    :study: Irre glücklich (Jenny Lawson) 55 / 320 Seiten

    :study: Passagier 23 (Sebastian Fitzek) 101 / 426 Seiten


    SUB: 617

  • Klappentext (Quelle Amazon.de):

    Moderatorin Kim Lange hält endlich den heißersehnten Fernsehpreis in den Händen. Schade, dass sie noch am selben Abend von den Trümmern einer Raumstation erschlagen wird. Im Jenseits erfährt Kim, dass sie in ihrem Leben sehr viel mieses Karma gesammelt hat. Zur Strafe findet sie sich mit sechs Beinen und Fühlern in einem Erdloch wieder: Sie ist eine Ameise! Da hilft nur eins: Gutes Karma muss her!


    Das Buch ist sehr locker geschrieben und kann "in einem Rutsch" gelesen werden. Der Verlauf der Geschichte ist absolut nicht vorherzusehen und sorgt immer wieder für Überraschungen und ein Schmunzeln im Gesicht! :wink:
    Besonders viel Tiefe hat das Buch allerdings nicht. Wer also ein "einfaches" Buch mit orrigineller Geschichte zur Unterhaltung lesen, ist hier goldrichtig!




  • EsraNussbaum Willkommen im BT :winken:


    Ich hab Deinen Beitrag an den bereits bestehenden Thread zum Buch angehängt. Bitte schau erst einmal nach, ob es bereits einen Rezensionsthread zum Buch gibt und häng dort Deine Rezension an. Danke :wink:

    viele Grüße vom Squirrel

    :study: Stephan Thome - Gott der Barbaren
    :study: Norman Davies - Verschwundene Reiche (Langzeit-MLR)

Anzeige