Fawzia Zouari - Das Land, in dem ich sterbe. Die wahre Geschichte meiner Schwester

  • Nur eine kurze Zeitungsmeldung: Eine 26-jährige Algerierin verhungert in ihrer Wohnung in Paris. Die Schwester, mit der sie sich die Wohnung teilt, kann im Zustand schwerster Unterernährung gerettet werden. Wie kann das in einem Land, in dem alles im Überfluss zu haben ist, geschehen? Warum haben diese beiden Frauen ihre Vorstellung von menschlicher Würde über das Überleben gestellt? Die Journalistin Fawzia Zouari geht diesen Fragen nach und erzählt die erschütternde Geschichte einer algerischen Einwandererfamilie.


    Zur Autorin:
    Fawzia Zaouari wurde in Kef in Tunesien geboren und lebt und lehrt seit 1979 französische literatur an der sorbonne in paris. Desweiteren ist sie journalistin (*jeune afrique*) und autorin diverser bücher, die sich hauptsächlich mit dem thema "immigranten in frankreich" beschäftigen.


    Wenn man dieses buch im i-net googlet, findet man es hauptsächlich im zusammenhang mit anorexie (magersucht). ich persönlich habe es aus dem grund gelesen, da mich die situation der maghrebiner in frankreich sehr interessiert und ich sagen muss, dass Fawzia Zouari ein sehr klares, wenn auch zuweilen erschütterndes und trauriges bild der situation der menschen in den "banlieus" gezeichnet hat.


    sowohl die kinder, die in frankreich geboren sind und bezüglich ihrer identität zwischen den stühlen sitzen, als auch die eltern, die einerseits "französisch" sein wollen, andererseits sehr von ihren nordafrikanischen wurzeln geprägt sind und mit der situation gänzlich überfordert sind, haben es streckenweise sehr schwer (vergleichbar mit den in deutschland lebenden türkischen familien).


    ich habe während des lesens die ein oder andere träne vergossen, es hat mich teilweise sehr bedrückt und traurig gemacht, trotzdem kann ich behaupten: es ist mein absolutes lieblingsbuch.


    so, das war meine erste rezension, für kritik bin ich jederzeit offen und dankbar!


    lg
    mosh :queen: