Edgar Noske - Der Fall Hildegard Von Bingen

  • Buchdetails

    Titel: Der Fall Hildegard von Bingen


    Verlag: Emons Verlag

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 312

    ISBN: 9783954514274

    Termin: Februar 2015

  • Bewertung

    3.7 von 5 Sternen bei 8 Bewertungen

    73,8% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Der Fall Hildegard von Bingen"

    Auf dem Gelände des Klosters Rupertsberg werden die sterblichen Überreste eines Unbekannten gefunden. Äbtissin Hildegard von Bingen gelingt es, die Identität des Toten zu klären und damit einem düsteren, lange zurückliegenden Geheimnis auf die Spur zu kommen. Ein herrliches Sittengemälde der intriganten und so gar nicht frommen Klosterlandschaft des Mittelalters von Erfolgsautor Edgar Noske.
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  • Huhu @ll,


    ich habe das Buch durch. Es ist interessant und spannend, allerdings würde mich interessieren, in wie weit die Story real ist. Man erfährt viel über das Leben früher in einer Abtei und natürlich über Hildegard.
    Was mir fehlte war ein Vorwort vom Autor, in dem er klärt, was Fakten sind und was dazu geschrieben wurde...


    Fazit: Ein gutes Buch, witzig und packend erzählt, spannend bis zur letzten Seite. Aber für mich eher ein Buch für "Zwischendurch", da es nur gute 300 Seiten hat.


    http://www.buechertreff.net/viewtopic.php?t=420


    LG
    Angie

  • Ich kann dem nur beipflichten. Das Buch ist sehr gut geschrieben und es liest sich in einem Rutsch durch. :thumleft:

    LG, Ariadne


    Wer fragt, ist ein Narr für eine Minute.
    Wer nicht fragt, ist ein Narr sein Leben lang!
    Konfuzius

  • Man hat mittlerweile einige der "Wundermittel" der Hildegard von Bingen in der experimentalen Medizin unter die Lupe genommen und soweit ich mich erinnere, waren einige der auch hier im Buch beschrieben Heilanwendungen eher gesundheitsschädlich als förderlich. Ich habe den Artikel aber vor etwa 1 1/2 Jahren gelesen und zwar in einem der Magazine, dass ich höchstens einen Monat aufhebe - bis auch meine Frau sie erledigt hat. Die Bücher nehmen hier genug Platz ein :)

  • Hi nic,
    das Buch von Noske kann ich nicht empfehlen, wenn man es mit der historischen Wahrheit genau nimmt.


    Ich will um Gottes Willen keine neue Diskussion um dieses Thema entfachen, sondern will es einfach nur mal anmerken.


    Wie es mit dem von Angie empfohlenen Buch aussieht, weiss ich nicht, das kenne ich nicht.


    Marie

    Bücher sind auch Lebensmittel (Martin Walser)


    Wenn du einen Garten und eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen. (Cicero)



  • Marie
    och, ich nehms mit der historischen wahrheit in romanen nicht so genau. (man hat es bisher noch nicht geschafft, mich zu bekehren) ich will in erster linie unterhalten werden...... außerdem ist es jetzt eh zu spät - das buch steht bei den anderen knapp 200 ungelesenen im regal ;)


    ich freu mich schon darauf, hoffe nur, ich hab endlich mal wieder zeit, richtig lange zu lesen. aber diese woche wirds wohl nichts mehr werden :study:

  • Marie: kannst Du ein Beispiel geben, was in dem Buch von Noske nicht stimmt? Würde mich mal interessieren, ich habe es noch nicht gelesen, aber habe es bald vor.

    "Die Welt muss daran erinnert werden, dass gute Kinderliteratur mindestens ebenso wichtig und wahrscheinlich wichtiger ist als alle anderen Arten von Literatur." (Erlend Loe, norwegischer Schriftsteller)

  • Ich versuche mal, mich zu erinnern, Capesider.


    Es ist allerdings ca. 2-3 Jahre her, dass ich das Buch gelesen habe. Das Buch wurde damals in unserer Gegend sehr kontrovers diskutiert, v.a. weil Noske hier so was wie ein "Regionalautor" ist und weil 1998 im "Hildegard-Jahr" (900. Geburtstag) eine Anzahl Publikationen zu ihr auf den Markt kamen.


    Ich weiss, dass der Hauptpunkt der Diskussion die Person Hildegard war. War sie so gewesen wie im Buch dargestellt: Eher eine Mystikerin, eine Universalgelehrte, eine "fromme" oder "weltliche" Nonne? War sie eher der Welt verbunden oder sehr dogmatisch auch im Umgang mit ihren Schwestern? Die Charakterisierungen im Buch sind ziemlich pauschal: Wie "man" sich eine Nonne, einen Mönch, einen Grafen damals vorstellte.


    An einen Fauxpas erinnere ich mich, weil er eine Diskussionsrunde in einem Literaturkreis losgetreten hatte: Noske vergleicht irgendeine Mauer (wovon genau weiss ich nicht mehr) mit der Eiger Nordwand. Die hatte aber zu dieser Zeit ihren Namen noch nicht.


    Natürlich kann man sagen, das wäre eine Bagatelle, aber gerade in "Kleinigkeiten" zeigt sich mir, ob einE AutorIn sauber gearbeitet hat.


    Marie

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  • Danke, Marie!! :D

    "Die Welt muss daran erinnert werden, dass gute Kinderliteratur mindestens ebenso wichtig und wahrscheinlich wichtiger ist als alle anderen Arten von Literatur." (Erlend Loe, norwegischer Schriftsteller)

  • hab mich jetzt auch mal durch das Buch gelesen und muss sagen:


    Ich konnts ja echt aum aus der Hand legen. Super spannend und gut gemacht. Wie das jetzt mit der historischen Wahrheit genau ausieht, kann ich natürlich nicht sagen, aberdas ist mir auch nicht sooo sonderlich wichtig.


    Von mir gibts den Daumen hoch, kann jedem nur empfehlen, das Buch mal zu lesen!

    Ich lese gerade: Elizabeth Kostova - The Historian :study:
    Bill Bryson - Frühstück mit Känguruhs :study:


  • Hallo Angie,
    Du hast Recht; -ein Vorwort des Autors fehlt. Dennoch ist davon auszugehen, dass die Story sich so zugetragen hat.
    Grüße, 723AMC :shock:
    URL http://hometown.aol.de/rvoameln/homepage/homepage.html


  • Kann Deinen Anführungen zu dem Werk nur zustimmen.
    Grüße, 723AMC :oops:
    [/url] http://hometown.aol.de/rvonameln/homepage/homepage.html

  • huhu,


    inzwischen habe ich das Buch auch gelesen, und ich muss sagen, dass es mich leider nicht besonders vom Hocker gerissen hat.


    Ich würde es auf keinen Fall als Krimi bezeichnen.



    Das ganze ist meiner Meinung nach eher eine Erzählung, eine Beichte oder sonstwas, aber nichts, was man mit einem Krimi vergleichen könnte. Das hat mich leider wirklich enttäuscht.
    Das Buch ist zwar ganz nett zu lesen, aber so richtig mitgefiebert habe ich nie.


    Es gibt ein nettes Zitat, nachdem Hildegard Bruder Wipert die ganze Geschichte erzählt hat. Er sagt dann zu ihr:


    "Ich muss gestehen, ich war auf ein schlimmeres Geständnis gefasst."


    Dem kann ich mich nur anschließen! :lol:


    "Der Bastard von Berg" hat mir um einiges besser gefallen!!!

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  • @ Bianca: Du fragst zwar Capesider, aber wenn du mich fragen würdest :P : Nein.


    Vor zwei Tagen musste ich das Buch nochmals durchlesen, und ich fand es noch ärgerlicher als damals: Es geht weniger um das Verbrechen als um die Klostergründung Hildegards auf dem Rupertsberg. Man weiss, dass der Abt Kuno, in dessen Kloster sich auch Hildegards Nonnen befanden, dagegen opponiert hat und sie an der Eigenständigkeit hindern wollte.


    Von einem Autor, der historische Romane schreibt, wünsche ich mir ein differenzierteres Bild über Ereignisse und Personen. Hier die guten Hildegard-Nonnen (mal abgesehen von einem schwarzen Schaf), dort die intriganten Kuno-Mönche: Das ist zu einfach.


    Nichts dagegen, wenn jemand eine fiktive Geschichte aus dem 12. Jahrhundert über eine Klostergründung und böse Mönchen und anderes mehr erzählen würde. Aber sobald historische Persönlichkeiten auftreten, verlangt die Redlichkeit, dass ich diesem Menschen, der damals gelebt hat, auch versuche, gerecht zu werden.


    Marie

    Bücher sind auch Lebensmittel (Martin Walser)


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  • Danke für den "Lesetipp"- da ich Krankenschwester bin, interessiert mich dieser Bereich besonders- zumal Hildegart von Bingen des öfteren als Prüfungsfragen im Examen gefragt ist. Folglich habe ich gleich mal das Buch auf meine Wunschliste gesetzt.
    Vor kurzem habe ich gesehen, das es aber wohl auch ein Buch gibt, in der die Heilmittel von ihr angepriesen werden.....glaub das war beim Weltbildverlag.....soooo schlecht kann das alles ja nciht sein :?: :!:

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