Kate Ellis - Der Knochengarten / The Bone Garden

Cover zum Buch Der Knochengarten

Titel: Der Knochengarten

, (Übersetzer)

2,8 von 5 Sternen bei 2 Bewertungen

Band 5 der

Verlag: Blanvalet

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 368

ISBN: 9783442362486

Termin: Februar 2007

Aktion

  • Originaltitel: The Bone Garden

    Klappentext (geändert):
    Wegen eines sensationellen Fundes werden die archäologischen Ausgrabungen von Earlsacre Hall unterbrochen: Unter einem Steinsockel liegt ein 300 Jahre altes Skelett.
    Sergeant Wesley Peterson bleibt aber nur wenig Zeit, seiner privaten Leidenschaft für Archäologie zu frönen, denn er und sein Chef Gerry Heffernan haben einen aktuellen Fall zu lösen: In einem Wohnwagen auf einem Urlauber-Campingplatz wurde die Leiche eines Mannes entdeckt, mit Messerstichen übersät. Unter der Matraze des Toten findet man einen Zeitungsabschnitt über die Restaurierung von Earlsacre. Der Rechtsanwalt Brian Willerby scheint etwas über den Fall zu wissen, aber ehe es zu dem geplanten Treffen mit Wesley kommt, wird auch er ermordet.

    Das Buch ist der 5. Band der Reihe um Wesley Petersen, von denen nur Band 3 (An Unhallowed Grave - In geweihter Erde) und dieses Buch übersetzt wurden.

    Ich mag Krimis, in denen alte Skelette und Fälle ausgegraben und dann praktisch in einem Aufwasch mit einem aktuellen Fall gelöst werden. Und ich mag englische Krimis. Das Buch hätte also ein Glücksfall sein können.
    Die Geschichte ist gut aufgebaut, Stück für Stück kommen die Erkenntnisse des Falles zusammen, und ebenso fügen sich die Puzzleteile der Skelettfunde durch alte Dokumente und Briefe aneinander. Auch die Lösung ist ansprechend konstruiert, indem der eine Fall richtungsweisend für den anderen wird.

    Aber dem Buch fehlt es an Tempo und Schwung; es plätschert langsam dahin. Ein Krimi braucht für mich kein Reißer zu sein, aber ein bißchen Spannung wäre doch nicht zuviel verlangt.
    Eine Vielzahl von Personen, die archäologische oder wirtschaftliche Interessen an Earlsacre haben, taucht auf, die meisten nur als Namen und Funktionsträger. Insofern ist die Identität des Täters nicht der Treffer; überraschend ist eher die Geschichte, die dahinter steckt. Und die Identität des Toten im Wohnwagen.

    Marie

    Ohne Bücher auf der Welt wäre ich längst verzweifelt. (Arthur Schopenhauer)

    Einmal editiert, zuletzt von Marie (15. Mai 2007 um 20:24)

  • Dieses Mal werden Sergeant Wesley Peterson und Inspector Gerry Heffernan zu einem Campingplatz gerufen. In einem Wohnwagen wird ein Mann erstochen aufgefunden. Er hat keinerlei persönliche Dinge dabei, auch keinen Ausweis und sich dort unter dem Namen John Jones angemeldet. Die beiden zweifeln allerdings daran, dass das sein richtiger Name ist.

    Gleichzeitig findet der Archäologe Neil Watson, ein Freund von Wesley, auf dem Grundstück des Herrenhauses Earlsacre Hall die Knochen von zwei Menschen. Durch die Hintergründe der Ausgrabung ist klar, dass die beiden mindestens vor 200 Jahren dort begraben wurden, also ist es kein aktueller Fall für die Polizei, auch wenn es eindeutig nach Mord aussieht. Bald wird aber nach einem Cricketspiel auch auf dem Grund von Earlsacre Hall jemand ermordet, ein Anwalt, der kurz vorher unbedingt mit Wesley reden wollte. Wusste er etwas über den Toten im Wohnwagen?

    Während Wesley und sein Chef in den aktuellen Mordfällen ermitteln und einfach nicht weiterkommen, finden Neil und die Historikerin Claire einiges über die Todesumstände der zweihundert Jahre alten Skelette heraus. Und es scheint, dass die Lösung des Falls in der Vergangenheit von Earlsacre Hall zu finden ist.

    Vom (für mich) ersten Teil der Reihe über den Polizisten Wesley Peterson mit seinem Faible für Archäologie war ich so begeistert, dass ich mir dieses Buch gleich danach gekauft habe. Ähnlich wie „In geweihter Erde" ist „Der Knochengarten" ein eher ruhiger Krimi, aber deswegen nicht weniger interessant oder spannend. Gut gefallen hat mir die Verknüpfung der alten Mordfälle mit den aktuellen Ereignissen. Vielleicht weil ich mich seit einiger Zeit auch mit Ahnen- bzw. Familienforschung beschäftige und solche Dinge einfach immer schon interessant fand. Die historische Grundlage, die Kate Ellis hier für die Geschichte um Richard Lantrist verwendet sind die sogenannten Blutprozesse von Dorchester, der die von James Scott, Herzog von Monmouth und Buccleuch und illegitimer Sohn von Charles II., angeführte Revolte der Rebellen vorausging. Diese endete mit einer Niederlage, Monmouth wurde geköpft und die meisten seiner Anhänger als Sklaven in die West Indies verschifft, zweihundert zum Tode verurteilt.


    Die Lösung des Mordfalls auf dem Campingplatz habe ich zwar irgendwann schon erahnt, aber das störte mich nicht weiter.
    Was ich auch als sehr wohltuend empfand: Hier sind die Cops keine seelisch kaputten Typen, haben keine Alkohol- oder Drogenprobleme und führen auch sonst neben der Arbeit ein relativ normales Leben. Erinnert ein wenig an Inspector Barnaby, würde ich sagen.

    Leider sind dies die beiden einzigen Teile der Reihe, die bisher auf Deutsch übersetzt wurden. Im Englischen gibt es davon noch viel mehr. Man kann sie aber auch sehr gut einzeln lesen.


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