Diane Setterfield - Die Dreizehnte Geschichte / The Thirteenth Tale

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Die dreizehnte Geschichte

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Verlag: Heyne

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 525

ISBN: 9783453405493

Termin: Juni 2008

  • "Die Dreizehnte Geschichte": So lautet der Titel eines nicht veröffentlichten Werks der berühmten britischen Autorin Vida Winter. Um diese ranken sich Gerüchte, Geschichte und Autorin sind in aller Munde. Umso mehr verwundert ist Margret, Tochter eines Antiquars, als eben diese Autorin sie eines Tages darum bittet, ihre Biografin zu werden.


    Margret, in sich selbst und all die Bücher um sich herum zurückgezogen, schreibt leidenschaftlich gern über die Leben anderer Menschen. Widmet sich denen, die nie besonders beachtet, denen niemals große Bedeutung beigemessen wurde.


    Margret entschließt sie sich dazu, der gealterten Winter ihren Wunsch zu erfüllen. Wohnt und lebt während der Schreibphase auf dem Anwesen der Autorin, wodurch sie mehr und mehr in den Bann dieser düsteren, dramatischen Geschichte gerät, die Winters Leben einst war.


    Winter beginnt ihre Erzählung in den Jugendjahren ihrer Mutter, die mit Zwillingen schwanger wurde und sie an ihre Haushälterin abgab. Winters Kindheit verlief erschreckend: Erzogen von einem Vater, der mit der Zeit seinen Verstand verlor. Umgeben von einer mit der Zeit erblindenden, immer tattriger werdenden Haushälterin und einem in seine Arbeit vertieften, für das Geschehen um ihn herum blinden Gärtner. Gouvernanten kamen und gingen, das Haus verfiel langsam aber sicher. Die Zwillinge sträubten sich gegen jeglichen äußeren Einfluss. Weigerten sich, vernünftig zu sprechen, sondern entwickelten ihre ganz eigene Sprache aus Mimik, Gestik und unverständlichen Lauten.


    Den Höhepunkt erreicht Winters Erzählung, als sie von dem großen Brand berichtet, der ihr Haus komplet vernichtet hat, sie sich ins Freie retten konnte und ihrer Schwester hilflos zusehen musste, wie sie im Haus umherirrte.


    Der Höhepunkt des Romans ist es jedoch noch lange nicht. Der wird bis zuletzt hinausgezögert. Und lässt den Leser auch erst dann wirklich richtig durchatmen.





    Margrets Lieblingsbücher waren "Jane Eyre" und "Sturmhöhe". Wer diese britischen Klassiker ebenso fasziniert und gebannt verschlungen hat, könnte "Die Dreizehnte Geschichte" ohne Bedenken neben Bronte ins Bücherregal stellen..

    Ich habe alles was ich brauche. Nur keinen Charakter. Und keinen Plan.


    Wir glauben nichts mehr, und weil wir nichts mehr glauben, glauben wir jeden Mist.
    (Lehnartz: Global Players)

  • Hallo Mufti,


    vielen Dank für diese Rezension.


    Ich bin schon so oft um dieses Buch herumgeschlichen, aber ich wusste nie so recht. Jetzt weiß ich es.


    :thumright:


    LG Tanni

  • @ Tanni: freut mich zu hören.


    hoffe nur, du schleichst jetzt nicht in weitem bogen um das gute Stück :D

    Ich habe alles was ich brauche. Nur keinen Charakter. Und keinen Plan.


    Wir glauben nichts mehr, und weil wir nichts mehr glauben, glauben wir jeden Mist.
    (Lehnartz: Global Players)

  • Ich habe das Buch letzte Woche gelesen und es hat mir leider nicht so gut gefallen. Ich fand die Geschichte etwas in die Länge gezogen und mit dem Schreibstil von Diane Setterfield konnte ich mich leider gar nicht anfreunden.

  • So, ich habe fertig...


    Das Buch löst in mir irgendwie gemischte Gefühle aus. Mit dem Schreibstil von Diane Setterfield hatte ich überhaupt keine Probleme - im Gegenteil, habe mich ab der ersten Seite gut reingelesen. Tja und dann kam der Mittelteil - der mich leider etwas enttäuschte, war tatsächlich sehr lang gezogen, aber, zum Ende hin hat das Buch nochmal Schwung bekommen und ich wollte es gar nicht mehr aus der Hand legen. (Die letzten 250 Seiten gingen dann in einem Rutsch :loool: )


    Obwohl zum Ende hin etwas verwirrend, fand ich es sehr gelungen. Endlich wieder mal ein Buch, bei dem man nicht schon auf der 10. Seite weiß, wer der "Gärtner" war.


    Nicht "hochspannend" aber doch fesselnd, kein Krimi aber doch mit "Sherlock Holmes Qualität", keine Schnulze aber doch irgendwie eine Liebesgeschichte...


    Ach ja, die Bücher der Geschwister Bronte werden in dem Buch immer wieder erwähnt und wandern deshalb gleich mal auf meine Wunschliste ;)

  • Wenn ich ehrlich bin, dann habe ich mir das Buch in erster Linie des Covers wegen gekauft - lange Zeit hat mich kein Buch nur deswegen so angesprochen. Die Inhaltsangabe klang nett, also nahm ich es mit.


    Und was soll ich sagen? Ich war begeistert!
    "Die dreizehnte Geschichte" war ein Buch, welches ich einerseits am liebsten nicht mehr aus der Hand legen wollte - andererseits wollte ich es nicht beenden, da es dann wieder ins Bücherregal wandern würde... Derartige Bücher sind für mich selten.
    Diane Setterfield hat mich mit ihrem Buch verzaubert :love: .

  • Ich hab das Buch die letzten 2 Tage gelesen. Die ersten zwei, drei Seiten hat mich die wahllose Verteilung der Kommas ziemlich genervt, bis ich in die Geschichte hineingefunden hab, aber dann fand ich das Buch einfach nur noch genial und wollte es am liebsten garnicht mehr aus der Hand legen.


    Seit ich vor nem halben (oder ist es schon gleich ein dreivierteltes Jahr her) Jahr die Stadt der träumenden Bücher gelesen hab, bin ich immer auf der Suche nach Büchern in denen es um Bücher geht und bin so auch auf dieses Buch gestoßen.


    Die Geschichte ist spannend und fesselnd bis zum Schluss.


    Ich konnte mich super in die Hauptfiguren einfühlen und fand die Geschichte sehr bewegend.

  • Ich habe gestern angefangen, das Buch zu lesen. Mit Sicherheit weiß ich, dass ich es heute nicht fertig haben werde! So schnell geht es bei mir nicht. Das Buch hat immerhin 525 Seiten, und ich bin erst auf Seite 130.
    Zu Beginn hatte ich einige Probleme mit dem Schreibstil, aber seit Vida Winter begonnen hat, ihre Lebensgeschichte zu erzählen, geht es besser. Die Rezi habe ich vorsichtshalber nicht ganz gelesen - ich möchte mir jetzt lieber erst selbst die ganze Geschichte durchlesen.

  • Ich habe das Buch auch gelesen, jedenfalls angefangen. Mir hat es bis zu der Stelle, wo Margret in das Haus von Vida Winter kommt und zum ersten Mal mit ihr redet nicht so gut gefallen, aber nachdem, was ich hier lese, werd ich es wohl nicht ganz so weit in mein Regal verbannen, damit ich es mal wieder raussuchen kann.

  • Oh ja, das Cover ist wirklich sehr schön, wobei ich die Ausgabe von Weltbild habe, hier ist auch ein altes Buch drauf, mit einer Rose und einem Streichholz, sehr schön. Den Schreibstil der Autorin fand ich auch gut, war sehr schön zu lesen. Der Anfang hat mir gut gefallen, weil hier Margaret darüber erzählt, warum sie Bücher so mag und wer möchte nicht in ihrer Wohnung über dem Buchladen wohnen :wink: . Den Mitteilteil fand ich dann auch etwas langatmig mit den ständigen Erzählungen über die verstörten Zwillinge. Das Ende war dann wiederum recht spannend und gut wie alles aufgelöst wurde.


    Am traurigsten hat mich die Geschichte um Aurelius gestimmt. Gruselig, wie auf der Rückseite angepriesen fand ich das Buch nicht sonderlich. Für mich war es auf jeden Fall mal was anderes. Es war schön, aber nichts besonderes. Deshalb vergebe ich hier gute :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: von 5 Sternen.

  • Eigentlich ist das ja nicht so meins. Allerdings glaube ich, ich könnte hier mal eine Ausnahme machen. Irgendwie klingt es sehr sehr gut... und das Cover ist ja ein Traum! :shock:

    [align=center]"Wie man's macht, ist es verkehrt, aber macht man's gleich verkehrt, ist es auch nicht richtig."

  • Im November 08 habe ich mir Die dreizehnte geschichte von meiner Mutter geliehen. Cover und Klappentext haben mich sehr angesprochen. Doch leider kam ich nicht richtig in die Geschichte. Nach knapp der Hälfe, habe ich das Buch abgebrochen...

  • Ich fand das Buch sehr gut! Ich konnte es nicht weglegen! Für mich war es sehr interessant, wie die Handlung sich andauernd gewendet hat! Und mit dem Ende hätte ich nicht gerechnet! Vida Winter hatte ich auch richtig ins Herz geschlossen mit ihrer teis mürrischen Art!


  • Hallo Tanni,


    ich bin gerade mittendrin in der Geschichte. Auf das Buch aufmerksam geworden bin ich wegen des tollen Covers. Ich weiß nicht, ob Du es inzwischen gekauft und gelesen hast, wenn nicht, tu Dir keinen Zwang an. Ich bin jedenfalls begeistert und dies Buch wird höchstwahrscheinlich, wenn nicht noch etwas arges passiert, zu meinen Lieblingsbüchern ins Regal gestellt.

  • Ich habe lange nicht so ein spannendes Buch gelesen. Meine Mittagspausen, in denen ich dieses Buch gelesen habe, waren immer ruck zuck vorbei. Irgendwie ging es mir wie Sebastian in "Die unendliche Geschichte". Ich begann zu lesen und schwupps, war ich mittendrin. Und ich wollte nicht, dass es irgendwann ein Ende hat.
    Was für ein Erstlingswerk. In absehbarer Zukunft werde ich es auf jeden Fall noch einmal lesen. Und darauf freue ich mich heute schon.

  • Ich hab es jetzt durch und bin so ein bisschen gespalten in meiner Meinung. Die Geschichte, bei der es um Vida Winter geht fand ich schön, denn ich liebe die Art von Storys, wo man in die Vergangenheit zurückgeht um dort ein Geheimnis aufzudecken. Total genervt hat mich hingegen Margarets Geschichte. Erstens, das Verhalten ihrer Mutter und zweitens diese Gefühlsduselei, seit sie wusste, dass sie eine Schwester hatte. Irgendwie war das für mich total überzogen und nicht nachvollziehbar. Deswegen hatte ich auch Probleme zu verstehen wie Margaret auf einige der Lösungen kam, da das anscheinend mit ihrem Zwillingssein zu tun hatte. Das Schreibstil des Buches ist ganz nett und gut zu lesen, aber er sprüht weder vor Witz noch vor Spannung noch fällt er sonst in irgendeiner besonderen Weise auf.
    Von mir bekommt das Buch ratingred2.png

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