Robert Merle - Der Tod ist mein Beruf

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Der Tod ist mein Beruf

4.6|10)

Verlag: Aufbau Taschenbuch

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 293

ISBN: 9783746627861

Termin: August 2011

  • Mit diesem Roman wurde Robert Merle weltberühmt. Wenige Jahre nach dem Krieg und bereits 1957 in deutscher Übersetzung, erschien dieser authentische Roman über die Geschichte des Lagerkommandanten von Auschwitz: Es ist die Psychostudie eines Massenmörders von der Kindheit bis zur Hinrichtung. Nach den Dokumenten des Nürnberger Prozesses schildert Merle die langsame "Perfektionierung" der Todesfabrik von Auschwitz. Nicht Bosheit oder Brutalität brachten diesen Mann dazu, täglich unschuldige Menschen zu Tausenden zu vernichten, sondern seine Vorstellung von Ehre, Gründlichkeit und Respekt vor einem Staat und seinen Führern - "ein Mann der Pflicht", so Merle, "und gerade darin ist er ein Ungeheuer". Eine hochaktuelle, fesselnde Lektüre zum Thema Auschwitz gerade für junge Leser.
    Klappentext bei amazon kopiert.
    Ich habe das Buch vor zwanzig Jahren gelesen und war damals schockiert. Gestern habe ich gesehen, dass eine Verfilmung mit Götz George als Rudolf Höss gelaufen ist, da habe ich dann wieder an das Buch und die Vorstellung gedacht.Mir gefällt auch ein Satz aus dem Nachwort von Robert Merle: "Denkt man darüber nach, so übersteigt es jedes Vorstellungsvermögen, dass Menschen des 20. Jahrhunderts, die in einem zivilisierten Land Europas lebten, soviel Methode, Findigkeit und schöpferische Gaben eingesetzt haben sollen, um einen riesigen industriellen Komplex zu errichten mit dem Ziel, ihresgleichen massenweise zu vernichten." Dem ist nicht viel hinzuzufügen, aber ich denke die Thematik ist aktueller denn je.

  • Zitat

    Original von jannmaat


    Mit diesem Roman wurde Robert Merle weltberühmt. Wenige Jahre nach dem Krieg und bereits 1957 in deutscher Übersetzung, erschien dieser authentische Roman über die Geschichte des Lagerkommandanten von Auschwitz: Es ist die Psychostudie eines Massenmörders von der Kindheit bis zur Hinrichtung. Nach den Dokumenten des Nürnberger Prozesses schildert Merle die langsame "Perfektionierung" der Todesfabrik von Auschwitz. Nicht Bosheit oder Brutalität brachten diesen Mann dazu, täglich unschuldige Menschen zu Tausenden zu vernichten, sondern seine Vorstellung von Ehre, Gründlichkeit und Respekt vor einem Staat und seinen Führern - "ein Mann der Pflicht", so Merle, "und gerade darin ist er ein Ungeheuer". Eine hochaktuelle, fesselnde Lektüre zum Thema Auschwitz gerade für junge Leser.


    In Zeiten des zur Zeit in Deutschland wachsenden Antisemitismus sollte -nicht nur- dieses Werk Erwachsene und die Jugendlichen zum Nachdenken bewegen; -denn: Auschwitz war nicht nur "Todesfabrik" der Nazis, sondern die "industrielle Massenvernichtung von Menschenleben..!"
    Das Grauen in Worte zu fassen, so wie es wirklich war, können heute noch nicht einmal die Überlebenden des Holocaustes. Ihr Schrei des andauernden Schmerzes ist: "Das Schweigen..!"

  • Ich habe das Buch vor Jahren gelesen, und war zutiefst bewegt. Bei diesem Buch von einem schönen Buch zu reden wäre unpassend, aber es hat einen bleibenden Eindruk hinterlassen. Und ich bereue es nicht es gelesen zu haben.


    Alleine um schon zu erkennen wie der Grundstein für solche menschenverachtenden Taten gelegt werden kann sollte man dieses Buch lesen. Für mich gehört es mit zur Pflichleküre für jeden.

    Ein Buch ist ein Spiegel, aus dem kein Apostel herausgucken kann, wenn ein Affe hineinblickt.
    Georg Christoph Lichtenberg, dt. Physiker u. Schriftsteller

  • Zitat

    Original von SG-13


    Ich habe das Buch vor Jahren gelesen, und war zutiefst bewegt. Bei diesem Buch von einem schönen Buch zu reden wäre unpassend, aber es hat einen bleibenden Eindruk hinterlassen. Und ich bereue es nicht es gelesen zu haben.


    Alleine um schon zu erkennen wie der Grundstein für solche menschenverachtenden Taten gelegt werden kann sollte man dieses Buch lesen. Für mich gehört es mit zur Pflichleküre für jeden.


    Hallo "SG-13" und: Zuerst einmal ein "Herzliches Willkommen".
    Deine Anmerkungen haben mich tief bewegt, so dass ich nicht umhin komme, Dir meinen Roman ans Herz zu legen.
    Würde mich auch auf einen Eintrag im Gästebuch (über Homepage) freuen. Jedenfalls scheinst Du nicht "IRGENDWER" zu sein.
    Liebe Grüße, 723AMC :oops:
    [url] http://hometown.aol.de/rvonameln/homepage/homepage.html

  • Hier noch eine Empfehlung zu diesem Thema.
    Allerdings mit dem Unterschied das dieses Buch aus der Sicht des KZ-Häftlings geschrieben ist:


    Folgende Rezension wurde von amazon herauskopiert:


    Erich Maria Remarque - Der Funke Leben


    Das Buch fesselt durch seine klare Sprache. Die schockierend realistische Beschreibeung des Leidens und des Sterbens gibt einem das Gefühl mitten im Geschehen zu sein. Diese Art der Darstellung Nationalsozialistischer Verbrechen berührt einen als Leser mehr, als das ein mit erhobenem Zeigefinger geführter Vortrag je könnte.


    Sehr gut ist auch die Darstellung der "Täter". Remarque macht deutlich, daß nicht etwa eine perverse und kriminelle Minderheit für die Greueltaten des Nationalsozialismus verantwortlich war. Er zeigt die Durchschittsbürger, die bisher selbst die Unterdrückten waren und jetzt Macht über Leben und Tod hatten.


    Besonders Glaubwürdig ist das Buch auch durch die differenzierte Darstellung der KZ-Häftlinge. Es gibt die unterschiedlichsten Gruppen und Individuen unter den Gefangenen. Die starken und mutigen, die sich für Ihre Leidensgenossen einsetzen, werden ebenso gezeigt wie die schwachen und egoistischen, die nur auf Ihren eigenen Vorteil bedacht sind.


    Remarque erteilt mit diesem Roman allen Formen der Diktatur eine klare Absage. Egal, ob es sich nun um Faschismus oder Kommunismus handelt. Ein Plädoyer für Demokratie und Menschlichkeit. Ein großes Werk, das den Leser ergreift und zum Nachdenken zwingt. Eines der Bücher, die man nicht vergisst.


    Meiner Meinung nach ein absolut lesenswertes Buch das durch seine Authentizität besticht ...

  • Ein Buch, welches mich persönlich sehr beeindruckt hat.
    Es gibt viele Bücher die die "Opfer"Seite darstellen. Und genau das finde ich bei "Der Tod ist mein Beruf" so faszinierend, es geht nicht um das was die Menschen durchgemacht haben. Nein, es geht um den Menschen, der so was tun kann. Es wird aufgezeigt, wie so was zustande kommt. Das solche taten von "Normalbürgern" begangen wurden. Es wird gezeigt warum sie das tun konnten.
    Der Protagonist, hat in den Menschen keine Menschen gesehen, sondern nur eine Ware. Nicht mehr und nicht weniger.
    Schließlich ist, wie Robert Merle sagte, R. Lang kein Sadist, sondern eigentlich ein normaler Junge. Deswegen hat man von Anfang an Schwierigkeiten sich vorzustellen, das dieser kleine 13 Jahre alte Junge einer der größten Massenmörder der Deutschen Geschichte wird.


    Was mich selber Überrascht hat, war das ich sogar Mitleid mit ihm hatte. Das mich seine Art zu sterben berührt hat... und ehrlich ich musste mir selber in Gedächtnis rufen. Das er für Auschwitz verantwortlich war und sein Tod mehr als gerecht ist.
    Und genau dieses Phänomen ist der Knackpunkt dieses Buches.
    Denn wie im jeden Buch identifiziert man sich mit den Protagonisten und somit auch mit R. Lang, denn würde dies nicht passieren, kann man dieses Buch nicht lesen... Und dadurch versteht man ihn und hat auch... Verständnis! Verständnis für ein Monster!
    Was ich an diesen Buch auch irgendwie makaber finde, ist der Wunsch des Vaters. Und zwar sollte sein Sohn:Rudolf Lang. Für die Sünde des Vaters(fremdgehen) Priester werden, ein Man Gottes, und genau er wird das Gegenteil in gewisserweise!

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