Jose Saramago – Das Zentrum

  • Buchdetails

    Titel: Das Zentrum


    Band 3 der

    Verlag: btb Verlag

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 400

    ISBN: 9783442745302

    Termin: Januar 2014

  • Bewertung

    4.1 von 5 Sternen bei 5 Bewertungen

    82% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Das Zentrum"

    Aktuell wie nie: Saramagos große Kritik an Globalisierung und totalitären Systemen! Der alte Cipriano Algor betreibt mit seiner Tochter Marta in einem portugiesischen Dorf eine kleine Töpferei. Seit Jahren schon verkauft er sein Tongeschirr an das Zentrum, einen gigantischen Einkaufs- und Wohnkomplex. Doch von einem Tag auf den anderen kündigt man ihm die Geschäftsbeziehungen: Sein Geschirr sei nicht mehr zeitgemäß. Doch so schnell gibt sich Algor nicht geschlagen. Er töpfert Figuren, die er über das Zentrum verkaufen lassen will. Als man ihm wieder Steine in den Weg legt, nimmt der kleine Töpfer den Kampf gegen das übermächtige Zentrum auf.
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  • Original: A caverna (portugiesisch)


    ZUM INHALT:
    Cipriano Algor betreibt mit seiner Tochter eine kleine Töpferei und belieferte regelmäßig das „Zentrum“, ein moderner Einkaufskomplex (und mehr als das...) in der nahen Stadt, bis er eines Tages den Bescheid bekommt, dass seine Tonwaren nicht mehr gefragt sind: Plastik sei besser und man kündige ihm die Zusammenarbeit. Mit seiner Tochter, die mit einem Wachmann des Zentrums verheiratet ist und bei eventuell anstehender Beförderung bald in dieses ziehen soll, sucht er nach neuen Strategien.


    ZUM AUTOR:
    1922 geborener portugiesischer Literaturnobelpreisträger. Rosalita stellte ihn ausführlicher in folgendem Thread vor: José Saramago - Die Stadt der Blinden


    MEINE MEINUNG:
    Nach Abbruch der „Geschichte der Stadt Lissabon“ (und im Nachhinein denke ich, dass man beim Verfremdungseffekt des Stiles Saramagos nicht auch noch das Ganze in einer fremden Sprache - für mich war das Französisch - lesen soll!) gab ich Saramago nochmals eine Chance und bin glücklich mit dem Schnäppchen! Ja, ich bin sehr begeistert von diesem Buch, das ich – ehrlich gesagt – auch zur Hand nahm, weil es um einen Töpfer ging. Hier kam mir der ungewohnte Stil Saramagos (fehlende Kennzeichnung der wörtlichen Rede und teilweise der Punktsetzung) plötzlich nicht mehr gekünstelt und schwerfällig vor, sondern in den Dialogen sogar teils erfrischend das Tempo beschleunigend, wenn das Lesen auch Aufmerksamkeit verlangt. Bei allem Ernst mancher Themen (Globalisierung bis hin zu einem kapitalistischenTotalitarismus; das Überholt- und Beiseitegeschobenwerden durch Trends in einer anonymen Gesellschaft) findet man doch auch eine gewisse Art Humor und eine tiefe Menschlichkeit in den familiären und Liebesbeziehungen, aber gar auch einer etwas besonderen Freundschaft mit einem gerade am Unglückstag auftauchenden Hund (ein schönes Plädoyer für diesen Begleiter). Die lakonische Sprache mag manchmal im Widerspruch stehen zur Ernsthaftigkeit, doch es ist wohl des Autors Art, sich so mit den Dingen auseinander zu setzen.
    Manche mögen den Einflusses des „Zentrums“ auf das Leben der Menschen überzeichnet und gar grotesk finden, doch ich kann nicht umhin, da eine leise und berechtigte Kritik an möglichen Auswüchsen eines Systems zu unterscheiden.
    Das Ende überrascht und überrascht doch auch nicht: welchen Weg „mit“ oder „gegen“ dieses System wählen?


    Ein reiches Buch, auch in den angeschnittenen Ausführungen oft sehr anregend und viel versprechend: So sind z.B. die Details zur Arbeit eines Töpfers wirklich gut beschrieben und stehen dementsprechend für die Qualität der Schreibe und des Wissens des Autors. Hundeliebhaber finden – Augenzwinkern – ausgezeichnete Beobachtungen zum besten Freund des Menschen etc.


    Für mich eine Versöhnung mit diesem Autor und eine neue Entdeckung! Prima!


    ****/*

    1. (Ø)

      Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag


  • Hier ein Link zu einer Webseite, wo man diese oder eine andere Ausgabe erwerben kann:
    http://www.wook.pt/ficha/a-caverna/a/id/59136


    Sinopse
    Uma pequena olaria, um centro comercial gigantesco... Um mundo em rápido processo de extinção, outro que cresce e se multiplica como um jogo de espelhos onde não parece haver limites para a ilusão enganosa. Este romance fala de um modo de viver que vai sendo cada vez menos o nosso e assoma-se à entrada de um brave new world cujas consequências sobre a mentalidade humana são cada vez mais visíveis e ameaçadoras. Todos os dias se extinguem espécies animais e vegetais, todos os dias há profissões que se tornam inúteis, idiomas que deixam de ter pessoas que os falem, tradições que perdem sentido, sentimentos que se convertem nos seus contrários... Fim de século, fim de milénio, fim de civilização.
    Uma família de oleiros compreende que deixou de ser necessária ao mundo. Como uma serpente que despe a pele para poder crescer noutra que mais adiante se há-de tornar pequena, o centro comercial diz à olaria: "Morre já não preciso de ti ".
    Em A Caverna José Saramago enfrenta-se ao processo acelarado de desumanização que estamos vivendo. Com os dois romances anteriores Ensaio Sobre a Cegueira e Todos os Nomes - este novo livro forma um tríptico em que o Autor deixou inscrita a sua visão do mundo actual, da sociedade humana tal como a vivemos. Não mudaremos de vida se não mudarmos a vida. (Quelle: ebenda)

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