Andreas Eschbach - Exponentialdrift

Exponentialdrift

3.4 von 5 Sternen bei 12 Bewertungen

Verlag: Bastei-Lübbe

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 272

ISBN: 9783404149124

Termin: Mai 2003

Klappentext / Inhaltsangabe: Auf einer Pflegestation erwacht ein Mann, der seit vielen Jahren im Wachkoma gelegen hat. Die Welt um ihn herum kommt ihm seltsam verändert vor. In seinen Erinnerungen mischen sich Bilder, die nicht zueinander passen. In ihm reden Stimmen durcheinander, die er nicht versteht. Am wenigsten identifizieren kann er sich mit dem Elementarsten von allem, mit sich selbst. Er kommt zu der Überzeugung, in Wirklichkeit ein Außerirdischer zu sein, den es in den Körper eines Menschen verschlagen hat. Eine Wahnvorstellung? Der Neurologe, der ihn behandelt, ist fasziniert. Seine Frau fühlt sich ihm entfremdet. Und dann ist da noch ein geheimnisvoller Fremder, der ihn zu verfolgen, zu beobachten scheint ... Dieser Roman ist ein hochspannendes Buch, ein literarisches Experiment. Vom September 2001 bis Juli 2002 erschien 'Exponentialdrift' als Fortsetzungsroman in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Für die Taschenbuchausgabe dieses Thrillers stellte der Autor den jeweiligen Folgen die damaligen Schlagzeilen voran und fügte einen ausführlichen Werkstattbericht hinzu, der interessante Einblicke in seine Arbeit und Hintergründe des Projekts gewährt.
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  • Kurzbeschreibung:
    Auf einer Pflegestation erwacht ein Mann, der seit vielen Jahren im Wachkoma gelegen hat. Die Welt um ihn herum kommt ihm seltsam verändert vor. In seinen Erinnerungen mischen sich Bilder, die nicht zueinander passen. In ihm reden Stimmen durcheinander, die er nicht versteht. Am wenigsten identifizieren kann er sich mit dem Elementarsten von allem, mit sich selbst. Er kommt zu der Überzeugung, in Wirklichkeit ein Außerirdischer zu sein, den es in den Körper eines Menschen verschlagen hat. Eine Wahnvorstellung? Der Neurologe, der ihn behandelt, ist fasziniert. Seine Frau fühlt sich ihm entfremdet. Und dann ist da noch ein geheimnisvoller Fremder, der ihn zu verfolgen, zu beobachten scheint ...


    Meine Meinung:
    Geschickt spielt Eschbach mit der Neugier seiner Leser. Er führt er immer wieder neue, geheimnisvolle Charaktere ein, was angesichts des begrenzten Platzes schwierig genug ist. Trotzdem schafft er es, alle Handlungsstränge zu einem faszinierenden Ganzen zusammen zu flechten und die Spannung bis zum Schluss von Seite zu Seite zu steigern. Aber da liegt wohl mein einziger Kritikpunkt: Der etwas zu plötzliche Schluss, welcher aber angesichts seiner Entstehung erklärbar ist. Für mich ein absolut lesenswertes Buch, das auf höchst interessanten Einfällen und Ideen beruht.

  • Im Vorwort schreibt Frank Schirrmacher, Herausgeber der FAZ, wie begeistert er von "Das Jesus Video" war und dass er auf die Idee kam, dass Eschbach doch einen Fortsetzungsroman für seine Zeitung schreiben könnte. Die Idee finde ich schon mal klasse, und das hätte richtig toll werden können. Eschbach hat ja (vermutlich eher scherzhaft) gegenüber Schirrmacher "gedroht", dass das eine Angelegenheit über viele Jahre werden könne. Leider hat man ihm dann zu früh den Saft abgedreht, da der Fortsetzungsroman nicht so gut wie ursprünglich gedacht, ankam und Eschbach musste überstürzt zum Ende gelangen. Selbst war er davon auch nicht begeistert und er betrachtet dieses Experiment wohl, wie man im tollen über 50seitigen "Making of" am Ende herauslesen kann, als gescheitert.
    Und genau das merkt man "Exponentialdrift" leider auch an. Die Geschichte ist hochinteressant, typisch Eschbach und machte einfach Spaß zu lesen. Auch nach jedem Kapitel einen manchmal kleineren, manchmal größeren Cliffhanger einzubauen fand ich positiv und sollte vermutlich das Interesse der Leser beim ursprünglichen Erscheinen als Fortsetzungsroman aufrecht erhalten. Aber das viel zu plötzliche Ende, das schnelle Abhandeln von hochinteressanten Aspekten und das fehlende Weiterführen von Handlungssträngen zerstören leider ganz schön viel. Schade, die Geschichte hätte wahnsinnig viel Potenzial gehabt und "Exponentialdrift" hätte eigentlich ein gigantisches Werk mit 700 bis 800 Seiten sein können.
    Von mir gibt es deshalb nur :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb: .

    :study: C.S. Lewis - Die Reise auf der Morgenröte

    :study: 2020 gelesen: 13 :study: SUB: 315