Adam Fawer - NULL Improbable

  • Buchdetails

    Titel: Null


    Verlag: Rowohlt Taschenbuch

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 592

    ISBN: 9783499239410

    Termin: März 2007

  • Bewertung

    4.2 von 5 Sternen bei 20 Bewertungen

    83% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Null"

    Die Wahrscheinlichkeit des Todes. David Caine führt ein gefährliches Doppelleben. Tagsüber begeistert er seine Studenten für Quantenphysik und Wahrscheinlichkeitsrechnung, nachts taucht er ab in die Welt der Pokerclubs in Manhattan. Der brillante Mathematiker kann in Sekundenschnelle die Gewinnchancen seiner Mitspieler berechnen. Doch eines Nachts unterläuft ihm ein Fehler, und sein Leben gerät außer Kontrolle. Eine atemberaubende Jagd beginnt, bei der David Caine nicht nur um sein Leben fürchten muss, sondern auch um seinen Verstand.
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    David Caine ist ein Mathematikgenie. Schneller als ein Taschenrechner kann er jede Wahrscheinlichkeitsrechnung lösen. Das macht ihn nicht nur zu einem begabten Statistikdozenten an der Universität, sondern auch zu einem erfolgreichen Pokerspieler. Denn Caine kann anhand der gespielten Karten in Sekundenbruchteilen errechnen, welche Gewinnchancen er mit seinem eigenen Blatt hat. Doch er hat ein Problem: Er leidet unter Epilepsie und wird immer wieder von schweren Anfällen heimgesucht. Das kostet ihn zuerst seinen Dozentenjob und bringt ihn wenig später auch beim Pokern in Schwierigkeiten. Denn bei einem risikoreichen Kartenspiel in einem heruntergekommenen Club leiht sich David Caine viel Geld von der Russenmafia -- und verliert das Spiel, weil er wieder einen Anfall erleidet.
    Nun steht Caine vor dem Nichts: Er ist mittellos, die Mafia will ihr Geld und Caine kann noch nicht einmal die Stadt verlassen. Denn er nimmt an einem medizinischen Experiment teil, das seine als unheilbar geltende Epilepsie vielleicht doch noch verschwinden lassen könnte. Die Lage scheint hoffnungslos. Doch gerade, als sich ihm auch noch die Ex-CIA-Killerin Nava Vaner an die Fersen heftet, scheint sich das Blatt für Caine zu wenden. Durch seine neuartigen Epilepsie-Medikamente kann der gescheiterte Mathematiker plötzlich in die Zukunft sehen -- und diese auch durch seine Handlungen ändern. Stück für Stück wird sich Caine nun seiner Macht bewusst.


    Meine Meinung:
    Wow! Was für ein Buch.
    Es war spannend, es war lehrreich, es war ... leider zu schnell fertig.
    Wer neben einem guten Thriller noch etwas über: Zufälle, Quantenphysik,Wahrscheinlichkeitstheorie, etc. erfahren will, sollte dieses Buch kaufen.
    Es ist der Kampf der Wissenschaft, der Kampf Geist 'gegen' Mensch.


    >Null< beginnt eigentlich ganz sachte. Die Protagonisten werden vorgestellt, was sie für ein Hobby haben, oder wie sie ihr Geld auf eine andere Art verdienen. Da gibt es einen, der Selbstmord machen will, einer der beim Russen im Club Pokert, eine Dame die ihren Geheimdienst hintergeht, einem Wissenschaftler der sich selbständig machen will etc..
    Im Verlaufe der Geschichte, verbinden sich die Personen immer mehr. Wenn man mal denkt: 'So nun wären alle Fragen geklärt' nimmt der Thriller eine andere Wendung und neue Puzzleteile werden verteilt.
    Kurze, recht blutige Szenen unterbrechen für Momente, das Atem anhalten von den wilden Verfolgungsjagden.
    Es gab Szenen die das Herz berührten. Für mich war es sicher die mit...

    Was mich zu Beginn ein wenig gestört hat, waren diese Wissenschaftlichen Seiten, zwischen der, ich sage mal, eigentlichen Handlung. Jetzt bin ich überzeugt, es hat alles gepasst, so konnte nachher der Spannungsbogen steigen und wir Leser haben sogar noch etwas gelernt. Wie oft habe ich Nachgeschlagen, ob das wahr ist oder nicht. (Als Beispiel: Ein Mathematiker >Abraham de Moivre< der seinen Tod vorausberechnet hatte)
    Nun weiss ich auch was ich von meinen 'Déjà-vu' Erlebnissen halten soll.
    Eine Frage bleibt für mich noch offen. Warum heisst das Buch: >Null<

    1. Null

      (Ø)

      Verlag: Rowohlt Taschenbuch


  • Mir hat das Buch super gut gefallen!Habe dieses Buch geradezu verschlungen, da war nix mit weglegen. Habs in einem Tag (+einer Nach) ausgelesen :wink: Gerade die Mischung aus Wissenschaft und Krimi war absolut genial!!! Kann ich nur wärmstens weiterempfehlen! :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: von mir dafür!

  • Hab das Buch gern gelesen und es las sich trotz des wissenschaftlichen Krams eigentlich ganz flüssig. Die Figur des David Caine war sehr interessant beschrieben, aber noch besser hat mir die Figur der Nava Vaner gefallen. Sie hat eine verborgene, professionelle Seite, aber auch eine freundschaftliche Seite.


    Was mich dann aber wirklich auf die Dauer genervt hat, waren die ellenlangen Ergüsse über die Zusammenwirkung von Physik und Philosophie. Sicher macht das die Geschichte aus, aber man musste die entscheidenden Stellen mehrmals lesen, wenn man als Unstudierter hinter die Zusammenhänge steigen wollte. Das unterbrach den Lesefluss dann doch etwas.


    Alles in allem: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:


    :dwarf: valorien

  • Was für ein guter Thriller. Sehr schönes Buch.
    Eine absolut gelungen Mischung aus einem Wissensschafts- und Verfolgungsthriller.
    Der Roman hat mich sehr gut unterhalten. Leider war es schnell zu Ende.


    Ganz besonders gelungen fand ich die Ausflüge in die Welt der Quantenphysik, Wahrscheinlichkeitstheorie, Relativitätstheorie, Mathematik und Philosophie (es gab eine ganze Menge an wissenschaftlichen Themen, die meines Erachtens, für die Handlung dieses spannenden Thriller unerlässlich waren :wink: )
    Wenn es nach mir ginge, könnte der Autor noch tiefer in die Ausführungen gehen.


    Der Roman ist flüssig geschrieben und sehr interessant zu lesen. Vorausgesetzt man bringt die Interesse an der oben erwähnten Gebieten mit. Denn es ist gerade der wissenschaftlicher Teil des Romans, der die Spannung in das Geschehen bringt. Ohne - würde es sich eher um einen durchschnittlichen Verfolgungsthriller handeln.


    Aber so wie das Buch geschrieben ist- ist es optimal: spannend, überraschend, mit gut gezeichneten Charakteren, Action und einigen schwer verdaulichen Szenen, die den Leser emotional berühren.
    Das Buch war auf jeden Fall auf meiner Wellenlänge. Ich habe es genossen.
    Von mir :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    2021: Bücher: 134/Seiten: 60 557
    2020: Bücher: 139/Seiten: 60 837
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    "Das Nicht-Wahrnehmen von etwas beweist nicht dessen Nicht-Existenz"

    Dalai Lama

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    Lese gerade:
    Castillo, Linda - Teuflisches Spiel

  • Schon mal über das kollektive Unbewusste nachgedacht?


    Inhalt:
    David Caine besitzt die Gabe, dass er sehr schnell und sehr gut Wahrscheinlichkeiten berechnen kann; und er ist leidenschaftlicher Pokerspieler. So berechnet er während des Spielens anhand der aufgedeckten und verteilen Karten mit welcher Wahrscheinlichkeit seine Gegenspieler welches Blatt auf der Hand haben könnten und wie wahrscheinlich es ist, dass er gewinnen könnte. Einmal jedoch geht es schief; und plötzlich schuldet er einem Ganoven jede Menge Geld. Ab sofort hat er jede Menge Probleme am Hals; und der geldeintreibende Kreditgeber ist erst der Anfang.


    Themen des Romans:
    Wahrscheinlichkeitsberechnung, Stochastik, Zukunft vorhersagen und Zukunft beeinflussen.


    Meine Meinung:
    Als Leser sollte man eine gewisse Wissenschaftsaffinität mitbringen und nicht gleich an Flucht denken, sobald physikalische Theorien angesprochen werden.
    Aber man muss keine Angst vor solchen Themen haben, da auch für Laien verständliche Erklärungen gleich im Roman mitgeliefert werden.


    Sehr gut gefiel mir die Betrachtung zum Thema Zukunft am Beispiel vom Schachspiel:
    „Die Zukunft VORHERSAGEN kann man nicht. Aber wenn du genug über die Gegenwart weißt, kannst du die Zukunft STEUERN.“ (S. 131)


    Und so ganz nebenbei wurde eine Herleitung des Ursprungs zum „kollektiven Unbewussten“ eingeflochten.


    Während des Lesens dachte ich so manches Mal:
    Was ist denn der Unterschied zwischen Philosophie und Naturwissenschaft?
    Ich fand:
    Hier verschwindet er.


    Für mich persönlich fällt dieser Roman eher nicht in die Kategorie Thriller, aber das macht nichts, denn dies ist auf jeden Fall ein sehr, sehr spannender Roman.
    Spannend sowohl thematisch als auch inhaltlich.
    Denn bei vielen Szenenbeschreibungen fühlt man sich als Leser wie in einem actionreichen Kinofilm.
    Zielgruppe ist, denke ich, eher die männliche Leserschaft.
    Nicht ganz so gut gefallen hat mir, dass die Actionszenen zum Ende hin immer mehr Raum einnahmen und immer actiongeladener wurden, sowie die übertriebene Darstellung der in allen Belangen ach so tolle CIA-Agentin Nava.
    Aber tut diesem tollen Roman dennoch keinen Abbruch.


    Fazit: Lesenswert.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Es sind schon skurrile Typen, die da durch die Seiten taumeln, ein Epileptiker, ein Schizophrener, gewissenlose Wissenschaftler, eine Superagentin und ein verhinderter, zum Millionär mutierter Selbstmordkandidat. Den Anfang fand ich dennoch gar nicht so schlecht, zumindest beginnt die Geschichte in einem sehr packenden, dynamischen Erzählstil.
    Am glaubwürdigsten fand ich noch David Caine, einen hochbegabten, wenn auch spielsüchtigen Mathematiker, der seiner Lehrtätigkeit aufgrund seiner Erkrankung aber nicht nachgehen kann. An diesen Hoffnungsträger der Handlung hätte sich der Autor meiner Meinung nach ruhig halten, und ihm mehr Aufmerksamkeit widmen können. Leider tat er das nicht, und so zerfasert der Roman nach knapp der Hälfte zu einem wirren Konstrukt, das meine Geduld auf eine harte Probe gestellt hat.
    Nach dem x-ten epileptischen Anfall und Deja-vu-Erlebnis ist auch dieses Szenario ausgereizt, während die Russenmafia für meinen Geschmack ebenfalls oft genug zugeschlagen hätte.
    Das endgültige "Aus" für das Buch kam aber in dem Moment, als die Superagentin Nava Vaner, natürlich auch nach schlaflosen Nächten noch immer in Höchstform, im Autobombenhagel anstandslos über eine Feuerleiter klettert, um sich den verletzten David salopp über die Schulter zu werfen. Dass sie auch stets ein Arztköfferchen mit sich trägt, um jederzeit eine erforderliche Knieoperation durchführen zu können, ist selbstverständlich. Während des Eingriffs (ohne Narkose) hat der Schwerverletzte natürlich genügend Muße, um ihr mit "funkelndem, herausforderndem" Blick in die Augen zu sehen, und sich auch noch ein paar Minuten der Trauer für seinen toten Freund abzuringen. Habe ich vergessen zu erwähnen, dass Nava auch noch eine fantastische Schönheit ist? Aber das ist wohl ohnehin klar.
    In diesem Augenblick war es für mich nach 283 Seiten Zeit, das Büchlein zuzuklappen (und im nächsten Altpapierkontainer zu entsorgen).

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