Bücherwichteln im BücherTreff

Buchgeschenke für Lesemuffel?!

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  • Hallo ihr Lieben,


    ich hab mal eine Frage an Euch:


    Ich habe in meinem Freundes- und Bekanntenkreis wirklich nur ganz wenig Personen die regelmäßig und freiwillig lesen.


    Ich jedoch verschenke trotzdem immer wieder Bücher um die Leute vielleicht doch auf den Geschmack zu bringen (bei meinem Freund hat es sogar schon geklappt, auch wenn er nicht der Mega-Viel-Leser ist, aber immerhin ;) ).
    Außerdem auch aus dem Grund, da ich oft nicht weiß was ich verschenken soll und wenn man von der Person dann auch keine gescheite Antwort bekommt, sondern eine nach dem Motto "ich bräuchte ein neuses Auto" dann denke ich immer ein Buch ist doch besser als irgendein "Müll" der nur verstaubt?!
    Das Buck könnten die Leute ja zur Not auch weiterverschenken.



    Wie seht ihr das, "darf" man Leuten die keine bekennenden Leser sind auch ein Buch schenken oder ist das schon fast ignorant?



    @ Bonprix
    Sorry, falls es so ein Thema schon mal gab.
    Ich hab die Suche wirklich ordentlich benutzt, hab aber nix vergleichbares gefunden.
    Wenn es doch schon etwas in die Richtung gab und ich es übersehen hab, könntest du diesen Thread dann bitte dranhängen?!
    Danke! ;)

    Liebe Grüßle
    Halbengelchen


    Momentan :study: Black Dagger - rauf und runter!


    Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt!(Albert Einstein)

  • Hallo Halbengelchen

    Bei mir im Freundeskreis ist das auch so das die meisten ungern oder nie Lesen. Aber zu Weihnachten habe ich meiner Besten Freundin (Sie liest so gut wie nie) ein Buch über Afrikanische Elefanten Geschenkt und sie fand es toll. Also war es wohl doch eine gute idee obwohl ich ziemliche bedenken hatte. Und zum Muttertag bekommt meine Mama von mir das Buch "Alles Liebe zum Muttertag" von Nora Roberts. Mal sehen was sie sagt, sie liest nichts ausser Zeitungen. Und einem Guten Freund habe ich ein Buch über die USA geschenkt und auch er war begeistert, weil er sich sehr für die USA interessiert.

    Also mein Fazit ich würde immer wieder Bücher verschenken!! :thumright: Auch Menschen aus meinem Bekanntenkreis die Lesen für "Zeitverschwendung" halten, haben sich schon oft über ein Buch gefreut und es sogar gelesen!!

    Liebe Grüsse Lovely

  • Zitat

    Original von Halbengelchen
    @ Bonprix
    Sorry, falls es so ein Thema schon mal gab.
    Ich hab die Suche wirklich ordentlich benutzt, hab aber nix vergleichbares gefunden.
    Wenn es doch schon etwas in die Richtung gab und ich es übersehen hab, könntest du diesen Thread dann bitte dranhängen?!
    Danke! ;)



    Hallo Halbengelchen


    Nach einem Buchtipp für Nichtleser wurde *HIER* bereits gefragt.
    Aber deine Fragestellung....


    Zitat

    Wie seht ihr das, "darf" man Leuten die keine bekennenden Leser sind auch ein Buch schenken oder ist das schon fast ignorant?


    ....ist doch eine andere, und von daher ist der Thread so in Ordnung. :thumleft:


    Gruss Bonprix ;)

  • @ Bonprix
    Puh, da bin ich ja beruhigt ;)

    Liebe Grüßle
    Halbengelchen


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    Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt!(Albert Einstein)

  • Ich würde jemandem, von dem ich weiß, dass er nicht liest, kein Buch schenken. Nur weil ich Spaß daran habe, kann ich doch nicht alle "bekehren" wollen.
    Als Nichtraucher- und Trinker würde ich mich auch nicht über Alkohol und Zigaretten freuen ;)

    Liebe Grüße,
    Rita


    ~Ich wäre lieber ein armer Mann in einer Dachkammer voller Bücher als ein König, der nicht lesen mag.~
    Thomas Babington

  • Vor meiner Ausbildungszeit habe ich auch regelmässig Bücher verschenkt, aber nach meinem ersten Weihnachtsgeschäft und der damit verbundenen Umtauschwelle, bin ich davon abgerückt. Wenn man konsequente Nichtleser unbedingt "bekehren" möchte, wäre ein Büchergutschein wohl noch die beste Alternative.

  • Ich habe noch nie an jemanden der nicht gerne liest ein Buch verschenkt (und das sind fast alle in meiner Umgebung bis auf meine beste Freundin). Denn dafür ist mir das Geld dann zu schade, wenn ich weiß, dass sie es sowieso nie lesen. Da schenk ich mir lieber selbst ein Buch :uups: und kaufe demjenigen etwas, was ihn interessieren könnte.


    Lg, Lorelai

  • Ich würde auch niemandem, von dem ich weiß, er liest überhaupt nie, ein Buch schenken.
    Der Beschenkte soll sich ja über das Geschenk freuen, also richte ich mich schon nach seinen persönlichen Interessen. Ich würde mich ja auch nicht Skier freuen. Also wieso sollte ich jemanden, der nicht gerne liest Bücher schenken, die eh nur in der Ecke landen. Aber zum Glück wurde diese elende hin und her Schenkerei in meiner Familie schon lange abgeschafft.

    Das Paradies habe ich mir immer als eine Art Bibliothek vorgestellt.
    (Jorge Luis Borges)

  • Kommt auf die Person und das Buch an :)
    Mein Papa z.B. ließt nicht hat, aber verschiedene Hobbys zu denen er sich über ein Buch freuen würde.
    Bei meiner Tante ist das genauso. Aber es muß dann halt zu dem Hobbys der Leute passen.
    In so einem Fall verschenke ich dann Bücher....

  • Ich habe es an Weihnachten mal probiert und meinem Mann, ein absoluter "Nichtleser", zwei Bücher über sein Hobby geschenkt. Dachte, dass ich ihn so mal an Bücher ranführen kann.
    Aber leider hat er bisher nur über die Weihnachtstage mal reingeschaut. Seitdem liegen die Bücher auf dem Schrank..... Leider.


    Ansonsten hab ich noch nie Bücher an Leute verschenkt, die nicht gerne lesen. Dafür ist mir das Geld dann zu schade und ich schenke gerne Freude und die würde dabei dann nicht entstehen. Ich kaufe dann lieber was, was derjenige auch gebrauchen kann.

  • Ich würde dann auch eher davon abraten, ein Buch zu schenken.
    Bei meinem Vater habe ich auch immer das Problem, dass ich nicht weiß, was ich ihm schenken soll. Ich habe ihn dann mal gefragt, ob er ein Fußballbuch lesen würde (ist ziemlich fußballverrückt), aber würde er eben auch nicht.
    Was ich damit sagen will, wenn sich jemand so gegen Bücher ausspricht, dann lieber nicht. Aber manche Leute würden ja an sich schon ab und zu lesen, nur Bücher kaufen wollen sie nicht.

    "Es ist besser für das was man ist gehasst, als für das was man nicht ist geliebt zu werden."


    auf dem Nachttisch :study::
    Darren Shan - "Fürst der Schatten"

  • Ich schenke gerne Bücher - wenn es wirklich ein absoluter Nichtleser ist, so verschenke ich maximal ein Cartoon-Buch oder ein Comic in einer passenden Richtung. Aber ich habe auch die Erfahrung gemacht, daß es viele Nichtleser gibt, die dann doch, mit entsprechender Begründung oder Hintergrund, ein geschenktes Buch lesen (ich schreibe dann die Widmung entsprechend...)


    Mein Geheimtipp ist Wiener Passion von Lilian Faschinger


    Hier ist der Link zu meiner Vorstellung des Buches...



    Das Buch habe ich nun gute 5 x verschenkt und es ist jedesmal begeistert aufgenommen worden. Es kommt sehr viel Wien und Wiener Leben darin vor, einfach "mein Wien" und so hab ich es auch als Geschenk begründet. Einfach ein Buch einpacken und verschenken, reizt nicht zum lesen. Das ist meine Erfahrung.



    Noch ein Tipp, der bisher bestens aufgenommen wurde - Eddies Bastard von William Kowalski


    noch so ein gutes Buch ...

    Die Ehe ist wie eine belagerte Burg:
    Die, die draußen sind wollen hinein. Und die, die drinnen sind wollen hinaus.
    (unbekannt)

  • Am 12. März 2007 soll doch wohl nicht schon das letzte Wort zu dieser Frage "gesprochen" worden sein, oder?! :wink:

    Mir kommt es so vor, als ob das Verschenken von Büchern (aber auch DVDs, Blu-Rays oder Musik-CDs) bei vielen, nicht nur bei Lesemuffeln, sondern selbst bei Leuten, die an sich gerne lesen, einen etwas "langweiligen Ruf" hat. Mir scheint auch, als ob plötzlich alle auf die Idee kommen, teure Speiseöle, Gutscheine für Klettergärtenbesuche oder aus alten Tetrapaks gefertigte Umhängetaschen zu verschenken, die bunt, aber stilsicher mit den reproduzierten Abbildungen indischer Süßkramverpackungen bedruckt sind. Gegen solche "crazy" bzw. vermeintlich angesagten Geschenke mag ein bei Amazon bestelltes Taschenbuch schon etwas altbacken wirken. "Oh, danke, schau ich später mal rein!". Na toll! Dabei ist die Auswahl eines "passenden" Geschenkbuches doch viel verzwickter als etwa das Verschenken eines Activity-Gutscheins!


    Es gibt ja einerseits die Verschenkerei, die eher intim abläuft - man legt einer anderen Person das Geschenk in die Hände - und andererseits die "öffentliche" Schenkerei, wo entweder alle Geschenke zunächst auf einen Gabentisch o.ä. gepackt werden, oder vor versammelter Runde feierlich ausgepackt und rumgezeigt werden. Letztere Form kann das Verschenken, wenn man selber nicht geschmackssicher ist oder den zu Beschenkenden nicht so gut kennt, schon zu einer schweißtreibenden Angelegenheit werden lassen, muss doch das Geschenk plötzlich nicht nur dem Beschenkten gefallen, sondern auch noch vor dessen Arbeitskollegen, die einem völlig unbekannt sind - und es auch gerne bleiben dürfen, uralten Klassenkameraden oder den schlechtgelaunten Verwandten aus der Provinz bestehen.


    Na, ich habe mich jedenfalls vor langer Zeit dafür entschieden, mich vom Beschenken nicht verrückt machen zu lassen, und verschenke am liebsten Bücher und keine verstiegenen Absonderlichkeiten, die doch nur der trendige Ersatz für Kaffeebecher, Kerzenhalter und Kuscheltiere darstellen.


    Auch Leute, die eher Buchmuffel sind, sind nicht davor gefeit, von mir ein Buch geschenkt zu bekommen. :wink: Bei durchschnittlich mehr als 91.000 neu verlegten Titeln pro Jahr in Deutschland sollte sich eigentlich auch für jeden etwas finden lassen. Und auch hier gilt: Gutes Schenken ist auf ein gutes Gedächtnis angewiesen. Irgendeinen Ansatzpunkt gibt es in jeder Biografie. Ich gucke also erstmal rum, ob ich nicht doch etwas finde. Wohlgemerkt: bei Buchmuffeln oder Leuten, deren Leselust mir nicht genau bekannt ist. Bei völligen Nichtlesern wird dann doch wahrscheinlich was anderes überreicht werden ...


    Vor einiger Zeit erinnerte ich mich zum Beispiel, dass Bekannte gerne im Herbst durch die Wälder streifen, um Pilze zu suchen. Und da sie nicht die eingefleischten Pilzkenner sind, habe ich ihnen ein altes Pilzbestimmungsbuch "für den Einsatz in Wald und Flur" mit schön gezeichneten Pilzabbildungen geschenkt (Taschenbuch für Pilzfreunde aus der DDR). Einen Roman oder was ähnlich Belletristisches für sie zu finden, hätte ich weitaus schwieriger gefunden (sie schenken auch "eher so Geschenkbücher" ... )


    Einiges, wenn auch möglicherweise nur kurzfristiges, Vergnügen rufen auch alte Kinderbücher mit Kindernamen im Titel hervor, die an Träger des gleichen Namens verschenkt werden. Falls man jemanden kennen sollte, der Bummi oder Dolly heißt, hat man zum Verschenken schon mal eine recht große Auswahl! :wink: Auch Groschenhefte oder Comics können ganz gut ankommen, zum Beispiel eines der Krimihefte mit Actionheldin Sandra King an eine Sandra oder eines dieser romantischen Grusel-Comichefte der Bastei-Reihe Vanessa an eine Vanessa ... Antiquarisch wird man da sicher für wenig Geld fündig!

    Hans Sahl "Die Wenigen und die Vielen" (114/366)

    Robert Kraft "Die Wildschützen vom Kilimandscharo" (85/389)


    Jahresbeste: Herbert Lieberman (2019), Emil Ferris (2018), Willa Cather (2017), Adrian Tomine (2016), Derek Raymond (2015), James Agee (2014), Ken Kesey (2013), Jim Nisbet & Richard Ford (2012) :king:
    Gelesen: 76 (2019), 145 (2018), 119 (2017), 180 (2016), 156 (2015), 77 (2014), 58 (2013), 39 (2012)
    Letzter Buchkauf: Olga Tokarczuk "Der Schrank" (23.11.)

  • Ich würde niemals auf die Idee kommen, einem überzeugten NICHT-Leser ein Buch zu schenken. Eine Freundin hat im ganzen Haus kein einziges Buch. Sie hat noch nie gelesen, liest jetzt nicht und wird niemals ein Buch lesen. Also denke ich mir für sie etwas anderes aus.
    Das wäre ja vergleichbar, wenn sie mir einen Sauna-gutschein schenken würde. :puker:

  • Ich finde das Verschenke von Büchern an Lesemuffel auch eher unangebracht. Wer nicht will, kann meinetwegen auch ohne Buch glücklich werden :wink:


    Wenn man etwas aufmerksam ist, bekommt man bei Freunden und Verwandten im Laufe eines Jahres ja doch immer irgendwie mit über was sich jemand freuen würde.
    Wenn mir dann aber doch mal gar nichts einfällt gibt es eben eine Einladung zum Essen oder ins Kabarett. Da haben sich noch alle drüber gefreut, da es auch immer schön ist Zeit miteinander zu verbringen.

    Life isn't about waiting for the storm to pass.....
    it's about learning to dance in the rain!


    2018 gelesene Bücher 45 :study: 20122 Seiten
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  • Ich verschenke definitiv keine Bücher an Lesemuffel. Ich will niemanden bekehren und will ja auch nicht, dass andere mir ihre Interessen aufdrücken. Ich stelle mir dann immer vor, irgendjemand würde mir als bekennendem Sportmuffel eine Karte für ein Fußballspiel schenken und ich müsste dann auch noch so tun, als ob ich mich drauf freuen würde :-# . Ganz furchtbare Vorstellung.


    Im allerschlimmsten Fall halte ich ich es dann mit @Magic_Eye : zum Essen einladen, oder auch mal ins Kino oder in Theater, je nachdem, was der andere gut findet. Und zumindest auf Essen steht ja eigentlich jeder :wink: .

  • Bei jemandem, der noch nie gelesen hat, würde ich auch kein Buch verschenken. Bei jemandem, bei dem, sobald er ein Buch sieht, gleich die Abwehrmechanismen hochgefahren werden, muss das nicht sein ... :)


    Allerdings ist Buch natürlich auch nicht gleich Buch... Und man kann Leuten auch durch andere gut gemeinte Geschenke "zur Last fallen".


    Manche Beschenkte liegen einem ja auch mehr am Herzen als andere. Leute, die mich kennen, wissen, dass ich sie mit Geschenken nicht “bekehren“ will, ihnen nicht meinen Geschmack “aufdrücken“ will. Aber oft sind Geschenke ja auch "nur" Mitbringsel, wenn man bei Bekannten von Bekannten zu Geburtstagsessen eingeladen wird. Da bringt man ja nicht Kabarettkarten oder Essenseinladungen mit ... :wink: (Ja, ich weiß: dafür gibt es eigentlich "die Flasche Wein" - aber das ist doch auch nix Wahres! Alkohol? Warum nicht ein Buch? Gerne auch "etwas mehr" als Uli-Stein-Cartoons 8-[ )


    Ich frage mal: Bringt ihr bei solchen Gelegenheiten Bücher als Mitbringsel-Geschenk mit?! Kann man das machen, wenn man kaum Bescheid weiß?! Irgendwas, was gerade aktuell und "allgemein abzeptiert" wird? Von der Spiegel-Bestenliste?! Irgendwas "Unverfängliches" (wahrscheinlich nicht gleich: Thomas Mann oder Elfriede Jelinek) :totlach:


    Ich überlege gerade, aber ich glaube, ich kennen niemanden, der nicht wenigstens ab und zu, einmal im Jahr vielleicht, irgendetwas auch mal aus Spaß oder aus eigenem Interesse liest. :-k

    Hans Sahl "Die Wenigen und die Vielen" (114/366)

    Robert Kraft "Die Wildschützen vom Kilimandscharo" (85/389)


    Jahresbeste: Herbert Lieberman (2019), Emil Ferris (2018), Willa Cather (2017), Adrian Tomine (2016), Derek Raymond (2015), James Agee (2014), Ken Kesey (2013), Jim Nisbet & Richard Ford (2012) :king:
    Gelesen: 76 (2019), 145 (2018), 119 (2017), 180 (2016), 156 (2015), 77 (2014), 58 (2013), 39 (2012)
    Letzter Buchkauf: Olga Tokarczuk "Der Schrank" (23.11.)

  • Bei jemandem, der noch nie gelesen hat, würde ich auch kein Buch verschenken. Bei jemandem, bei dem, sobald er ein Buch sieht, gleich die Abwehrmechanismen hochgefahren werden, muss das nicht sein ... :)


    Allerdings ist Buch natürlich auch nicht gleich Buch... Und man kann Leuten auch durch andere gut gemeinte Geschenke "zur Last fallen".


    Naja, aber wenn man seinem Umfeld gegenüber ein wenig aufmerksam ist, kennt man doch selbst bei dem Kollegen aus der anderen Abteilung so ein paar Interessen, oder? Also ich verschenke generell nix "gut gemeintes" als Erziehungsmaßnahme, sondern definitiv nur Sachen, von denen ich weiß, dass der Beschenkte drauf steht :wink: .


    Manche Beschenkte liegen einem ja auch mehr am Herzen als andere. Oft sind Geschenke ja auch "nur" Mitbringsel, wenn man bei Bekannten von Bekannten zu Geburtstagsessen eingeladen wird. Da bringt man ja nicht Kabarettkarten oder Essenseinladungen mit ... :wink: (Ja, ich weiß: dafür gibt es eigentlich "die Flasche Wein" - aber das ist doch auch nix Wahres! Alkohol? Warum nicht ein Buch? Gerne auch "etwas mehr" als Uli-Stein-Cartoons 8-[ )


    Wenn ich weiß, dass derjenige liest, dann spricht nix gegen ein Buch. Wenn ich weiß, dass der derjenigen ein gespaltenes Verhältnis zu Büchern hat, dann nehm ich doch eher den Wein :wink: . Oder, bei Leuten, die ich definitiv nicht so besonders gut kenne, isses auch gerne mal ein Gutschein.


    Ich frage mal: Bringt ihr bei solchen Gelegenheiten Bücher als Mitbringsel-Geschenk mit?! Kann man das machen, wenn man kaum Bescheid weiß?! Irgendwas, was gerade aktuell und "allgemein abzeptiert" wird? Von der Spiegel-Bestenliste?! Irgendwas "Unverfängliches" (wahrscheinlich nicht gleich: Thomas Mann oder Elfriede Jelinek) :totlach:


    Also persönlich hab ich ja mit der Spiegel-Bestsellerliste schon zu oft schlechte Erfahrungen gemacht, um da "blind" ein Buch zu verschenken. Wäre das Mitbringsel für eine Leseratte, hätte ich bei nem Spiegelbestseller zudem Bedenken, dass das Buch schon gelesen wurde. Isses wiederum ein Gelegenheitsleser, könnte man das mal riskieren (wenn ich wüsste, dass das Buch auch was taugt).


    Ich überlege gerade, aber ich glaube, ich kennen niemanden, der nicht wenigstens ab und zu, einmal im Jahr vielleicht, irgendetwas auch mal aus Spaß oder aus eigenem Interesse liest. :-k


    Also ich kenne tatsächlich sehr viele Lesemuffel, und weiß genau: Bevor ich meinem Vater oder meinem Bruder ein Taschenbuch schenke, spende ich den Zehner lieber an die SOS-Kinderdörfer, dann isser wenigstens nicht in einen Staubfänger/Untersetzer/Tischbeinausgleicher angelegt :wink: .

  • Ich frage mal: Bringt ihr bei solchen Gelegenheiten Bücher als Mitbringsel-Geschenk mit?!


    Bei Freunden welche ich eher regelmässig sehe nicht. Das sind aber auch keine Leseratten und sie würden mich eher verwundert ansehen wenn ich da mit Büchern aufkreuzen würde. Da bringe ich dann etwas Anderes mit. Letztens einen schönen Rosenstrauch für den Garten welchen man einpflanzen kann. Die Beschenkte hat sich sehr gefreut da sie ein Garten- und Blumennarr ist.
    Anfang des Jahres war ich zu einem Mittagessen eingeladen bei Verwandten welche ich aus Orts- und Zeitgründen eher selten sehe. Da ich wusste, dass die "Dame des Hauses" sehr gern liest habe ich ihr, statt Blumen, ein Buch mitgebracht. Was sie erst ziemlich verdutzte aber dann sehr gefreut hat. Später sagte sie mir auch, ich hätte ihren Geschmack voll getroffen. Das hat mich gefreut. Den Kindern hatte ich auch je ein Buch mitgebracht. Diese fanden die Überraschungseier aber interessanter :wink:


    Ansonsten würde ich Nichtlesern niemals ein Buch aufdrängen wollen. Genauso wenig, wie meine Vorposter schon geschrieben haben, mir ein Hobbyutensil aufgedrängt werden soll. Und jemanden zu missionieren (für was auch immer) habe ich nach einem halben Jahrhundert Lebenserfahrung schon längst aufgegeben.

    "I used to think that the worst thing in life was to end up alone. It's not. The worst thing in life is to end up with people who make you feel alone."

    (Robin Williams)

  • Oft sind Geschenke ja auch "nur" Mitbringsel, wenn man bei Bekannten von Bekannten zu Geburtstagsessen eingeladen wird. Da bringt man ja nicht Kabarettkarten oder Essenseinladungen mit ...


    Ich frage mal: Bringt ihr bei solchen Gelegenheiten Bücher als Mitbringsel-Geschenk mit?! Kann man das machen, wenn man kaum Bescheid weiß?! Irgendwas, was gerade aktuell und "allgemein abzeptiert" wird? Von der Spiegel-Bestenliste?! Irgendwas "Unverfängliches" (wahrscheinlich nicht gleich: Thomas Mann oder Elfriede Jelinek) :totlach:


    Nein, das mache ich nicht. Ich würde mich selbst nicht über ein Buch aus der aktuellen Bestsellerliste freuen :puker: und daher würde ich im Traum nicht auf die Idee kommen, sowas zu verschenken. Unpersönlicher geht es ja kaum noch. Ich verschenke gerne ausgewählte Bücher (oder Hörbücher, bzw. Hörspiele) an Kinder. Die kommen immer gut an. Erwachsene bekommen nur dann Bücher in Form von Buchgutscheinen, (oder ein Umtauschgutschein) wenn ich genau weiß, daß, und was sie gerne lesen. Und bestimmte Titel nur dann, wenn sie sich die ausdrücklich gewünscht haben.

    “Bücher sind Feunde, die stets für uns Zeit haben.“
    “Und Phantasie, Phantasie vor allem, ohne deren Hilfe sich keine Probleme lösen lassen, die kleinen nicht und die großen erst recht nicht.“

    Otfried Preußler 20.10.1923 - 18.2.2013

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