Erika Riemann - Die Schleife an Stalins Bart

  • Buchdetails

    Titel: Die Schleife an Stalins Bart


    Verlag: Hoffmann und Campe

    Bindung: Broschiert

    Seitenzahl: 256

    ISBN: 9783455002539

    Termin: Juli 2017

  • Bewertung

    4.5 von 5 Sternen bei 11 Bewertungen

    89,1% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Die Schleife an Stalins Bart"

    Die Geschichte einer gestohlenen Jugend und einer Befreiung aus den Mauern des Schweigens. 'Ich hatte immer das Gefühl, gegen eine Wand zu laufen', sagte Erika Riemann in einem 1991 in der Frankfurter Rundschau erschienenen Porträt. Erst heute hat sie die Sprache gefunden, um über ihre Erlebnisse zu berichten. Sommer 1945 im thüringischen Mühlhausen: Erika Riemann ist vierzehn Jahre alt, als sie eines Tages mit ein paar anderen Jugendlichen ihre gerade wieder hergerichtete Schule besichtigt. Ihr Blick fällt auf ein Stalin-Bild genau an jener Stelle, an der bis vor kurzem ein Hitler-Porträt hing. 'Mit dem Spruch ‚Du siehst ja ziemlich traurig aus‘', schreibt sie, 'trat ich an das Bild heran und malte mit dem Lippenstift eine kecke Schleife um den Schnauzbart.' Jemand muss sie verpfiffen haben, denn schon kurze Zeit später beginnt für Erika Riemann eine achtjährige Odyssee durch ostdeutsche Zuchthäuser und Lager mit Stationen wie Bautzen, Sachsenhausen und Hoheneck. Was es für sie bedeutete, eine ganze Jugend hinter Mauern zu verbringen, Prügel, Schikane, Hunger und Depression durchzustehen und nach der Entlassung zutiefst traumatisiert im bundesdeutschen Wirtschaftswunder ihre Frau zu stehen - darüber kann sie erst heute, fünfzig Jahre später, berichten. Fünfzig Jahre hat sie gebraucht, um ihre Nachkriegsjahre zu verarbeiten. Ein erschütternder Lebensbericht aus der jüngsten deutschen Vergangenheit.
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    Sommer 1945 im thüringischen Mühlhausen: Erika Riemann ist vierzehn Jahre alt, als sie eines Tages mit ein paar anderen Jugendlichen ihre gerade wieder hergerichtete Schule besichtigt. Ihr Blick fällt auf ein Stalin-Bild genau an jener Stelle, an der bis vor kurzem ein Hitler-Porträt hing. "Mit dem Spruch ‚Du siehst ja ziemlich traurig aus'", schreibt sie, "trat ich an das Bild heran und malte mit dem Lippenstift eine kecke Schleife um den Schnauzbart." Jemand muss sie verpfiffen haben, denn schon kurze Zeit später beginnt für Erika Riemann eine achtjährige Odyssee durch ostdeutsche Zuchthäuser und Lager mit Stationen wie Bautzen, Sachsenhausen und Hoheneck. Was es für sie bedeutete, eine ganze Jugend hinter Mauern zu verbringen, Prügel, Schikane, Hunger und Depression durchzustehen und nach der Entlassung zutiefst traumatisiert im bundesdeutschen Wirtschaftswunder ihre Frau zu stehen - darüber kann sie erst heute, fünfzig Jahre später, berichten. Fünfzig Jahre hat sie gebraucht, um ihre Nachkriegsjahre zu verarbeiten. Ein erschütternder Lebensbericht aus der jüngsten deutschen Vergangenheit.


    Über den Autor
    Erika Riemann hat nach der Haftzeit unter anderem als Verkäuferin und Bardame gearbeitet, zwei Ehen geführt und drei Kinder zur Welt gebracht. Sie lebt in Hamburg und arbeitet ehrenamtlich mit Organisationen zusammen, die sich mit der Dokumentation ähnlicher Fälle wie ihrem befassen.


    ich konnte das buch nicht mehr aus der hand legen und habe es in einem zug gelesen. eigentlich fehlen mir die worte um mein mitgefühl auszudrücken.
    das buch ist absolut zu empfehlen.

  • Hallo Nic,
    wenn ich es richtig verstanden habe, ist dieses Buch eine Biografie. Scheint mir wirklich lesenswert zu sein. Habe mir Titel und Autorin bereits notiert.
    Kann es sein, dass man dieses Buch verfilmt hat........der Titel kommt mir so bekannt vor?


    Grüsse von Bonprix

  • hallo melanie,


    ich kann es dir wirklich empfehlen, das buch zu lesen und dich darüber zu informieren, was die menschen in den lagern damals durchmachen mussten und welche folgeschäden bis heute nicht bewältigt werden konnten.

  • Zitat

    Original von Anonymous


    hallo melanie,


    ich kann es dir wirklich empfehlen, das buch zu lesen und dich darüber zu informieren, was die menschen in den lagern damals durchmachen mussten und welche folgeschäden bis heute nicht bewältigt werden konnten.


    war wieder ich...... ich lern´s nicht mehr glaub ich.
    tut mir leid.

  • Zitat

    Original von nic


    vielleicht sollte ich meinen nicknamen in "gast" umändern....


    vielleichts solltest du beim nächsten login das häkchen bei "Bei jedem Besuch automatisch einloggen" setzen ;)

  • Hallo,


    Ich war gestern in der Buchhandlung und bin bestimmt dreimal um das Buch herum geschlichen. Im Moment lässt mein Geldbeutel es aber net zu, das ichs kauf. Wird wohl bis Neujahr warten müssen.
    Ich freu mich schon auf Weihnachten, da bekomm ich zwei neue Bücher "freu"
    Obwohl ich schon wieder auf unverständnis gestossen bin, als ich die Frage was wünscht du dir , mit der Antwort Bücher beantwortete.
    Da kommt dann immer, warum keine Klamotten, warum kein Parfüm, warum nicht dies und das ?
    Warum versteht keiner dass ich mich am meisten über die Bücher freu ?
    Kennt ihr bestimmt alle. :wink:
    (auserdem es waren ja nicht nur Bücher auf meiner Wunschliste)

  • Hallo Nic


    Danke für den Tipp. :thumleft: Ich hatte das Buch noch immer in meiner Wunschliste stehen, denn der doch hohe HC-Preis hatte mich bis jetzt vom Kauf abgehalten. Nun werde ich es mir gleich bestellen (ich habe gestern so viel Geld für Bücher ausgegeben, da kommt es auf die 8,90€ auch nicht mehr an :lol: )


    Grüsse von Bonprix :wink:

  • Hallo @ll,


    Nic schrieb am Beginn dieses Threads;
    eigentlich fehlen mir die worte um mein mitgefühl auszudrücken.
    das buch ist absolut zu empfehlen.


    Ja.....ich kann mich Nic's Worten nur uneingeschränkt anschliessen und es fällt mir schwer etwas abschliessendes darüber zu schreiben. Frau Riemann hat unter den seelischen Folgen der acht Jahre Haft ein ganzes Leben gelitten und nicht verarbeiten können.
    Erst im fortgeschrittenen Alter, mit professioneller Hilfe und dem Schreiben dieses Buches hat sie lernen müssen (können), mit ihrer Vergangenheit umzugehen.
    Nun würde mich in diesem Zusammenhang interessieren, wie Zwangsarbeiter aus den Ostblockstaaten ihre Inhaftierung in deutschen Lagern/Zuchthäusern erlebt haben.


    Grüsse von Bonprix :wink:

  • Ich habe über dieses Buch erst letzt Woche einen Beitrag in einer Zeitung gelesen und wußte dann sofort, daß ich es auch unbedingt lesen muß. schlimm ist es, wenn man sich vorstellt, daß ein so ein kleiner mädchenstreich so hart bestraft wurde. bin schon sehr gespannt auf das buch.

  • Hallo,


    ich habe das Buch gestern ebenfalls in einem Rutsch durchgelesen.


    Für mich war das Buch so schockierend und bewegend wie nur wenige zuvor!
    Und ich muss auch ganz ehrlich gestehen, dass ich zwar halbwegs mit dem Schicksal der Juden in dieser Zeit vertraut bin, aber zuvor nichts davon erfahren habe, wie die Gefängnisse und Lager nach Ende des 2. Weltkrieges " weiter genutzt" wurden, geschweige denn davon, dass die Zustände auch in den 50er Jahren noch derart grausam und vergleichbar waren.


    Dieses Buch wird mir sicher noch lange im Gedächtnis bleiben und beschreibt für mich einen Teil der Deutschen Geschichte.


    LG,
    bonsai

  • Ein sehr gutes Buch! Eine Freundin hat es mir mal mitgebracht und ich habe mich sofort ins Lesen vertieft, wollte unbedingt wissen, was da wohl als nächstes passiert und wie das enden wird... :pale:


    War von dem Buch begeistert, eine unfassbare Geschichte. Nur weiter zu empfehlen!


    Liebe Grüße, Nathy! :cherry:

  • ich habe das buch auch gerade vor ein paar tagen von einer bekannten in die hand gedrückt bekommen, mit den worten: "Lies das!". das werde ich auch demnächst machen.ist bestimmt sehr interessant.


    Lg Noreia

    Von allen Welten,die der Mensch erschaffen hat,ist die der Bücher die Gewaltigste.(Heinrich Heine)

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