Jeffery Deaver - Der Insektensammler/The Empty Chair

  • Buchdetails

    Titel: Der Insektensammler


    Band 3 der

    Verlag: Blanvalet

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 480

    ISBN: 9783442359059

    Termin: Mai 2003

  • Bewertung

    4.2 von 5 Sternen bei 58 Bewertungen

    84,3% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Der Insektensammler"

    Im Paquenoke Sumpf ist ein junges Mädchen entführt worden. Der Tat verdächtig ist der 16-jährige Garrett Hanlon, ein abstoßender Einzelgänger, der seit dem Tod der Eltern und der kleinen Schwester bei Pflegeeltern lebt. Er beschäftigt sich fanatisch mit giftigen Insekten, weshalb man ihn im Ort – halb ängstlich, halb abfällig - nur „den Insektensammler“ nennt. Davon ahnen Lincoln Rhyme und Amelia Sachs jedoch noch nichts, als sie in Avery, North Carolina, eintreffen. Rhyme, der seit einem Unfall im Polizeidienst vor vielen Jahren fast vollständig gelähmt ist, hat sich endlich dazu entschlossen, sich in einer Spezialklinik einer riskanten Operation zu unterziehen, die ihm möglicherweise einen Teil seiner Bewegungsfähigkeit zurückgeben kann. Da ein Exkollege aus New York nun hier in Avery arbeitet, sieht er kurz auf dem Polizeirevier vorbei, um diesen zu begrüßen - und wird sofort von Sheriff Jim Bell über den aufsehenerregenden Entführungsfall informiert. Für Bell ist Rhyme ein Geschenk des Himmels: Sein analytischer Verstand, sein scharfes Auge und seine legendären Erfahrungen bei der Lösung von Gewaltverbrechen könnten helfen, das Schlimmste zu verhindern. Angeblich habe ein gewisser Garrett Hanlon am Morgen einen Jogger überfallen und mit einer Schaufel erschlagen und dann die junge Mary Beth, die im Sumpf archäologische Grabungen durchführte, gekidnappt. Es sei mit allem zu rechnen, wahrscheinlich habe Garrett das Mädchen bereits vergewaltigt und getötet, schlussfolgert der Sheriff. Überdies sei dies nicht der erste unnatürliche Todesfall, der in den letzten Jahren im Sumpf passiert sei – darunter auch ein Mädchen, das von Wespen zu Tode gestochen wurde. Bell, der bereits Einsatzbeamte und eine Krankenschwester ins Sumpfgelände geschickt hat, bittet Rhyme dringend darum, mit ihm zum Tatort zu kommen und die örtlichen Polizisten zu unterstützen. Am Paquenoke erwartet sie das Chaos. In der Zwischenzeit hat nämlich Garrett auch die Krankenschwester verschleppt, ein Polizeibeamter ist von Wespen bis zur Bewusstlosigkeit gestochen worden, und von Garrett und den beiden entführten jungen Frauen gibt es nicht die geringste Spur. Während Rhyme versucht, vor Ort Spuren zu sichern und Informationen zu sammeln, macht sich Amelia auf ins Haus von Garretts Pflegeeltern, um dort vielleicht wichtige Details über den Jungen zu erfahren. Sie findet ein Paar Schuhe mit erdverkrusteten Sohlen, die zum Glück präzise Hinweise auf Garretts bevorzugten Unterschlupf zulassen. Garrett, in die Enge getrieben, versucht noch mit der entführten Krankenschwester zu fliehen, kann jedoch bald darauf festgesetzt werden. Er wird inhaftiert, weigert sich jedoch, das Versteck von Mary Beth preiszugeben. Die ganze Zeit über ist in Amelia intuitiv die Gewissheit entstanden, dass Garrett nicht der psychopathische Verbrecher ist, als den man ihn darstellt, sondern ein verängstiger junger Mann, der sich vor irgendetwas zu schützen versucht und selbst auf der Suche nach Antworten ist. Als eine Gruppe „rechtschaffener Bürger“ ihn gewaltsam aus dem Gefängnis befreien will, um zuerst das Versteck der Geisel aus ihm herauszuprügeln und ihn dann zu lynchen, reagiert Amelia spontan. Sie greift sich eine Waffe, überwältigt einen Beamten, hält die zu allem entschlossenen Männer in Schach, befreit Garrett - und flieht mit ihm zurück in die Sümpfe. Nun umkreisen sich Jäger und Gejagte – wobei die jeweiligen Seiten durchaus flexibel sind. Rhyme, der wie vor den Kopf geschlagen ist, aber Amelia intensiv genug kennt, um nach wie vor an einen guten Grund für ihr Verhalten zu glauben, versucht die Polizisten zu Ruhe und vernünftigem, zielgerichtetem Verhalten zu bewegen. Dieselben aufgewiegelten Bürger, die zuvor schon Garrett in ihre Gewalt bringen wollten, nehmen wiederum ebenfalls die Fährte von Amelia und ihrem undurchsichtigen Schützling auf. Die Polizei jagt sowohl Garrett und Amelia wie auch die gewaltbereite Bürgertruppe. Als man die beiden schließlich findet, eskaliert die Situation ein weiteres Mal: Bevor sie überwältigt werden können, erschießt Amelia einen jungen Polizisten – in Notwehr, doch natürlich
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    SweetGwendoline
    Ich werde wohl einfach nicht mehr warm mit dem Duo Rhyme&Sachs, dieser Band war aber weniger haarsträubend...
  • Kurzmeinung

    Gaymax
    ein echter, sehr wendungsreicher Deaver
  • @ cheriechen,
    Deaver schreibt auch unter dem Namen "William Jefferies", aber unter diesem Namen kann er es nicht so gut.
    Aufpassen: Auf manchen Büchern steht groß "Deaver" und klein gedruckt darunter "Jefferies". Und bei Amazon sind alle unter "Deaver" aufgelistet. Neben der Sachs-Rhyme-Reihe ist das hier noch sehr gut:

    Bücher sind auch Lebensmittel (Martin Walser)


    Wenn du einen Garten und eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen. (Cicero)



  • Deaver schreibt auch unter dem Namen "William Jefferies", aber unter diesem Namen kann er es nicht so gut.

    Das ist aber merkwürdig. :-k
    Ich habe noch nichts von "William Jefferies" gelesen.

    "Books are ships which pass through the vast sea of time."
    (Francis Bacon)
    :study:
    Paradise on earth: 51.509173, -0.135998

  • Deaver schreibt auch unter dem Namen "William Jefferies", aber unter diesem Namen kann er es nicht so gut.

    :mrgreen: Das ist aber originell!
    Erstaunlich, dass die Leute nicht bei einem Namen bleiben :scratch: Ruth Rendell alias Barbara Vine macht das ja auch....


    Mein Knochenjäger-Exemplar ist heute gekommen mit Denzel Washington u Angelina Jolie auf dem Cover. Im Laufe des Nachmittags dämmerte mir, dass ich zumindest Teile von dem Film gesehen habe. Entweder habe ich gelesen u mein Mann hat ihn gesehen (u ich nur ab u zu) oder ich habe gebügelt :puker: .
    Also ich erinnere mich auf jeden Fall nicht so gut, dass es mir die Spannung nehmen würde u ich werde es in den Sommerferien in der Hängematte genießen! Hoffentlich wird das Wetter so, wie ich es mir vorstelle!

    "Wie wenig du gelesen hast, wie wenig du kennst - aber vom Zufall des Gelesenen hängt es ab, was du bist." Elias Canetti

  • Mein Favorit von Jeffery Deavers Rhyme/Sachs Reihe ist der Täuscher.

    Wenn Dich die Thematik (Umgang mit Datensicherheit) interessiert, solltest Du auch "Allwissend" und "Lautloses Duell" lesen. Die gehören zwar nicht zur Rhyme/Sachs-Serie, sondern zur Kathryn-Dance-Serie, bzw. zu gar keiner Serie, beschäftigen sich aber auch mit Sicherheitslücken im Internet, die sich Verbrecher zunutze machen. Besonders Lautloses Duell" fand ich sehr gruselig.

    "Books are ships which pass through the vast sea of time."
    (Francis Bacon)
    :study:
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  • "Allwissend" sollte in den nächsten Wochen bei mir sein. "Lautloses Duell" ist notiert. Danke!

  • Ich war geschockt von "Der Insektensammler", geschockt, wie wahnsinnig gut es ist!!! Meiner Meinung nach ist es eines der besten Bücher der Reihe! Hab es auch auf zwei Tage gelesen :D


    In seinen beiden vorangegangenen Büchern Der Knochenjäger und Letzter Tanz hat sich Deaver vor allem mit Tatortarbeit und Psyche der Täter auseinandergesetzt. In dritten Band kommt ein weiterer Punkt dazu, nämlich wissenswertes über Insekten, wie der Titel schon sagt. Für mich war es sehr interessant, Dinge darüber zu erfahren, die ich bisher nicht wusste und dass Insekten sehr erstaunliche Tiere sein können! Endlich erfährt man hier auch mehr über die beiden Kriminalisten Sachs und Rhyme, die (endlich!) schön langsam zu ihren wahren Gefühlen stehen.


    Beim Täter, einem 16-jährigen, leicht psychisch angeschlagenen Jungen, ist der Leser von seinen Gefühlen hin und her gerissen. Einerseits schließt man ihn sofort ins Herz, da er sich um das Wohl geliebter Menschen und Insekten kümmert, andereseits ist es schwierig, weil er als Mörder und Vergewaltiger hingestellt wird, denn alle Spuren deuten auf ihn hin. Aber wer Deaver kennt, der weiß, dass nichts so ist, wie es scheint! Trotzdem war ich an einer Stelle mal sehr überrascht, wenn nicht sogar enttäuscht, dass ich mit einer Vermutung recht hatte^^ Das war bei allen Bücher, die ich bisher von Jeffery Deaver gelesen hab, noch nie der Fall (außer bei Der Knochenjäger, aber da kannte ich den Film schon). Meine Enttäuschung währte allerdings nur einen Augenblick, denn schon schafft es der Autor dem Geschehen einen unerwarteten Wendepunkt zu geben! Die Spannung spitzt sich zu, bis man denkt, jetzt wirds absurd, doch an dieser Stelle reißt Deaver das Ruder wieder herum. Und er schafft es wirklich immer(!), die "letzte große Bombe" auf den letzten 50 Seiten platzen zu lassen.


    Was war ich froh über das Ende!



    Für mich ist Jeffery Deaver ein genialer Autor! Nervenzerreißende Spannung von der ersten bis zur letzten Seite und dafür bekommt Der Insektensammler von mir volle Punkt-(Sterne-)zahl: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

  • Habe das Buch gerade zum 2. mal gelesen und bin nach wie vor begeistert!
    Einfach ein super spannendes und gelungenes Buch!!
    Von mir daher eine klare Empfehlung und :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    :study: Verblendung von Stieg Larsson


    Gelesen 2014: Anzahl Bücher: 39 / Seiten gesamt: 14.679

  • Nach über 7 Jahren habe ich wieder im Zuge meines Projektes "Stapel nochmals zu lesender Bücher" Der Insektensammler gelesen. Einiges war noch im Hinterkopf gespeichert - die Grundzüge der Geschichte. Meine letzte Meinung zum Buch aus 2007 war wohl nicht die Beste. Das Hin-und-Her in Jeffery Deavers Büchern kenne ich mittlerweile zu gut - ich glaube das kann man der Geschichte nicht anlasten. Sehr gut fand ich wieder Rhymes Ermittlungsarbeit auf völlig fremden Boden. Und ganz hin und weg war ich vom Schluss - die Szene am Friedhof. Wenn ich nicht gewußt hätte, dass es noch mehrere Sachs/Rhyme Bücher gibt, hätte man doch glatt glauben können.... :wink: Aber auch das ist ein Stilmittel von Deavers Büchern, die er fast immer einsetzt. Nichts ist so wie es im ersten Moment scheint.

    Die Ehe ist wie eine belagerte Burg:
    Die, die draußen sind wollen hinein. Und die, die drinnen sind wollen hinaus.
    (unbekannt)

  • @frl_smilla , an diesen Rhyme-Sachs-Krimi erinnere ich mich gut, obwohl ich ihn als einen der ersten Bände gelesen habe. Spannung wie immer hoch, Fall und Auflösung wie immer gut aufgebaut,

    Bücher sind auch Lebensmittel (Martin Walser)


    Wenn du einen Garten und eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen. (Cicero)



  • Meine Meinung:


    Das Buch wurde ja schon gut rezensiert, mir bleibt nur zu sagen, dass ich das Buch, welches ich in einer Leserunde gelesen habe, sehr spannend und wendungsreich gefunnden habe. Mir gefiel, dass Amelia Sachs nicht nur wie eine Marionette handelt, sondern auch eigenständig Initiative ergreift völlig lösgelöst von Rhymes Ansichten. Desweiteren gefiel mir die Figur des Garrett und die spannende Storyline drumherum. Zwar nicht wirklich erwähnt, aber dennoch nützlich waren die Karten, die es vorne im Buch gab, so konnte man immer gucken, wo sich die Leute gerade bewegten. Bin froh, diese Serie angefangen zu haben, aber ich hoffe Deaver kann sein Level auch halten, was ja bei längeren Serien meist nicht der Fall ist.


    Fazit:


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    :study: Die Brücke nach Hause (Viktoria Bolle) 123 / 324 Seiten

    :study: Die Königin der Drachen (George R. R. Martin) 28 / 831 Seiten


    SUB: 671

  • Außer begeisterten Worten habe ich zu dem Thriller nicht viel zu sagen. Ich habe das Buch erst später gelesen, weil ich die Reihe vervollständigen wollte. Vor dem BT habe ich in der Regel gar nicht so richtig auf die Reihenfolge geachtet, jetzt aber schon. O:-) Doch ich bin so froh, dass ich dieses Buch, auch wenn später, dennoch gelesen habe. Eins der Besten der Reihe. :applause: Absolut fesselnd erzählt, unerwartete Wendungen, bis zum Ende konnte man nichts voraussehen, vermuten schon, aber es war dennoch überraschend, welchen Weg der Autor dann für die Handlung gewählt hat. Also nervenzerreißende Spannung bis ans Ende. Der Thriller war ganz und gar nach meinem Geschmack. :thumleft: Am Ende kam mir einiges etwas konstruiert vor, doch es hat mich nicht daran gehindert, großen Spaß beim Lesen zu haben. :)

    Deaver schreibt großartig, ich habe 18 Bücher bislang von ihm gelesen, und nur bei drei kam es vor, dass die mir weniger gefallen habe. Der Autor kann schon ausgesprochen fesselnd erzählen.

    2020: Bücher: 60/Seiten: 27 316
    2019: Bücher: 164/Seiten: 66 856
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    "Das Nicht-Wahrnehmen von etwas beweist nicht dessen Nicht-Existenz"

    Dalai Lama

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