Monika Felten - Die Saga von Thale 3 - Die Hüterin des Elfenfeuers

  • Die Saga von Thale


    Es war kalt.


    Im Kampf gegen den finsteren Herrscher An-Rukhbar gerät die Nebelelfe Naemy durch das Dimensionentor in eine geheimnisvolle Sphäre. Schon wähnt sie sich im Jenseits, da unterbreitet ihr die Gütige Göttin einen tollkühnen Plan. Und so macht sie sich auf in die Vergangenheit, um ihr Volk zu retten. Das Ziel der Reise: jene Zeit, da die finsteren Mächte sich im Dienst des Bösen verbündeten.



    Literaturschock.de Rezension:
    Als die Nebelelfe Naemy am Ende von "Die Macht des Elfenfeuers" durch das Dimensionstor verschwand, schien sie unrettbar verloren. Doch ihre Aufgabe war noch nicht zu Ende, und so wird die mutige Frau von der Gütigen Göttin gerettet und auf die Reise in die Vergangenheit geschickt. Naemy befindet sich nun in der Zeit vor 300 Sommern, als An-Rukhbar Nimrod einnahm und Thale der grausamen Herrschaft des Magiers Asco-Bahrran unterstellte. Mit dem Auftrag, möglichst viele Nebelelfen zu retten und jenseits der Berge in Sicherheit zu bringen, trifft Naemy auf die Schatten der Vergangenheit. Die Schlacht um Nimrod beginnt und viele Menschen, Nebelelfen und Riesenalpe werden ihr Leben lassen. Die Aufgabe erscheint unlösbar.


    Lesen und Leute , März 2004
    ... Ohne viel vorweg zu nehmen: Felten übertrifft sich! Anstatt die altbekannte Mähr von der Bedrohung von Thale durch eine finstere Macht zu erzählen, schleudert sie ihre Elfe Naemy 300 Jahre zurück in die Vergangenheit ... Wohl wahr: Ein würdiger Abschluss der Trilogie.


    Pirmasenser Zeitung, 22.April 2004
    ... Monika Felten hat sich von Band zu Band nochmals gesteigert, obwohl bereits im ersten Teil ihr Talent und ihre Fantasiebegabung auffielen. Die Erzählung, immerhin 480 Seiten stark, gehört zu jenen Lektüren, die man nicht mehr aus der Hand legt, wenn man angefangen hat. Monika Felten gelingt es hervorragend, ungeklärte Fragen aufzulösen, selbst jene, die in den Bänden zuvor gar keine Antworten erforderten. Der Leser erfährt Aufklärung über Personen und Details, identifiziert sich mit leid geplagten Nebelelfen, von denen man bisher annahm, dass es nur noch ganz wenige gibt. Mit dem dritten Buch der Saga von Thale gelingt Monika Felten ein krönender Abschluss. Ein empfehlenswertes Buch, fast ein Muss für all jene, die sich diesem Genre widmen.



    Meine Meinung
    Spätestens nach dem ersten Drittel hat einen die Spannung und die Dramatik voll gepackt und man möchte das ganze Buch bis zu Ende durchlesen - wäre da nicht die ungeheure Seitenanzahl die dem Vorhaben gleich ein Ende setzen.


    Durch die Zeitreise hat Monika Felten sich die Möglichkeit geschaffen die Vorgeschichte perfekt auf die andere Teile abzustimmen, wie es bei einer chronologischen Veröffentlichungsreihenfolge nicht möglich ist. So erfährt man wie es zu der Konstellation der Personen gekommen ist und dem Schicksal derer, deren Skelette und Seelen den verfluchten Thron von An-Rukhbar bilden.


    Schnell wird klar, wie gefährlich die Rettungsaktion ist: Würden die Menschen, Elfen und Riesenalpe schon zu dieser Zeit wissen, was die Zukunft bereit hält, wird diese garantiert nicht so werden, weil die Menschen, Elfen und Riesenalpe anders handeln! Und so nebenbei würde noch ein Paradoxon geschaffen... (siehe unten)
    Und in der Situation in der sich Naemys Schwester Shari befindet, möchte jeder die anderen vor der Katastrophe warnen; aber dies darf nicht sein und so ist dieser jugendliche Drang eines der größten Probleme mit denen Naemy zu kämpfen hat.


    Ihr zweites Problem ist: Sie hat keinen Plan, wie sie so viele Elfen (2 Dutzend) unbemerkt retten kann...




    Das Paradoxon:
    Ich kenne dies unter dem Begriff "Großvatermord" bei dem man seinen eigenen Großvater umbringt bevor er einen Elternteil zeugen kann. Wenn man annimmt, dass die Zeit ein einziges endloses Band ist, so ist diese Handlung schlicht unmöglich. Zieht man die Relativitätstheorie und das Zwillingsparadoxon zu Rate gibt es einen anderen möglichen Aufbau der Zeit: Das Schienennetz. Sobald 2 Dinge kollidieren wie beim Großvatermord entsteht ein Paralleluniversum, wo der Großvater stirbt. Der Strang, in dem der Großvater weiterlebt, war nie ein Zeitreisender! Der Zeitreisende hat durch seine Zeitreise sein Universum verlassen und ist in ein anderes eingetaucht, wo die Zeit noch nicht so weit "fortgeschritten" war wie in seinem. Reist er zurück - also in seine "Gegenwart", macht er die richtige Zeitreise, weil in diesem Fall keine unlösbaren Probleme auftreten. Erfahren die Eltern oder jemand der es den Eltern erzählt, so gibt es ein neues unlösbares Problem. Damit fängt das ganze Spielchen nochmal von vorne an oder es entstehen Zeitschleifen. Die Zeit dreht sich solange im Kreis bis die Wahrscheinlichkeit eine lösbare Variante gefunden hat.


    Ein Thema, wo man sich zu Tode diskutieren kann, denn irgendwann verliert man den Überblick! :loool:


    Wer sich für dieses Thema interessiert:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Tachyon
    http://www.br-online.de/alpha/centauri/archiv.shtml => 04.03.01 Was ist Zeit? (Realplayer, 14:25) mit Harald Lesch

    Zufälle gibt es nicht! (Mortimer Wittgenstein, fiktive Person von Christoph Marzi)


    Ich :study: gerade:
    querbeet


    LibraryThing

    Einmal editiert, zuletzt von OstLatte ()