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Daniel Glattauer - Gut gegen Nordwind

Gut gegen Nordwind

4.2 von 5 Sternen bei 317 Bewertungen

Band 1 der

Verlag: Goldmann Verlag

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 224

ISBN: 9783442478019

Termin: April 2012

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  • Diesen Autor kannte ich noch nicht und finde seinen Schreibstil schon mal flüssig und auch spannend. Ich fand das Buch teilweise lustig, anrührend und auch ab und zu nervig und langatmig. Aber ich finde die Wortwahl bzw. die Wortgewandtheit des Autoren genial. Eine nette Zwischendurchlektüre, die von mir :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: bekommt.
    Auch wenn es keine Fortsetzung gebraucht hätte, freue ich mich auf Band 2.

    ☆¸.•*¨*•☆ ☆¸.•*¨*•☆ La vie est belle ☆¸.•*¨*•☆☆¸.•*¨*•☆

  • Ich war in Bezug auf "Gut gegen Nordwind" skeptisch. Nicht wegen des E-Mail-Formats ohne jegliche Narrative außerhalb der Korrespondenz (das hat problemlos funktioniert und ich habe zuvor schon verschiedene gute Briefromane gelesen), sondern weil Emmi verheiratet ist und ich mir nicht vorstellen konnte, worauf die Geschichte hinauslaufen sollte. Würden die Mails im Sand verlaufen? Würden sie sich verlieben, einander treffen und eine Affäre beginnen? Eine ernsthafte Beziehung? Selbst während der Lektüre war ich mir nicht sicher, wie Glattauer das Buch beenden würde und mehr noch - ich war mir gar nicht sicher, was denn für mich das passende Ende wäre. Dass alles bleibt wie bisher oder dass Emmi ihren Mann verlässt und mit Leo ein neues Leben beginnt... beide Optionen schienen offen zu sein und ich war gespannt, welchen Weg der Autor gehen würde. Das Ende an sich war dann auch perfekt und ich bin mir gar nicht sicher, ob eine Fortsetzung für mich überhaupt nötig ist.


    Das Buch an sich hat mir sehr gefallen. Das E-Mail-Format funktioniert und es war interessant, die Charaktere auf diese spezielle Art kennen zu lernen. Man bekommt nur verstreut Informationen, eben die, die sie ihrem Gesprächspartner übermitteln (wollen), und muss sich daraus ein eigenes Bild machen. Auch wie sich die Beziehung der beiden von einer Zufallsbekanntschaft hin zu mehr entwickelt war glaubwürdig dargestellt und die Gespräche zwischen ihnen waren unterhaltsam und überraschend tiefgründig - eine gute Mischung, die klar gezeigt hat, wie sich die Beziehung zwischen ihnen wandelt, ganz langsam und unmerklich. Der Autor konnte damit wirklich überzeugen.


    Die Fortsetzung werde ich vermutlich der Vollständigkeit halber lesen, aber eigentlich ist "Gut gegen Nordwind" für mich so vollkommen in Ordnung und ich kann mir kein passenderes Ende vorstellen, obwohl es für die Charaktere alles andere als perfekt ist. Mal sehen, was Glattauer sich für die Zukunft ausgedacht hat.
    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Carpe Diem.
    :study: Gabrielle Zevin - Extradunkel

    2019 gelesen: 90 Bücher mit 33.770 Seiten

  • Auf dieses Buch bin ich durch einen Zufall gestoßen. Es wurde in einem anderen Buch erwähnt und diese kurze Erwähnung weckte direkt meine Neugier. Der Klappentext klang vielversprechend und ich war gespannt, wie der Autor diese Idee umsetzen würde.
    Ich war überrascht, dass das gesamte Buch in eMail-Form geschrieben ist. Es gibt keine festgelegten Zeitangaben, es könnte also 1999 oder 2016 spielen, es werden lediglich mal einzelne Monate benannt. Ansonsten ist die Optik eher vage, typisch eMail z. Bsp. zwei Tage später, 10 Minuten später. Die einzelnen Passagen der Hauptcharaktere Emmi und Leo werden mit RE und AW gekennzeichnet. Sollte man mal die Orientierung verlieren hilft die persönliche Anrede oder der Abschiedsgruß. Ich habe mich aber sehr gut zurecht gefunden. Durch diesen Aufbau flogen die Seiten auch nur so dahin.
    Nun aber zu den Charakteren. Emmi ist eine aufgeweckte Persönlichkeit, die zu Beginn jedoch viel reifer wirkt und die ich älter geschätzt hatte. Um ihr Alter macht sie lange ein Geheimnis, bis es doch irgendwann herauskommt. Über sie erfährt man nur schemenhaft etwas erst nach und nach gibt sie Privates von sich preis. Leo ist ein sympathischer Charakter, der auch ziemlich redegewandt ist. Er gibt schon mal das ein oder andere Detail über sich an Emmi weiter und so erfährt auch der Leser mehr über ihn.
    Beide haben eine wundervolle Art der Kommunikation und ich hatte großen Spaß bei diesen beiden mitzulesen. Man kommt sich ein klein wenig wie ein Voyeur vor und ich hatte manches mal das Gefühl in die Privatsphäre der Beiden einzudringen.
    Der Autor beweist hier ein sehr gutes Händchen bei der Darstellung, wie Menschen, die wir gar nicht kennen zum wichtigen Teil in unserem Alltag werden können. Ich denke der ein oder andere erkennt sich durchaus wieder. Wer schon mal gechattet hat ohne, dass dem ein Treffen folgte stellte sicher auch schnell fest, wie wichtig einem diese Person werden kann. Es gab Stellen bei denen ich sehr lachen musste und es gab Stellen bei denen ich ebenso nervös, wie die Protagonisten, war.
    Dieser Roman hat mich komplett in seinen Bann gezogen und der Autor hat mich mit dieser Art des Geschichtenerzählens komplett für sich gewinnen können. Seine Redegewandtheit und seine Ausdrucksweise sind einfach bezaubernd und die ein oder andere Formulierung hätte nicht treffender sein können. Und da ich Emmi und Leo noch nicht verlassen wollte habe ich mich direkt in den nächsten Roman von Daniel Glattauer “Alle sieben Wellen” gestürzt.


    Bewertung: :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Über das Buch:

    Verlag: Goldmann
    Format: Taschenbuch
    Genre: Liebesroman
    Preis: 7,95 Euro
    ISBN: 9783442465866
    Erschien: 2006
    Originalsprache: Deutsch
    Seiten: 223

    Inhalt:

    Gibt es in einer vom Alltag besetzten Wirklichkeit einen besser geschützten Raum für gelebte Sehnsüchte als den virtuellen? Bei Leo Leike landen irrtümlich E-Mails einer ihm unbekannten Emmi Rothner. Aus Höflichkeit antwortet er ihr. Und weil sich Emmi von ihm angezogen fühlt, schreibt sie zurück. Bald scheint es nur noch eine Frage der Zeit zu sein, wann es zum ersten persönlichen Treffen kommt, aber diese Frage wühlt beide so sehr auf, dass sie die Antwort lieber noch eine Weile hinauszögern. Außerdem ist Emmi glücklich verheiratet. Und Leo verdaut gerade eine gescheiterte Beziehung. Und überhaupt: Werden die gesendeten, empfangenen und gespeicherten Liebesgefühle einer Begegnung standhalten? Und was, wenn ja?

    Das Cover:

    Das Cover ist nicht so meins. Ich finde es etwas langweilig.

    Die ersten 3 Sätze:

    15. Jänner
    Betreff: Abbestellung
    Ich möchte bitte mein Abonnement kündigen. Geht das auf diesen Wege? Freundliche Grüße, E. Rothner

    Meine Meinung:

    Ich hatte ja als erstes den zweiten Teil gelesen und dann erst den ersten. Aber das machte nichts.
    Die Geschichte wie Emmi und Leo sich kennenlernen, kann jeden passieren. Ich finde sie sehr gelungen. Es ist mal was anderes, weil es kein normaler Roman ist, sondern es ist in E-Mail-Form geschrieben.
    Man merkt richtig, wie die beiden sich annähern und die E-Mails immer persönlicher werden. Manche E-Mails sind sehr lustig und schön zu lesen.
    Emmi finde ich in diesen Buch noch nicht so gut, wie im zweiten Teil. Hier finde ich sie noch sehr schnippisch. Und sehr kratzbürstig. Leo versucht aber immer nett zu bleiben. Auch wenn es bei Emmi nicht immer leicht ist.
    Das Ende des Buches endet mit einem Cliffhanger. Und man sollte echt den zweiten Teil auch lesen.

    Fazit:

    Eine sehr schöne E-Mail-Liebesgeschichte.

    Über den Autor:

    Daniel Glattauers Buch „Gut gegen Nordwind“ wurde 2006 veröffentlicht – und war gleich ein Volltreffer. Die Liebesgeschichte präsentiert sich in Form eines E-Mail-Romans, in dem sich die beiden Hauptfiguren – ein Mann und eine Frau, die bald schon nicht mehr voneinander lassen können – nicht ein einziges Mal begegnen. Für den österreichischen Autor war der Roman ein Sensationserfolg. Zuvor war er 20 Jahre lang beim „Standard“ beschäftigt, hatte dort Essays, Kolumnen und Glossen, aber auch Gerichtsreportagen veröffentlicht. Das Schriftstellerdasein war für ihn in dieser Zeit ebenso wie seine zweite Liebe, die Arbeit als Liedermacher, nicht mehr als ein Hobby. Das hat sich inzwischen natürlich grundlegend geändert.

    Wie viele Sterne?

    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:



    :study: Ein Tag ohne ein Buch, ist ein schlechter Tag! :study:


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