Jennifer Donnelly, Das Licht des Nordens

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  • Org.Titel: A Northern Light
    Seitenzahl: 407


    Inhalt (Cover):
    Der 12. Juli 1906 ist ein schöner, sonniger Tag. Bis man die ertrunkene Grace Brown auf die Veranda des vornehmen Glenmore Hotels legt. Für die junge Mattie, die die Briefe der Toten an ihren Geliebten aufbewahrt, ändert sich mit diesem tragischen Ereignis das ganze Leben... Jennifer Donnelly erzählt die ergreifende Geschichte eines jungen Mädchens, das der ländlichen Enge ihrer Heimat zu entfliehen versucht - fesselnder Entwicklungsroman, Kriminalgeschichte und tragischer Liebesroman zugleich.


    Inhalt (Innenseite):
    Wenn in den North Woods der Sommer kommt, scheint die Zeit stillzustehen. Dann hat die junge Mattie das Gefühl, als würden die Gäste des vornehmen Glenmore für immer Krockett spielen und Limonade trinken. Mattie hilft im Hotel aus, denn mit der Farm des Vaters geht es bergab, seit ihre Mutter gestorben ist. Einen Tag dieses Sommers aber, den 12.Juli 1906, wird Mattie nie vergessen: An diesem traurigen Nachmittag wird die tote Grace Brown auf die Veranda des Glenmore gebracht, ihre Haut gelb wie Muskatellerwein. Kurz zuvor hat sie Mattie ihre geheimen Briefe anvertraut - sie bergen den Schlüssel zu ihrem Tod und zugleich die Hoffnung auf ein neues Leben für Mattie.
    "Das Licht des Nordens" ist die ergreifende Geschichte eines jungen Mädchens, das der ländlichen Enge der Heimat zu entfliehen versucht.


    Autorin:
    Jennifer Donnelly wuchs im Staat New York auf und lebt heute mit Mann und Tochter in Brooklyn. Nach ihrem Bestseller "Die Teerose" ist "Das Licht des Nordens" ihr zweites auf deutsch erschienenes Buch. Vielfach preisgekrönt, geht es auf eine wahre Begebenheit zurück.


    Meine Meinung:
    Den größten Teil des Buches widmet die Autorin dem Heranwachsen der jungen Mattie als Rückblick. Die Briefe der Toten, am Anfang erwähnt, spielen erst viel später eine wichtige Rolle. Der kriminalistische Teil kommt für meine Begriffe etwas zu kurz und alles endet mit einer tragischen Liebe und Matties Lebensentscheidung.
    Ein gut und flüssig erzählter Roman durchaus fesselnd, aber ich vermisse eigenständige Gesichtspunkte, einen Wiedererkennungswert.
    Bücher über Mädchen, die in kleinen ländlichen Orten unter eher ärmlichen Verhältnissen einen Drang zu Lernen und Wissen entgegen der üblichen Gepflogenheiten verspüren, gibt es jede Menge. Die Verknüpfung von Lebensentwicklung und der toten Grace Brown machen es nicht außergewöhnlich.
    Jennifer Donnellys erstes Buch "Die Teerose" hatte seinen eigenen Flair und Charme, den ich hier vergeblich suche. Es vermittelt Spannung für den Augenblick, aber auch den Schatten des Vergeßens nach Beendigung des Buches.
    Trotzdem möchte ich es hier empfehlen vorausgesetzt der Leser hat noch nicht allzu viele Bücher mit ähnlicher Thematik gelesen.


    Gruß Wirbelwind


    :study: Deon Meyer, Der traurige Polizist

    :study: Naomi J. Williams, Die letzten Entdecker









    Bücher sind die Hüllen der Weisheit, bestickt mit den Perlen des Wortes.

  • Zuerst einmal möchte ich kurz sagen, wie ich zu diesem Buch gekommen bin.


    Ich hatte Anfang des Jahres eine Leseprobe von "Das Blut der Lilie" gelesen und hatte dann das Glück, das Buch als Rezi-Exemplar zu bekommen. Vorher hatte ich noch nie etwas von Jennifer Donnelly gehört. Nun kam "Das Blut der Lilie" bei mir an und ich war schlicht weg begeistert. Der Schreibstil der Autorin hatte mich gleich gefangen genommen.


    Jennifer Donnellys erstes Buch "Die Teerose" hatte seinen eigenen Flair und Charme, den ich hier vergeblich suche.

    Die beiden "Rosen-Romane" habe ich noch nicht gelesen (stehen aber auf meiner Liste), deshalb kann ich keine Vergleiche hierzu ziehen. Als ich dann in der Bücherei vor dem "D" Regal stand, habe ich mich bewusst erstmal gegen die "Rosen" und für "Das Licht das Nordens" entschieden, denn schon das "Lilienbuch" wurde oft mit den "Rosen" negativ verglichen.


    So, jetzt aber endlich zu meiner Meinung. :wink:


    Wie schon gesagt, finde ich den Schreibstil wahnsinnig klasse. Ich kann mich richtig drin verlieren. Ich würde ihn als leicht beschreiben, aber eben trotzdem intellektuell und berührend.


    Den größten Teil des Buches widmet die Autorin dem Heranwachsen der jungen Mattie als Rückblick. Die Briefe der Toten, am Anfang erwähnt, spielen erst viel später eine wichtige Rolle. Der kriminalistische Teil kommt für meine Begriffe etwas zu kurz und alles endet mit einer tragischen Liebe und Matties Lebensentscheidung.

    Ich muss zugeben, ich hatte mir aufgrund des Klappentextes auch mehr eine Art Krimi als Gesellschaftroman drunter vorgestellt. Das mag auf jeden Fall ein Punkt sein, der einen Leser erstmal enttäuscht. Aber irgendwann fand ich die Geschichte des Mädels so spannend, dass ich die Tote in der Gegenwart schon fast vergessen hatte. Im Endeffekt hatte die Gegenswarts- Geschichte für mich dann eher eine untergeordnete Rolle. Im Grunde war mir die Tote egal und ich wollte wissen was aus der Hauptperson denn nun geworden ist bzw. noch wird. 8-[


    Bücher über Mädchen, die in kleinen ländlichen Orten unter eher ärmlichen Verhältnissen einen Drang zu Lernen und Wissen entgegen der üblichen Gepflogenheiten verspüren, gibt es jede Menge.

    Hier muss ich auch zustimmen, denn die Story für sich allein ist wirklich nichts allzu Besonderes. Was dieses Buch für mich aber eben so besonders gemacht hat, war eben diese einfache Geschichte, welche die Autorin mit so wunderschönen Worten erzählt. Und die Spannung bliebt das ganze Buch über erhalten, weil immer wieder in die Gegenwart geswitcht wurde. Gut gefallen hat mir auch, dass Mattie so in Büchern aufleben konnte. Es wimmelt im Buch nur so von Zitaten und Vergleichen zu Klassikern der Weltliteratur. Und die "Nebengeschichte" der Lehrerin hat mir auch gefallen, da diese noch etwas mehr an Dramatik in das Buch brachte.


    Ich glaube, wer "Das Blut der Lilie" gelesen hat und sich somit in den Schreibstil von Donnelly verliebt hat, für den ist "Das Licht das Nordens" auf alle Fälle etwas!!! Es kommt nicht ganz daran, aber das mag auch an der Story liegen.
    Es gibt in diesem Buch mehr, als eben nur die "Landei-Geschichte", es ist auch ein klein wenig mysteriös. Ich hab es an zwei Tagen so weggeschmökert! :thumleft:


    Es bekommt von mir :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

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