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Eric-Emmanuel Schmitt - Hotel zu den zwei Welten

Hotel zu den zwei Welten

4.3 von 5 Sternen bei 3 Bewertungen

Verlag: Libelle

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 112

ISBN: 9783909081028

Termin: November 2008

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  • Klappentext:


    Zitat

    Magier: Als ich klein war, bin ich manchaml im Garten auf den Pflaumenbaum geklettert, ich habe oben runtergeguckt auf die kleine Welt unseres Dorfes und ich fühlte mich wie elektrisiert, irgendwie anders, überlegen. "Wenn ich will", dachte ich, "könnte ich aufhören zu atmen." Und ich hielt den Atem an. Und je schwerer es wurde, je mehr ich rot anlief durch die Hitze meiner angeschwollenen Halsadern, umso stärker fühlte ich mich und dachte, das kannst du noch lange so aushalten. Aber letzen Endes habe ich dann natürlich weitergeatmet. An anderen Tagen habe ich mir gesagt: "Wen ich es will, werde ich nicht sterben." Irgendwie schien mir das leicht zu sein, ganz leicht, weil ich damals noch nichts damit zu schaffen hatte. Erst später habe ich dann begriffen, das ich dem nicht entgehen konte. Unentrinnbar.


    Eigene Ergänzungen:


    Einige Personen treffen sich an einem ungewöhnlichen Ort. Ist es ein Hotel? Ein Krankenhaus? Eine Irrenanstalt? Schließlich warten einige auf Doktor S... . Dann erfährt man, dass sie die Seele von Komapatienten sind, die darauf warten, wie sich ihr Schicksal weiter entwickelt. Und sie kommen ins Gespräch.


    Urteil:


    Philosophie und Humor in einem ernsten Umfeld, das endgültige Gedanken begünstigt. Nichts für mal eben zwischendurch, aber auch keine wirklich schwere Kost.

  • Du solltest dich schämen, also wirklich! *Hände in die Hüften stemm*


    Da breche ich schon mein Buchkaufverbot für ein Scheibenwelt-Buch und ermahne mich dann selbst, nicht noch mehr zu kaufen und was machst du?
    Stellst hier so ein unheimlich interessant klingendes Buch vor! :geek:


    Im Moment bin ich ja noch bei den vier Bänden über die Weltreligionen, aber da jedes davon ein in sich abgeschlossenes Buch ist, wäre ja zwischendurch Zeit ... :-k :mrgreen:


    Gibt es in dem Buch noch einen anderen Hauptkonflikt oder treffen die verschiedenen Seelen einfach aufeinander und warten auf das Erwachen (gibt ja wahnsinnig viele Diskussionen über das Thema Koma)?

  • Nun, es geht weniger um Religion, als um die Frage, was man eigentlich mit seinem Leben vor dem Tod wirklich angefangen hat. Und, was der tod für die Menschen wirklich bedeuten kann. Und wohin die Liebe führen könnte.

  • Dass es nicht um Religion geht, halte ich sogar für eine willkommene Abwechslung - zumal Religion beim Thema Koma und die Erfahrungen von Komapatienten meiner Meinung nach nichts zu suchen hat (außer jemand ist nunmal so gläubig)!
    Leider wird es diesen Monat nichts mit dem Buch, da ich mir jetzt erst den neuen Laptop gekauft habe (außer Nanny Ogg's Kochbuch war da dann nicht mehr drin).
    Aber gleich Anfang Dezember wird es eines der ersten Bücher sein, das ich mir kaufe. :study:

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