Wiedersehen in Howards End - E.M.Forster

  • Buchdetails

    Titel: Wiedersehen in Howards End


    Verlag: FISCHER Taschenbuch

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 416

    ISBN: 9783596158980

    Termin: Juli 2005

  • Bewertung

    2.9 von 5 Sternen bei 19 Bewertungen

    57,9% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Wiedersehen in Howards End"

    Eine wunderbare Liebesgeschichte, die von der Suche nach Glück erzählt London um 1900: Die Schwestern Margaret und Helen Schlegel sind jung und emanzipiert. Ein bescheidener Wohlstand ermöglicht ihnen ein ungebundenes Leben im Kreis ihrer Künstlerfreunde. Auf einer Deutschlandreise machen sie die Bekanntschaft der in ihren Konventionen erstarrten britischen Familie Wilcox. Zwischen der liebenswürdigen und empfindsamen Mrs. Wilcox und Margaret Schlegel entwickelt sich eine zarte Freundschaft. Und auch Helen, impulsiv und ihrem stürmischen Herzen stets noch drei Schritte voraus, verliebt sich in Paul, den jüngsten Sohn. Als Mrs. Wilcox stirbt, vermacht sie ihr Landhaus ›Howards End‹ Margaret Schlegel. Die Wilcox aber ignorieren das Testament, und insbesondere die Kinder der Verstorbenen machen aus ihren feindseligen Gefühlen gegenüber den beiden kultivierten Schwestern keinen Hehl. Doch auf einmal findet der verwitwete Henry Wilcox Gefallen an Margaret Schlegel und macht ihr einen Heiratsantrag – womit die Probleme erst ihren Anfang nehmen.
    Weiterlesen
  • Aktion

  • Bestellen

Anzeige

  • Ich habe soeben Wiedersehen in Howards End ausgelesen - und bin hellauf begeistert.


    Kurzbeschreibung :
    Die Geschichte spielt zu Beginn des 20. Jahrhunderts, und handelt vorrangig vom englischen Landhaus der Familie Wilcox, Howards End. Hier treffen erstmals ein Mitglied der Familie Schlegel mit den Wilcox´s zusammen - und dieses Treffen hat Folgen, verbindet es die Familien in Zukunft immer wieder und immer enger. Und auch hier geht nichts ohne die üblichen Mißverständnisse und Streitigkeiten...
    Amazons Fazit: Das Haus in Howards End wird zu einem Mikrokosmos der Intrigen, verletzten Gefühle, des Misstrauens –- und schließlich der Versöhnung.


    Also erstmals: ich finde, dass die Kurzberschreibung bei Amazon sowie der Klappentext innen im Buch zu viel verrät, wer also nicht schon vorher den Inhalt genau kennen will, sollte das meiden.


    Meine Meinung:
    Ich fand das Buch aus mehreren Gründen hervorragend. Was mich vor allem beeindruckt hat, war Forsters leicht altmodische, aber wunderschön komponierte, ruhige Schreibweise. Welche Intrigen, Erlebnissse,.. auch immer passiert sínd, Forster wurde nie "laut", sprich sensationsheischend oder zu melodramatisch, er schreibt einfach wie in einem Fluss dahin. Die Geschichte an sich spitzt sich im letzten Teil noch ziemlich zu, ist aber trotz allem eine nette Familiengeschichte mit Landhausschwerpunkt. Wer sich also Spannung und Action wünscht, dem sei hiervon abgeraten. Allen anderen meine volle Empfehlung!

    Liebe Grüße,
    Azrael


    Aktuelles Buch: "Schwarz zur Erinnerung" von Charlene Thompson

  • Ich habe es letztes Jahr gelesen und seitdem gehört es zu meinen Lieblingsbüchern! =D>


    Ich fand die Sprache einfach genial! Auch, wenn es mir anfangs ziemlich schwer gefallen ist, jedem Absatz zu folgen. Da gab es einige, die ich zweimal lesen musste, weil mir beim ersten Mal die Gedanken abgeschweift sind in eine weite, weite Ferne... :mrgreen:


    Aber als ich dann fertig war mit dem Buch, war ich begeistert! Ich würde es auf jeden Fall empfehlen!

  • Eines der Bücher, die ich mir auf jedenfall noch zulegen möchte.
    Habe gerade den Roman "Zimmer mit Aussicht" zu Ende gelesen und kann auch das nur weiter empfehlen.

    Ich lese gerade


    Audrey Niffenegger - Die Frau des Zeitreisenden


    Henry Rollins - See a grown man cry Now watch him die

  • Edward M. Forster - Wiedersehen in Howards End


    Zwei Familien stehen im Mittelpunkt der Handlung, die Geschwister Margaret und Helen Schlegel und die Familie Wilcox, bestehend aus Henry, einem erfolgreichen Geschäftsmann, seiner Frau Ruth, den Söhnen Charles und Paul, sowie einer Tochter. Aus einer zufälligen Reisebekanntschaft entwickelt sich eine flüchtige Romanze zwischen Paul und Helen, die aber ein baldiges Ende findet, doch verlieren sich die Familien auch danach nicht völlig aus den Augen. Zwischen Margaret und Ruth entsteht sogar eine zarte Freundschaft, die jedoch durch Ruths Tod ein jähes Ende findet. Es vergehen zwei Jahre, ehe Henry Wilcox um Margaret zu werben beginnt, und sie schließlich auch gegen den Willen seiner Kinder zur Ehefrau nimmt. Eine weitere zufällige Bekanntschaft der Schwestern Schlegel, der Versicherungsangestellte Len Bast und seine Ehefrau, spielt ebenfalls eine wichtige Rolle in den dramatisch sich entwickelnden Ereignissen. Auf Anraten von Henry Wilcox gibt er seine bisherige Arbeit auf und verliert auch bald darauf seine neue Anstellung. Für diese Verschlechterung seiner Lebensverhältnisse fühlt sich vor allem Helen Schlegel verantwortlich. Nach der Verheiratung ihrer Schwester Margaret verbringt Helen einige Monate im Ausland. Als sie nach der Rückkehr ihre Schwangerschaft nicht mehr verbergen kann, ist das Entsetzen groß, vor allem auch deshalb, weil sie den Namen des Verführers - wie es im Roman so schön heißt - nicht nennen will. Doch sollte dieses Ereignis noch nicht der Höhepunkt der dramatischen Geschehnisse sein, die die Familienmitglieder letztlich in Howards End, dem Erbe der verstorbenen Ruth Wilcox, zusammenführen wird.


    Der Inhalt klingt ja sogar einigermaßen spannend, doch war es die Geschichte aus meiner Sicht leider überhaupt nicht. Hier fehlte mir alles, was einen guten Roman ausmacht. Durch die großteils wirklich sehr dümmlichen Dialoge der Schwestern Schlegel und ihrer eigenartigen philosophischen "Betrachtungen" wirkte das Geschehen auf mich jedenfalls sehr unrealistisch und gespreizt. Mir fehlte aber weniger der Bezug zur Realität als vielmehr ein fließender Stil, ein Rhythmus in der Sprache, der den Leser im Strom der Handlung hätte mitreißen können. So hatte ich meist das Gefühl, einer eher mittelmäßigen Theateraufführung beizuwohnen, wobei mich die Landschaftsschilderungen wiederum nur an die Beschreibung von Theaterkulissen erinnerten. Mir persönlich war der Roman zu langweilig, die Probleme der Protagonisten wirkten auf mich übertrieben (allerdings muss man berücksichtigen, dass das Buch 1910 veröffentlicht wurde), die Figuren waren mir zu blutleer und zu phrasenreich, jedenfalls keine Geschichte, die mir für längere Zeit im Gedächtnis bleiben wird.

  • ... jedenfalls keine Geschichte, die mir für längere Zeit im Gedächtnis bleiben wird.


    Hätte ich den Film nicht gesehen, erginge es mir wohl ähnlich, aber durch den Film bleiben die Bilder im Kopf :wink:
    Allerdings hatte ich beim Lesen wohl Freude am Buch, ich habe es auch nicht schlecht in Erinnerung. Nur eben so die genaue Handlung, die ist mir abhanden gekommen :loool:

  • Ja, Krümel, das kenn ich. Man hat zwar noch so ungefähr ein Gefühl, wie das Buch war, aber von der genaueren Handlung findet sich so gut wie keine Spur mehr. Und dabei hat Dir das Buch gefallen! Jetzt kannst Du Dir ja vorstellen, wie es mir damit ergehen wird. Nur gut, dass es wenigstens eine Rezi im Büchertreff gibt.

  • Hätte ich den Film nicht gesehen, erginge es mir wohl ähnlich, aber durch den Film bleiben die Bilder im Kopf :wink:
    Allerdings hatte ich beim Lesen wohl Freude am Buch, ich habe es auch nicht schlecht in Erinnerung. Nur eben so die genaue Handlung, die ist mir abhanden gekommen :loool:

    Da kann ich dir nur recht geben, dies ist einer der wenigen Fälle wo der Film besser ist als das Buch und Emma Thompson und Anthony Hopkins waren grandios, durch das Buch hab ich mich ein wenig gequält
    Liebe Grüsse Mara

    :study: Ich bin alt genug, um zu tun, was ich will und jung genug, um daran Spaß zu haben. :totlach:

Anzeige