Kennt Ihr eine(n) Autor(in) persönlich und entspricht er/sie Eurer Vorstellung?

  • Ich kenne ein paar Schauspieler/innen und viele Musiker/innen (mehr oder weniger prominent :) ). Ich könnte aber nicht sagen, dass ich von jemanden positiv oder negativ überrascht war, denn klar ist, Künstler bzw. Promis sind "Menschen wie du und ich" - wenn auch vielleicht ein bisschen ex- oder egozentrischer... manchmal. :wink:

  • Ja, ich sehe hin und wieder Arthur Honegger, er hat in vielen Werken seine Jugend als Verdingkind aufgearbeitet. (Die Fertigmacher, Armut, Der fremde Fötzel oder Die Wahl in den grossen Rat usw.) Wie weit er über unsere Landesgrenzen hinaus bekannt ist, kann ich leider nicht sagen.


    Dann habe ich Peter Weber auch schon einigemale gesehen. Sein Erstlingswerk war >Der Wettermacher<, womit er Furore machte und wofür er einige renommierte Literaturpreise erhielt.
    Dazu habe ich noch eine kleine Geschichte zu erzählen. Ich kaufte damals dieses Buch (gebunden), und stellte fest, dass einige Seiten darin ungedruckt waren. Eine Kollegin von mir, in deren Restaurant Peter Weber eine Lesung hielt, erzählte ihm von diesem meinem Buch. Jetzt steht darin: für Bea (m/Name)....die sogar ein Buch mit Löchern liest und sich das Weggelassene selber ausmalt - sie erhält von mir ein Taschenbuch. Toggenburg, Mai 2000. Jetzt habe ich "Die Wettermacher" gebunden und als TB, und :uups:, noch keines davon gelesen. Sein Schreibstil ist äusserst modern und sehr gewöhnungsbedürftig, für meinen Geschmack jedenfalls.


    aixela

  • Hey!


    Da ich in einer Buchhanndlung arbeite, bleib es nicht aus, dass ich manchmal Autoren Persönlich kennenlerne.
    KEnnt ihr Oliver Buslau? DEr schreibt Bergische Krimis und hat eine Lesung in unserer Buchhandlung abgehalten. Mit ihm hab ich mich auch persönlich unterhalten - und er war total nett! Er war gar nicht egozentrisch oder so, wie man es sich bei einem Autor vorstellt!
    es gibt also auch noch "normale" Künstler! :D


    LG
    Caro :study:

    Bücher sind die fliegenden Teppiche ins Reich der Phantasie

  • Ich habe früher in einer der größten Diskotheken im Ruhrgebiet im VIP-Bereich gearbeitet und dort so einige Schauspieler und Musiker kennengelernt.
    Am Besten dürfte ich wohl eines der Mitglieder von Rammstein kennen. Wir waren ein paar Mal miteinander aus. :colors:


    Der Benny Beimer aus der Lindenstraße gehörte früher zu meiner Clique. :mrgreen:


    Ansonsten habe ich drei Autoren auf Buchvorstellungen getroffen. Darunter waren Patricia Cornwell, Alex Kava und Jeffrey Archer. Viel reden kann man zwar nicht wenn man sich in die Reihe der Wartenden für Autogramme einräumt aber ein nettes Wort und eine tolle Widmung hatten alle drei übrig. :)
    Seit einigen Wochen stehe ich mit einem Autor in Emailkontakt.


    Ich habe mir allerdings nie Gedanken darüber gemacht wie im Endeffekt ein Autor wohl wirklich ist. Das schützt vor Enttäuschungen. :D

  • Kennen gelernt zwar nicht, aber ich war mal auf einer kleineren Lesung von Jakob Arjouni, den ich bis dahin wegen seiner Bücher spitze fand ( die Kayankaya-Krimis oder Magic Hoffmann ). Danach hab ich meine Meinung geändert : Ein arroganter Typ, der es sich richtig anmerken ließ, wie sehr es ihn, den Großstädter, ankotzte in einer Kleinstadt vor irgendwelchen unwichtigen Leuten vorzulesen. Auch Kippen im extra hingestellten Getränk auszumachen und auf Fragen total überheblich zu antworten machte ihn nicht gerade sympathischer.

  • Mir ist noch jemand eingefallen auf dessen Lesung ich vor Jahren einmal war. Julius Hackethal hatte aus seinem Buch "Der Meineid des Hippokrates" vorgelesen und ist damals sehr auf die Fragen von den Zuhöreren eingegangen.
    Mir war er sehr sympathisch. :)

  • Ich habe vor einigen Jahren Salomon "Sally" Perel kennengelernt ("Hitlerjunge Salomon"), ein wirklich sehr lieber, freundlicher Mann. :)


    Ansonsten kenne ich ein Mitglied der Gruppe "Dune", habe mal die Schauspielerin Nina Hoger im Urlaub getroffen, und habe bei einem Rezitationsabend den Schauspieler Sky DuMont kennengelernt, der mir seitdem total unsympathisch ist.


    Ich glaube, das wars. :wink:

  • viele meiner professoren haben bücher geschrieben.. aber dabei handelt sich um sachbücher bzw. lektüren zu anderen büchern (studier germanistik ; ) . und.. so wie es bei lehrern nun einmal ist - manche mag man, manche mag man nicht ; )


    außerdem hab ich bei einer lesung jasper fforde kennen gelernt und er war mir sehr symphatisch.. er hat den humor gelebt, den er in seinen büchern niedergeschrieben hat und das fand ich bemerkenswert..

  • Sleepy, einige meiner Freunde würden dich jetzt unbedingt kennenlernen wollen, um dein Addressbuch in einer ungestörten Minute zu durchforsten, sie lieben Rammstein. :lol:


    Als Kind habe ich Paul Maar getroffen. Groß auf Konversation war ich in der Situation nicht aus, das Autogramm aber habe ich immer noch parat.
    Kurze Begegnungen hatte ich mit einigen Prominenten, aber keine engeren Bekanntschaften oder andere nennenswerte Vorkommnisse. Außer das mit Paul Maar, was im Nachhinein eine schöne Sache ist.

    Wer Anhaenger braucht, der suche sich Nullen. Nietzsche.

  • Mir ist im Bezug auf dieses Thema noch etwas eingefallen.
    Ich lebte einige Jahre im Kanton Tessin (vor über 3 Jahrzehnten). Mein damaliger Freund, der schon einige Jahre vor mir im Tessin lebte, ist auf seinen Streiffzügen durch die Bar's und Nightclubs von Ascona auch E. M. Remarque begegnet, und profitierte auch das eine- und anderemal von der Geberlaune Remarques :drunken:, wenn dieser seine Lokalrunden schmiss.
    Ich bin leider ca. 1 Jahr zu spät ins Tessin gekommen, da war Remarque schon tot. :(


    aixela

  • Als Buchhändlerin bin ich einigen Autoren begegnet und anderen Prominenten.
    Eigentlich hat keiner davon meinen Vorstellungen entsprochen. Irgendwie hat keiner zum Bild gepasst, was er / sie vorher durch das gelesene vermittelt hat.


    Joy Fielding fand ich richtig sympathisch, und wider erwarten fast ein bißchen schüchtern.
    Walter Moers war extrem schüchtern. Das war noch vor den Kpt. Blaubär Zeiten und er hat bei uns seine Cartoonbände signiert, hat die Zähne nicht auseinander bekommen und hat alles seine Frau reden lassen. Die hat sogar die Presseinterviews für ihn übernommen. :)
    Eva Demski war ziemlich cool und locker und hat die Lesung erst mal damit angefangen eine Zigarette anzuzünden.
    Tanja Kinkel hat einen fürchterlich arroganten und zickigen Auftritt hingelegt bei uns.
    An Arroganz wurde sie nur von Akif Pirinci übertroffen.
    Mankell hat ein paar echte Komplexe und kann eines absolut nicht ausstehen: Luxus. Es durfte nur das billigste Hotel und das billigste Wasser sein.
    Das glatte Gegenteil von ihm ist Mario Adorf, für den nur das feinste gut genug ist.
    Rafik Schami erzählt seine Bücher und ist sehr nett.
    Walter Kempowski hat sich aufgeführt wie ein Lehrer. Am liebsten hätte er dem Publikum noch Noten für mehr oder weniger intelligente Fragen gegeben. Ich fand ihn sehr unangenehm.
    Achja und Günter Grass... der war überraschend freundlich und offen und zugänglich und hat das Gespräch gesucht. Ich bin erst mal vor Respekt erstarrt, aber er hat munter drauf los geplappert. :)
    Doch einer war so, wie ich es erwartet habe: John Irving. Nett, sympathisch und ein guter Entertainer.


    Von den Nicht-(nur) Autoren habe ich den Fernsehkoch Lafer und Wolfgang Niedecken in bester Erinnerung. Vor allem letzterer war überraschend unkompliziert und genügsam, wollte kein Aufhebens um seine Person, keine Absperrung und Security und war richtig nett.
    Jamie Oliver (der englische Kochstar) war dagegen etwas... schwierig und seltsam.

    :study:


    If you can read, you can empathize, luxuriate, take a chance, have a laugh, hit the road, witness history, become enlightened, turn the page, and do it all again.
    OprahWinfrey

    3 Mal editiert, zuletzt von andrea ()

  • Da darfst du eigentlich nur die englischen Originale bewerten, die deutsche Aufmachung in Sachen Synchronisation ist tatsächlich fürchterlich. Aber an sich wirkt er übers Fernsehen sehr sympathisch.

    Wer Anhaenger braucht, der suche sich Nullen. Nietzsche.

  • Als Buchhändlerin, aber auch als ganz 'normale' Leseabendbesucherin habe ich so manchen Autoren kenngelernt.
    Den Eindruck von Kempowsky kann ich nur bestätigen, Hackethal mit Sekretärin war recht arrogant.
    Aber die meisten waren sehr freundlich und unkompliziert.
    Kleine Episödchen blieben nicht aus.
    Zuletzt habe ich Wolfram Fleischhauer im kleinen Kreis eines Leseabends kennengelernt, sehr sympathisch.
    Gruß Wirbelwind


    :study: China Keitetsi, Sie nahmen mir die Mutter und gaben mir ein Gewehr (Leserunde)
    :study: John McGahern, Unter Frauen

    :study: Naomi J. Williams, Die letzten Entdecker









    Bücher sind die Hüllen der Weisheit, bestickt mit den Perlen des Wortes.