Nick Hornby - Speaking with the Angel

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  • Nick Hornby
    Speaking with the Angel
    Penguin (Softcover/2000)
    ISBN 0-14-029678-6
    212 Seiten


    Bisher vorwiegend bekannt durch “About a boy” liefert Hornby mit diesem Buch eine Kurzgeschichtensammlung ab, die wirklich lesenswert ist. Dabei stammt nur eine der Geschichten von ihm. Die anderen Autoren sind Dave Eggers, Helen Fielding („Schokolade zum Frühstück“), Robert Harris („Archangel“), Melissa Bank („The Girl’s Guide to Hunting and Fishing), Zadie Smith („White Teeth“), Roddy Doyle („The Commitments“, „The Snapper“, „The Van“, „The Woman who walked into doors“, „A Star Called Henry“), Irvine Welsh (“Trainspotting”, “Filth”), Colin Firth, John O´Farrell (“Things can only get better”), Giles Smith und Patrick Marber. Diese Autorinnen und Autoren gehören zum Besten, was die britische Belletristik zurzeit zu bieten hat und jede Einzelne dieser Geschichten zeigt, warum sie zu den Besten zählen.


    Robert Harris zeigt uns mit „PMQ“ wie leicht man als Premierminister durch eine Verkettung unglücklicher Umstände in eine überaus haltlose Situation kommen kann.
    Melissa Banks führt in „Wonder Spot“ vor, wie befriedigend es manchmal sein kann, die „neue Frau“ zu sein.
    In „Last request“ erfahren wir durch Giles Smiths gütige Vermittlung, was es bedeutet, die letzten Mahlzeiten für zum Tode Verurteilte herzurichten.
    „Peter Shelley“ von Patrick Marber führt uns die junge Liebe in den Zeiten der Vinylplatten vor.
    „The department of nothing“ ist eine Geschichte über das Abschiednehmen von einem geliebten Menschen und der Macht von Geschichten, die uns Colin Firth geschenkt hat.
    Die schweren Zeiten eines jungen Bruders eines erfolgreichen und von den Eltern vergötterten jungen Models stellt uns Zadie Smith in „I´m the only one“ vor.
    Der Herausgeber selbst überrascht uns mit einer gefühlvollen Geschichte über die Wahrnehmung von Werken der bildenden Kunst durch einen ungebildeten Menschen in „Nipple Jesus“.
    „After I was thrown in the river and before I drowned“ ist die durchaus richtig betitelte Lebensgeschichte eines glücklichen Hundes, erzählt aus seiner Sicht, die einen die Frage stellen lässt, ob Dave Eggers in seinem letzten Leben selber ein Hund gewesen ist.
    Helen Fieldings „Luckybitch“ hat mich ähnlich wenig überzeugt wie „Bridget Jones´ Diary“ und das ist Alles, was ich dazu sagen möchte.
    Roddy Doyles „The slave“ ist eine sehr nachdenkliche Reflektion über das Älterwerden und die Unsicherheit des Lebens für einen Familienvater. Ohne jedes Drama greift diese Geschichte tief ins Herz und sollte für jeden Hypochonder in der „Midlife-Crisis“ zur Pflichtlektüre werden.
    Irvine Welsh ist irgendwie ein Schwein und man braucht eine gewisse Toleranz und/oder eine gehörige Portion sozialen Voyeurismus um seine Geschichten zu mögen. „Catholic Guilt (You know you love it)“ greift ein wahrhaft erzkatholisches Thema in Verbindung mit Homophobie und Aggression auf und lässt auch den verständnisvollsten Sozialsamariter am Ende ein überaus hämisches Lachen ausstoßen (so weit er durch den Brogue und die Schimpftiraden hindurch gefunden hat).
    „Walking into the wind“ ist eine Studie in Selbsttäuschung mit der John O´Farrell uns einen wirklich realitätsfernen Menschen vorstellt, den die Welt ständig überholt, ohne das er überhaupt merkt, dass er sich auf der Autobahn befindet.


    Das Alles hat irgendwie mit Autismus zu tun. Wie? Selbst herausfinden!

  • Nachdem ich "About a boy" gestern beendet habe, bin ich auf der Suche nach einem "Nachfolger" und finde in meinem SUB leider nichts passendes.
    Bein Stöbern bei Amazon.de habe ich "Speaking with the angel" entdeckt, und bin etwas abgeschreckt gewesen, weil ich Kurzgeschichten eigentlich nicht so mag.
    Wenn ich mir deine Vorstellung aber so ansehe, Klaus, werde ich es mir wohl doch bestellen :) hört sich wirklich gut an.

  • mir gefällt das buch bisher wirklich gut, ich habe etwa die hälfte gelesen.
    ganz besonders gefällt mir außerdem, dass man mit dem buch einen guten zweck unterstützt, nämlich eine schule für autistisch veranlagte kinder in london. :)

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