Leon Uris – Exodus

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Exodus

4.4|18)

Verlag: Heyne Verlag

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 848

ISBN: 9783453138346

Termin: Mai 1998

  • Das Buch über die Enstehung des Staates Israel.


    Inhalt aus www.buecher4rum.de:


    *Die amerikanische Krankenschwester Kitty Fremont kommt im Jahre 1947 in das von den Briten verwaltete Palästina, als sie nach schweren persönlichen Schicksalsschlägen das ebenfalls vom Schicksal gezeichnete Judenmädchen Karen auf deren Reise dorthin begleitet. Und mit ihr viele andere Juden, die Überlebende des Holocaust sind und auf die Gründung eines unabhängigen Staates drängen, damit sie endlich ihre eigene Heimat haben. Auch der Freiheitskämpfer Ari kämpft für ein eigenes Land. Kitty und Ari begegnen sich immer wieder und sie verlieben sich mit der Zeit ineinander. Doch kann eine Liebe zwischen all den Kämpfen bestehen?*


    Dieses Buch habe ich verschlungen. Und es war das reinste Wechselbad der Gefühle. Von himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt macht man alles mit. Die Beschreibung der Lebensgeschichten der einzelnen Charaktere ist teilsweise echt heftig, aber man kann nicht anders als weiterlesen. Man fiebert mit jeder einzelnen Person in diesem Buch mit.
    Und ausserdem fiebert man mit dem ganzen jüdischen Volk mit, dass sich quasi wieder ein Zuhause aus dem Boden stampfen will. Man erfährt in diesem Buch (vor allem gegen Ende) auch viel über die politischen Hintergründe die zur Enstehung des Staates geführt haben.


    Und was ich sehr gut finde, Leon Uris hat noch ein weiters Buch mit diesem historischen Hintergrund geschrieben "Haddsch". Nur diesmal aus der Sicht der Araber. Dieses Buch habe ich zwar noch nicht ganz gelesen, aber das kommt noch.


    Uli

  • Ich habe "Exodus" vor 2 oder 3 Jahren gelesen und es hat mir sehr viel gefallen. Ich denke aber, dass dieses Buch mehr als Chronologie geschriebe ist als Roman. :roll:


  • wunder dich nicht wenn du in zukunft mit holger angesprochen wirst :twisted:


    Stormbringer
    auch von mir ein herzliches willkommen :wink:

  • @Zweiblum.....wenn ich Deine Kommentare lese, habe ich gleich gute Laune.........sitze hier allein vor meinem Computer und lache still vor mich hin :lol:


    @Uli......was das Buch "Exodus" angeht, ich hab's mir doch mal auf meiner Leseliste notiert.......scheint recht interessant zu sein. Die Verfilmung des Buches habe ich im Laufe der Jahre bereits 3 x gesehen. Ich lass mich mal überraschen!!!


    Grüsse von Bonprix

  • @ Stormbringer


    Ups :oops: tut mir furchtbar leid, in der Eile habe ich das doch glatt verlesen. Wird nicht mehr vorkommen, sorry.


    Liebe Grüße
    Helga :)

  • Hatte vor ein paar Jahren mal einen richtigen "Leon Uris Fimmel" - auch dieses Buch habe ich echt verschlungen - ist wirklich zu empfehlen!
    Besonders gut hat mir von ihm auch noch "Trinity" gefallen. Meine Ausgabe fällt schon fast auseinander - so oft habe ich das gelesen... :D

  • Wer Exodus gelesen hat, versteht so manches, was im heutigen Palästina abgeht. Uris verzichtet hier auf die typisch amerikanische schwarz/weiss-Malerei und geht sehr objektiv vor. Bei seinem anderen Bestseller "Schlachtruf", auch als "Urlaub bis zum Wecken" bekannt, konnte er diese objektive Erzählweise nicht durchhalten.
    Dennoch ein Autor, den man gelesen haben sollte.

  • Dieses Buch sollte man nach Uris' Exodus unbedingt lesen. Bonprix, Gehört dies nicht in den Geschichteteil?
    Amazun Kurzbescheibung:
    Haddsch ist ein absolut lesenswerter Roman, der die arabische Mentalität so eindringlich beschreibt, daß man sie fühlen kann. Wie immer hat Leon Uris auch diesmal geschichtliche Daten fesselnd eingekleidet und es gaschafft, jeden Leser anzusprechen, ob nun auf historische Fakten lauernd oder auf eine romanhafte Erzählung mit Charakterbezug. Leider hat das Buch in seinem Umfang zum Teil Längen, die schwerfällig wirken und das Lesen bisweilen zäh machen. Zudem konnte ich - trotz meiner überaus großen Liebe für Israel - nicht das Mißtrauen ablegen, daß der Autor parteilich ist und aus einer pro-israelischen Sicht als Nicht-Araber Einblicke in das arabische Leben und Denken geben möchte, um es am Ende doch zu verurteilen. Die arabische Welt sollte man eben nicht mit der westlichen Brille betrachten und beurteilen, denn sie ist - wie jeder andere Kulturkreis - eine Welt für sich

    1. (Ø)

      Verlag: Droemer Knaur


  • An und für sich ein gutes und schlüssiges Buch über die Entstehung des Staates Israel. Was mich an dem Buch gestört hat, sind die romantischen Anwandlungen, in denen die Frauen immer die Schutzbedürftigen und wenig mutigen sind. Natürlich sind die Männer alle stark, schützend, mutig und entschlossen. Barbara Cartland hätte das Buch wahrscheinlich auch nicht schlechter erzählt. Über die anderen "Werke" dieses Schriftstellers kann ich mich nicht äußern.

    Wenn du einen verhungernden Hund aufliest und machst ihn satt, dann wird er dich nicht beissen. Das ist der Grundunterschied zwischen Hund und Mensch.
    Zitat: Mark Twain

  • Zypern, 1946. In einem großen Flüchtlingslager leben zahlreiche Juden, die vor der Verfolgung aus Deutschland geflohen sind und sich in Palästina den Siedlern anschließen wollen, die dort ihren Traum vom eigenen jüdischen Staat zu verwirklichen suchen. Die Einreise nach Palästina ist jedoch nicht gestattet - weswegen die geheime Einwanderungsorganisation Mossad Aliyah Bet versuchen will, ein Schiff voller jüdischer Kinder ins Land zu schmuggeln.


    Die amerikanische Krankenschwester Kitty Fremont arbeitet seit einiger Zeit im Lager bei den Kindern und hat ihr Herz besonders an die sechzehnjährigen Karen gehängt, die aus Deutschland geflohen ist und in der sie ihre als Kleinkind verstorbene Tochter wiederzuerkennen glaubt. Weil sie Karen nicht alleine gehen lassen will, fährt sie mit auf dem klapprigen Schiff "Exodus" nach Palästina und hofft, dass das waghalsige Unternehmen gutgeht.


    Dies ist die Ausgangslage für einen umfangreichen Roman über die Entstehung des heutigen Staates Israel. Die Mission der "Exodus" bildet dabei zunächst eher die Rahmenhandlung für die Lebensläufe der wichtigsten Protagonisten, die in Rückblenden erzählt werden und exemplarisch für verschiedene Strömungen und Lebensformen des Judentums in Deutschland, Osteuropa und Palästina stehen.


    Sobald diese Lebensgeschichten erzählt sind, widmet sich das Buch dann voll und ganz den ereignisreichen Jahren zwischen 1946 und 1951, in denen mit eisernem Willen, erbitterten Kämpfen, viel Blutvergießen auf allen Seiten und einer diplomatischen Hängepartie schließlich der Wunsch der Zionisten nach einem jüdischen Staat erfüllt werden konnte.


    Durch die Perspektive Kitty Fremonts wird der Eifer und teils sogar Fanatismus der Siedlerbewegung etwas relativiert. Als amerikanische Christin gelingt es ihr zwar, sich bis zu einem gewissen Grad zu integrieren, doch die Mentalität der meist sehr jungen Menschen, die bereit sind, für ihren Traum vom eigenen Staat jedes erdenkliche Opfer zu bringen, bleibt ihr fremd. Somit ist das Buch kein durchweg unkritischer Lobgesang, wenngleich die Sympathien natürlich klar auf Seiten der Siedler liegen.


    Die persönlichen Geschichten der Hauptfiguren verbinden sich auf gelungene Weise mit den historischen Ereignissen. Es bleibt dramatisch bis zum Schluss, ohne rührselig zu werden, und trotz des Umfangs und der vielen Schleifen in die Vergangenheit auch durch die Bank spannend. Lediglich die eine oder andere Schilderung von Kampfhandlungen hätte für mich persönlich ein wenig knapper sein dürfen.


    Viele Szenen aus dem Buch werden mir wohl noch lange im Gedächtnis bleiben - und es hat mich mal wieder dazu angeregt, die tatsächlichen Ereignisse zu recherchieren.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: ( :bewertung1von5: )

  • Den Film kenne ich schon ewig. Jetzt habe ich endlich mal das Buch gelesen und ich habe es nicht bereut. Super interessant und super spandend. Auf jeden Fall ein Buch, welches man so schnell nicht wieder vergisst und welches ich jedem, der sich für die Geschichte des Staates Israels interessiert, empfehlen würde.

    "Eine ganze Stunde der Seligkeit! Ist das etwa wenig, selbst für ein ganzes Menschenleben?" - Dostojewski

  • Ich habe das Buch nach längerem Lesen beendet und fand es sehr beeindruckend.


    Mittelpunkt der Handlung ist die Entstehung des Staates Israel, die anhand des Lebens, Wirkens und Kampfes der Protagonisten geschildert wird. Die Geschichte steigt bei der Exodus ein, einem Schiff voller jüdischer Flüchtlingskinder, die den 2. Weltkrieg überlebt haben und aus dem britischen Internierungslager Caraolos auf Zypern nach Palästina fliehen wollen. Doch das Land steht den Juden nicht offen, im Gegenteil wollen die Briten in ihrem Mandatsgebiet Palästina eine allzu umfassende Einwanderung der Juden mit allen Mitteln verhindern. Und so landen viele Überlebende, die nach den Schrecken des Krieges auf der Suche nach einer neuen Heimat sind, in britischen Internierungslagern (nachdem sie vorher die deutschen Konzentrationslager überlebt haben :cry: ). Dieser Aspekt hat mich sehr überrascht und bestürzt, ich gebe zu, dass ich mir darüber noch nie Gedanken gemacht habe (und es auch im Geschichtsunterricht nicht thematisiert wurde), was eigentlich den überlebenden Juden nach dem Krieg widerfahren ist.


    In Rückblenden werden die Vergangenheit und das Schicksal einiger Hauptpersonen erzählt, was mich fassungslos, entsetzt, traurig und auch beschämt zurückließ - es ist schlimm, was die jüdische Bevölkerung erleiden musste und was Menschen einander antun können: An erster Stelle die Greueltaten der Nazi´s (wer hat nicht Schindler´s Liste gesehen, aber die Vielzahl der Grausamkeiten schwarz auf weiß zu lesen oder über die makabre Zielstrebigkeit und Effizienz der Nazi´s zu erfahren, war für mich doch noch etwas ganz anderes und ging mir sehr nahe). Auch die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung in Russland und Polen im 19. Jahrhundert geht einem sehr nahe. Entsetzt war ich auch, als die Überlebenden der KZ´s in Polen an der Ausreise gehindert werden sollten - diese Menschen, die das Schlimmste im Leben erlebt haben, sollten das Land, in dem sie auch bloß nicht erwünscht waren, nicht verlassen dürfen.


    Teilweise hat das Buch einige Längen und liest sich nicht mal eben so weg. Die Seiten sind eng beschrieben und das Lesen erfordert einiges an Konzentration. Dennoch ist es sehr interessant, über den Aufbau der jüdischen Siedlungen oder den Kampf gegen eine Vielzahl von Widrigkeiten zu erfahren. Sehr spannend las sich z. B. die internationale Abstimmung über die Teilung Palästinas, welche den Anlass für die Ausrufung der Republik Israel bildete.


    Das Buch hat bei mir ein Wechselbad der Gefühle hervorgerufen: Ich war entsetzt über die Greueltaten gegenüber den jüdischen Menschen. Ich war beeindruckt, was das jüdische Volk in dem unwirtlichen Land Palästina auf die Beine gebracht hat (Wüsten urbar machen, Sümpfe trocken legen, eine Infrastruktur schaffen). Ich war bestürzt, welche Rolle die Briten gespielt haben, weil ich vorher noch nie davon gehört habe. Ich war fasziniert vom Kampfeswillen der jüdischen Bevölkerung, die den Kampf für das eigene Land und die Freiheit über persönliche Interessen und sogar das eigene Leben stellt - sie wollen nie wieder Unterdrückung, Ghetto oder Vertreibung erleben, nachdem sie auf eigenem Boden und in ihrem eigenen Staat Israel gelebt haben. Sehr treffend beschreibt es meiner Meinung nach folgendes Zitat (S. 698): "Aus der Diaspora, aus dem Exil kamen sie, die überall Unerwünschten zu diesem einzigen kleinen Fleck auf der ganzen Welt, wo das Wort Jude kein Schimpfwort war."


    Zusammenfassend kann ich sagen, dass dies ein sehr interessantes und bewegendes Buch ist. Trotz einiger Längen vermittelt es sehr viele historische Fakten und ein interessierter Leser wird vieles daraus mitnehmen können.

    Liebe Grüße,
    Tine


    :study: Justin Cronin - Die Spiegelstadt

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