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Primo Levi - Die Atempause

Die Atempause

4 von 5 Sternen bei 2 Bewertungen

Verlag: dtv Verlagsgesellschaft

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 256

ISBN: 9783423117791

Termin: Januar 1994

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  • Inhalt
    Primo Levi ist Auschwitz-Überlebender und schreibt in diesem Autobiographischen Roman von seiner Odyssee vom KZ zurück ins Leben und zurück in seine Heimat.
    Auf seiner Reise, die ihn zunächst tief nach Russland führt, begegnen ihm viele verschiedene Menschen - Leidensgenossen, feindlich und freundlich Gesinnte, Überlebenskünstler und Verlorene - und er stößt auf ganz unterschiedliche Probleme: Hunger, Kälte, Langeweile und Stillstand, Sprachbarrieren und Barrieren in den Köpfen der Menschen.
    Schließlich gelingt ihm die Rückkehr nach Italien.


    Meine Meinung
    Das Buch ist durchaus interessant zu lesen, auch wenn eigentlich ein bißchen zuviele Personen vorkommen (für meinen Geschmack), die oftmal nur mit groben Strichen gezeichnet werden.
    Wichtig ist bei diesem Buch nicht das Ankommen in der Heimat - sondern der Weg den Levi mit seinen Gefährten zurücklegt und wie unterschiedlich ein jeder auf die verschiedenen Schwierigkeiten reagiert.
    Besonders gefallen hat mir, dass das Buch keine Anklage ist, kein Abrechnen, und dass die Personengruppen nciht nur schwaz-weiß dargestellt sind.


    Es soll dazu auch eine sehr gute Verfilmung geben, die ich aber leider noch nicht gesehen habe.



    P.S. Bin mir nicht sicher, ob das Buch tatsächlich dieser Kategorie zuzuordnen ist - es würde sicherlich genauso gut in Erzählungen oder Biographisches passen. Aber da der Krieg bzw. dessen Folgen ein zentrales Thema sind, habe ich es mal hierein gesetzt.

    1. Die Atempause

      (Ø)

      Verlag: dtv Verlagsgesellschaft


  • Hört sich vielversprechend an! Ich notiere es mir direkt.

    She wanted to talk, but there seemed to be an embargo on every subject.
    - Jane Austen "Pride and prejudice" - +

  • Vielleicht darf ich hinzufügen, daß "Die Atempause" die Fortführung von "Ist dies ein Mensch?" darstellt, in dem Primo Levi von Ausschwitz selbst spricht. Ich halte diese zwei Bücher zum Besten, was zu diesem so leidverbundenen Thema geschrieben worden ist.
    Ich stimme Anriel voll zu, daß Levi nicht einfach "abrechnen" will. Es ist vielmehr beeindruckend, daß er eben "Mensch" zu bleiben scheint...

  • "Fortführung" ist gut ausgedrückt - denn es ist nicht so, dass die "Atempause" nicht allein stehen kann. Es handelt sich schon um ein in sich geschlossenes Werk, aber von der Biographie des Autors her steht sein anderes Werk ("Ist das ein Mensch?") natürlich vorher - DANKE tom für die Ergänzung! =D>


    Da ich persönlich schon mehr über KZ-Erfahrungen gelesen habe, hat mich "Die Atempause" über die Zeit danach mehr interessiert, aber ich werde wohl auch das andere noch früher oder später lesen.

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