Antiquitäten

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  • Ja, wenn mich das Buch interessiert und keine andere Ausgabe davon aufzutreiben ist ... so sind z.B. ein paar der Roman-Ausgaben aus den dreissiger Jahren in meiner fast kompletten Luis-Trenker-Sammlung in dieser altmodischen Schrift - beim Lesen finde ich die allerdings schon etwas gewöhnungsbedürftig;-(


    Meine alten Baedeker sind, glaube ich, in "normalerer" Schrift, doch mein ältestes Buch überhaupt, ein Gesangbuch von 1886, das meiner Urgrossmutter gehört hat, ist auch so verschnörkelt.

  • Ich hab solche Bücher bis jetzt nur vererbt bekommen - einmal eine alte Ausgabe von Robinson Cruoso (schreibt man anders) und eine Ausgabe vom Untergang der Titanic - Autor: Pelz von Felinau

  • Antiquarische Bücher habe ich bis jetzt nur bei meiner Oma in der Hand gehabt, so richtig Asbach-Uralt-Schinken. Leider sind diese bei einer Aufräumaktion im Altpapier gelandet - meine Oma leidet seit geraumer Zeit unter Alzheimer.


    Was sagt man dazu? Shit happens.... :cry:


    Ich habe es übrigens immer sehr spannend gefunden, in diesen Büchern zu lesen, es war zum Beispiel ein Tagebuch aus dem letzten Jahrhundert dabei, von meinem Ur-ur-ur-ur-sonstwie-ichweißnichtwas. Absolut aufregend, mal so fast "live" in die Vergangenheit abzutauchen!

    Lesen ist das Trinken von Buchstaben mit den Augen.
    (Hermann Lahm)

  • Tinchen


    Kannst du dann auch Sütterlin lesen? Diese alte deutsche Handschrift? Oder war das Tagebuch schon in der "neuen" Handschrift geschrieben?
    Wir haben in der Schule diese alte Schrift einmal gelernt, ich habe es allerdings sehr schnell wieder verlernt.
    Erst in letzter Zeit habe ich mich wieder einmal damit beschäftigt, ich finde es immer schade wenn ich so schöne (ich meine jetzt das Schriftbild) alte Texte sehe, sie aber nicht enttziffern kann. Wir haben auch eine Bekannte die uns immer noch Karten in dieser Schrift schreibt, wir tun uns dann immer sehr schwer zu entziffern was sie sagt.


    Uli

    Ohne eigene Bücher zu sein, ist der Abgrund der Armut, verweile nicht darin.
    -Ruskin-

  • Also ich habe mir in letzter Zeit einige älteren dt. Literaturgeschichten und Literaturlexika zugelegt. Sind Ende 19. Jh., bzw. Jahrhundertwende.
    Die habe ich mir aber weniger wegen der Schrift, etc. gekauft, als vielmehr, weil mich die Betrachtung und Wertung der Literatur im Wandel der Zeit sehr interessiert. Da kann man z.B. bei ebay teilweise sehr günstig schöne Sachen bekommen...

  • Uli


    Den Begriff Sütterlin kenne ich gar nicht, mir sagt nur Altdeutsche Schrift etwas. Die kann ich mehr schlecht als recht entziffern, bei den Büchern, die ich in der Hand hatte, hat mir meine Oma geholfen. Schade ist nur, dass ich wohl so viel vergessen habe, dass ich es heute nicht alleine hinbekommen würde.


    Ich werde meine Oma damit aber noch einmal konsultieren, denn das kann sie sicher noch. Auch wenn sie nicht mehr weiß, in welchem Jahrzehnt wir leben und ob ich ihre Tochter oder Nichte oder Enkelin bin..... :cry:

    Lesen ist das Trinken von Buchstaben mit den Augen.
    (Hermann Lahm)

  • Uli


    Den Begriff Sütterlin kenne ich gar nicht, mir sagt nur Altdeutsche Schrift etwas. Die kann ich mehr schlecht als recht entziffern, bei den Büchern, die ich in der Hand hatte, hat mir meine Oma geholfen. Schade ist nur, dass ich wohl so viel vergessen habe, dass ich es heute nicht alleine hinbekommen würde.


    Ich werde meine Oma damit aber noch einmal konsultieren, denn das kann sie sicher noch. Auch wenn sie nicht mehr weiß, in welchem Jahrzehnt wir leben und ob ich ihre Tochter oder Nichte oder Enkelin bin..... :cry:

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    (Hermann Lahm)

  • Hallo,


    ich habe von meinem Großvater einige Bücher geerbt, darunter ein Buch von 1930.


    "Zwei Welten - Ein Marco Polo Roman" von Egmont Kolerus.


    Es gibt anscheinend nur mehr hundert Exemplare dieser Ausgabe. :-)


    mfg Historikus

  • In meiner Gegend hab ich kaum Gelegenheit, solche Bücher zu erstehen.


    Mir zerreißt es das Herz, wenn ich daran denke, dass die Privatbibliothek eines Verwandten (mehrere 100km entfernt) nach seinem Tod einfach ins Altpapier kam... :shock:

    Liebe Lesegrüße
    Eure Süße
    :study::)


    Erinnerungen, die unser Herz berühren, gehen niemals verloren.

  • Manchmal ist das aber nicht so einfach, wenn man sich um eine komplette Haushaltsauflösung kümmern muß und sowieso schon nicht weiß, wohin mit dem ganzen Kram.


    Ein Jammer ist es natürlich trotzdem....

    Lesen ist das Trinken von Buchstaben mit den Augen.
    (Hermann Lahm)

  • Jaaa, so ist des...
    Schade, dass diejenigen, die das Haus ausgeräumt haben, kein Interesse an Büchern hatten...
    Mir bricht es das Herz, wenn ich an die schnuckelige Bibliothek zurückdenke... :cry:

    Liebe Lesegrüße
    Eure Süße
    :study::)


    Erinnerungen, die unser Herz berühren, gehen niemals verloren.

  • Ich hab mal einen Bonsels (Mario) in antiquarischer Schrift gelesen und nach einiger Gewöhnung war das gar nicht mehr schlimm für mich.


    Da ich mich aber ansonsten mehr für moderne Litartur interessiere, brauch ich das nicht :wink:

  • Ich habe schon als Kind Bücher wie z.B. "Der kleine Lord" von Frances Hodgson Burnett in altdeutscher Schrift gelesen und bin deshalb daran gewöhnt. Eigentlich sehe ich diese Schrift noch sehr gerne, hat sie doch irgendwie einen "gemütlichen" Charakter. War auch eine der ersten Schriftarten, die ich im Kalligraphiekurs gelernt habe.

  • Da ich alte Bücher sammle, bin ich wohl genau richtig in diesem Thread. :D
    Das Ganze hat bei mir, wenn ich mich recht erinnere, damit angefangen, dass ich mit 15 oder 16 eine zehnbändige Shakespeare Ausgabe von 1863 auf dem Flohmarkt gekauft habe. Hab' damals 50 Mark bezahlt - wusste garnicht was das für ein Schnäppchen war. :lol:


    Mittlerweile sammle ich alles, was ich aus den Gebieten Philosophie, Kuriosa oder Geschichte bekommen kann. Sind schon einige Kuriositäten dabei. "Die Kunst das Leben zu verlängern" von 1792 hat mich zum Beispiel sehr amüsiert. :D


    Übrigens: Diese altdeutsche Schrift nennt sich Fraktur.

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