Karin Slaughter – Belladonna / Blindsighted

  • Buchdetails

    Titel: Belladonna


    Band 1 der

    Verlag: Blanvalet

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 480

    ISBN: 9783442379064

    Termin: Juni 2012

  • Bewertung

    4 von 5 Sternen bei 171 Bewertungen

    79,1% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Belladonna"

    Karin Slaughters Debütroman Sara Linton, Kinderärztin im Krankenhaus des verschlafenen Heartsdale und bei Bedarf auch Gerichtspathologin, findet in einer Restauranttoilette die schwer verletzte Sybil Adams mit zwei tiefen gekreuzten Schnitten im Bauch. Alle Versuche, die beliebte Collegeprofessorin zu retten, sind vergebens. Bei der Autopsie muss Sara feststellen, dass Sybil auf grauenhafte Weise misshandelt wurde. Dass das Opfer blind und damit fast wehrlos war, macht die Tat noch entsetzlicher …
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  • Aus dem Klappentext:
    Sara Linton, Kinderärztin im verschlafenen Heartsdale und bei bedarf Gerichtspathologin findet Sybil Adams verblutend auf der Toilette eines Restaurants. Zwei tiefe Schnitte in ihrem Bauch bilden ein tödliches Kreuz.
    Bei der Autopsie stellt Sara fest, dass Sybil auf grauenhafte Weise vergewaltigt wurde. Dass Sybil blind und damit wehrlos war, macht den Fall noch entsetzlicher. In Sybils Blut wird Belladonna gefunden.
    Den Fall übernimmt Jeffrey Tolliver, Saras Ex-Mann. Ein paar Tage später wird wieder eine Frau auf die gleiche Weise tot gefunden, und Tollier weiss, dass er es mit einem Serienkiller zu tun hat.


    Ich bin genau auf Seite 100 und kann folgendes sagen: Kay Scarpetta und Tempe Brennans Autopsien sind nett zu lesende Szenen im Vergleich zu denen in diesem Buch (vielleicht reagiere ich aber so, weil die Geräusche bei der Untersuchung der Wunden beschrieben werden, und das empfinde ich schlimmer als Bilder, die ich mir mache.)


    Ich dachte, Tess Gerritsen hätte in "Die Chirurgin" den Gipfel dessen erreicht, was ein literarischer Serienmörder Frauen antun kann. "Belladonna" toppt sie.


    Die Übersetzung ist miserabel. Ständig "Yeah" statt "Ja"; wozu? Es kommt mir so künstlich auf authentisch gemacht zu. Und missverständliche, aus dem Zusammenhang gergriffene Sätze.


    Aber spannend ...


    Ich halt euch auf dem laufenden.


    Marie

    Bücher sind auch Lebensmittel (Martin Walser)


    Wenn du einen Garten und eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen. (Cicero)




  • Ja, Marie, tu das mal. Bin schon gespannt was du uns erzählst, wenn du das Buch ausgelesen hast.


    grüße von der blutrünstigen missmarple

  • Zur Info: das soll im September als TB rauskommen - ichs habs übrigens auch schon notiert :wink:

    Liebe Grüße,
    Azrael


    Aktuelles Buch: "Schwarz zur Erinnerung" von Charlene Thompson

  • Das hört sich ja nach einem sehr interessanten Buch an.
    Da freu ich mich schon drauf. Und bitte halt uns auf dem Laufenden!

    Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste.
    Heinrich Heine

  • Ich bin jetzt ca. 80 Seiten vor dem Ende (hat ca. 400 Seiten).


    Es überzeugt mich nicht. Mir kommt es vor, als hätte die Autorin hier und da bei Kollegen abgekupfert. Viel Neues hat sie außer Grausamkeiten nicht zu bieten. Außerdem habe ich einen starken Verdacht, wer der Mörder ist. Ich sag euch dann, ob ich recht habe. Wahrscheinlich weiss ich es gleich (wenn ich mich aus dem Forum losreißen konnte, wüsste ich es noch schneller).


    Marie

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  • Ich warte auch schon auf das TB. Bin schon gespannt.

    Liebe Grüße
    Helga :winken:


    :study: [b]???


    Lesen ist ernten, was andere gesät haben (unbekannt)

  • Das ist mir noch nie bei einem Buch passiert: Auf Seite 379 (ca. 30 Seiten vor dem Ende) habe ich es zugeklappt und aufgehört zu lesen. Es handelte sich um eine Vergewaltigungsszene, in der der Täter mit der Folter begann.


    Ob es diese spezielle Art der Folter war, weiss ich nicht, denn ich habe "Das Schweigen der Lämmer" oder "Der Vogelmann" gelesen, auf jeden Fall wurde es mir zu schlimm. Wozu diese Steigerung von Brutalität, die in keiner Weise literarisch oder psychologisch irgendwie begündet ist (war auch bei der Chirugin nicht 100%ig)?
    Frau Slaugher macht ihrem Namen alle Ehre.


    Auch ein Ex-Ehepaar als Ermittler / Ärztin, bzw. Bedrohte (natürlich lieben sie sich immer noch) ist nicht neu und hier auch sehr oberflächlich behandelt.


    Wer dieses Buch lesen will und keine Probleme mit Englisch hatte, sollte es sich im Original besorgen. Die Übersetzung ist furchtbar.


    Marie


    Übrigens: Der Täter war tatsächlich der, den ich im Visier hatte; bereits im ersten Drittel gibt es eine kleine Bemerkung von einem der Ermittler, und durch die weiss ein Leser, dass es nur dieser Täter und kein anderer sein kann.

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  • Ich bin zwar auch noch nicht ganz fertig, aber auch mich hat es definitiv nicht überzeugt. Dieses ständig "Yeah" und überhaupt der ganze Stil....... nicht mein Ding, aber ich werde es zuende lesen

  • @ Knörmel, hast du auch den Täter schon früher gekannt?


    Ich fand es auch sehr schwach, dass Spoilerer auf einmal mit der Vergewaltigungsszene auftauchte und nicht mit der Entlarvung.


    Marie

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  • Jo, mir war auch schon früh klar wer es war und das finde ich immer ziemlich schade. Eigentlich sollte ein Krimi/Thriller den Täter bis zum Ende offen lassen. Nun ja, was soll es.

  • Dies ist Frau Slaughters erster Roman und sie macht ihrem Namen wiirklich alle Ehre. Denn es geht hier so blutig zu, wie man es sonst nur aus einem Splatter gewöhnt sein dürfte - wenn man sich an so etwas gewöhnen kann. Wieder mal sind wir mit einer Pathologin im kriminalistischen Bereich konfrontiert und die Probleme, die die Charaktere hier haben, lassen die bei Patricia Cornwell richtig trivial erscheinen.


    Manchmal ein bisschen viel des Guten, aber ein beachtenswertes Erstlingswerk. Ausführlicher hierzu unter:


    http://www.sandammeer.at/rezen…laughter-blindsighted.htm

  • Die späteren Entwicklungen der Charaktere rechtfertigt im Nachhinein das ein oder andere Chaos, das am Anfang erzeugt wird. Auch die Vergewaltigungsszene wird in die späteren Handlungen stark mit eingebunden. Aber es ist sicherlich gewöhnungsbedürftig.
    Auch die "Original"-Stimme ist gewöhnungsbedürftig, da Frau Slaughter durchaus ihren sehr eigenen Slang verwendet, der zwar in ihrer Gegend üblich sein mag, aber Leserinnen und Leser aus anderen Gegenden sicherlich erst einmal stutzen lassen.
    Die Kurzgeschichtensammlung Das Armband und bereits der folgende Roman zeigen, dass die Autorin sich steigern kann.

  • Ich habe es vor ein paar Tagen in einer Leserunde gelesen:


    Ein gutes Erstlingswerk. Obwohl es etwas langsam beginnt, wird die Spannung dann wirklich systematisch aufgebaut und man wird immer neugieriger.


    Auch die Darstellung der Personen hat mir sehr gut gefallen, wobei ich allerdings finde, dass nicht nur die Kinderärztin und Coroner Sara Linton die Protagonistin ist, sondern auch der Polizeichef Chief Jeffrey Tolliver.


    Was mir allerdings sehr stark aufgefallen ist, sind die vielen Fehler, angefangen von einmal "Du", dann wieder "SIE", dann wieder "DU", bis zu einigen Namensverwechslungen und das immer wieder nervende "Yeah". Das sollte eigentlich in einem Debutroman nicht passieren, ist aber auch nicht so extrem störend.


    Die Autopsien und diversen Verletzungen sind sehr detailliert beschrieben und ich denke es ist so eine Mischung aus Hayder, Gerritsen, Nasaw etc. Trotzdem ein spannendes Buch, das sich auch sonst recht flüssig lesen lässt.


    Bin auf jeden Fall schon auf ihr zweite Buch "Vergiss mein nicht" gespannt, vor allem ob sich dort die Fehler reduziert haben.

    Liebe Grüße
    Helga :winken:


    :study: [b]???


    Lesen ist ernten, was andere gesät haben (unbekannt)

  • Die "Du" und "Sie"-Sache ist eine Frage der Übersetzung. Da war offensichtlich jemand schlampig und das ist nicht der Autorin anzurechnen. Aber was die Sprache angeht, so muss ich sagen, dass die Autorin im Original einen sehr extremen Regionalstil an einigen Stellen schreibt, der besonders in der Personenrede stark durchkommt. Und das gilt durchgängig für alle bisher in dieser Reihe erschienenen Romane und hat sich nach meinem Eindruck beim letzen Band der Reihe - [url=http://www.buechertreff.net/topic,2873,-Karin+Slaughter+-+Indelible.html]Indelible[/url] eher noch verstärkt. Ich kann allerdings nicht vorhersagen, wie stark sich das hinterher in der Übersetzung zeigt.

  • Ich hab Belladonna nun auch gelesen und es eigentlich als sehr spannend empfunden. Warum, kann ich allerdings nicht so genau sagen, da mich eigentlich einiges gestört hat.
    Da wäre gleich mal die Übersetzung mit Yeah und so - das war ja wirklich grauenhaft. Und dann die Logikfehler - Miles/h mit km/h gleichzusetzen...
    Weiters hat mich gestört, dass der Rassismus-Story so wenig Bedeutung beigemessen wurde - die wurde irgendwann links liegengelassen und ward nirgendwo mehr erwähnt. Spoiler: wer hat schließlich auf jeffrey geschossen? Ich glaub ja, dass es Frank war, aber wer weiß?


    Was die Grausamkeiten angeht, so haben sie mich nicht so sehr berührt, da vor meinem Auge kein genaues Bild entstanden ist (zum Glück).


    Ich werde mir den zweiten Teil der Serie sicher auch mal anschauen.

    Liebe Grüße,
    Azrael


    Aktuelles Buch: "Schwarz zur Erinnerung" von Charlene Thompson

  • Hallo @all!


    Ich habe Belladonna inzwischen auch gelesen und muss sagen, dass ich es sehr spannend fand. Sicher, die Schilderungen sind heftig, aber das verrät, wie etwa auch bei der Chirurgin, schon der Klappentext. Die Frage, die ich mir in diesem Zusammenhang schon gestellt habe ist, warum mich (und wohl auch eine Vielzahl anderer Käufer) die Thriller trotz der Thematik so ansprechen :scratch:
    Ich hatte aber nicht nur bei diesem Werk das Gefühl, dass mir einzelne "Entwicklungen" bekannt vorkamen - ich glaube, wer da von wem eventuell abgekupfert hat, ist bei den relativ eng beieinander liegenden Erscheinungsdaten nicht zu klären.
    Wie Azrael fand ich enttäuschend, dass das Rassismus-Problem nicht weiter thematisiert wurde.
    Über das ewige "yeah" habe ich einfach hinweggelesen, es hat mich nicht sonderlich gestört. Andere Holprigkeiten sind wohl wirklich auch eine Frage der Übersetzung.
    Ich bin nun gespannt, wie mir Vergiss mein nicht gefallen wird, das schon auf meinem SUB liegt...


    Gruß,
    bonsai

  • Ich muss sagen, dass ich bei der Lektüre der Sara-Romane feststellen, dass die Originalsprache sehr - nun, umgangssprachlich - ist. Um nicht zu sagen, die Figuren drücken sich teilweise sehr gossenhaft aus. "Yeah" ist tatsächlich ständiger Bestandteil des Originaltexts.

  • ich hab das buch auf meinem sub liegen. eigentlich liegt es ganz weit oben.
    hier schweifen die meinungen ja doch sehr weit auseinander. ich bin sehr gespannt, wo ich mich einpendeln werde!
    gruss
    lyra

  • so ich habe mit dem Buch heute angefangen und bin so bei 50 Seiten. Ich mußte mich erst an den "wirren" Schreibstil gewöhnen aber sonst finde ich es bis jetzt gut! Mal gucken, wie ich es zum Schluß finden werde.


    Edit: Das Buch habe ich erfolgreich zu Ende gelesen und habe mich am Schluß gefragt, warum ich nicht mehr aufhören konnte. Ich fand es lesenswert, aber auch nicht wirklich dramtisch gut. Und die Ankündigungen auf dem Rückeinband " lesen sie das Buch nicht, wenn sie alleine sind" fand ich ein wenig übertrieben. Klar, an manchen stellen war es schon etwas eklig zu lesen, aber so super spannend...?


    Ich werde das Buch auf jeden Fall weiter empfehlen können.