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Tommy Jaud - Resturlaub

Resturlaub: Das Zweitbuch

3.8 von 5 Sternen bei 81 Bewertungen

Verlag: FISCHER Taschenbuch

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 368

ISBN: 9783596512409

Termin: Mai 2012

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  • Ich habe sowohl "Vollidiot" als auch "Resturlaub" gelesen. An manchen Stellen musste ich bei Resturlaub lachen, ich denke dabei an die Stelle, wo Pitschi davon ausgeht, dass es in Argentinien kein Nutella gibt und er im Supermarkt mehrere Gläser kauft und seine Mitbewohnerin ihn darüber aufklärt, dass dies nicht der Fall ist. Himmel wie hieß die noch :scratch: . Ach auch nicht so schlimm.
    Alles in allem ein gutes Buch, wenn man entspannen will.


    Ich finde zum Beispiel "Pitschi" auch sympathischer als den Simon aus "Vollidiot".


    Da muss ich Dir zu stimmen. Er ist mir auch sympathischer.

    Liebe Grüße von der buechereule :winken:

    Im Lesesessel

    Kein Schiff trägt uns besser in ferne Länder als ein Buch!
    (Emily Dickinson)


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    2019: 66 SuB: 2.721 (B/E/H: 2.021/659/41)

  • 248 Seiten



    Klappentext

    Seine Eltern wollen, dass er endlich ein Haus baut.
    Seine Freundin will endlich ein Kind.
    Und seine Freunde wollen zum elften Mal nach Mallorca.
    Doch Pitschi Greulich hat einen ganz anderen Plan.


    Meine Meinung


    Ich muss gestehen, dass ich so eine Geschichte bisher nicht aus der Sicht eines Mannes gelesen habe. Es war aber wirklich nicht schwer sich als Frau mit Peter (Pitschi) zu identifizieren und ihn tatsächlich zu verstehen. Sein Leben war geregelt, es gab keine Überraschungen mehr und jeder erwartete den nächsten Schritt mit seiner Freundin Bine. Unglücklich dabei: im Freundeskreis grassierte auch gerade das Hochzeitsfieber. Nur er war irgendwie nicht so richtig bereit.
    Und dann wagt er den großen Schritt, von dem viele wohl träumen, es aber nie tun: Er wandert aus. Verlässt von jetzt auf gleich sein altes Leben und somit auch alle Freunde und vor allem Bine. Er erhofft irgendwo auf der Welt als neuer Pitschi glücklicher zu sein.
    Und dazu verschlägt es ihn dann ausgerechnet nach Argentinien.


    Ich mochte das Buch wirklich. Es ist sehr lustig geschrieben und auch wenn es ein Mann über 30 ist, konnte ich mich super in ihn hineinversetzen. Auch seine Freunde waren sehr sympathisch, jeder auf seine Weise.
    Insgesamt waren die Personen wirklich toll beschrieben. Sowohl optisch als auch charakterlich immer gut fassbar.
    Und mein Humor wurde komplett getroffen. Meist war es eher Sprachwitz als Dialogwitz und nie unter der Gürtellinie.


    Was mich leider etwas genervt hat, war die Sprache. Das ist definitiv mein persönliches empfinden, aber mich nerven geschriebene Dialekte eben total. Pitschi mag Fränkisch aber selber nicht und benutzt ihn daher äußerst selten (im Gegensatz zu seinen Freunden).
    Neben dem Dialekt, sprechen die Argentinier mit ihm konsequent Spanisch. Pitschi kann ein wenig Mallorca-Spanisch (nach zehn Mal Urlaub dort, sollte das auch wohl sein). Ich kann das aber gar nicht. Also lief es darauf hinaus, dass ich das einfach immer überlesen habe. Sowas finde ich schade.
    Aber gut, vieles hat er ja selber nicht verstanden. Das sollte wohl ausdrücken, dass das nicht Pitschis beste Idee war, so holterdiepolter auszuwandern (und das Land dabei auch erst am Flugschalter auszusuchen).


    Und ab und an fand ich diesen Selbstfindungstrip auch nervenzehrend. Letztendlich ist mir zu wenig passiert. Ich kann mir nicht helfen. Nichts war so wirklich spannend in Argentinien. Klar, er hat so einige interessante Leute kennen gelernt und es ist auch einiges schief gegangen. Aber der richtige Höhepunkt fehlte mir.


    Das Ende war für mich aber die ganze Zeit eine Überraschung. Ich hatte keine Ahnung, ob er a) dort bleibt, b) zurückkommt, c) zurückkommt, aber trotzdem nicht wieder mit Bine zusammen sein will oder d) was ganz anderes. Irgendwie war da für mich alles offen.


    Das Cover gefällt mir dann wirklich gut. Der Fuß ist doch ein echter Blickfang und zum Glück habe ich viel Selbstironie und kann über mich lachen. Dann finde ich diese Anspielung auf deutsche Touristen echt lustig, die ja hauptberuflich Socken in Sandalen tragen im Urlaub.


    Fazit

    Für diese lustige Urlaubslektüre gibt es :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: . Den einen Stern ziehe ich ab, weil mich die Sprache und diese höhepunktlose Zeit in Argentinien manchmal einfach extrem genervt hat.

    "Jeder Fehler erscheint unglaublich dumm, wenn andere ihn begehen." (Lichtenberg)

  • Rezi an bereits bestehenden Thread angehängt (der wegen fehlender ISBN nicht im Rezi-Index gewesen ist). 8)

  • Ah ok, danke K.-G., ich hab extra auf die verschiedensten Arten gesucht und nichts gefunden. Ich hatte mich echt schon gewundert, warum ausgerechnet das Buch nicht rezensiert sein sollte. Aber dann gebe ich mir wenigstens keine Schuld, dass ich es nicht versucht hätte zu finden :wink: .

    "Jeder Fehler erscheint unglaublich dumm, wenn andere ihn begehen." (Lichtenberg)

  • Nach Hummeldumm und Vollidiot habe ich nun auch Resturlaub gelesen.
    Die Geschichte an sich fand ich gut. Der Schreibstil ist wie immer flüssig und man ist gleich in der Geschichte. An manchen Stellen musste ich schon gut lachen. Ich fand Resturlaub besser als Vollidiot aber schwächer als Hummeldumm. Pitschi ist mir auch um einiges sympatischer als Simon.


    Von mir 4 Sterne


    Die Frage mit dem Nutella ist meiner Meinung nach auch noch nicht geklärt. Es würde mich schon interesseieren warum der Alex das so sagt.

    Ich lesee gerade The Haunted
    :study: 2016: 51 Bücher
    :study: 2015: 31 Bücher :pale:
    :study: 2014: 50 Bücher :pale:
    :study: 2013: 69 Bücher :-,
    :study: 2012: 50 Bücher :pale:
    :study: 2011 : 132 Bücher :cheers:
    :study: 2010 : 102 Bücher :dance:


    :flower: Ein Raum ohne Bücher ist wie ein Körper ohne Seele :flower:

  • Ich habe Vollidiot nur als Film gesehen und kann somit bei dem Buch nicht wirklich mitreden. Hummeldumm habe ich als Hörbuch gehört und habe mich köstlich amüsiert. Somit war es eine Frage der Zeit, dass ich die restlichen Bücher von ihm lese. Resturlaub war mein erstes Buch von ihm und ich fand es schön leicht zu lesen, genau das Richtige für den Urlaub. Allerdings fand ich seine Geisteswendung am Ende sehr abrupt und völlig unbegründet. Trotzdem würde ich das Buch weiterempfehlen, weil es einfach super unterhält.

  • Ich fand "Vollidiot" wohl einen Ticken besser als "Resturlaub", auch wenn das Ziel des Buches ein ganz anderes war.


    4/5 Sterne

  • Ich habe dieses Buch schon vor einiger Zeit gelesen. Eigentlich kann ich mich dem Gesagtgen hier nur anschließen: Keine Weltliteratur, ist aber von einem Tommy-Jaud-Roman auch nicht zu erwarten.
    Nette Ablenkung für den Urlaub am Strand oder für zwischendurch, aber definitiv nichts weltbewegendes.


    Vollidiot habe ich nicht gelesen, aber hummeldumm. Ansonsten gehört Jaud eindeutig nicht zu meinen favorisierten Autoren.

  • Hörbuch-Rezension: Resturlaub


    Fazit: Kann man kennen, ist aber kein Verlust, falls nicht!


    Der Protagonist ist ein Mittdreißiger, der in die Kriese geraten ist: Seine Freundin träumt von einer gemeinsamen Zukunft mit Ehe, Haus und Kind. Beruflich scheint auch nicht mehr viel zu gehen. Und es steht ein gemeinsamer Urlaub mit befreundeten Päärchen zum x-ten Male auf Mallorca an. Das “hält” er nicht mehr “aus” und flieht.


    Das Hörbuch ist sehr gut gesprochen!


    Dennoch ist die Anzahl der Stellen, die wirklich witzig waren und mich zum Schmunzeln gebracht haben, sehr dünn gesät.


    3 Sterne (von max. 5 Sternen)

  • Meine Meinung:


    Sehr gute Unterhaltung!


    Vergleiche ich Resturlaub mit der Simon Peters - Trilogie des Autors, dann kann ich definitiv sagen, dass mir dieses Buch hier einen Ticken besser gefallen hat.
    Vom Cover her, habe ich eher einen mit niveaulosem Witz ausgestatteten Roman erwartet, der Humor war allerdings gar nicht so schlimm seicht, wie anfangs geglaubt. Ganz mein Geschmack war es zwar auch nicht und deshalb sind die richtigen Lachtränen beim Lesen auch leider ausgeblieben, den einen oder anderen Schmunzler konnte die Story aber dennoch bei mir erzeugen.


    Etwas nervig fand ich nur den Hauptprotagonisten Peter Greulich, von seinen Freunden auch liebevoll 'Pitschi' genannt. Der 37-Jährige steckt in einer Art Midlife-Crisis und seine Spezialität ist es (so ist es mir eben vorgekommen), seine Freunde und seine Freundin Sabine (aka Biene) anzulügen. Seine Begründung dafür ist einfach: er will ihnen nicht weh tun und er erträgt es nicht, wenn Biene die Tränen runterkullern. Eigentlich ja eine schöne Eigenschaft, habe ich mir erst noch gedacht, aber was sich der gute Pitschi dann alles geleistet hat, war meines Erachtens damit dann auch nicht mehr zu entschuldigen.
    Ich kann es durchaus verstehen, wenn man in einer Sinnkrise steckt, man vom Leben einfach mehr erwartet hat, als letztendlich eingetreten ist, aber seine Freunde und seine Freundin auf diese Art und Weise anzulügen, fand ich nicht okay und darüber konnte und wollte ich auch nicht lachen. Mehr als 'unter aller Sau' fällt mir dazu gar nicht ein.


    Was mir wiederum ECHT gut gefallen hat, war das Setting: Argentinien/Buenos Aires. Erst findet die Handlung noch in Deutschland/Bamberg statt, aber schon bald geht's ab nach Südamerika. Und das fand ich SO toll. Ein kleines bisschen was über die Stadt Buenos Aires und die Sitten dort zu erfahren, die klangvolle spanische Sprache zu lesen, ... - Das war genau meins! Ich habe richtig Fernweh bekommen.


    Also, wer sich auf den bevorstehenden Urlaub einstimmen (oder einfach nur so ein wenig Fernweh produzieren) will und eine leicht zu lesende Unterhaltungslektüre für zwischendurch sucht, kann guten Gewissens zu Resturlaub greifen.


    4 :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: !

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