Maj Sjöwall & Per Wahlöö - Verschlossen und verriegelt / Det slutna rummet

  • Buchdetails

    Titel: Verschlossen und verriegelt


    Band 8 der

    Verlag: Rowohlt Taschenbuch

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 368

    ISBN: 9783499244483

    Termin: Oktober 2008

  • Bewertung

    4.1 von 5 Sternen bei 9 Bewertungen

    82,2% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Verschlossen und verriegelt"

    Verschlossen und verriegelt? Das Verbrechen findet immer einen Weg 15 Monate nach einer schweren Schussverletzung kehrt Martin Beck lustlos in den Polizeidienst zurück. Er hat viel Zeit gehabt, über sein Leben und die Arbeit nachzudenken - und muss jetzt feststellen, dass er mit beidem unzufrieden ist. Um ihn zu schonen, betraut man Kommissar Beck mit einem scheinbar eindeutigen Fall: Ein Frührentner hat sich erschossen. Doch in der Wohnung des Toten findet sich keine Waffe. Hat der Mann nach dem Schuss noch Gelegenheit gefunden, die Waffe zu beseitigen? Oder war es die Tat eines anderen? Aber wie soll ein Mörder die von innen verschlossene und verriegelte Wohnung verlassen haben? Dies ist der achte Band der weltberühmten Serie um den schwedischen Kommissar Martin Beck. In neuer Übersetzung und mit einem Vorwort von Håkan Nesser.
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  • Bin mal an meinem Regalen so langegangen und auf diese Autoren gestoßen. Ist schon 'ne ganze Weile her, dass ich Krimis von ihnen gelesen habe, aber ich fand sie sehr gut.
    Mein Lieblingsbuch von ihnen ist "Verschlossen und verriegelt". Aber auch die anderen Bücher der Reihe sind überaus lesenswert (wobei es m.M. nach dumm ist, dass ausgerechnet das erste Buch der Reihe: Die Tote im Götakanal für mich das schwächste Buch ist (Chronologie-Leser also aufgepasst!) Aber ich finde, man muss sich nicht immer sklavisch an eine Chronologie halten, denn schießlich ist jedes Buch in sich abgeschlossen, und ob Beck beispielsweise nun schon geschieden ist oder nicht, finde ich nicht so relevant


    Die Handlung von "Verschlossen und verriegelt" ist spannend und das Ende für mich ein Knaller. U. a. der klassische Fall: Verschlossenes Zimmer: Selbstmord oder Mord?
    Und auch das Team um Kommissar Beck war mir immer sympathisch, auch wenn sich die Ermittlungsarbeit beispielsweise bei "Die Tote im Göta-Kanal" sehr hinzieht, aber so ist halt wohl der Polizeialltag. In diesem Buch hier überschlagen sich aber zeitweise die Ereignisse:



    Kurzbeschreibung nach Amazon:
    "Der Tote hat mehrere Wochen unbemerkt in seiner Stockholmer Wohnung gelegen. Hat er sich selbst eine Kugel durchs Herz gejagt? Was anfänglich nach Routine aussieht, entwickelt sich zu eine hochkomplexen Mordfall, der Kommissar Beck das Äußerste abverlangt. "


    Rezensentin/Rezensent: [email='Sebastian.Asendorf@t-online.de'][/email] aus Friedrichsdorf
    Die über alle Martin-Beck-Krimis festzustellende Entwicklung, einer spannenden Krimihandlung eine groteske Gesellschafts- und Polizeikritik an die Seite zu stellen, erreicht hier ihren Höhepunkt. Neben mehreren Handlungsfäden und einem "neuen" - da rekonvaleszenten - Beck wird hier die Polizeikritik auf die Spitze getrieben. Die Szene, in der die Wohnung der Bankräuber gestürmt wird, ist eine der ganz wenigen, über die ich beim Lesen lauthals lachen musste. (Seit den Ereignissen bei den G8-Gipfeln in Göteborg und Genua bleibt das Lachen zunehmend im Halse stecken...). Und der Schluss ist wieder dieser beiden Autoren würdig. Kurz: eines meiner absoluten Lieblingsbücher...


    Vielleicht bin ich ja ein Banause, aber an "groteske Gesellschafts- und Polizeikritik" kann ich mich nicht mehr erinnern. Aber sicher ist, dass Beck die Polizeiarbeit kritisch hinterfragt und schon mal frustriert ist. (Ist ja bei schwedischen Krimis keine Seltenheit)


    grüße von missmarple

  • Hab Bücher von diesen Autoren auch schon oft in der Hand gehabt, dann aber irgendwie doch nie mitgenommen. Jetzt werd ich mal einen Versuch wagen. Werd aber trotzdem mit dem ersten Buch beginnen (bin und bleibe halt ein strenger Chronologieleser..) Behalte aber im Hinterkopf, dass die anderen interessanter sein sollen - für den Fall, dass es mich nicht so umhaut, werd ich dann wahrscheinlich trotz allem einen zweiten Versuch wagen.


    Deine Tipps heute sind ja wirklich gut, missmarple, und dann gleich immer Serien - puh, das wird vernutlich ins Geld gehen :wink: Aber damit muss man ja hier im Forum immer rechnen, schließlich hat sich meine Wunschliste seit meiner Registrierung ja stark vergrößert (was aber jetzt auch nicht schlecht ist :mrgreen: )

    Liebe Grüße,
    Azrael


    Aktuelles Buch: "Schwarz zur Erinnerung" von Charlene Thompson

  • Hallo Missmarple,


    hast du zufällig auch die Chronologie der Bücher auf Lager?


    Danke übrigens für deine vielen neuen Anregungen, kann man ja immer gebrauchen :lol:


    Letztens hat mein Vater übrigens gefragt, wann ich diese ganzen Bücher, die ich mir kaufe, alle lesen will und ich konnte ihn davon überzeugen, dass ich nur vorbauen will - falls mal eine Büchernot kommt und man keine Bücher mehr kaufen kann :mrgreen:

    Liebe Grüße


    Kiki :-,


    Bücher sind kein geringer Teil des Glücks. Die Literatur wird meine letzte Leidenschaft sein.
    Friedrich der Große

  • Hallo Kiki,


    das ist, glaube ich, der momentane Stand, zumindest habe ich es so auf meiner Liste stehen.


    Maj Sjöwall und Per Wahlöö Reihe:


    1 - Die Tote im Götakanal
    2 - Der Mann, der sich in Luft auflöste
    3 - Der Mann auf dem Balkon
    4 - Endstation für neun
    5 - Alarm in Sköldgatan
    6 - Und die Großen lässt man laufen
    7 - Das Ekel von Säffle
    8 - Verschlossen und verriegelt
    9 - Der Polizistenmörder
    10- Die Terroristen

    Liebe Grüße
    Helga :winken:


    :study: [b]???


    Lesen ist ernten, was andere gesät haben (unbekannt)

  • was ich noch vergessen habe:
    ich bin auch schwer begeistert von der reihe und fand die tote im götakanal nicht schlecht. in der richtigen reihenfolge hab ich die bücher auch nicht gelesen, fand ich aber auch nicht schlimm. gesellschaftskritisch find ich die reihe aber doch (damit wil ich nicht sagen, dass missmarple ein banause ist), nicht nur weil beck häufig frustriert ist.
    vio

  • Ich habe auch die meisten der Reihe gelesen und schließe mich der Meinung an: "Die Tote am Götakanal" war das schwächste, direkt gefolgt von "Der Mann auf dem Balkon".
    Die beiden Autoren haben sich in ihren Büchern langsam steigern können.
    Mankell und sein Wallander wären, glaube ich, ohne die Vorläufer Sjöwall/Wahlöö kaum denkbar.


    Ich mag auch die Fernsehserie "Martin Beck", obwohl die Fälle ja meist nichts mit den Büchern zu tun haben und die Protagonisten lediglich Namensgeber für die Fernsehpolizisten sind. Genau genommen kam ich über die Serie zu den Büchern (passiert mir normalerweise eher umgekehrt).


    Auf jeden Fall ist der Fernseh-Beck mir lieber als der Fernseh-Wallander, denn lieber ein neues (Dreh)buch geschrieben als eine literarische Vorlage zu verhunzen.


    Marie

    Bücher sind auch Lebensmittel (Martin Walser)


    Wenn du einen Garten und eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen. (Cicero)



  • Das trifft mich jetzt aber. :wink: Die Tote am Goeta-Kanal habe ich damals sehr gern gelesen. Das war allerdings Mitte der 80er und zu dieser Zeit bin ich oefter durch den Goeta-Kanal nach Karlstad ins "Gebirge" gefahren. Ich muss aber gestehen, dass ich nicht mehr so viel von den Romanen in Erinnerung habe, aber die Gesellschaftskritik und auch der "kaputte" Kommissar sind mir noch in Erinnerung.

  • Hallo @ll,


    da stelle ich gerade fest, dass ich doch tatsächlich ein Tb dieser Autoren in niederländisch besitze; >De man die in rook opging< (eine Ausgabe von 1966) und von mir noch nicht gelesen.
    Und wie -und wann ich an das Buch gekommen bin.......keine Ahnung :scratch:


    Grüsse von Bonprix :wink:

  • habe gerade letztens "Der Tote im Götakanal" gelesen und fand es wirklich sehr gut! Wenn das das schwächste ist, freue ich mich auf mein nächstes "Und die Großen lässt man laufen" :cheers:

    "Gern lesen heisst, die einem im Leben zugeteilten Stunden der Langeweile gegen solche des Entzückens eintauschen."

  • :oops: :lol: abgesehen davon, dass es natürlich DIE TOTE und nicht der Tote war...

    "Gern lesen heisst, die einem im Leben zugeteilten Stunden der Langeweile gegen solche des Entzückens eintauschen."

  • Inhalt:

    Zitat

    Ohne den Bagger wäre die Tote nicht gefunden worden. Ohne den Amerikaner wäre sie nicht identifiziert worden. Ohne ihr Vorleben wäre die Spur nicht entdeckt worden. Ohne den Trick wäre die Fährte schon kalt gewesen.


    Krminalkommissar Martin Beck verkörpert den klassischen Schwedenkommissar. Depressiv, eigensinnig, meiner Meinung nach aber trotzdem sympathisch. Der Krimi liest sich flüssig und lässt an Krimispannung nicht zu wünschen übrig (ich betone Krimispannung!!) Es hat Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen weil es eine bestimmte Atmospäre vermittelt, die ich nur schlecht beschreiben kann. Meinen Geschmack haben die beiden Autoren auf jeden Fall getroffen.

    1. (Ø)

      Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag


    "Gern lesen heisst, die einem im Leben zugeteilten Stunden der Langeweile gegen solche des Entzückens eintauschen."

  • Ich habe mir kürzlich "Alarm in Sköldgatan" als Hörbuch angehört und es hat mir auch als Hörbuch gefallen.


    Kurzbeschreibung nach Amazon:
    Kurzbeschreibung
    "Der erste wird ermordet aus dem Hafenbecken gefischt.
    Der zweite begeht Selbstmord, während in seiner Matratze schon ein Zeitzünder tickt.
    Der dritte begeht, um einem ähnlichen Schicksal zuvorzukommen, ebenfalls Selbstmord. -- "


    Das Buch spielt in einer früheren Zeit als die heutigen Schweden-Krimis, doch für mich ist es nach wie vor interessant und spannene, wie damals die Polizeiarbeit aussah.


    Es war allerdings schon hilfreich, dass ich die Krimireihe kannte, denn sonst hätten mich sicher die vielen Namen und unterschiedlichen Charaktere um Kommissar Martin Beck verwirrt und bei einem Hörbuch kann man dann nicht einfach noch mal zurückblättern.


    grüße von missmarple

  • Ich habe noch ein weiteres Hörbuch gehört: Die Terroristen


    Und festgestellt, dass dieses Thema leider auch nach fast dreißig Jahren noch hochaktuell ist.


    Aus Amazon:
    "DIE TERRORISTEN ist der letzte Roman um den von Sjöwall/Walhöö erschaffen schwedischen Kriminalkommissar Martin Beck. Er erschien 1979. Diesmal kämpft die Stockholmer Mordkommission gegen einen Terroristen, der ein Attentat auf einen US-Senator plant, der seinen Besuch in Schweden angekündigt hat. Becks Mitarbeiter Larsson erwartet sogar einen Bombenanschlag."


    Vor dem Hintergrund der Londoner Anschläge und noch den Bush-Besuch in Mainz im Hinterkopf konnte man sich gut ausmalen, was die Polizisten rotieren, die für die Sicherheit eines unliebsamen amerikanischen Politikers zuständig sein.


    Es gibt sicher viele spannendere udn psychologisch ausgefeiltere Krimis und manches ist heutzutage irritierend (z.B. dass damals noch eine Militär-Diktatur in Griechenland herrschte) aber irgendwie finde ich Sjöwall/Wahlöös Krimis auf eine schwer zu beschreibende Weise zeitlos lesens- und hörenswert.


    grüße von missmarple

  • mit Sjöwaal / Wahlöö hatte ich angefangen, Krimis zu lesen.
    Ich hoffe, ich habe sie noch, dann lese ich sie vielleicht nochmal, bin ja schließlich ein paar Jährchen älter gewordenjavascript:emoticon(':roll:')
    Mit den Augen rollen

  • Zitat

    Original von morse
    mit Sjöwaal / Wahlöö hatte ich angefangen, Krimis zu lesen.
    Ich hoffe, ich habe sie noch, dann lese ich sie vielleicht nochmal, bin ja schließlich ein paar Jährchen älter gewordenjavascript:emoticon(':roll:')
    Mit den Augen rollen



    :cheers:für mich waren das jedenfalls mit die ersten ... .
    irgendwann werde ich sie mir mal wieder vornehmen (muß allerdings 2 oder 3 verlorengegangene ersetzen) und freu mich jetzt schon darauf :bounce:


    fg



    findley

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