Jules Verne - Reise um den Mond / Autour de la lune

  • Kurzmeinung

    mhameist
    Erstaunlich spannend und überraschend nah an der ca. 100 Jahre danach durchgeführten Reise und Mondlandung.
  • Reise um den Mond


    Im ersten Band „Von der Erde zum Mond“ starten die Mitglieder des Gun Clubs aus Baltimore ein waghalsiges Unternehmen. Der Präsident Barbicane, sein Widersacher, Captain Nicholl und ein französischer Abenteurer namens Michel Ardan lassen sich zusammen mit den Hunden Diana und Trabant in einem Projektil auf den Mond schießen, um mit der Mondbevölkerung Kontakt aufzunehmen.
    „Reise um den Mond“ schließt nun an. Die Insassen des Projektils haben den mörderischen Stoß beim abfeuern der Kanone mit leichten Blessuren überstanden. Nur für den armen Trabant kommt jede Hilfe zu spät. Er stirbt ein paar Tage später an seinen Verletzungen. Die Reisenden machen sich inzwischen Gedanken, wie sie auf dem Mond landen und wie die Mondbewohner sie empfangen werden. Da weicht das Projektil vom Kurs ab und schwenkt auf eine Umlaufbahn um den Mond. Das gibt genügend Gelegenheit, die Mondoberfläche von allen Seiten zu beobachten, auch wenn sie auf der dunklen Seite fast erfrieren. Aber was wird nun? Landen auf dem Mond? Geht nicht und er sieht auch zu sehr lebensfeindlich und unbewohnt aus. Zurück zur Erde? Aber wie? Da haben Nicholl und Barbicane eine Idee...
    Liest sich etwas interessanter, als der von Zahlen und Berechnungen wimmelnde erste Band. Läßt man die Gedanken weg, das manche Sachen schlicht unmöglich sind, nervt nur noch Michel Ardan mit einer schon an Blödheit grenzenden Ignoranz.


    lg
    Strix

    Wat dem een sien Uhl, ist dem annern sien Nachtigall!
    :study: Ich lese gerade: "Dunkle Halunken" von Terry Pratchett

  • Inhalt (Amazon.de)


    Der Abschuss des Projektils aus der Riesenkanone scheint gelungen. Die drei Astronauten Barbicane, Präsident des Gun Club von Baltimore, seine beiden Reisegefährten Nicholl und Ardan sowie zwei Hunde befinden sich auf dem Weg zum Mond. Aufgrund einer Beinahe-Kollision mit einem Trabanten wird das Projektil abgelenkt, so dass ein direkter Weg zum Mond nicht mehr möglich ist, sondern sie gelangen in die Umlaufbahn des Mondes.Dabei können die drei Astronauten ausführlich die Mondoberfläche beobachten und es eröffnet sich ihnen eine faszinierende Welt. Eine Rückkehr zur Erde scheint aber nun nicht mehr möglich zu sein …


    Meine Meinung


    Dieses Buch ist die Fortsetzung zu "Von der Erde zum Mond", in dem der Präsident des Gun Clubs Baltimore, Barbicane und seine Begleiter Nicholl und Ardan in einem Projektil Richtung Mond geschossen wurden.
    Während man den Flug des Projektils im ersten Band schon via Teleskop durch Mason verfolgen konnte, erleben wir hier die Ereignisse nun aus Sicht der tatsächlich Reisenden. Dabei finde ich hier nun einen neuen Bestandteil von Vernes Fähigkeiten, nämlich den (schwarzen) Humor. Sei es nun die Innenausstattung des Projektils, die eher an die eines komfortablen Zugabteils als an das eines galaktischen Gefährts erinnert, sei es die Tatsache, dass man nach dem Start nichts besseres zu tun hatte als direkt mal die Wettschulden beglaubigt zu erbringen oder im Angesicht des Todes erst einmal gemütlich zu Frühstücken, oder auch den armen Trabant, der das Projektil dann tatsächlich als solcher begleitet.
    Die imaginäre Leistung, die Jules Vernes auch hier liefert, ist beachtlich. Muss man sich doch vor Augen halten, dass er hier eine Reise zum Mond samt der Ereignisse einer solchen (Die Schwerelosigkeit wurde hier zum Beispiel schon realitätsnahe beschrieben und das, als die Menschen erst eine vage Vorstellung davon hatten) zu beschreiben versteht, lange bevor wir den Mond wirklich betreten sollten.
    Was hier vorliegt, ist ein bedeutendes Werk der Science Fiction-Literatur, das ich jedem nur wärmstens empfehlen kann.