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Mikael Niemi: Populärmusik aus Vittula

  • Buchdetails

    Titel: Populärmusik aus Vittula


    Verlag: Btb

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 304

    ISBN: 9783442731725

    Termin: September 2007

  • Bewertung

    4.1 von 5 Sternen bei 12 Bewertungen

    82,5% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Populärmusik aus Vittula"

    Matti und sein schweigsamer Freund Niila wachsen auf in einem kleinen Dorf im äußersten Norden Schwedens, fernab der wirklichen Welt. Es sind die wilden 60er Jahre, doch das Leben im Tornedal wird weniger durch Rebellion als durch die unwirtliche Landschaft, den kauzigen Eigensinn seiner Bewohner und die religiöse Bewegung des Laestadianismus geprägt, die durch extreme Strenge und Lustfeindlichkeit besticht. Doch als der Rock 'n' Roll Einzug hält im kleinen Tal, ist ihre Zeit gekommen ...
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  • Als Schwedenfan fange ich mal mit einem schwedischen Buch an, das aber zum Glück auch auf deutsch erschienen ist.
    "Populärmusik aus Vittula" erzählt in Rückblenden von der Kindheit und Jugend des Jungen Matti, der in einer kleinen Stadt in Nordschweden, nahe der finnischen Grenze, aufwächst.
    Die einzelnen Episoden sind skurril, aber auf witzige Art. Es macht einfach Spaß, die kleinen und großen Ereignisse zu lesen und die mehr oder weniger eigenartigen Menschen kennenzulernen.
    Ein Buch, bei dessen Lektüre ich oft lachen, aber auch schmunzeln mußte - es macht einfach Spaß, es zu lesen.
    (Anmerkung: Ich habe es nur auf schwedisch gelesen, kann daher nichts über die Qualität der Übersetzung sagen.)

  • Kennt jemand von Euch das dazugehörige Hörbuch, gelesen von Gerd Köster? Ich finde, er liest es wundervoll. Er hat es neulich bei mir im Teeladen gelesen und es war ein voller Erfolg. Er hat die schwedischen Ausdrücke und Namen richtig gebüffelt und spricht sie wohl ganz gut aus.


    Mikael Niemi wird in seiner Heimat inzwischen wohl wie ein Volksheid gefeiert, es stehen Hinweisschilder herum, die zu den im Buch erwähnten Orten weisen usw., dabei hatte er einen Mordsbammel, zurückzukehren, wo doch so mancher Bewohner und das Tal manchmal etwas lächerlich gemacht werden... (Dies erzählte mir Gerd Köster, der mit Mikael Niemi gesprochen hat.)


    Viele Grüße
    Kasalla

    Ich höre :musik: gerade "Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert" von Joel Dicker.

  • Habe das Buch vor einiger Zeit gelesen. Es hat mir auch sehr gut gefallen :thumleft:


    Das Buch handelt ja von Menschen, die sehr dicht bei den Finnen leben. Ich habe letztes Jahr ein paar Finnen näher kennen gelernt. Super nette Leute aber einige hatten wohl wirklich ein Alkoholproblem :-k . Das war in dem Buch nicht übertrieben dargestellt.


    Viele Grüße, Steffi :cat:

    Manche Leute glauben, Durchhalten macht uns stark. Doch manchmal stärkt uns gerade das Loslassen ...

    ~ Hermann Hesse ~

  • Also soo doll fand ich das Buch nun nicht. Es waren zwar seltsam skurile Geschichten, die schnell wegzulesen waren, dennoch kann ich nicht mit der Empfehlung der Brigitte auf dem Cover mitgehen:

    Zitat

    Das großartigste Buch des Jahres - und auch noch des letzten und des kommenden Jahres dazu.


    Hier ein kurzer Ausschnitt den ich für hier passend empfunden habe:


    Zitat

    Das gefährlichste aber, vor dem er auf das Schärfste warnen wolle, der einzige Faktor, der ganze Kompanien armer junger Seelen in den Nebel des Wahnsinns getrieben habe, das war das Bücherlesen. Diese schlechte Angewohnheit war in der letzten Generation immer üblicher geworden, und mein Vater war ungemein dankbar, weil ich selbst bis jetzt derartige Tendenzen nicht gezeigt hatte.
    Das Irrenhaus war überfüllt mit Leuten, die zu viel gelesen hatten. Einmal waren sie wie du und ich gewesen, körperlich kräftig, ohne Ängste, zufrieden und im Gleichgewicht. Dann hatten sie angefangen zu lesen...


    Bekommt von mir 3 von 5 Sternen.

    "Wie soll auch eine Generation von Männern, die hauptsächlich von Müttern, Kindergärtnerinnen und Lehrerinnen umsorgt und erzogen wurde, Frauen glücklich machen?"
    (Generation Doof)

  • Habe gestern Abend den Film dazu gesehen und ich zweifle dran ob man da durchsieht wenn man das Buch nicht kennt.
    Außerdem wird die Stelle mit der Großmutter ziemlich real dargestellt - das kommt extrem verrückt rüber..
    Teilweise kamen dann die musikalischen Bemühungen der Kids so rüber wie eine der vielen Geschichten über die Teenagerzeit in einem norddeutschen Dorf - außer dass von den Eltern viel mehr beeinflusst wurde.
    Macht euch selber ein Bild, aber versucht besser die DVD auszuleihen, Kauf lohnt sich, meiner Meinung nach, nicht.

    "Wie soll auch eine Generation von Männern, die hauptsächlich von Müttern, Kindergärtnerinnen und Lehrerinnen umsorgt und erzogen wurde, Frauen glücklich machen?"
    (Generation Doof)

  • Von diesem Buch hatte ich mir mehr erwartet, eine Art "Kim Novak badete nie im See von Genezareth" ohne Mord.


    Es war zwar ganz amüsant zu lesen, das wars aber schon. Die sich überschlagenden positiven Kritiken, die Fensterfisch z.T erwähnt hat, kann ich auch nicht teilen.
    Einige Kapitel beschreiben Familienfeste; sie wirken ganz skurril, ganz lustig, doch die ständigen Alkoholexzesse inclusive :puker: :pukel: finde ich öde. In der Mitte musste ich einige Seiten überblättern: Die detailreiche Schilderung, wie der Ich-Erzähler eine Rattenplage bewältigt, hätte mein Magen nicht ausgehalten.


    Marie

    Bücher sind auch Lebensmittel (Martin Walser)


    Wenn du einen Garten und eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen. (Cicero)



  • @ Kasalla, DIESE Stelle wird Gerd Köster wohl nicht in Deinem Laden gelesen haben? Obwohl es vielleicht Deinen Umsatz an Tee, der den Magen beruhigt, gefördert hätte, falls die Zuhörer nicht vorher geflüchtet wären.


    Marie

    Bücher sind auch Lebensmittel (Martin Walser)


    Wenn du einen Garten und eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen. (Cicero)



  • Nee, Marie, das hätte ich meinen durchweg netten Gästen nicht zumuten wollen! :shock: Sie sollten ja schließlich gerne wieder zu mir kommen! :wink:

    Ich höre :musik: gerade "Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert" von Joel Dicker.

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