Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

  • Buchdetails

    Titel: Wir Kinder vom Bahnhof Zoo


    Band 1 der

    Verlag: Carlsen

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 368

    ISBN: 9783551317322

    Termin: August 2017

  • Bewertung

    4.3 von 5 Sternen bei 185 Bewertungen

    85,8% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo"

    Im Alter von zwölf Jahren kommt Christiane F. in einem Jugendheim zum Haschisch, kurz darauf in einer Diskothek zum Heroin. Sie wird süchtig, geht vormittags zur Schule und nachmittags mit ihren ebenfalls heroinabhängigen Freunden auf den Kinderstrich am Bahnhof Zoo. Die Berlinerin Christiane F. erzählt mit minuziösem Erinnerungsvermögen und rückhaltloser Offenheit ihre traurige Geschichte. Ein Buch, das in den 70er Jahren Deutschland erschütterte - und bis heute nichts von seiner Aktualität eingebüßt hat.
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  • Ich bin mir nicht sicher, ob das Buch wirklich in die Kategorie gehört, aber im Buchladen steht es auch in der Kinder- und Jugendbücher-Ecke, deswegen hab ichs auch einfach mal hier reingestellt.


    Ich war ja schon ein wenig verwundert, dass es noch keine Rezension zu diesem Buch gibt. Für mich ist es so ein Buch, das jeder mal gelesen haben sollte. Am besten wäre es natürlich, wenn es Pflichtlektüre in der Schule wäre. Und auch den Film sollte jeder mal gesehen haben.


    Ich selbst hab das Buch schon mehrmals gelesen und finde es immer wieder aufs neue erschreckend, beängstigend und auch ziemlich abschreckend.


    Es erzählt das Leben von Christiane F., die in Berlin aufwächst und bereits im Alter von 12 Jahren Erfahrungen mit Drogen macht. Zunächst sind es nur "weiche" Drogen, doch auch sie landet am Ende beim Heroin und auf dem Strich um das nötige Geld zu beschaffen. Christiane schafft es mehrmals zu entziehen, doch ihr Weg führt immer wieder zurück zu den Drogen.


    Ein sehr ergreifendes Buch...


    LG,


    :flower: Gänseblümchen

    "Hab Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein."
    Hape Kerkeling


    "Jemanden zu lieben bedeutet, ihn freizulassen. Denn wer liebt, kehrt zurück."
    Bettina Belitz - Scherbenmond


    http://www.lektorat-sprachgefuehl.de

  • Ich habe gerade mal nachgeschaut, aus welchem Jahr das Buch stammt - 1978. Ja, damals habe ich es auch gelesen und war abgestoßen und fasziniert zugleich. Ich bin nicht anfällig für Drogen, rauche auch nicht, aber dieses Buch wäre eine Abschreckung für mich gewesen damals.


    Der Film, den ich genauso gut fand, hat das Buch gut umgesetzt.


    Christiane F. hat übrigens sogar einen Eintrag bei Wikipedia, muss ich mir bei Gelegenheit mal genauer durchlesen. Am 20. Mai wird sie 44. Wie die Zeit vergeht...

    Ich höre :musik: gerade "Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert" von Joel Dicker.

  • Nachdem ich einmal erlebt habe, dass jemand genau durch dieses Buch neugierig wurde und Heroin probiert hat, bin ich von der abschreckenden Wirkung nicht mehr überzeugt. Denn jeder, der zum ersten Mal Drogen nimmt, eine Zigarette raucht oder Alkohol trinkt, ist doch überzeugt, dass er niemals süchtig werden kann, sondern dass dies nur den anderen passiert.


    Hier der Link, von dem Kasalla gesprochen hat: http://de.wikipedia.org/wiki/Christiane_F.


    Marie

    Bücher sind auch Lebensmittel (Martin Walser)


    Wenn du einen Garten und eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen. (Cicero)



  • Ich weiß es nicht so recht was ich von diesem Buch halten soll :-k
    Denn obwohl ich einen ganz schrecklichen Bericht, damals war das in der Schule Pflicht, über die Wirkung von Nikotin oder generell übers Rauchen gesehen habe, rauche ich. Also bei mir hat das nicht den gewünschten Effekt gebracht.


    Auch habe ich gestern einen Bericht über den "Opa-Prozess" gesehen. Eigentlich könnten die Opas frühzeitig entlassen werden, allerdings würde dann die Abschreckung fehlen.


    Und genau das bezweifle ich, ob solche Maßnahmen als Abschreckung wirksam sind :-k

  • Das Buch gehört zu meinen absoluten LIeblingsbüchern, und ich habs bis jetzt schon etwa 5 mal gelesen.


    Ob es wirklich eine abschreckende Wirkung haben soll weiss ich nicht. Ich sehe es eher als Aufklärungsbuch was Drogen anrichten (sozial und körperlich) und wie schnell es passiert dorthin abzurutschen.
    Denn ich denke eigentlich nicht das wenn jemand gedenkt Drogen zu nehmen durch dieses Buch abgeschreckt wird. Und genauso ist es umgekehrt. Ich halte selbst nix von Drogen, bin da auch nicht anfällig drauf - aber ich rauche (was in einem gewissen Sinne auch eine Droge ist, nur legal)


    Mich hat das Buch erschreckt und gleichzeitig fasziniert mit welcher Offenheit sie darüber schreibt. Den Film fand ich genauso gut umgesetzt. Und als Schullektüre sicher sinnvoll - als Aufklärungsbuch über Drogen...

    Narkose durch Bücher - Das Richtige ist: das intensive Buch.
    Das Buch, dessen Autor dem Leser sofort ein Lasso um den Hals wirft, ihn zerrt, zerrt und nicht mehr losläßt.


    :study: Sarah J. Mass - Throne of Glass / Die Erwählte :study:

    Einmal editiert, zuletzt von Suspiria ()

  • Ich fand sowohl Buch als auch Film sehr gut und finde auch, dass jeder Jugendliche im Rahmen der Aufklärungsarbeit u.a. damit konfrontiert werden soll.


    Das ganze sehe ich wertfrei, da ich nicht glaube, dass das Buch/der Film verhindert, dass jemand zu Drogen greift. Und gerade bei jungen Menschen ist die Tatsache, das es verboten ist, Anreiz genug, um es auszuprobieren.


    Ich glaube auch nicht, dass "abschreckende Beispiele" Suchtmittelkonsum aller Art verhindern können, denn es sind dabei noch ganz andere Parameter im Spiel. Jeder Raucher weiß doch wohl, dass Rauchen ganz fürchterlich schädlich ist, und trotzdem rauchen so viele. :thumbdown: ;)

    Herzliche Grüße
    Rosalita


    :study:
    Wenn das Schlachten vorbei ist - T.C. Boyle


    *Life is what happens to you while you are busy making other plans* (Henry Miller)

  • Ich habe das Buch, später den Film, ziemlich kurz nach der Veröffentlichung gelesen/gesehen. Schwer zu sagen (weil einige davon sprechen), ob man wegen eines solchen Buches dann nicht in die Sucht abgleitet, doch ich selber empfand es in der damaligen "Rebellphase" von mir doch als eine Art Mahnung und Dämpfer. Christiane ist gerade ein paar Monate älter als ich... Ich würde es auch als "Pflichtlektüre" empfehlen!

    Banana Yoshimoto - Kitchen

    Ernst Wiechert - Wälder und Menschen

    Trésor de la poèsie indienne - Des Védas au XXIème siècle (Schatzkiste der indischen Poesie - Von den Veden bis ins XXI.Jahrhundert)

    Constant Tonnelier - 15 days of prayer with Saint Therese de Lisieux


    (Un-)Gelesenes: https://www.buechertreff.de/user/2161-tom-leo/#library

  • Ich habe das Buch gelesen, als ich so 10 bis 12 Jahre alt war und weiß noch, dass es für mich schon eine Abschreckung war. Dieses Buch vor Augen hatte ich Jahre später noch Angst davor, mit Drogen in Berührung zu kommen.


    Zitat

    Original von Rosalita
    Und gerade bei jungen Menschen ist die Tatsache, das es verboten ist, Anreiz genug, um es auszuprobieren.


    Aber gerade dieser Reiz wird durch das Buch vermieden. Denn C.F. konsumiert die Drogen, obwohl sie verboten sind und in dem Buch wird ganz deutlich, dass sie (die Drogen) trotz Illegalität alles andere als cool sind.


    Lg
    Susannah

  • Auch ich habe das Buch damals gelesen und die Geschichte ist natürlich ein Wahnsinn. Auch den Film habe ich dann gesehen, der übrigens ganz hervorragend umgesetzt ist. Wie weit das natürlich Jugendliche abschreckt bzw. Aufklärungshilfe leistet, kann ich nicht wirklich sagen, das wird sicher von jedem einzelnen Menschen abhängen.


    Es gab ja dann auch noch einige Interviews im Fernsehen mit Christane F., die ja dann clean war. Allerdings hat man dann nach einiger Zeit wiederum gehört, dass sie wieder rückfällig geworden ist. Danach habe ich die Geschichte nicht mehr verfolgt und auch so nicht gehört. :roll:

    Liebe Grüße
    Helga :winken:


    :study: [b]???


    Lesen ist ernten, was andere gesät haben (unbekannt)

  • Ich musste das Buch noch zu DDR-Zeiten lesen . Allerdings nicht als Abschreckung vor dem Rauchen und den Drogen, sondern weil man zeigen wollte, wie böse und menschenunwürdig der Kapitalismus ist. Also nur wegen der Propaganda. Das aber nur am Rande. Das Buch hat mich damals schon sehr beeindruckt und nachdenklich gestimmt. Am meisten hat mich bewegt, dass man im anderen Teil Deutschlands solche auch tiefgreifenden gesellschaftlichen Probleme öffentlich machen durfte.


    Eigentlich wollte ich es immer noch einmal lesen.

  • Das wäre prima. Da wäre ich sofort dabei. Ich denke dieses Buch würde guten Diskussionsstoff bieten.

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    Das Buch, dessen Autor dem Leser sofort ein Lasso um den Hals wirft, ihn zerrt, zerrt und nicht mehr losläßt.


    :study: Sarah J. Mass - Throne of Glass / Die Erwählte :study:

  • Ich hab das Buch von meinen Eltern vor einiger Zeit "vererbt" bekommen und ich bin echt froh, dass es bei mir im Regal steht. Ich selbst hab es auch schon mindestens 6mal gelesen... :thumleft:


    Was mich am nachhaltigsten an diesem Buch beeindruckt hat, war diese furchtbare Tristesse und Perspektivlosigkeit, in der Christiane da mitten in Berlin aufgewachsen ist. Und auch wenn das Buch primär auf die Drogenkarriere von Christiane abzielt, verliert das Buch gerade durch die Beschreibung dieses eintönigen, langweiligen Alltags und der Suche nach Ablenkung davon auch in der heutigen Zeit nichts an Aktualität... Leider!!!

    Ein schönes Buch ist wie ein Schmetterling. Leicht liegt es in der Hand, entführt uns von einer Blüte zur nächsten und lässt den Himmel ahnen. (Lao-Tse)

  • Zitat

    Original von Suspiria
    Das wäre prima. Da wäre ich sofort dabei. Ich denke dieses Buch würde guten Diskussionsstoff bieten.


    Hallo Suspiria
    Ja, das denke ich auch! Ich werde es für die nächste Leserunde (15. Juni) vorschlagen. :idea:
    Gruss Bonprix :wink:

  • @bonprix


    DANKE :thumleft: :thumright:


    In einer Leserunde würde es mir gleich nochmal doppelt so viel Spass machen das Buch zu lesen.

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  • Bei dem Buch muss ich direkt an eine Begebenheit aus meiner Schulzeit denken. Wir sollten im Deutschunterricht ( 7. Klasse, ich war 13 damals )ein Buch vorstellen und einen kurzen Abschnitt daraus lesen . Ich hatte Christiane F gewählt. Alle anderen wurden der Reihe nach aufgerufen, nur ich nicht. Nach der Stunde rief mich die Deutschlehrerin nach vorne und meinte, das Buch sei absolut ungeeignet für 13-jährige und wie mir meine Eltern dieses Buch nur erlauben konnten! Mein Einwand, dass Christiane F. auch 13 war, als sie drogenabhängig wurde, brachte mir nur eine Verwarnung ein.
    Also geschadet hat mir die "frühe" Lektüre des Buches sicher nicht. Was denkt ihr, ab wann man das Buch lesen kann ? Gruß Siri PS: Der Vorfall ereignete sich 1985

  • :shock: Das finde ich ein sehr unpassendes Verhalten für eine Lehrerin!! :thumbdown:


    Wovor glaubte sie denn die 13jährigen zu beschützen?? Auch vor 20 Jahren haben 13jährige schon ganz andere Sachen gelesen und im Fernsehen gesehen. ... Und ausprobiert, wie man am Beispiel Christiane F. (das ich auch angeführt hätte - toll, dass es dafür einen Verweis gab! :evil: ) sieht!

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  • Was bitte ist denn das für eine Lehrerin gewesen??? Okay, wenn man bedenkt das es 1985 war, vielleicht kann man es damit erklären das die Zeit damals noch nicht soweit war, oder es sollte oder durfte nicht wahrgenommen werden das diese Problematik unter Kindern (kann man ja, denke ich, noch sagen) existiert. Ich denke heute gäbe es keine Probleme mehr damit. Ich denke mit 13 über Drogen aufzuklären ist heutzutage schon fast zu spät, wenn man sieht in welchem Alter heute angefangen wird zu rauchen oder Alkohol zu trinken etc.
    Also ich finde das es durchaus eine geeignete Lektüre für 13 jährige ist.
    wenn ich mich recht erinnere war ich damals auch so 13-14 wo ich das Buch zume ersten Mal gelesen habe und es hat mir nicht geschadet-eher im Gegenteil.

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  • Hallo zusammen,


    ich war auch so 13/14 Jahre alt, als ich das Buch zum ersten Mal las. Mir war das nicht zu hart. Ich hatte es auch verstanden und fand nicht, daß es mir geschadet hat bzw.hätte.
    Deine Lehrerin allerdings verstehe ich nicht. Auch wenn es inzwischen schon ein paar Jährchen her ist.... Es ist doch gut, wenn man sich in dem Alter mit solchen Themen beschäftigt, um eben aufgeklärt zu sein. Und wenn sich noch ein paar mehr für das Thema interessiert hätten, hätten sie mit hoher Wahrscheinlichkeit ihre Finger von den Drogen gelassen.
    Sicherlich wäre das heute in dem Alter schon fast zu spät...


    Auf alle Fälle ein sehr gutes Buch, was aber vielleicht in der heutigen Zeit nicht mehr diese Schockwirkung hat.



    LG Sunnylady

  • QUOTE]

    Zitat

    Auf alle Fälle ein sehr gutes Buch, was aber vielleicht in der heutigen Zeit nicht mehr diese Schockwirkung hat.

    Denke ich auch das es LEIDER nicht so ist.


    Zitat

    Es ist doch gut, wenn man sich in dem Alter mit solchen Themen beschäftigt, um eben aufgeklärt zu sein.


    Ich denke heutzutage würde sich jeder Lehrer darüber freuen, wenn sich die Schüler mit solchen Themen auseinandersetzen würde.


    Man merkt wie sich die Zeiten ändern.

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